Schulen brechen Kooperation mit AfD-Kommunalpolitiker ab

Ein hessischer AfD‑Kommunalpolitiker und Schultrainer verbreitet im Internet antisemitische Verschwörungsthesen; das hessische Kultusministerium zieht nun Konsequenzen. Im Berufsleben bereitete er Schulkinder auf die Herausforderungen des Lebens vor – im Netz verbreitete er antisemitische Verschwörungserzählungen. Recherchen dieser Redaktion hatten im April den Fall des hessischen AfD-Kommunalpolitikers Lars H. öffentlich gemacht. Jetzt werden erste Konsequenzen bekannt – beruflich ebenso wie politisch. Schultrainer bezeichnet Israel als „Terror-Regime“ Anfang April hatte Lars H. in den sozialen Medien unter seinem Klarnamen einen Beitrag veröffentlicht, der von israelfeindlichen Aussagen geprägt war. Unter ein Video, das einen Terrorangriff auf die israelische Botschaft im türkischen Istanbul zeigt, schrieb er: „Bitte Leute, lasst euch doch nicht ständig verarschen. Das waren einfach wieder ein paar Mossad-Agenten, die einen auf Hisbollah machen wollten, wie am 7. Oktober, um die Türkei in ihren völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu ziehen, und die Presse springt natürlich gleich drauf. Das einzige Terror-Regime im Nahen Osten ist Israel.“ Konkret verbreitete Lars H. damit die Verschwörungserzählung, der israelische Geheimdienst Mossad habe den Angriff selbst inszeniert und sich dabei als Terrororganisation Hisbollah ausgegeben. Zudem behauptete er, dies sei auch beim Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 geschehen. An jenem Tag töteten Terroristen der Hamas bei ihrem Angriff auf Israel mehr als 1.200 Menschen. Es war der schwerste Massenmord an Juden seit dem Holocaust. Der Beitrag blieb nicht ohne Folgen. Lars H. bot bis vor Kurzem als externer Schultrainer sogenannte Resilienzworkshops an hessischen Schulen an. An 17 Einrichtungen war er in den vergangenen Jahren tätig. Damit dürfte nun vorerst Schluss sein. Wie das hessische Kultusministerium auf Anfrage mitteilt, werden die staatlichen Schulämter und Schulen derzeit darüber informiert, „dass vor Ort eine Zusammenarbeit nicht mehr stattfinden kann“. Die im Raum stehenden Vorkommnisse stünden „nicht mit dem Bildungs- und Erziehungsauftrag in Einklang“. Zugleich stellt das Kultusministerium klar, dass zu keinem Zeitpunkt „eine fachliche Kooperation des Kultusministeriums bestanden“ habe. Das bedeute: „Es wurde keine Empfehlung zur Zusammenarbeit oder sonstige Akkreditierung, beispielsweise über ein Förderprogramm des Landes, ausgesprochen.“

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EINLADUNG NACH ST. PETERSBURG – Die Russland-Pläne der AfD-Abgeordneten – und welche Rolle Putin spielt

Die persönliche Einladung kommt von einem engen Berater Putins: Zwei AfD-Bundestagsabgeordnete erwägen eine baldige Russland-Reise. Dort könnten Kontakte zum Umfeld des russischen Präsidenten zustandekommen. Doch parteiintern droht Ärger. „Ich plane im Frühjahr eine Reise nach Russland“, kündigte Markus Frohnmaier, außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion, im Oktober in der n-tv-Sendung „Frühstart“ an. Jetzt werden die Pläne konkreter. Anlass soll das 29. Sankt Petersburger Wirtschaftsforum vom 3. bis zum 6. Juni werden. Dazu hatten mehrere Abgeordnete der AfD eine persönliche Einladung erhalten, die dem „Politico“-Podcast „Inside AfD“ vorliegt. „Wir sind überzeugt, dass pragmatische Zusammenarbeit dazu beitragen wird, Ihre geschäftlichen, politischen und kulturellen Beziehungen zum Nutzen einer gerechten Welt und einer sicheren Zukunft zu stärken“, heißt es in dem von Anton Kobyakov unterzeichneten Schreiben. Kobyakov ist ein enger Berater von Präsident Wladimir Putin. Weiter schreibt er: „Das Forum steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Russischen Föderation, der ebenfalls teilnehmen wird“ – Wladimir Putin also. Seit 2006 ist er Schirmherr, hat seitdem jedes Jahr teilgenommen. Trotz seiner zuletzt eingeschränkten öffentlichen Auftritte wird das auch in diesem Jahr wieder erwartet. Beim Sankt Petersburger Wirtschaftsforum, das von der russischen Regierung und der staatlich gelenkten Roscongress Foundation veranstaltet wird, kommen jedes Jahr Akteure aus der Wirtschaft verschiedener Länder zusammen. Bis zu Beginn des Ukraine-Krieges nahmen auch hochrangige Politiker aus Deutschland regelmäßig an dem Forum teil. So auch Angela Merkel (CDU), Gerhard Schröder (SPD), Michael Kretschmer (CDU) oder Manuela Schwesig (SPD). Im Jahr 2022 endete dann die Teilnahme deutscher Regierungsvertreter und Ministerpräsidenten.

