Demo gegen AfD-“Bürgerdialog”: 1.200 Menschen auf der Straße

In Melle (Landkreis Osnabrück) haben am Dienstagabend laut Polizei rund 1.200 Menschen gegen eine Veranstaltung der AfD demonstriert. Dazu aufgerufen hatte ein Bündnis aus verschiedenen Akteurinnen und Akteuren. “Wir wollen die Alternative zur Alternative aufzeigen”, sagte Mareike Werges (Grüne), eine der Demo-Organisatorinnen, dem NDR Niedersachsen vor Ort. “Als die Veranstaltung bekannt gegeben wurde, war die AfD noch als gesichert rechtsextremistisch eingestuft”, so Werges. Die Gegendemo unter dem Motto “Melle bleibt bunt” sollte Menschen die Möglichkeit bieten, “gemeinsam ein Zeichen gegen Ausgrenzung und für ein respektvolles Miteinander in unserer Stadt zu setzen”, schreibt das “Bündnis Demokratie Melle”, das die Demo mitorganisiert hatte. Rund 100 Menschen beim “Bürgerdialog” Die AfD-Bundestagsfraktion wollte eigenen Angaben zufolge bei ihrem “Bürgerdialog” Interessierten die Möglichkeit geben, mit Abgeordneten aus der Region direkt in Kontakt zu treten. Mit Blick auf die Gegendemo sagte der AfD-Politiker Jörn König, diese sei “im Grunde eine Demo gegen einen großen Teil des Deutschen Bundestags” und “eine Demo gegen die Demokratie.” Rund 100 Interessierte nahmen an der AfD-Veranstaltung teil. Fast anderthalb Stunden lang stellten König und seine Kollegen AfD-Positionen vor, berichtet eine NDR Reporterin, erst danach waren Fragen erlaubt. Kritiker wird das Mikro weggerissen Unter die knapp 100 Partei-Anhänger im Publikum hatten sich auch Kritiker gemischt. Der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Uhlen meldete sich während der Veranstaltung zu Wort. Die Reaktion werde ihn noch eine Weile beschäftigen, sagte er dem NDR Niedersachsen: “Mir ist das noch nie passiert, dass ich so ausgebuht worden bin – und dass mir jemand aus dem Publikum das Mikrofon weggerissen hat.”

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Berlin: Junge Boxer antiziganistisch diskriminiert?

