Nach dem AfD-Triumph in Sachsen-Anhalt hat Mike Müller die Wählenden der Partei als Nazis bezeichnet. Ein bekennender AfD-Wähler hat ihn nun deswegen verklagt. Gegen Schauspieler und Komiker Mike Müller («Der Bestatter») ist eine Strafanzeige eingereicht worden. Darüber berichtet der «Sonntagsblick». Der 62-Jährige hatte nach dem überwältigenden AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt auf der Plattform X einen Tweet abgesetzt, in dem er die Wählerinnen und Wähler der AfD als Nazis bezeichnete. «Was ich nicht so verstehe, warum der Kanzler eines achtzig Mio.-Landes wegen einer knappen Million Nazis in einem gescheiterten Gliedstaat zurücktreten soll», schrieb Müller. Das war einem anderen Müller zu viel. Peter Müller, deutscher Staatsbürger und seit zehn Jahren im Kanton Zürich ansässig, hat Strafanzeige bei der Zürcher Staatsanwaltschaft eingereicht, wie diese gegenüber dem «Sonntagsblick» bestätigt. «Ich finde es schockierend, wie Mike Müller die Wähler einer demokratischen Partei pauschal mit den schlimmsten Verbrechern der deutschen Geschichte gleichsetzt», sagt der Sohn des deutschen Milchbarons Theo Müller («Alles Müller, oder was?») gegenüber der Boulevardzeitung. Sowohl Müller senior als auch junior sind bekennende AfD-Wähler.
via watson: «Müllermilch»-Sohn verklagt Mike Müller wegen Nazi-Tweet
siehe auch: Strafanzeige gegen Mike Müller Nach seinem Post zur AfD-Wahl in Sachsen-Anhalt wird Komiker Mike Müller angezeigt – von einem Spross der deutschen «Müllermilch»-Dynastie, die zu Alice Weidels prominenten Unterstützern gehört. (…) Dass in der polarisierten deutschen Innenpolitik mit schrillen Tönen reagiert wird, war zu erwarten. In helvetischen Gefilden hingegen war es eher ungewöhnlich, was der Schauspieler und Komiker Mike Müller (62) von sich gab. Auf der Plattform X schrieb er, Bezug nehmend auf Rücktrittsforderungen an Bundeskanzler Friedrich Merz (70): «Was ich nicht so verstehe, warum der Kanzler eines achtzig Mio.-Landes wegen einer knappen Million Nazis in einem gescheiterten Gliedstaat zurücktreten soll.» Bemerkenswert an der Geschichte ist, wer die Anzeige erhoben hat: Peter Müller (46), deutscher Staatsbürger und seit zehn Jahren im Kanton Zürich wohnhaft. Er ist der Sohn des deutschen Lebensmittelmilliardärs Theo Müller (86, «Alles Müller, oder was?») – und wie sein Vater bekennender AfD-Wähler. Theo Müller ist ein bekannter Unterstützer der AfD und bezeichnet Co-Parteichefin und Wahlschweizerin Weidel als Freundin. «Eine Relativierung des Nationalsozialismus» Blick hat den Filius des Milchbarons erreicht. «Ich finde es schockierend, wie Mike Müller die Wähler einer demokratischen Partei pauschal mit den schlimmsten Verbrechern der deutschen Geschichte gleichsetzt», sagt Peter Müller. Als AfD-Wähler finde er die Aussage seines Schweizer Namensvetters «nicht nur beleidigend, sondern auch eine Relativierung der historischen Verbrechen des Nationalsozialismus».

0 Comments