Mehr als 400 Polizei- und Spezialkräfte waren Freitagfrüh bundesweit im Einsatz: Es fanden Hausdurchsuchungen wegen des Verdachts auf Hasskriminalität in sieben Bundesländern statt. Es kam zu mehr als einem Dutzend Festnahmen. Dass sich der Einsatz konkret gegen die „Pädo-Hunter-Szene“, Personen, die mutmaßliche Pädokriminelle stellen, gerichtet habe, wurde von der Landespolizeidirektion Steiermark Freitagvormittag bei einem Pressestatement bestätigt. „Schwerste Straftaten“ in Bezug auf „Hate-Crime“ „Hintergrund unserer kriminalpolizeilichen Aktion sind schwerste Straftaten in Zusammenhang mit ‚Hate-Crime‘-Delikten aufgrund der sexuellen Orientierung der Opfer. Es kam bislang zu 15 Festnahmen und 23 Hausdurchsuchungen. Elf Täter weisen die österreichische Staatsbürgerschaft auf. Unsere Ermittlungen in der Szene beweisen, dass wir 17 strafrechtlich relevante Sachverhalte nachweisen können, wobei unsere Ermittler aktuell von einer weit höheren Dunkelziffer ausgehen müssen. Keines der Opfer ist entgegen anderslautenden Meldungen pädophil“, sagte Landespolizeidirektor-Stellvertreter Joachim Huber am Freitag. Weitere Festnahmen und auch heterosexuelle Opfer Am Samstag war seitens der Polizei bereits von 18 Festnahmen die Rede. Laut Christian Kroschl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, seien 26 Hausdurchsuchungen vollzogen worden: „Dabei wurden zahlreiche Gegenstände sichergestellt und die Datenträger der Beschuldigten zwecks kriminaltechnischer Auswertung beschlagnahmt“, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Auch Waffen und NS-Devotionalien sollen gefunden worden sein. Befragungen von Opfern hätten mittlerweile allerdings ergeben, dass auch Heterosexuelle unter ihnen seien, sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion Steiermark. (…) SPÖ-Gleichbehandlungssprecher Mario Lindner zeigte sich schockiert: „Ich bin fassungslos, dass so etwas in Österreich im Jahr 2025 passiert.“ Für ihn sei es nur die „traurige Spitze eines Eisbergs“. Das zeige „einmal mehr, dass die Lage für queere Personen auch in Österreich immer bedrohlicher wird“, sagte David Stögmüller, LGBTQ-Sprecher der Grünen. „Immer mehr Menschen aus der rechten und rechtsextremen Szene fühlen sich durch die wachsende Salonfähigkeit von Hass, Homophobie und Transfeindlichkeit ermutigt, ihre menschenverachtende Vorstellung von Gerechtigkeit selbst in die Tat umzusetzen“, meinte Stögmüller. Auch NEOS-LGBTQ-Sprecherin Henrike Brandstötter verurteilte den Fall. „Diese Gewalt ist nicht nur ein Angriff auf Einzelpersonen – sie ist ein Angriff auf die Freiheit, auf die Menschenrechte und auf unsere offene Gesellschaft“, sagte Brandstötter. „Es braucht eine klare Haltung gegen Queerfeindlichkeit – in der Politik, in der Justiz und in der digitalen Welt.“

via orf: IN MEHREREN BUNDESLÄNDERN 18 Festnahmen nach Razzien zu „Hate-Crime“

siehe auch: “Hate Crime”-Ermittlungen in Österreich: Drei weitere Festnahmen “Große Mengen” an Datenträgern werden ausgewertet. Nach landesweiten Razzien am Freitag – auch in Salzburg – ist die Zahl der Festnahmen am Samstag auf 18 gestiegen. Die Polizei habe “große Mengen” an Datenträgern entdeckt, die nun ausgewertet werden. Bei den Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Graz um “Hate Crime” sind nach Polizeiangaben vom Samstag bisher 18 Personen festgenommen worden. (…) 15 der Festgenommenen, zwölf Männer und drei Frauen, sind 14 bis 26 Jahre alt. Es handelt sich um elf Verdächtige mit österreichischer und je eine Person mit kroatischer, rumänischer, slowakischer sowie mit deutscher Staatsbürgerschaft. Zu den drei weiteren gab es am Samstag noch keine näheren Angaben; Festnahmen nach brutaler Hasskriminalität in sieben Bundesländern Am 21. März 2025 führten rund 400 Polizistinnen und Polizisten in sieben Bundesländern umfangreiche Hausdurchsuchungen durch. Im Fokus der Operation standen Ermittlungen wegen Hasskriminalität, was zur Festnahme von 15 Personen führte. In einer aktuellen Ermittlung nahm die österreichische Polizei am 21. März 2025 15 Personen fest, darunter vorwiegend Männer sowie drei Frauen. Die Festnahmen erfolgten im Rahmen von umfangreichen Ermittlungen gegen eine brutale Form der Hasskriminalität, die sich in sieben Bundesländern ereignete (mit Ausnahme von Kärnten und Vorarlberg). Es wurden 13 Hausdurchsuchungen durchgeführt, bei denen umfangreiche Beweismittel sichergestellt wurden: Suchtmittel und verbotene Waffen (Schlagringe und vier Messer), Mobiltelefone und Datenträger, rechtsextremes Propagandamaterial – an drei Örtlichkeiten wurden mehrere NS-Aufkleber und ein Wandteppich mit einem Hakenkreuz gefunden. Etwa 400 Polizistinnen und Polizisten waren an den Einsätzen beteiligt, darunter Einheiten des LKA, der EKO Cobra, WEGA, EGS, SIG, BK und LSE.

siehe dazu auch: upd: #HASSKRIMINALITÄT – Österreichische Neonazis lockten Schwule für brutale Übergriffe in Falle – #terror #tesak. Bei Razzien in sieben Bundesländern gab es 15 Festnahmen. Die homosexuellen Opfer sollen zum Teil mit Mord bedroht worden sein. Es dürfte sich um harten Neonazismus handeln. ei einer Razzia mit rund 400 beteiligten Polizistinnen und Polizisten sind Freitagfrüh in sieben Bundesländern Hausdurchsuchungen durchgeführt worden. Der Einsatz mit Kriminalisten, Spezialkräften des Einsatzkommandos Cobra und der Wega erfolgte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Graz. Bei den Razzien gehe es um Hasskriminalität, hieß es von der Polizei gegenüber dem STANDARD. Bei einem Pressestatement erklärte ein Sprecher der steirischen Polizei am Freitagvormittag, dass es sich um “schwerste Straftaten” aus dem Bereich Hasskriminalität handle, begangen aufgrund der sexuellen Orientierung der Opfer. Vor allem ging es demnach um Straftaten gegen Homosexuelle. Die Täter hätten sie ausgeraubt, verletzt und erniedrigt. In einem Fall steht auch Mordversuch im Raum. Es habe 15 Festnahmen bei 23 Hausdurchsuchungen gegeben, elf Verdächtige seien Österreicher. Zwölf Männer und drei Frauen im Alter von 14 bis 26 Jahren wurden festgenommen. Bei den Hausdurchsuchungen wurden laut Polizei auch Waffen und NS-Devotionalien gefunden