Sie war in der NPD aktiv und verlor einen Job wegen ihrer Gesinnung: Der AfD-Landrat Robert Sesselmann ist mit einer Frau liiert, die im Verfassungsschutzbericht auftauchte – sich inzwischen aber angeblich von der Szene losgesagt hat. Der AfD-Landrat im thüringischen Landkreis Sonneberg, Robert Sesselmann, hat die Beziehung zu einer ehemals im rechtsextremen Spektrum aktiven Frau bestätigt. Er sei mit ihr zusammen, sagte er »Bild «, auch der Nachrichtenagentur dpa bestätigte er das. Er habe sie davor nicht gekannt, auch nicht ihre Vergangenheit – »etwa, dass sie aktiv bei der NPD war«. Die Frau war jahrelang in der Neonazi-Szene aktiv. In den Verfassungsschutzberichten 2019 und 2020 taucht sie als Organisatorin rechtsextremer Treffen auf, 2018 als NPD-Aktivistin. 2016 verlor sie ihren Job als Hilfspflegerin bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo), wie unter anderem die »Neue Presse« berichtete. Demnach bekundete sie bei einer NPD-Demo 2015, sie empfinde es nicht als Diffamierung, wenn sie als Nazi bezeichnet würde. Bekannt gemacht hatte die Liaison das linke »Rechercheportal Jena SHK«. Auf der Seite sind zahlreiche rechtsextreme Aktivitäten der Partnerin Sesselmanns dokumentiert, von einem Hakenkreuz-Tattoo ist die Rede. Die Thüringer Linkenpolitikerin Katharina Preuss-König teilte mit, die Frau sei nicht »irgendwer«. In der Mitteilung heißt es: »Sie übernahm Funktionen bei Neonazi-Konzerten und extrem rechten Demonstrationen, startete Solidaritätsaktionen für Antisemiten, leugnete selbst unverblümt den Holocaust und huldigte Adolf Hitler öffentlich mit dem Hitlergruß.«

via spiegel: Thüringer AfD-Landrat Sesselmann bestätigt Beziehung mit ehemaliger Neonazi-Aktivistin

siehe auch; AfD-Landrat Sesselmann mit ehemaliger NPD-Frau liiert. AfD-Politiker Robert Sesselmann ist seit knapp einem Jahr Landrat. Für den 51-Jährigen läuft es auch privat: Seit Mai ist er in festen Händen. Seine Partnerin ist ein ehemaliges NPD-Mitglied. Bilder der Frau vor einer Hakenkreuzfahne machen im Netz die Runde. (…) 2019 sei die Frau aus der NPD ausgetreten und ihr polizeiliches Führungszeugnis sei ohne Eintragungen, so Sesselmann. „Ich halte keinen Kontakt zu Mitgliedern der Heimat oder der NPD“, betonte er. Es sei aber nicht auszuschließen, dass er mit Personen aus der rechten Szene an Wahlkampfständen oder bei Bürgerdialogen rede, „wie ich auch mit jedem aus anderen politischen Organisationen reden werde“, machte er klar. Zuvor hatte die Thüringer Linke-Abgeordnete Katharina König-Preuss auf Sesselmanns Verbindung hingewiesen und sich auf Informationen einer „antifaschistischen Recherche“ bezogen. Im Internet kursiert ein Bild, auf dem die Frau zu sehen sein soll, wie sie vor einer Hakenkreuzfahne und einem Hitler-Bild posiert. Andere Bilder oder Bildschirmfotos zeigen die Frau bei „Thügida“-Aufmärschen oder mit anderen Rechtsradikalen.