Ein Vorfall um eine AfD-nahe Influencerin hat im Landtag Unruhe ausgelöst. Iris Aschenbrenner, Ex-Moderatorin des inzwischen eingestellten russischen Propagandasenders “RT DE”, fertigte dort wohl auf unerlaubte Weise Videomaterial an, das sie in sozialen Medien teilte. Die Landtagsverwaltung prüft, ob das Folgen für sie und den AfD-Abgeordneten Miguel Klauß hat, der ihr Zutritt gewährte. Laut Landtagsverwaltung war Aschenbrenner in Begleitung von Klauß bei der Plenarsitzung am 21. Oktober Gast im Haus des Landtags. Dabei sind offenbar mehrere Videos entstanden. Die Entstehung von einem Clip, der nicht mehr online ist, schätzt die Verwaltung zwar als rechtmäßig ein. Anderes Bewegtbildmaterial könnte für Aschenbrenner und Klauß problematischer sein. Das wohl rechtmäßig entstandene Video war laut Landtagsverwaltung auf dem Account der Influencerin als Satire gekennzeichnet. Mehrere Menschen, die das Video gesehen haben, berichten übereinstimmend, dass sich dort Aschenbrenner am Rednerpult des Plenums über das Selbstbestimmungsgesetz lustig machte, während Klauß auf dem Platz des Landtagspräsidenten Thomas Strobl (CDU) saß. Es braucht eine Zustimmung für die Aufnahmen “Außerhalb von Sitzungen können Abgeordnete jederzeit zur Mandatsausübung im Plenarsaal Ton-, Foto- oder Bewegtbilddokumente erstellen”, so die Landtagsverwaltung. Besuchern seien derartige Aufnahmen nur mit vorheriger Zustimmung der Pressestelle, des Besucherdienstes, des Veranstaltungsmanagements oder – was hier relevant ist – des begleitenden Abgeordneten gestattet.
via badische zeitung: Landtag prüft Besuch von AfD-Influencerin – fehlende Akkreditierung?
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