Maria Aljochina: “Mit der AfD würde Deutschland in die Hölle fahren” – #fckafd #pussyriot

Die russische Dissidentin vergleicht Putins Regime mit einer brutalen Diktatur. Sie warnt die Deutschen eindringlich vor den Rechtsradikalen. (…) In Deutschland sind viele Menschen müde, wenn es um den Krieg in der Ukraine geht. Der Wirtschaft geht es schlecht, die Stimmung ist schlecht. Es scheint so, als gäbe es auch hier eine Sehnsucht nach Autokraten. Woran könnte das liegen? Sind wir zu selbstzufrieden, zu bequem geworden in unserer freiheitlichen Demokratie? Wenn ihr in Deutschland akzeptiert, dass die AfD in Umfragen bei 27 Prozent steht, sollte sich die Gesellschaft dringend Fragen stellen. Denn diese Partei der Putin-Freunde ist brandgefährlich. Sagt nicht: Es ist mir scheißegal! Es ist gar nicht egal. Tut etwas. Organisiert euch. Bildet Bündnisse. Protestiert. Lasst es nicht passieren, dass diese menschenverachtende Partei die Macht übernimmt. Es ist eine schlimme Dystopie, dass Deutschland wieder zu einem faschistischen Land werden könnte – aber die Gefahr ist sehr real. Mit der AfD an der Macht würde Deutschland in die Hölle fahren – und die EU gleich mit. Wie schauen Sie auf Deutschlands Umgang mit Russland? Auch nach der Annexion der Krim wollten Kanzlerin Merkel und der damalige Außenminister Steinmeier „Wandel durch Handel“. Russland hat Deutschland über Jahrzehnte mit Lobbyisten sehr erfolgreich bearbeitet. Viele Wirtschaftsbosse und Politiker haben sehr viel Geld bekommen, um Russland immer weiter zu unterstützen. Es ging ums Geld. Jetzt sehen wir die Folgen: Litauen wird von Russland bedroht, Moldawien wird bedroht, Polen wird bedroht, jederzeit könnte irgendwo eine Bombe einschlagen. Und die Nato? Bietet keinen sicheren Schutz, weil die USA sich nicht mehr für Europa interessieren. Aber die fatalen Fehler gehen trotzdem weiter. Inwiefern? Russland hat viele Regionen in der Ukraine besetzt – und der Westen unterstützt die Ukraine immer nur so, dass das Land sich nicht ergeben muss. Es gibt immer noch deutsche Konzerne, die mit ihrer Technologie die russische Armee unterstützen. Gas und Öl fließen über Umwege weiter nach Europa. Die Konsequenzen werden wir alle erleben. Ich glaube, dass diese Politik in die Hölle führen kann. Sie haben oft gesagt: Jede und jeder kann Pussy Riot sein. Meinen Sie das in dem Sinne, wie der Künstler Joseph Beuys sagte: Jeder Mensch ist Künstler? Wenn damit gemeint ist, dass jeder Verantwortung trägt, etwas zu tun: Ja. Jede und jeder kann Herzen erreichen – auch durch politische Aktionen. Man muss sich nur dafür entscheiden. Es gibt nicht nur Pussy Riot oder andere zufällig bekannte Leute, die etwas machen. Als wir im Gefängnis waren, haben andere Menschen unsere Aktionen umgesetzt – haben dagegen protestiert, dass wir inhaftiert wurden, nur weil wir ein Lied performt haben. Jeder kann etwas machen – und sich jederzeit dafür entscheiden.

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Propaganda im Irankrieg – Mit den eigenen Waffen geschlagen

