Rechtsextreme und sexistische Handy-Inhalte: Ermittlungen gegen Polizisten in Rheinland-Pfalz

Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt nach einem Bericht des ARD-Politikmagazins «Report Mainz» gegen Polizisten in Rheinland-Pfalz. Dabei gehe es um mutmaßlich rechtsextreme und wohl auch sexistische Inhalte auf den Handys der Beamten, teilte das Magazin mit. Das rheinland-pfälzische Innenministerium bestätigte am Freitagabend, «dass in dem genannten Zusammenhang ein laufendes Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Koblenz geführt wird».

via lokalo: Rechtsextreme und sexistische Handy-Inhalte: Ermittlungen gegen Polizisten in Rheinland-Pfalz

Weitergabe von Daten an Polizei :Klage von Ex-NSU-Helfer erfolgreich

Karlsruhe schränkt die Datenweitergabe durch den Verfassungsschutz ein. Das Bundesverfassungsgericht verlangt eine Gesetzesänderung. Die Übermittlungspflichten des Verfassungsschutzes an die Polizei sind unverhältnismäßig weitgehend. Das stellte jetzt das Bundesverfassungsgericht fest. Der Bundestag muss bis Ende 2023 nachbessern. Konkret ging es um eine schon seit Jahrzehnten bestehende Regelung im Bundesverfassungsschutzgesetz. Paragraf 20 verpflichtet die Verfassungsschutzbehörden von Bund und Ländern dazu, Informationen an die Polizei weiterzugeben, wenn dies „zur Verhinderung und Verfolgung von Staatsschutzdelikten erforderlich ist.“ Gegen diese gesetzliche Übermittlungspflicht erhob bereits 2013 der Ex-NSU-Helfer Carsten S. Verfassungsbeschwerde. Er hatte dem NSU-Terrortrio einst die Tatwaffe überbracht. Später stieg er aus der rechten Szene aus, bereute seine Mordbeihilfe und sagte umfassend aus. 2018 wurde er zu drei Jahren Jugendhaft verurteilt und lebt heute in einem Zeugenschutzprogramm. (…) Die weitgehende Übermittlungspflicht sei unverhältnismäßig, entschieden die Richter:innen. Grundsätzlich sei die Übermittlung von Verfassungsschutzdaten an die Polizei zwar legitim, um Gewalttaten und Hetze von Ex­tre­mis­t:in­nen zu verhindern und aufzuklären. Wenn es aber um Daten geht, die heimlich gewonnen wurden (etwa durch V-Leute oder abgehörte Telefonate), dann ist die Übermittlung in der Regel nur zulässig, wenn auch die Polizei mit ihren Befugnissen die Daten hätte erheben dürfen. Konkret heißt das: Der Verfassungsschutz darf der Polizei heimlich gewonnene Daten nur übermitteln, wenn eine „hinreichend konkretisierte“ Gefahr besteht oder wenn es einen konkreten Verdacht gibt, dass eine besonders schwere Straftat begangen wurde.

via taz: Weitergabe von Daten an Polizei :Klage von Ex-NSU-Helfer erfolgreich

#Kriegswaffen in Händen #Krimineller : #Sturmgewehre auch in #Finnland – UPDATE: Polizei in Finnland: Keine Beweise, dass Waffen für die Ukraine dort aufgetaucht sind

