Die Betroffenenberatung hat 2025 mehr rechte, rassistische, antisemitische und andere menschenfeindlich motivierte Gewalttaten dokumentiert als im Vorjahr. Viele Fälle bleiben aber unerfasst. Die Zahl der erfassten Angriffe stieg von 68 im Jahr 2024 auf 81 im vergangenen Jahr, wie die Beratungsstelle mitteilte. Mindestens 107 Menschen seien betroffen gewesen – darunter auch Kinder und Jugendliche. Zu den dokumentierten Angriffen zählt die Einrichtung auch zwei Tötungsdelikte und eine versuchte Tötung. Mehr als die Hälfte der erfassten Fälle waren Körperverletzungen, teilweise gefährliche. Als häufigstes Tatmotiv registrierte die Beratungsstelle Rassismus. In diesem Bereich stieg die Zahl der Vorfälle um 30 Prozent. Auch Angriffe auf Menschen, die sich politisch engagieren oder politische Verantwortung tragen, wurden häufiger erfasst. Folgen reichen über den Angriff hinaus Die Folgen könnten Betroffene lange begleiten, erklärte die Einrichtung. Angst und der Verlust des Sicherheitsgefühls führten etwa dazu, dass Menschen bestimmte Orte mieden oder ihre alltäglichen Wege veränderten. “Die Zahlen machen sichtbar, mit welcher Brutalität rechte Gewalt ausgeübt wird”, sagte eine Sprecherin. Die Beratungsstelle unterstützte auch im vergangenen Jahr wieder Betroffene, Angehörige und Zeugen – auch zu Angriffen aus früheren Jahren. Allerdings gab es weniger Beratungsgespräche als im Vorjahr.
via ndr: Rechte Gewalt: Mehr Angriffe in Niedersachsen registriert
siehe auch: Hass trifft immer mehr Menschen In Niedersachsen dokumentierte eine Beratungsstelle für 2025 insgesamt 81 rechte Gewalttaten. Auch LGBTIQ+-Menschen geraten ins Visier. Die Zahl der dokumentierten rechtsmotivierten Gewalttaten in Niedersachsen ist gestiegen. Nach einer aktuellen Jahresbilanz der Betroffenenberatung Niedersachsen wurden 2025 insgesamt 81 Angriffe erfasst, die einen rechten, rassistischen, antisemitischen oder anderen menschenfeindlichen Hintergrund hatten. Ein Jahr zuvor waren es 68 Fälle gewesen. Das entspricht einem Anstieg um rund 19 Prozent. Das Wichtigste im Überblick Mehr rechte Gewalt: Die Betroffenenberatung Niedersachsen registrierte für 2025 insgesamt 81 rechts, rassistisch, antisemitisch oder anderweitig menschenfeindlich motivierte Angriffe. Im Vorjahr waren es 68. Mindestens 107 Opfer: Unter den Betroffenen befanden sich zehn Minderjährige. Die Statistik umfasst auch zwei Tötungsdelikte und eine versuchte Tötung. Acht Angriffe auf LGBTIQ+-Menschen: Drei davon standen im Zusammenhang mit CSDs. Weitere Übergriffe ereigneten sich im Wohnumfeld und in alltäglichen Situationen. Die Beratungsstelle dokumentierte 31 rassistisch motivierte Angriffe. Schwere körperliche Gewalt: Erfasst wurden 32 Körperverletzungen, zehn gefährliche Körperverletzungen sowie 22 Fälle von Nötigung und Bedrohung.
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