Mit KI-Clips im Lego-Stil erreichen iranische Botschaften ein Millionenpublikum. Die Machart zeigt ein tiefes Verständnis amerikanischer Popkultur. US-Präsident Donald Trump beugt sich über die Epstein-Akten. Auf seiner Stirn stehen Schweißperlen. Neben ihm steht Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu, beide als Lego-Figuren, mit starrem Lachen. Hinter ihnen ein roter Teufel mit einem Kelch in der Hand. Kurz darauf hebt eine Rakete mit amerikanischer Flagge ab. Die Szene soll vom Beginn des Irankrieges erzählen. Explosionen folgen, Städte brennen. Eine Hand drückt einen roten Knopf. In einer Kommandozentrale stehen iranische Offiziere um eine Karte. Dann kippt das Geschehen. Raketen und Drohnen schlagen in Städten am Golf und in Israel ein. Die Ölpreise steigen. Amerikanische Soldaten kehren in Särgen zurück. Die Videos erreichen ein Millionenpublikum Die Botschaft dieser Videos ist eindeutig. Wer Iran angreift, wird verlieren. Die Clips verbreiten sich rasant im Netz und erreichen ein Millionenpublikum. Seit Wochen kursieren sie in sozialen Medien, oft unterlegt mit eingängigen Rap-Songs. Auch regierungsnahe iranische Medien teilen die Videos. Sie wirken spielerisch und unwirklich. Tatsächlich sind sie Teil einer gezielten Erzählung. „Die politischen Botschaften in den Videos sind ebenso unverblümt und karikaturhaft wie die kantigen Lego-Figuren“, schreibt das US-amerikanische Magazin The New Yorker. In einem Artikel rekonstruiert das Blatt, wie ein Animationsstudio die Videos mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellt hat. Unter dem Namen „Explosive Media“ veröffentlichte der Kanal auf Youtube schon vor dem Krieg politische Clips mit antiwestlicher Stoßrichtung. Kaum jemand sah sie. Erst mit den Lego-Figuren erreicht die Gruppe ein Massenpublikum. Dass diese Clips so schnell ein Publikum finden, hat auch mit der Art zu tun, wie Kriege heute erzählt werden. Konflikte lassen sich nahezu in Echtzeit verfolgen. Auch der Einsatz künstlicher Intelligenz zur Produktion von Videos gehört längst zur psychologischen Kriegsführung. Studio kennt die amerikanische Popkultur „Menschen wenden sich teilweise von einigen der realen Konfliktinhalte ab und suchen nach etwas, das das Geschehen schnell verdichten kann“, sagt der Experte Moustafa Ayad dem US-Magazin Wired. „Genau das leisten diese Lego-Videos.“ Sie zeigen die iranische Perspektive und greifen zugleich die politische Unzufriedenheit in den USA auf. Dem Magazin zufolge hat „Explosive Media“ ein tiefes Verständnis amerikanischer Popkultur. Verbreitet werden die Clips auch durch offizielle Kanäle, etwa von Irans diplomatischen Vertretungen. Auch staatsnahe iranische und russische Medien teilen sie, ebenso Influencer mit Verbindungen zu den mächtigen Revolutionsgarden und großer Reichweite. Dennoch beteuert die in Iran ansässige Gruppe in mehreren Interviews, nicht mit der Führung in Teheran verbunden zu sein. Die BBC will aber einen der Macher gesprochen haben, der zugab, dass das iranische Regime ein „Kunde“ des Studios „Explosive Media“ sei.