Hallenbetreiber soll bei Boxmeisterschaften Jugendliche rassistisch beleidigt und rausgeschmissen haben. Der Berliner Boxverein Roter Stern erhebt schwere Vorwürfe: Im Rahmen der diesjährigen Berliner Boxmeisterschaften sollen mehrere minderjährige Mitglieder des Vereins während des Turniers aufgrund ihrer zugeschriebenen Herkunft diskriminiert worden sein. Der Betreiber eines Schöneberger Boxclubs, in dem der Berliner Boxverband die Meisterschaft der U13/U15 ausgerichtet hatte, habe mindestens zwei jugendliche Teilnehmer über das gesamte Wettkampfwochenende hinweg mehrfach antiziganistisch beleidigt. So schildert es der Vorsitzende von Roter Stern, Kai Friedhoff, gegenüber »nd«. Unter anderem sei oft das Z-Wort gefallen, also die gleichzeitig veraltete Bezeichnung und rassistische Beleidigung für Sintizze und Romnja. Am Ende seien sämtliche Teilnehmer*innen des Vereins aus der Halle geschmissen und mit Hausverbot belegt worden. Am Wochenende des 14. und 15. März richtete der Berliner Boxverband die U13- und U15-Wettkämpfe der Berliner Meisterschaften in einem Boxclub in der Nähe der Bülowstraße aus. Betreiber Izzet M. soll sich nach Angaben Friedhoffs gegenüber den teilnehmenden Sportlern von Roter Stern den gesamten Zeitraum über unhöflich bis aggressiv verhalten haben. Nachdem einer der Jugendlichen zum Beispiel einen Boxring berührt habe, soll er von M. zunächst angeschrien worden sein. Dann habe er ihn als »Scheiß Z…« bezeichnet, der ihm »den ganzen Laden kaputt« mache. So steht es im von Roter Stern aufgenommenen Gedächtnisprotokoll eines der mutmaßlich Betroffenen, das »nd« vorliegt. Vom selben Vorfall berichtet ein weiteres Gedächtnisprotokoll eines Wettkampfteilnehmers von Roter Stern: »Nachdem D. und A. weggingen, äußerte der Mann beleidigende und diskriminierende Aussagen. Dabei verwendete er unter anderem den Ausdruck ›dreckige Z…‹.« Weiterhin soll M. »Richtig dreckig sind die« und »Wenn ich will, schmeiß ich alle raus« gesagt haben. Ein drittes vorliegendes Gedächtnisprotokoll stammt von einem der Trainer von Roter Stern, Ole Marg. Er betreute dort die Wettkämpfer des Vereins. Marg gibt an, kurz vor Veranstaltungsbeginn von M. mit den Worten angesprochen worden zu sein, »dass er gleich den scheiß Z… aus dem Fenster schmeißen wird«, da »diese Drecksz… von uns alles kaputt machen« würden. Laut Marg war in dieser Situation auch der Berliner Landestrainer René Braun anwesend. Braun bestätigte »nd« gegenüber telefonisch, dass er während des Vorfalls bei Marg stand und gab an, dass die Aussage genau so gefallen sei. Kurz darauf sei die Situation bis zum Rausschmiss aller Roter-Stern-Mitglieder eskaliert. Trainer Ole Marg habe M. zunächst noch überzeugen können, den letzten Kampf der Mädchen abzuwarten, danach habe er den Verein Roter Stern aufgefordert, die Räumlichkeiten zu verlassen

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Von Hans Firzlaff – sintiundroma.de, Gemeinfrei, Link – Symbolbild: Johann Rukeli Trollmann

BRUCE SPRINGSTEEN DECLARES ‘WAR’ AGAINST TRUMP AT DEFIANT TOUR OPENER IN MINNEAPOLIS

“The America that I love, that’s been a beacon of hope and liberty around the world, is in the hands of a corrupt, incompetent, racist, reckless, and treasonous administration,” Springsteen said. Before a single note of music was played at the opening night of the 2026 Land of Hope and Dreams Tour, it was clear this wasn’t going to be a typical Bruce Springsteen & the E Street Band concert. In a break from decades of tradition, the band walked onto the stage in total darkness, visible to the crowd only in hazy silhouette. Springsteen came out last, and addressed the capacity crowd at the Target Center in Minneapolis, speaking much like he did at the city’s No Kings rally a few days earlier. (..) As final word “war” echoed through the arena, the stage lights flicked on. Springsteen and the band emerged from the darkness, and they ripped into Edwin Starr’s 1970 classic “War,” which they hadn’t played since America last started a Middle Eastern war in 2003. It was a fiery rendition featuring special guest Tom Morello on guitar, allowing Springsteen to roam the stage instrument-free, and it transitioned right into an impassioned “Born in the U.S.A.,” a song Springsteen recently allowed the ACLU to use in their battle to overturn Trump’s anti-birthright citizenship executive order. (In remarkable timing, the Supreme Court was a little over 12 hours away from hearing oral arguments in the landmark case about whether people born in the U.S.A. are citizens.)

