#MAGDEBURG – Radikalisierungsforscher: Mutmaßlicher #Attentäter seit langem rechtsextrem – #terror

Der mutmaßliche Täter des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt hat sich offenbar seit Jahren im Internet rechtsextrem und islamfeindlich geäußert. Radikalisierungsforscher Hans Goldenbaum meint, den Sicherheitsbehörden sei dennoch nicht automatisch ein Vorwurf zu machen. Der mutmaßliche Täter des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt ist nach Aussage des Radikalisierungsforschers Hans Goldenbaum seit langem im Netz rechtsradikal und islamfeindlich unterwegs gewesen. Goldenbaum sagte MDR AKTUELL, Taleb A. sei zwar keine zentrale Figur des globalen Rechtsextremismus. Er habe aber seit Jahren im Internet Akteure aus dem deutsch- und englischsprachigen rechtsextremen Raum rezipiert und auch eigene antiislamische Ansichten beigesteuert. Goldenbaum erklärte, bei A. fänden sich zentrale Narrative des Rechtsextremismus. Das seien die Erzählung vom angeblichen großen Austausch, Überfremdung westlicher Gesellschaften durch den Zuzug von Migranten sowie die Annahme, dass es eine Islamisierung europäischer Gesellschaften gebe: “Und wir finden verschiedene verschwörungsideologische Elemente”, dass es ein gezieltes staatliches Agieren gebe, ein “Agieren von Akteuren im Hintergrund, die genau das bezwecken, den großen Austausch und die Islamisierung. Und das man sich dagegen zur Wehr setzen sollte.”

via mdr: MAGDEBURG Radikalisierungsforscher: Mutmaßlicher Attentäter seit langem rechtsextrem

siehe auch: „Er wirkt wie ein einsamer Wolf“ Vom Muslim zum AfD-Fan: Top-Profiler analysiert den Todesfahrer von Magdeburg. Fünf Menschen sind tot, mehr als 200 verletzt: Nach der Todesfahrt eines saudischen Arztes auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt sind viele Fragen noch ungeklärt. Der mutmaßliche Täter: ein Arzt, Ex-Muslim, AfD-Fan und Deutschland-Hasser. Der Kriminalist und Fallanalytiker Axel Petermann erklärt im Gespräch mit FOCUS online diese seltsame Kombination und sagt, was ihn an diesem Fall besonders überrascht. FOCUS online: Herr Petermann, der mutmaßliche Attentäter von Magdeburg fuhr offenbar bewusst mit einem hochmotorisierten BMW in den vor allem von Familien frequentierten Märchen-Bereich des Weihnachtsmarktes. Was fällt Ihnen bezüglich des Tathergangs auf – und welche Strategie erkennen Sie? Axel Petermann: Der Täter hat den Tatort bewusst gewählt, um möglichst viele Opfer zu generieren. Eine enge Gasse, in der Menschen mit Kinderwagen unterwegs sind, schränkt die Bewegungsfreiheit der Opfer ein und macht sie leichter angreifbar. Wenn Kinder zu Schaden kommen oder gar getötet werden, ist zudem der emotionale Aufschrei noch größer, was den medialen Effekt der Tat verstärkt. Der Täter handelte in meinen Augen gezielt und plante die Tat als effiziente Methode, Schrecken und Aufmerksamkeit zu erzeugen. Sein Vorgehen erinnert mich an das von Anders Behring Breivik, der 2011 in Norwegen 69 Teilnehmer eines Zeltlagers ermordete; auch wenn der genaue Hintergrund natürlich ein ganz anderer war. Todesfahrt von Magdeburg: Kriminalist erkennt Parallele zu Anders Behring Breivik Welche Parallelen erkennen Sie zwischen der Amok-Tat von Magdeburg und dem Massaker auf Utøya damals? Petermann: Beide Täter zeigen eine ähnliche Radikalisierung und Isolation. Breivik hatte sich in seiner Welt aus Ideologien und Verschwörungstheorien eingerichtet, und der Täter von Magdeburg scheint ebenfalls schrittweise überzeugt gewesen zu sein, dass seine Ideen die Lösung für Missstände seien. Breivik hinterließ ein Manifest, während der Täter von Magdeburg seine Überzeugungen in sozialen Medien postete und seine Tat ankündigte. Beide Täter strebten danach, mit einer spektakulären Tat ein Exempel zu statuieren und Aufmerksamkeit für ihre Ansichten zu erlangen. (…) Radikalisierung ist oft ein schleichender Prozess, bei dem sich die betroffene Person immer mehr von sozialen Gefügen löst und ein Schwarz-Weiß-Denken entwickelt. In diesem Fall scheint der Täter sich unverstanden und gesellschaftlich ausgegrenzt gefühlt zu haben. Er hatte offenbar das Bedürfnis, auf Missstände aufmerksam zu machen, stieß dabei aber auf Ablehnung. Dies könnte dazu geführt haben, dass er in seinem Denken immer extremer wurde, mit seinem alten Leben brach und schließlich den Entschluss fasste, mit einer solchen Tat Gehör zu finden;