via taz: Propaganda im Irankrieg Mit den eigenen Waffen geschlagen

siehe auch: Iranischer AI-Spott Vom Trigger zum Ohrwurm Im Lego-Animationsstil das Weiße Haus verspotten: Im Netz verbreiten sich iranische Videos mit politischen Botschaften fürs westliche Publikum. Triggern war das Zauberwort des vergangenen Jahrzehnts. Ohne starke Affekte keine Reaktion, ohne Reaktion keine Sichtbarkeit. Dieses Prinzip hat sich so tief in die Logik sozialer Medien eingeschrieben, dass es längst auch für politische Propaganda professionalisiert wurde. Die US-amerikanischen „Meme Warriors“ setzten dabei bislang auf Masse: so viel Slop produzieren, dass sich einige wenige starke Inhalte schon durchsetzen werden. Auf den Kanälen des Weißen Hauses kursierten seit Trumps zweiter Präsidentschaft unzählige KI-Videos – von ASMR-Deportationen über „Trump Gaza“ bis hin zu einem jüngeren viralen Video, in dem iranische Bowlingkegel schwungvoll von einer US-Kugel abgeräumt werden. Strike! Doch eine gewisse Übersättigung hat sich eingestellt. Und die bemerkenswerteste, wenn auch bedrohlichste Antwort darauf kommt nicht aus Washington, sondern aus Teheran. Propaganda mit Lego-Gesicht Die im Netz gerne so genannten „Lego Diss Tracks“ von @AkhbarEnfejari sind vollständig mit KI produziert und werden auf allen Plattformen verbreitet. Von Youtube und Instagram wurden sie bereits gesperrt. Im Lego-Animationsstil vermitteln sie meist in längeren, erzählerischen Filmen politische Botschaften: Lego-Iraner freuen sich über Raketen, die auf Tel Aviv zufliegen. Der Krieg gegen Iran wird als Ablenkung von den Epstein-Files dargestellt, während man die iranischen Militäraktionen zur Rache erklärt: für das Leid der amerikanischen Ureinwohner, der vietnamesischen Zivilbevölkerung, der Palästinenser in Gaza. Das macht schon deutlich: Adressiert werden damit gezielt westliche Zuschauer – Pro-Palestine-Aktivisten, Verschwörungsgläubige, Trump-Kritiker. Was diese Videos von bisherigem Propaganda-Slop unterscheidet, ist nicht allein der Aufwand – laut einem Interview des Tech-Journalisten Kyle Chayka arbeitet das Produzententeam mindestens 24 Stunden an einem einzigen zweiminütigen Clip (das ist im Zeitalter von KI und der extrem beschleunigten Reaktionskultur erstaunlich lang). Es ist das Format selbst. Die Videos wirken nicht wie Propagandafilme, die mit Musik unterlegt sind, sondern wie Musikvideos mit Propaganda-Inhalt. Die ebenfalls mit KI-Unterstützung produzierte Musik, meist Rap, strahlt Härte, Trotz, Selbstermächtigung aus. In Reaction-Videos sieht man dann Menschen mitwippen, mitsingen – manchmal wegen, manchmal trotz des politischen Inhalts. Wie man es sonst von BTS oder Taylor Swift kennt, gibt es für die Videos Teaser, die Vorfreude, Spekulationen und Hypes erzeugen sollen, aufwendige Ikonografien mit präzise ausgewählten Anspielungen.

NSU-Morde und Rechtsextremismus – Neues Portal informiert über rechtsextreme Gewalt in Deutschland

Die Mordserie der Neonazi-Terrorgruppe NSU ist vielen noch im Bewusstsein. Andere Taten sind es hingegen kaum. Ein neues Online-Angebot bietet einen Überblick über rechtsextreme Gewalt.          Link kopiert Ein neues Online-Portal informiert über rechtsextreme Gewalt wie die NSU-Morde in Deutschland. Unter www.themenportal-rechtegewalt.de können Interessierte zu einschlägigen Gewalttaten seit 1945 recherchieren. Geplant ist ein weiterer Ausbau des digitalen Angebots, wie das Bundesarchiv am Montag mitteilte. Es zählt zusammen mit dem Landesarchiv Baden-Württemberg und dem Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur zu den Trägern des Projekts. “Das Portal ‘Rechte Gewalt’ leistet einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation und Aufarbeitung in Deutschland sowie zur Sensibilisierung mit Blick auf fremdenfeindliche und rechtsextremistische Entwicklungen in der Gegenwart”, sagte der Präsident des Bundesarchivs, Michael Hollmann.

via stuttgarter nachrichten; NSU-Morde und Rechtsextremismus Neues Portal informiert über rechtsextreme Gewalt in Deutschland

https://www.archivportal-d.de/themenportale/rechte-gewalt

Hitlergruß beim CSD in Schwedt: Rechtsextreme versuchen, Demonstration zu stören

Mit Regenbogenfahnen sollte beim ersten CSD in Schwedt ein Zeichen gegen Hass und Hetze und für Toleranz gesetzt werden. Doch es kommt zu mindestens einem Zwischenfall. Bis zu 100 Menschen haben beim ersten Christopher Street Day (CSD) in Schwedt/Oder (Uckermark) für mehr Toleranz geworben. Die Polizei sprach von rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die Veranstalter gaben bis zu 90 Besucher an. Bei dem Zug am Samstag kam es zu mindestens einem Vorfall. Eine Person habe einen Hitlergruß gezeigt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Der Organisator Timo Achatzi sagte zudem, vier Rechtsextremisten hätten versucht, sich in den Zug einzubinden. Die Polizei habe sie davon abgehalten. Die Beamten bestätigten dies zunächst nicht. Die CSD-Teilnehmer gingen in bunten Outfits und mit Regenbogenfahnen gegen Hass und Hetze und für mehr Akzeptanz auf die Straße. Auf einer Fahne stand „Gegen rechts“ mit einem durchgestrichenen Hakenkreuz, auf einem Transparent war „Love is love“ („Liebe ist Liebe“) zu lesen.