via welt: EINLADUNG NACH ST. PETERSBURG Die Russland-Pläne der AfD-Abgeordneten – und welche Rolle Putin spielt

Parteiausschluss droht – Lob für Hitler und sexuelle Gewaltfantasie – Eklat um Stuttgarter AfD-Stadtrat

Der AfD-Stadtrat Niels Foitzik hat auf Tiktok Aussagen getroffen, die zu seinem Parteiausschluss führen könnten. Laut seiner Fraktion war er dabei im psychischen Ausnahmezustand. Der Nationalsozialismus sei „wunderschön“, jeder sei unter Adolf Hitler „willkommen und wertgeschätzt“ gewesen. Diese Aussagen stammen von einem Mann, der im Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart sitzt: Niels Foitzik, AfD. Der 34-Jährige hatte auf seinem öffentlichen Tiktok-Kanal im Dezember und Januar mehrere Livestreams veröffentlicht. Neben den verherrlichenden Aussagen über den Nationalsozialismus äußerte er sich auch abwertend über Frauen, bewertete beispielsweise die Körper von Annalena Baerbock, Heidi Reichinnek und Ricarda Lang. Besonders deutlich wurde er, als er über eine Stuttgarter AfD-Kollegin sprach. Er wolle ihren Kopf zusammenpressen und sie zum Oralsex bringen. Weil sie aber Zähne habe, sei die Lösung, ihr diese davor auszuschlagen. Sein Account ist inzwischen gelöscht, die Videos sind daher nicht mehr öffentlich auffindbar. Einige Monate nach der Veröffentlichung wurden sie unserer Redaktion jedoch zugespielt. Während der Livestreams sitzt Foitzik offenkundig vor seinem Computer zu Hause, oft ist es sehr dunkel, teilweise trägt er nur eine Unterhose. Viele Livestreams sind in der Nacht veröffentlicht worden. Niels Foitzik, der von Parteifreunden früher als „Stimme der Vernunft“ bezeichnet wurde, war bereits 2024 in die Schlagzeilen geraten. Damals hatte er in seinem Thailand-Urlaub randaliert, soll mit Lebensmitteln um sich und Teller heruntergeworfen haben. Auch davon gibt es Videos. Wie die „Bild“ unter Berufung auf einen Polizeisprecher berichtete, soll er bei dem Vorfall vermutlich unter Drogen gestanden haben.

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Elon Musk mischt sich ein: AfD-Post von Alice Weidel global verbreitet