Waffenlieferungen für die Ukraine sind laut Helsinkis Polizei bei skandinavischen Kriminellen gelandet. Doch die Ermittler geben sich gut vorbereitet. Waffen, die im Rahmen westlicher Militärhilfe an die Ukraine geliefert worden sind, wurden Angaben der finnischen Polizei zufolge bei kriminellen Banden in Westeuropa aufgefunden. Christer Ahlgren, Kriminalkommissar bei der finnischen zentralen Polizeibehörde, berichtete am Wochenende gegenüber dem Sender YLE, dass zwischenzeitlich Waffen in Finnland, Schweden, Dänemark und den Niederlanden aufgetaucht seien. Einzelheiten wurden mit Verweis auf die laufenden geheimdienstlichen Ermittlungen nicht genannt. Der Chef der Ermittlungsgruppe für organisierte Kriminalität erklärte lediglich, es handle sich um automatische Waffen, aber auch Sturmgewehre, Pistolen, Granaten, Munition und Kampfdrohnen: „Anderswo in der EU“ seien auch schon tragbare Raketenwerfer aufgetaucht, die an das ukrainische Militär geliefert worden waren. (…) Es sei selbstverständlich wichtig, dass die Ukraine bewaffnet werde, betonte Ahlgren, und man könne auch die Not der Menschen verstehen, die ihre Flucht aus der Ukraine mit Waffen bezahlen, wie das internationale Medien berichtet hätten: „Aber diese Waffen werden uns noch Jahrzehnte beschäftigen.“ Dabei verwies er auch auf Schweden, wo im Rahmen der aktuellen Bandenkriminalität und der gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen kriminellen Clans vor allem Waffen eine zentrale Rolle spielen, die in den 1990er Jahren in den Balkan geliefert worden waren. Dreißig Jahre lang seien Waffen aus dem ehemaligen Jugoslawien in Schwedens krimineller Szene vorherrschend gewesen, sagte die schwedische EU-Innenkommissarin Ylva Johansson schon im April der Tageszeitung Göteborgs Posten. Nun könne das Gleiche mit Ukrainewaffen geschehen

via taz: Kriegswaffen in Händen Krimineller :Sturmgewehre auch in Finnland

FAKTENCHECK Polizei in Finnland: Keine Beweise, dass Waffen für die Ukraine dort aufgetaucht sind Ein finnischer Sender meldet: „Waffenlieferungen an die Ukraine in kriminellen Händen“ und bezieht sich als Quelle auf die finnische Polizei. Viele Medien in Deutschland greifen diese Meldung auf. Doch sie stimmt offenbar nicht – die Polizei dementiert, dass Waffen aus der Ukraine in Finnland gefunden worden seien. BEHAUPTUNG Für die Ukraine bestimmte Waffen seien in den Händen von Kriminellen in Finnland gelandet. BEWERTUNG UNBELEGT Laut der finnischen Polizei NBI, die als Quelle für diese Information zitiert wurde, entstand durch ein Interview ein falscher Eindruck. Es gebe bisher keine Belege für solchen Waffenschmuggel in Finnland, man habe lediglich vor der Möglichkeit warnen wollen. (…) Viele übernahmen dabei einen Bericht der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Diese teilte uns am 2. November auf Anfrage mit, sie habe die „Meldung vom Sonntag heute zurückgezogen“. Grund sei eine Pressemitteilung der finnischen Polizei, die am Dienstag erschien.  Schon länger werden Spekulationen über Waffenschmuggel aus der Ukraine verbreitet – teils begründet auf berechtigten Sorgen, teils aber auch auf Desinformation (wir berichteten). Bisher fehlen Belege, dass es solche Vorfälle wirklich gibt. (…) Viele übernahmen dabei einen Bericht der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Diese teilte uns am 2. November auf Anfrage mit, sie habe die „Meldung vom Sonntag heute zurückgezogen“. Grund sei eine Pressemitteilung der finnischen Polizei, die am Dienstag erschien.  Schon länger werden Spekulationen über Waffenschmuggel aus der Ukraine verbreitet – teils begründet auf berechtigten Sorgen, teils aber auch auf Desinformation (wir berichteten). Bisher fehlen Belege, dass es solche Vorfälle wirklich gibt.

Belts of 7.62 mm ammunition are prepared for distribution to international competitors before an international machine gun shooting match at the 2012 Australian Army Skill at Arms Meeting (AASAM) in Puckapunyal 120509-F-MQ656-036.jpg
Von TSgt Michael Holzworth – <a rel=”nofollow” class=”external free” href=”http://www.defenseimagery.mil/imageRetrieve.action?guid=db1c03c0e703b50b9927255b079ffa1b9e45bcbd&amp;t=2″>http://www.defenseimagery.mil/imageRetrieve.action?guid=db1c03c0e703b50b9927255b079ffa1b9e45bcbd&amp;t=2</a>, Gemeinfrei, Link