via tagesspiegel: Hitlergruß beim CSD in Schwedt: Rechtsextreme versuchen, Demonstration zu stören

iehe auch: CSD in Schwedt: Veranstalter berichten von Störversuch durch Rechtsextreme. Mit Regenbogenfahnen und bunter Kleidung ziehen Dutzende Menschen durch Schwedt in der Uckermark. Sie wollen ein Zeichen für mehr Toleranz setzen. Dabei kommt es zu mindestens einem Zwischenfall. Bis zu 100 Menschen haben beim ersten Christopher Street Day in Schwedt/Oder für mehr Toleranz geworben. Die Polizei sprach von rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die Veranstalter gaben bis zu 90 Besucher an. Bei dem bunten Zug am Samstag kam es zu mindestens einem Vorfall. Eine Person habe einen Hitlergruß gezeigt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Der Organisator Timo Achatzi sagte zudem, vier Rechtsextremisten hätten versucht, sich in den Zug einzubinden. Die Polizei habe sie davon abgehalten. Die Beamten bestätigten dies zunächst nicht.

Trump-Dinner: Verdächtiger verschickte Manifest kurz vor Anschlagsversuch

In US-amerikanischen Medien kursieren erste Details zum festgenommenen Verdächtigen. Der Bruder des Verdächtigen soll Minuten vor dem Anschlag die Polizei alarmiert haben – zu spät. Am Samstagabend ist es zu Schüssen bei einer Presse-Gala in Washington gekommen, nach denen US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania in Sicherheit gebracht worden sind. Der mutmaßliche Schütze wurde überwältigt und verhaftet. Laut der Polizei handelt es sich um einen Mann Anfang 30 aus Los Angeles. Er sei mit einem Gewehr, einer Pistole und mehreren Messern bewaffnet gewesen. Er habe am Samstagabend (US-Ortszeit) an der Einlasskontrolle zu dem Fest das Feuer auf Agenten des Secret Service eröffnet. Ersten Medienberichten zufolge soll es sich beim Verdächtigen um einen 31-jährigen Nachhilfelehrer aus Kalifornien handeln. Er soll zudem kurz vor dem Anschlagsversuch ein Manifest an Familienmitglieder verschickt haben. Aus dem Schriftstück soll hervorgehen, dass der Verdächtige “Regierungsmitglieder treffen” wollte, heißt es in den Berichten. Auch der Bruder des Attentäters soll das Manifest erhalten und wenige Minuten vor dem Vorfall die Polizei im US-Bundesstaat Connecticut informiert haben – zu spät, um die zuständigen Behörden noch rechtzeitig zu warnen. Zahlreiche andere Fragen zum Geschehen im Hilton Hotel von Washington D.C. sind aber weiterhin offen. Der Verdächtigte soll in dem Bekennerschreiben seine Tat mit den Verfehlungen der Trump-Regierung, etwa ihrem Umgang mit Migrantinnen und Migranten und der Bombardierung lateinamerikanischer Fischerboote, rechtfertigen. Die Opfer könnten dem nichts entgegensetzen, er selbst aber könne etwas tun, soll es darin laut Medienberichten heißen. US-Justizminister Todd Blanche hatte vorher gesagt, der Verdächtige kooperiere nicht. Man gehe aber doch davon aus, dass der Mann Mitglieder der Regierung habe töten wollen, “wahrscheinlich auch Trump”. Beim Verdächtigen, der von Sicherheitskräften lebend festgenommen wurde, handelt es sich nach einem Bericht des TV-Senders CBS und vieler weiterer US-Medien um einen 31-Jährigen Maschinenbauingenieur aus Kalifornien, der zuletzt als Lehrer bei einem Nachhilfeinstitut gearbeitet hatte. Ob er dort aktuell noch tätig war, ist offen. Im Herbst 2024 war er aber zum “Lehrer des Monats” gewählt worden