Elon Musk verbreitet einen AfD-Post von Alice Weidel an ein Millionenpublikum weiter. Der Beitrag erreicht fast 680.000 Aufrufe. Berlin – Elon Musk hat erneut öffentlich Position zur deutschen Innenpolitik bezogen und einen Beitrag der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel an seine rund 240 Millionen Follower weiterverbreitet. Der US-Unternehmer repostete den Beitrag auf der Plattform X kommentarlos – und verschaffte damit der Botschaft weltweite Sichtbarkeit. Weidel hatte sich in ihrem Beitrag auf aktuelle Umfragedaten bezogen. Sie postete am Dienstagabend (12. Mai) eine Tabelle und kommentierte die Zahlen: Demnach liege die AfD bei 28 Prozent und damit deutlich vor der Union mit 22 Prozent. „Gleichzeitig sinkt auch das Verständnis für die ‚Brandmauer‘. Deutschland will den Wandel – wir sind dafür bereit“, schrieb sie. Grundlage ist eine YouGov-Erhebung unter rund 1.783 Befragten im Zeitraum vom 8. bis 11. Mai 2026. Elon Musk verbreitet AfD-Post von Alice Weidel an Millionenpublikum weiter. Der Post auf X erreichte in kurzer Zeit fast 680.000 Aufrufe, 20.000 Likes und über 700 Kommentare. Viele User kritisierten die AfD scharf, während andere ein Ende der Brandmauer forderten. Musk und die AfD Der Schritt von Musk fügt sich in eine Reihe früherer Äußerungen ein, in denen er die AfD offen unterstützt hatte. Bereits im Oktober 2025 schrieb er: „Nur die AfD kann Deutschland retten.“

via merkur: Elon Musk mischt sich ein: AfD-Post von Alice Weidel global verbreitet

fascists share fascists posts

Völkisch gegen Windkraft

Windkraft-Protest in Ostthüringen wird zur Bühne für rechte Ideologie: AfD und „Freies Thüringen“ verbinden Naturschutz mit völkischen Erzählungen über „Heimat“ und „Seelenlandschaft“  und knüpfen dabei an verschwörungsideologische und antisemitische Deutungsmuster an. Die Szenerie wirkte wie ein Lehrstück völkischer Umweltpolitik: Bei strahlendem Sonnenschein setzte sich am 25. April in Linda, einem kleinen Dorf im Saale-Orla-Kreis, ein Demonstrationszug gegen den dort entstehenden Windpark in Bewegung, besetzt mit prominenten Rechtsextremen. An der Spitze lief AfD-Chef in Thüringen, Björn Höcke, flankiert vom rechten Streamer Sebastian Winter alias „Weichreite TV“.  Der AfD-Kreisverband Saale-Orla hatte zuvor zu einer „Demonstration gegen Windindustrie“ aufgerufen. Schon diese Mobilisierung setzte den Ton: Es ging nicht nur um Energiepolitik, sondern um „Heimat“, „Naturzerstörung“ und die angebliche Verteidigung der „Schönheit unseres Landes“. Dem Aufruf folgte ein breites Spektrum rechter und rechtsextremer Akteure in Thüringen, vom Geraer AfD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Lauerwald bis hin zum rechtsextremen Reichsbürger Frank Haußner. Haußner, der aus Zeulenroda stammt, ist Anmelder der sogenannten Montagsspaziergänge in Gera und als zentrale Figur von „Freies Thüringen“ ein wichtiges Bindeglied zwischen der AfD und dem rechtsextremen Protestmilieu in Ostthüringen. „Freies Thüringen“ ist eines der zentralen rechtsextremen Protestnetzwerke in Thüringen und trat zunächst vor allem im Kontext der Corona- und sogenannten Montagsspaziergänge in Erscheinung. Laut der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Thüringen ist Frank Haußner eine zentrale Mobilisierungsfigur des Netzwerks, das Verbindungen in die Reichsbürger- und Neonazi-Szene unterhält und zugleich enge Bezüge zur AfD pflegt. Anlass der Demonstration war die geplante Erweiterung des Windparks Linda I. Auf den westlich angrenzenden Ackerflächen wird derzeit der Windpark Linda II gebaut. Vorgesehen sind mindestens acht moderne Windenergieanlagen. Der daraus jährlich erzeugte Strom könnte nach Angaben des Unternehmens den Bedarf von etwa 16.000 Haushalten decken. Vor Ort ist das Projekt seit Monaten umstritten: Bürgerinitiativen und Kommunalpolitiker*innen kritisieren Rodungen, Eingriffe in Natur und Landschaft und mögliche Folgekosten für den Rückbau.  Für die AfD in Thüringen aber ist der Protest gegen Windkraft längst mehr als ein lokales Politikum. Sie versucht, das Thema strategisch zu besetzen und zu einem landesweiten Mobilisierungsschwerpunkt auszubauen. Das zeigte auch ein „Anti-Windindustrie-Symposium“ der AfD‑Fraktion am 9. Mai. Dort ging es nicht nur um Umwelt- und Energiepolitik gehen, sondern auch um kommunale Gegenstrategien und „Rechtsmittel & -wege im Kampf gegen die Windindustrie“.