via rolling stone: BRUCE SPRINGSTEEN DECLARES ‘WAR’ AGAINST TRUMP AT DEFIANT TOUR OPENER IN MINNEAPOLIS

KRIEG IN DER UKRAINE: Piloten auf Menschenjagd

In der Ukraine jagen gegnerische Drohnenpiloten einander. Erfolgreiche Jäger stellen ihre Tötungsvideos mit Musik ins Netz. Der Gefechtsstand liegt unter der Erde. Eine Wand ist bedeckt mit Bildschirmen, davor sitzen Männer mit Kopfhörern. Es ist still. Ein Bildschirm zeigt eine Landkarte mit farbigen Symbolen, ein anderer eine Totale des Kampfgebiets aus großer Höhe. Wieder andere sind unterteilt, jedes Segment zeigt das Livebild von der Kamera einer Drohne. Ein ukrainischer Soldat hat eines der Drohnenvideos angeklickt, jetzt füllt es den Bildschirm: ein zerbombtes Dorf von oben. Die Dächer sind fort, die Drohne sieht in die Zimmer. In den meisten liegt grauer Schutt, nur in einem frische rotbraune Erde. „Das ist aus ihrem Unterstand“, sagt der Soldat. „Das sind sie.“ Neben dem Erdhaufen liegt ein Stück Wellblech. „Schau dir den Rand an“, sagt der Soldat. Unter dem Rand eine dunkle Stelle. „Ihr Eingang.“ Dann die Explosion. Qualm füllt das Bild. Einer der Soldaten hat eine schwere Bomberdrohne über das Blech manövriert, eine „Vampir“. Die kann eine 15 Kilo schwere Mörsergranate tragen. Einige Hundert Meter über der Ruine hat sie angehalten, dann hat sie gezielt und die Granate fallen gelassen. Der Rauch verzieht sich. Das Blech ist noch, wo es war. „Daneben“, sagt der Diensthabende. Ins falsche Zimmer. „Werdet ihr warten, bis sie rauskommen?“, frage ich. – „Die werden nicht rauskommen. Sie wissen, wenn sie rausgehen, leben sie keine zehn Minuten mehr. Die werden jetzt auf schlechtes Wetter warten. Auf Nebel, damit unsere Drohnen sie nicht sehen. Oder auf Wind, damit wir nicht fliegen können. Und bis dahin begraben wir sie unter Bomben.“ Delta ist eine Art Windows für den Krieg Die Drohne ist die tödlichste Waffe dieses Krieges. Schätzungsweise 1,2 Millionen Menschen hat Russland nach Schätzung des Center for Strategic and International Studies seit Anfang 2022 durch Tod oder Verletzung verloren, die Ukraine vielleicht halb so viele. Und zuletzt war fast jeder Tote das Opfer eine Drohne. (…) Die Ukraine nutzt an allen Frontabschnitten für das tägliche Gefecht ein einheitliches Computersystem namens Delta. Delta kann vieles auf einmal, es ist eine Art Windows für den Krieg. Auch die Monitore in dem unterirdischen Gefechtsstand sind mit Delta verbunden. Gerade zeigt der Diensthabende ein weites Landschaftsbild von einer hoch fliegenden Drohne: der Frontabschnitt seiner Einheit, vier Kilometer breit, zehn tief. Sein Teil der „Kill-Zone“, also des „gläsernen Schlachtfeldes“, auf dem sich heute, wie ein Soldat sagt, „keine Maus mehr bewegen kann“.

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Ego-Shooter: „Return to Castle Wolfenstein“ fliegt vom Index

24 Jahre nach Release ist „Return to Castle Wolfenstein“ in Deutschland nicht mehr indiziert. In den Spiele-Stores gibt es den Ego-Shooter aber noch nicht. „Return to Castle Wolfenstein“ ist in Deutschland nicht mehr indiziert: Mit einer Entscheidung vom 24. Februar hat die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) den 2001 erschienenen Ego-Shooter vom Index gestrichen. Darüber berichtete zuerst Schnittberichte.com. Die Listenstreichung von „Return to Castle Wolfenstein“ lässt sich in einer Mitteilung des Bundesanzeigers (pdf) nachvollziehen. Demnach wurden neben der PC-Fassung auch die erweiterten Konsolenversionen „Tides of War“ und „Operation Resurrection“ vom Index gestrichen. Laut Mitteilung des Bundesanzeigers wurden sowohl die geschnittene deutsche Fassung als auch die internationale Version vom Index genommen. Die Listenstreichung ist bemerkenswert, weil Inhalte üblicherweise ohnehin nach 25 Jahren vom Index gestrichen werden, solange keine Folgeindizierung stattfindet. „Return to Castle Wolfenstein“ wurde 2002 indiziert, wäre 2027 also voraussichtlich von der Liste entfernt worden und hätte dann in Deutschland grundsätzlich wieder vertrieben und beworben werden können. Unklar ist, ob Bethesda selbst eine Neuprüfung beantragt hat. Eine Nachfrage von heise online hat Bethesda nicht unmittelbar beantwortet.

