Bevor “Compact” vom Bundesinnenministerium verboten wurde, drohte das Unternehmen bereits, ohne Bankkonten finanziell auszutrocknen. Doch Jürgen Elsässer wurde bei zwei Sparkassen fündig. Keine 48 Stunden, bevor die Polizisten vor seiner Tür standen und das Verbot des Magazins “Compact” verkündet wurde, hatte Jürgen Elsässer noch frohe Botschaften: “Nach Monaten der Ungewissheit” hatte “Compact” ein neues Konto, das er für Spenden angeben könne. Ein neues Geschäftskonto gebe es nach einem “Finanzkrieg” gegen ihn auch. Tatsächlich halfen Sparkassen, dass Elsässer wieder Geld bekommen und Transaktionen abwickeln konnte. Es geht um zwei Konten bei zwei Sparkassen – und die Frage ist, ob die Kreditinstitute wussten, wie sie ausgetrickst werden. Als Begründung für das Verbot dient eine umfangreiche Materialsammlung des Bundesamts für Verfassungsschutz. Ausgesprochen wurde das “Compact”-Verbot nach dem Vereinsrecht. Danach können auch Unternehmen verboten werden, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung richten. Elsässer war fast 14 Jahre lang mit den Geschäftskonten der Compact-Magazin GmbH bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam Kunde, die mit einer Bilanzsumme von 16 Milliarden Euro unter den Top Ten der deutschen Sparkassen liegt. Den Schlussstrich zog das Institut in zeitlichem Zusammenhang damit, dass Elsässer über das Konto Spenden für eine Bühnentour mit Wahlwerbung für die AfD sammelte. “Auf Druck des Regimes” habe die Bank “Knall auf Fall” gekündigt, erklärte Elsässer. Spendensammeln für Feste mit AfD Kündigungsgrund? Er hatte nach seiner Darstellung bereits fast die angeblich notwendigen 91.000 Euro zusammen, um das zu ermöglichen, was er “Blaue Welle” und “‘Compact’ und AfD zum Anfassen” nannte: “Volksfeste” mit Bühnenprogramm, in dem, wo immer möglich, Kandidaten der AfD auftreten sollten und auch auftraten. Von der AfD werde es kaum Zuschüsse geben, meldete Elsässer vorab.
via t-online: Finanzen liefen weiter Bei zwei Sparkassen fand Elsässer neue Konten für “Compact”