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siehe auch: Nach Schüssen im Hilton Hotel: Ungerührte Gäste und ein Auftritt im Smoking beschäftigen das Netz Rund um die Schüsse im Hilton beschäftigen auch eine Reihe eigenwilliger Szenen zum möglichen Attentatsversuch auf Donald Trump bei einem Dinner für US-Medien das Internet. Chaotische Szenen aus Washington: Bei einem Gala-Dinner für Journalisten in einem Luxushotel fallen am Samstagabend (Ortzeit) Schüsse. US-Präsident Donald Trump, First Lady Melania und Kabinettsmitglieder werden schnellstens in Sicherheit gebracht. Ein bewaffneter Verdächtiger wird festgenommen, ein angeschossener Polizist muss ins Krankenhaus gebracht werden. Doch neben dem Hauptgeschehen, sind es auch andere Details des Abends, die das Netz beschäftigen (…) Die Videoaufnahmen zeigen auch, dass US-Vizepräsident J.D. Vance bereits vor Trump aus der Gefahrenzone gebracht wird. Das sorgt ebenfalls für Erstaunen, könnte aber auch einfach mit Trumps Stolpern in Zusammenhang stehen – oder mit der, besonders für solche Fälle, dringenden Notwendigkeit, die Regierungsspitze der USA in einem Krisenfall nicht am exakt gleichen Ort zu sammeln. Was, andererseits, einen weiteren überraschenden Aspekt am Angriff zeigt: Dass so viele Mitglieder der Regierung bei einem schlichten Pressedinner anwesend waren, könnte in der Aufarbeitung noch für einige Fragen sorgen. (…) Manche Gäste des abrupt beendeten Dinners scheinen nicht akzeptieren zu wollen, dass die Party vorbei ist, bevor sie richtig angefangen hat. In Aufnahmen, die im Netz kursieren, sind etwa Gäste zu sehen, die mit vollen Sekt- und Weinflaschen in der Hand Selfies machen, die sie sich augenscheinlich angeeignet haben. Andere versorgen sich noch mit ein paar Flaschen, bevor sie sich wohl auf den Weg zum Ausgang machen.

Verteidigungsminister getötet: Tuareg und Jihadisten überrennen Russen und Regierung in Mali

Die Volksgruppe aus dem Norden des Landes hat mithilfe jihadistischer Gruppen eine für Bamako und Moskau peinliche Offensive gestartet. Nicht zum ersten Mal in jüngerer Zeit hat Russland bei seinen Bemühungen, weltweit militärischen Einfluss geltend zu machen, einen Rückschlag erlitten. In Mali haben Rebellen jihadistischer Gruppen gemeinsam mit Milizen der Tuareg-Volksgruppe eine Überraschungsoffensive gestartet und dabei die seit 2021 eng mit Moskau verbündete Junta-Regierung in schwere Bedrängnis gebracht. Wie der französische Sender RFI meldet, sollen Mitglieder der Jihadisten bei ihrem Vorstoß auch Verteidigungsminister Sadio Camara in einer Militärbasis außerhalb der Hauptstadt Bamako getötet haben. Bestätigt wurde das vorerst nicht. Zudem haben die Angreifer, die mehrere wichtige Städte zugleich ins Visier nahmen, offenbar auch die Stadt Kidal im Norden des Landes eingenommen. Deren Stabilisierung in den Händen der Regierung hatte als eine der großen Errungenschaften seit dem Militärputsch von 2021 gegolten. Angeblich zogen die dort stationierten russischen Truppen nach einem Deal mit den Rebellen am Sonntag ab, die malischen Soldaten in einer belagerten Basis blieben zurück.

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Gericht: AfD-nahe Stiftung hat kein Recht auf staatliche Fördermittel für 2021

Die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung erhält für 2021 keine Bundesmittel. Das Urteil des OVG in Nordrhein-Westfalen ist rechtskräftig. ie AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung (DES) hat keinen Anspruch auf staatliche Fördermittel für das Haushaltsjahr 2021. Ein entsprechendes Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) für das Land Nordrhein-Westfalen vom 10. März ist jetzt rechtskräftig. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin verzichtete die Stiftung auf das Rechtsmittel der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision. Die Frist dafür lief in der Nacht in Münster ab. Das OVG hatte die Berufung der Stiftung gegen ein vorinstanzliches Urteil des Verwaltungsgerichts Köln zurückgewiesen. Zur Begründung verwies der Vorsitzende und Präsident des OVG auf die damalige Förderpraxis des Bundes: Bis zum Inkrafttreten des Stiftungsfinanzierungsgesetzes 2023 erhielten ausschließlich jene parteinahen Stiftungen Globalzuschüsse für gesellschaftspolitische Bildungsarbeit, die im Bundeshaushaltsplan ausdrücklich genannt waren. Die DES gehörte 2021 nicht dazu.

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