via heise: Ego-Shooter: „Return to Castle Wolfenstein“ fliegt vom Index

Kramp-Karrenbauer fordert CDU zu klarer Abgrenzung von AfD auf – #brandmauer

Die Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung und frühere CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat ihre Partei zur klaren Abgrenzung von der AfD aufgefordert. “Wenn man sich die AfD-Programmatik anschaut, steht sie gegen alles, wofür Konrad Adenauer gestanden hat: Nato, Westbindung, Europa, Soziale Marktwirtschaft”, sagte Kramp-Karrenbauer der “Rheinischen Post” vom Montag. “Die AfD ist ein Antiprogramm zur CDU.” Dass die AfD mittlerweile in manchen Wahlen bei Arbeitern die stärkste Kraft sei, sei umso erstaunlicher, “weil die Programmatik der AfD de facto für Arbeiterinnen und Arbeiter nichts enthält, was ihre Arbeit jetzt und in der Zukunft sichert”, sagte Kramp-Karrenbauer weiter. “Solche Fehlbilder muss man offenlegen”, fügte sie hinzu. Die frühere CDU-Chefin wies darauf hin, es gebe aber immer noch einen weitaus größeren Teil der Bevölkerung, der keine AfD-Regierung und schon gar keine absolute Mehrheit der Partei wolle. “Den muss man mobilisieren. Das ist Aufgabe der CDU. Aber bei Weitem nicht nur, sondern auch der anderen Parteien”, hob sie hervor. Kramp-Karrenbauer sagte, für sie bedeute die “Brandmauer” zur AfD, “sich immer wieder klarzumachen, für was die AfD im Kern wirklich steht. Und das geht mit unseren Werten nicht zusammen. Sie äußerte sich dabei mit Blick auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, wo laut Umfragen die AfD stärkste Kraft werden könnte. Regierungsmehrheiten ohne die AfD wären dann möglicherweise schwierig zu erreichen.

via stern: Kramp-Karrenbauer fordert CDU zu klarer Abgrenzung von AfD auf

Heftige Kritik an Rheinmetall-Chef “Lego-Drohnen haben 11.000 russische Panzer zerstört”

