In den Bundesländern wird gegen Mitglieder und Unterstützer der Reichsbürgergruppe ermittelt. Im Fokus stehen auch jene, die von den Umsturzplänen Kenntnis hatten. Die Ermittlungen zu mutmaßlichen Mitgliedern und Unterstützern der Reichsbürger-Vereinigung um Heinrich XIII. Prinz Reuß haben inzwischen mehr als 60 Verfahren in den Ländern nach sich gezogen. Wie aus einer Antwort des Bundesjustizministeriums auf eine Frage der Bundestagsabgeordneten Martina Renner (Die Linke) hervorgeht, hat der Generalbundesanwalt in dem Ermittlungskomplex bis zum 6. Dezember 64 Ermittlungsverfahren an die Staatsanwaltschaften der Länder abgegeben. 17 dieser Verfahren kamen seit dem 12. Juli neu hinzu.  Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa geht es bei diesen Verfahren teilweise um Menschen, die zwar nicht aktiv an den Vorbereitungen der Gruppe beteiligt waren, aber davon gewusst haben sollen, ohne staatliche Stellen darüber zu informieren (…) Sogenannte Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik und ihre Gesetze nicht an. Die Szene ist heterogen, ein Teil wird dem Rechtsextremismus zugeordnet. Der militärische Teil der mutmaßlichen Terrorgruppe sollte laut Anklage die geplante Machtübernahme mit Waffengewalt durchsetzen. Dazu sei mit dem Aufbau eines deutschlandweiten Systems von 286 militärisch organisierten Verbänden, sogenannten Heimatschutzkompanien, begonnen worden.

via zeit: Reichsbürger: 64 Ermittlungsverfahren zur Prinz-Reuß-Gruppe eingeleitet