via belltower: Völkisch gegen Windkraft

Nazi-Looted Painting Found in Home of Dutch SS Leader’s Family, Art Detective Reveals

A painting stolen by Nazis during World War II from a Jewish art dealer in the Netherlands was discovered in the home of the family of a senior Nazi collaborator, Dutch art detective Arthur Brand shared on Tuesday. “Portrait of a Young Girl” by Toon Kelder was looted by the Nazis from prominent Jewish art dealer Jacques Goudstikker. It was found hanging in the house of the granddaughter of notorious Dutch Nazi collaborator Hendrik Seyffardt, who commanded the Dutch Waffen-SS unit of volunteers. A member of Seyffardt’s family, who discovered he was a descendant of a Nazi collaborator and the truth about the painting’s stolen origins, contacted Brand through an intermediary and told him about the artwork, Brand told AFP. “It is true that I discovered my family possesses the looted painting and does not want to return it,” the family member, who chose to remain anonymous, told the Dutch newspaper De Telegraaf. “I was stunned speechless. That is why I am now bringing it into the public eye. I feel deep shame about the family past and am furious about the years of silence. The painting must return to the Jewish rightful heirs.” Brand traced the painting to an auction in 1940 of artwork that Nazis looted from Goudstikker’s collection. The painting still has a label on its back confirming it was from Goudstikker’s personal collection but also the number 92 carved into its frame. After digging into archive records, Brand discovered that in the 1940 auction, an item under the number 92 was titled “Portrait of a Young Girl” by Toon Kelder. The painting was sold to Seyffardt at the auction, according to Brand. A lawyer for Goudstikker’s heirs confirmed that the painting was stolen from the Jewish art collector and had been included in the 1940 auction. Dutch police cannot take action against Seyffardt’s family for the theft because the statute of limitations has passed, but Seyffardt’s family has agreed to return the painting over to Brand’s team, the latter shared in a post on X. The family denied knowing that the painting was stolen.

via algemeiner: Nazi-Looted Painting Found in Home of Dutch SS Leader’s Family, Art Detective Reveals

School killer was likely egged on by online extremist ‘handlers,’ investigators say – #terror #764 #mmc

In recording, Solomon Henderson attributed killing at Nashville’s Antioch High School to Maniac Murder Cult and 764. The killer behind the January 2025 shooting at Nashville’s Antioch High School appears to have had “handlers” associated with violent extremist groups who were egging him on, an exclusive NewsChannel 5 investigation has discovered. Solomon Henderson, 17, left behind a recording in which he attributed the deadly school shooting to Maniac Murder Cult and 764, investigators say. Both groups target children online around the globe, leaving behind a trail of victims. Antioch High School student Dayana Escalante, 16, became one of those victims. “Once we saw how many chat rooms he was involved in, how many social media platforms he had, the lengths he went to cover it up, we realized it was a lot bigger than we could ever imagine,” said Metro Police Capt. Chris Dickerson. (…) Solomon Henderson, they believe, had become ensnared in a dark web known as “nihilistic violent extremism,” a network of various groups, some with neo-Nazi connections. Among those groups are ones like the Maniacs Murder Cult, Order of Nine Angles and No Lives Matter. They target kids in online spaces – some as young as elementary school – hoping to get control of their minds and make them do their bidding. “Teaching them to hate themselves to hurt themselves, using some of those early actions to blackmail them into hurting other people in some cases,” Cooter continued. In his manifesto, Henderson thanked the people he called “my handlers.” He added, “You helped me along with my journey through the process of HATE. You taught me how to hate, and it will change the world.”

via nwwschannel5: School killer was likely egged on by online extremist ‘handlers,’ investigators say