Die Ukraine nutzt seit Jahren zunehmend erfolgreich billige Drohnen, um die russischen Angreifer zurückzuschlagen. Rheinmetall-Chef Armin Papperger zweifelt an der Technologie – und vergleicht sie mit “Lego-Bausteinen”. Der Vorstandsvorsitzende des Rüstungskonzerns Rheinmetall, Armin Papperger, hat mit Aussagen über die ukrainische Drohnenindustrie Spott und Empörung ausgelöst. Hintergrund ist ein Gespräch mit dem Magazin “The Atlantic”: Darin verglich Papperger den Bau von Drohnen für den Krieg in der Ukraine mit Lego-Bausteinen. Außerdem stellte er infrage, dass hinter den heimischen Entwicklungen der Ukraine echte Innovation steckt. “So spielt man mit Lego-Steinen”, sagte er der Zeitschrift. “Was ist die Innovation der Ukraine?”, wird Papperger weiter zitiert. “Sie haben keinen technologischen Durchbruch erzielt. Sie entwickeln Innovationen mit ihren kleinen Drohnen und sagen: ‘Wow!’ Und das ist toll. Wie auch immer.” Das aber sei nicht die Technologie von Rüstungskonzernen wie Lockheed Martin, General Dynamics oder Rheinmetall. Weiterhin fragte Papperger: “Wer ist der größte Drohnenhersteller in der Ukraine?” Als “The Atlantic”-Journalist Simon Shuster ihm einige Produzenten aufgezählt habe, soll Papperger spöttisch reagiert haben: “Das sind ukrainische Hausfrauen.” Weiter wird der Rheinmetall-Chef zitiert: “Sie haben 3D-Drucker in der Küche und produzieren Teile für Drohnen.” Das sei keine Innovation. Die Ukraine hat Drohnen für den Krieg seit Beginn der russischen Vollinvasion fortwährend weiterentwickelt. Insbesondere unbemannte Fluggeräte – oft handelsübliche Kleindrohnen, die mit Sprengstoff ausgerüstet werden – fügen den russischen Streitkräften schwere Verluste zu. Zudem baut die ukrainische Rüstungsindustrie zunehmend eigene Kriegsdrohnen. Immer wieder gelingt es den Ukrainern, mit den Drohnen, die sich meist für unter 1.000 Euro bauen lassen, schweres Militärgerät der Kremltruppen im Wert von mehreren Millionen Euro auszuschalten. (…) In der Ukraine fielen die Reaktionen auf Pappergers Aussagen einhellig aus. Der ukrainische Drohnenhersteller SkyFall erklärte auf Anfrage von “The Atlantic”: “Wenn eine Drohne, die von ukrainischen ‘Hausfrauen’ gebaut wurde, ausreicht, um Panzer und Artillerie auszuschalten, dann sind wir wohl offiziell in der Ära der ‘Hausfrauen’ angekommen.” Alexander Kamyshin, Berater des ukrainischen Präsidenten für strategische Fragen, schrieb in einem Post auf X: “Unsere Lego-Drohnen, die von Hausfrauen in ihren Küchen gebaut wurden, haben bereits mehr als 11.000 russische Panzer zerstört.”

via t-online: Heftige Kritik an Rheinmetall-Chef “Lego-Drohnen haben 11.000 russische Panzer zerstört”

siehe auch: «Von Hausfrauen in der Küche gebaut» Rheinmetall-CEO spottet über ukrainische Drohnen – der Konter kommt sofort Frauen bauen in der Ukraine nicht nur Drohnen zusammen, sie fliegen sie auch. KEYSTONE Rheinmetall-Chef Armin Pappberger hat sich in einem Interview abfällig über die ukrainissche Drohnen-Produktion geäussert. Der Konter der Ukraine sitzt. Ein deutscher Militärexperte wirft ihm Überheblichkeit vor. (…) Dabei zeichnet die Realität auf dem Schlachtfeld ein anderes Bild. Seit Beginn der russischen Vollinvasion hat die Ukraine ihre Drohnenkapazitäten massiv ausgebaut – mit bemerkenswertem Erfolg. Oft sind es einfache, handelsübliche Kleindrohnen, die mit Sprengstoff ausgestattet werden und gezielt russisches Militärgerät angreifen. Der Clou: Viele dieser Systeme kosten weniger als 1000 Euro – und zerstören dennoch Panzer und Artillerie im Wert von mehreren Millionen. Parallel dazu wächst auch die heimische Rüstungsproduktion, die zunehmend eigene, spezialisierte Kriegsdrohnen entwickelt. In einem Krieg, in dem die Ressourcen so ungleich verteilt sind wie jenem zwischen Russland und der Ukraine ist beides ein enormer Vorteil für das angegriffene Land. (…) Kritik kommt auch aus Deutschland. Militärexperte Nico Lange warnte vor den Folgen einer solchen Haltung: «Die Überheblichkeit so mancher in Bundeswehr, Industrie und Politik gegenüber der neuen Ökonomie des Krieges mit massenweisen billigen Drohnen und Raketen könnte für uns noch zum ernsten Sicherheitsrisiko werden.»