#Attentat in #Magdeburg: Was über den mutmaßlichen Täter bekannt ist – #terror

Nachdem ein Mann auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg mit einem Auto in eine Menschenmenge gerast ist, sind viele Fragen noch offen – etwa die nach dem Motiv des mutmaßlichen Täters. Was seit Samstag ans Licht kommt, wirft weitere Fragen auf. Was aktuell über den 50-Jährigen bekannt ist. (…) Allerdings erklärte der Leiter der Magdeburger Staatsanwaltschaft, Horst-Walter Nopens, am Samstagnachmittag, “Unzufriedenheit mit dem Umgang mit saudiarabischen Flüchtlingen” könne der Auslöser der Tat gewesen sein. Der 50 Jahre alte mutmaßliche Täter wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Samstagnachmittag aber noch vernommen. (…) Wie MDR-Recherchen zeigen, ist der mutmaßliche Täter offenbar Unterstützer der AfD. Das zeigen mehrere Posts im sozialen Netzwerk “X”, deren Echtheit dem MDR bestätigt wurde und über die am Samstagmorgen auch der “Spiegel” berichtet. Im Sommer teilte er einen Tweet von AfD-Chefin Alice Weidel und schrieb dazu: “Die Linken sind Verrückt. Wir brauchen AFD, um die Polizei vor sich zu schützen.” Viele der Posts sind inzwischen gelöscht.

via mdr: Attentat in Magdeburg: Was über den mutmaßlichen Täter bekannt ist

siehe auch: „Rache“-Ankündigung, AfD-Fan, wirre Deutschland-Theorien: Neue Details zum Täter. (…) Er gilt als „prominente Figur innerhalb der saudischen Exil-Community“. In den sozialen Medien warnte er vor der „Islamisierung Deutschlands“. So beklagte er laut „Welt“: „Deutschland will Europa islamisieren“ und „die deutsche Polizei ist der echte Treiber des Islamismus in Deutschland.“ Deswegen habe er mehrfach „Rache“ angedroht, berichtet die „Welt“ weiter. Er kündigte für den „Moment der Rache“ einen Post an. Ein entsprechender Post ging auf seinem X-Profil um 19.07 Uhr live. In gelöschten Posts kündigte er laut „Welt“ an: „Deutschland wird den Preis zahlen müssen.“ Trotz seiner „Rache“-Ankündigung war er den Behörden nicht bekannt. Nur wenige Tage vor der Tat gab er einem Verschwörungstheorie-Blog aus den USA ein Interview, in dem er von einer „verdeckten Geheimoperation“ deutscher Behörden gegen Ex-Muslime sprach und weitere wirre Theorien über Deutschland aufstellte (…) Der Täter soll zudem Anhänger der AfD gewesen sein, ein entsprechender Beitrag bei X kursierte bereits in der Nacht zum Samstag. Darin schreibt er unter anderem: „Die Linken sind verrückt. Wir brauchen AfD, um die Polizei vor sich zu schützen.“; Tatverdächtiger von Magdeburg war in Berlin justizbekannt. Tatverdächtige des Anschlags auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt war bereits vorher der Berliner Justiz aufgefallen. So sollte Taleb A. einen Tag vor der Tat vor dem Amtsgericht Tiergarten erscheinen. Saudi-Arabien warnte vor ihm. Der Tatverdächtige des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg, Taleb A., war der Berliner Justiz bereits vor seiner Tat aufgefallen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Berlin dem rbb am Samstag auf Nachfrage. Zuvor hatte der “Spiegel” berichtet. Demnach soll A. im Februar 2024 in Berlin auf einer Polizeiwache erschienen sein um eine Anzeige zu erstatten. Dabei machte er laut “Spiegel” wirre Angaben und war mit dem Verhalten der diensthabenden Beamten unzufrieden. Gegen ihn wurde Strafbefehl erlassen, wegen des “Missbrauchs von Notrufen”. Dagegen legte A. Einspruch ein. Über jenen Einspruch sollte am Donnerstag, dem Tag vor der Todesfahrt in Magdeburg, vor dem Amtsgericht Tiergarten verhandelt werden. Der Angeklagte erschien aber nicht zu seinem Termin, wie die Amtsanwaltschaft bestätigte. Der Einspruch wurde dem “Spiegel” zu Folge verworfen. (…) In sozialen Medien und Interviews erhob er zuletzt teils wirr formulierte Vorwürfe gegen deutsche Behörden. Er hielt ihnen unter anderem vor, nicht genügend gegen Islamismus zu unternehmen. Unter den öffentlich einsehbaren Äußerungen des Tatverdächtigen in den sozialen Medien finden sich auch explizite Gewaltandrohungen. Das berichtet unter anderem die Tagesschau [tagesschau.de]. Als Gefährder wurde der mutmaßliche Täter jedoch nicht eingestuft, auch als Extremist war er den Behörden nach Informationen aus Sicherheitskreisen nicht bekannt. Bei der Polizei sollen sich allerdings nach Informationen von WDR, NDR und SZ mehrfach Menschen wegen dieser Gewaltdrohungen gemeldet haben, auch in Magdeburg. Auf einer Pressekonferenz am Samstagnachmittag erklärte der Direktor der Polizei Magdeburg, Tom-Oliver-Langhans, in der Vergangenheit sei eine Strafanzeige gegen den Tatverdächtigen aufgenommen worden. Es sei beabsichtigt gewesen, eine Gefährderansprache vorzunehmen.