#Sexualisierte #Gewalt im öffentlichen Dienst :Höchster #Polizist angeklagt – #polizeiproblem

Andreas Renner, Baden-Württembergs Polizeichef, wird sexuelle Nötigung vorgeworfen. Landesinnenminister Thomas Strobl steht unter Druck. Der Vorwurf der sexuellen Nötigung gegen Andreas Renner, den ranghöchsten Polizeibeamten Baden-Württembergs, steht seit einem Jahr im Raum. Nun hat die Staatsanwaltschaft in der Affäre, die auch den baden-württembergischen Innenminister Thomas Strobl ins Trudeln brachte, Anklage erhoben. Die Ermittler werfen dem inzwischen suspendierten 49-Jährigen vor, im November vergangenen Jahres eine Beamtin, die sich im Auswahlverfahren für den höheren Polizeivollzugsdienst befand, zu sexuellen Handlungen aufgefordert zu haben. Der 49-Jährige habe dabei seine Machtstellung bewusst ausgenutzt. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft war er in der Lage, der Polizeibeamtin im Falle ihres Widerstands erhebliche berufliche Nachteile zu bereiten. Renner war maßgebliches Mitglied der Beurteilungskommission, die über Personalfragen in der Polizei entscheidet. Der Beamte soll der jungen Frau bei einem Kneipenbesuch unter Kollegen nähergekommen sein, sie anschließend möglicherweise bedrängt haben. Einige Tage später soll er ihr dann in einem Videotelefonat seine eindeutigen Angebote gemacht haben: Karriere gegen Sex. Der Fall war bekannt geworden, weil die Beamtin das Gespräch mitgeschnitten hatte. Als sie sich anschließend Kollegen anvertraute, meldeten die den Fall an höhere Stellen. Besonders peinlich: Renner war für eine Nachwuchskampagne der Polizei verantwortlich, in der sich die Uniformierten als weltoffen, vielfältig und sensibel für Diskriminierung darstellten. (…) Nach monatelangen Erklärungsversuchen und dem Vorwurf der Opposition, Ermittlungen der eigenen Behörde behindert zu haben, hat Strobl nun vergangene Woche eine Geldauflage der Staatsanwaltschaft für seine Durchstecherei akzeptiert. Die Opposition, die Strobl nicht aus der Verantwortung lassen will, hat im Landtag inzwischen einen Untersuchungsauschuss eingesetzt. Der soll klären, ob Renner gemäß den Vorschriften so schnell auf einen hohen Posten gekommen ist.

via taz: Sexualisierte Gewalt im öffentlichen Dienst :Höchster Polizist angeklagt

#Polizeigewalt : #Demonstrant klagt gegen #Polizisten – #polizeiproblem

Ein Übergriff bei einer Anti-AfD-Kundgebung hat für einen beteiligten Polizisten ein gerichtliches Nachspiel. Verurteilung wäre ein wichtiges Signal. Ein Teilnehmer einer Kundgebung gegen einen Landesparteitag der AfD hat Anzeige gegen einen Polizisten wegen Körperverletzung im Amt, Nötigung, falscher Verdächtigung und Falschaussage erhoben. Dies gab die Initiative „Kein Raum der AfD“ am Montag bekannt. Der Übergriff hatte sich im Laufe von Protestaktionen im Juni 2021 in Biesdorf ereignet. Der Demoteilnehmer war dort demnach von einem Polizisten umgeschubst und zu Boden gerungen worden. Zuvor hatte das Amtsgericht Tiergarten den Aktivisten am 20. September von der Anschuldigung freigesprochen, dass dieser dort selbst einen Polizisten geschlagen haben soll. Für die Rich­te­r:in­nen stand nach Sichtung von Videos zweifelsfrei fest, dass der Mann im mittleren Alter die Tat nicht begangen hat. Auch der taz liegen Videos vor, die den Vorfall in Gänze zeigen. Zu sehen ist, wie acht Po­li­zis­t:in­nen eine Demonstrantin abführen. Der nun klagende Mann steht auf dem geräumigen Platz herum. Als die Po­li­zis­t:in­nen auf ihn zukommen, tritt er beiseite. Ein Polizist, ­gegen den sich die Klage nun richtet, schubst ihn leicht. Anschließend dreht er sich unvermittelt um, packt den Mann am Arm und zerrt ihn ruppig zu Boden. Von dem „Handkantenschlag“, den der Demonstrant ihm zugefügt haben soll, ist nichts zu sehen. Der Demoteilnehmer wird von mehreren Be­am­t:in­nen abgeführt, dabei drehen sie die Arme des Mannes auf seinen Rücken. In dem folgenden Tumult beschweren sich Demonstrierende über das Vorgehen der Be­am­t:in­nen. Po­li­zis­t:in­nen greifen wiederholt nach den Köpfen von De­mons­tran­t:in­nen und ringen sie teils brutal zu Boden. Laut „Kein Raum der AfD“ mussten Protestierende anschließend im Krankenhaus behandelt werden. Klare Beweislage Für den beschuldigten Polizisten hat der Einsatz während der Kundgebung nun ein Nachspiel. Zwar laufen Strafanzeigen gegen Po­li­zis­t:in­nen oftmals ins Leere. Angesichts der Klarheit der Beweislage hofft Tim Reiche, Pressesprecher von Kein Raum der AfD, dennoch auf eine Verurteilung. „Ein Urteil gegen den Beamten wäre ein wichtiges Zeichen gegen Polizeigewalt“, sagte er der taz.

via taz: Polizeigewalt :Demonstrant klagt gegen Polizisten

Bosnian Police Chief Faces Suspension for Threatening Journalist

Federation entity Interior Minister demands Zoran Cegar’s ‘urgent’ suspension for threatening ‘to rip journalist’s throat out’. The Minister of Interior of the Federation of Bosnia and Herzegovina, Aljosa Campara, on Friday requested the urgent suspension of the head of the Sector of Uniformed Police in the entity, Zoran Cegar. The request came after Cegar was recorded threatening a journalist from the Bosnian Centre for Investigative Reporting, CIN BiH, saying that he will “rip her throat out”. He made the alleged threat in Croatia’s coastal town of Dubrovnik, where he is facing trial for fraud and falsification of documents.  Earlier this week, CIN BiH published an article showing Cegar acquired property in Bosnia and Herzegovina illegally. Journalists discovered that in the last 20 years he traded numerous real estate: houses, apartments and land holdings in Bosnia and Croatia, and also possessed numerous cars, boats, motorcycles and snowmobiles. He often traded without money, exchanging his and other people’s real estate and vehicles. This is not the first time Cegar has threatened CIN journalists. During the investigation, alluding to his position, he said he was “informed by various people” about the whereabouts of various journalists.  If found guilty, Cegar faces up to eight years in prison, which was one reason why Campara sought his suspension.

via balkan insight: Bosnian Police Chief Faces Suspension for Threatening Journalist

Bekannte #Rechtsrockband vor Ort : Rechtsextremes Treffen in #Mandelbachtaler Vereinsheim: Großaufgebot der #Polizei schreitet ein

In einem Vereinsheim in der Gemeinde Mandelbachtal haben sich am Samstagabend offenbar etliche Personen aus der rechtsextremen Szene versammelt. Eine Band aus der Szene reiste für das Treffen an. Die Polizei schritt am späten Abend ein. Die saarländische Polizei musste am späten Samstagabend ein großes Treffen von Personen aus der rechtsextremen Szene beenden. (…) Die Veranstaltung die beim Eintreffen der Polizei festgestellt wurde, bestand noch aus rund 20 Personen und wurde als private Veranstaltung deklariert. Mehrere anwesende Personen konnten laut Polizei der rechtsextremen Szene zugeordnet werden. Eine laut Landespolizeipräsidium überregional bekannte Rechtsrockband war zuvor in dem Vereinsheim aufgetreten – allerdings bereits wieder abgereist. Die Polizei stellte von allen Anwesenden die Identität fest und stellte mehrere Musik-CDs sicher

via saarbrücker zeitung: Bekannte Rechtsrockband vor Ort : Rechtsextremes Treffen in Mandelbachtaler Vereinsheim: Großaufgebot der Polizei schreitet ein