siehe dazu auch: Saudischer Islamkritiker, Fan von AfD und Elon Musk: Verstörende Details zum Täter von #Magdeburg – #terror. Der Todesfahrer von Magdeburg, Taleb Jawad Al Abdulmohsen, kam 2006 nach Deutschland. Doch ein Islamist ist er nicht – im Gegenteil. Deutschland warf er vor, Europa zu islamisieren. Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt deutet bislang wenig auf ein islamistisches Motiv hin. Bei dem Fahrer des Wagens handelt es sich um Taleb Jawad Al Abdulmohsen. Er war erstmals 2006 nach Deutschland eingereist und fiel den Sicherheitsbehörden nicht als Islamist auf. Tatsächlich war er offenbar alles andere als ein religiöser Fanatiker. Im Gegenteil: Er war offenbar ein radikaler Islamkritiker, sympathisierte mit der AfD – und Elon Musk. (

Vor Parteizentrale von „Die Heimat“ in Berlin-Köpenick: 130 Menschen demonstrieren gegen Konzert von Neonazi-Rapper „Kavalier“

Der Rechtsextreme Dominik Raupbach macht unter dem Namen „Kavalier“ NS-Rap. Am Freitag trat er in der Parteizentrale von „Die Heimat“ auf. Es gab lautstarken Gegenprotest. Die Partei „Die Heimat“, ehemals NPD, hat für Freitag einen Konzertabend in ihrer Parteizentrale in Berlin-Köpenick veranstaltet. Angekündigt wurde der Neonazi-Rapper Julian Raupbach, besser bekannt als „Kavalier“. Nur einige wenige Rechtsextreme fanden sich letztlich zu dem Konzert ein. Rund 150 Menschen protestierten direkt gegenüber von der Parteizentrale unter dem Motto „Nazimucke ist kein Kavaliersdelikt“. In Hörweite der Parteizentrale wurde linke Punk- und Rap-Musik gespielt, es wurden Slogans gerufen wie „Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda“. Der Eingang zur Konzert-Location wurde von Polizei bewacht. Nach und nach kamen in kleineren Gruppen einige Neonazis. Am Eingang zum Hinterhof der Parteizentrale wurden sie von Andreas Käfer empfangen, Berliner Landeschef von „Die Heimat“. Raupach war schon einige Stunden vor Konzertbeginn gekommen. Insgesamt erschienen höchstens 30 Besucher. Der Nazirapper „Kavalier“ ist bei jungen Berliner Neonazis recht beliebt: Mitglieder von gewaltbereiten Gruppen wie „Deutsche Jugend voran“ unterlegen ihre Social-Media-Inszenierungen mit Raupbachs Musik. In meist schwülstigen Texten besingt oder berappt dieser „die Macht der Ahnen“, ätzt gegen „Weiber voll Männerhass“ und inszeniert sich als „freier Germane“.

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2024.12.20 Berlin Koepenick - Rechtsrapp und Gegenprotest (5)

Gezeter um US-Übergangshaushalt – Wie sich Elon Musk mit falschen Behauptungen blamiert

„Ich liebe dich Elon, aber du musst dir fünf Sekunden Zeit nehmen, deine Quellen zu checken.“ Dieser Tweet stammt von einem Parteifreund und zeigt, dass selbst die Republikaner mit Musks Dauerfeuer gegen den US-Übergangshaushalt unzufrieden sind. Milliardär Elon Musk hat mit seinen Querschüssen gegen den im US-Kongress vereinbarten Übergangshaushalt deutlich gemacht, welchen Einfluss er auf die künftige Regierungsführung haben dürfte. In mehr als 100 Postings auf seiner Plattform X – mit teilweise unwahren Behauptungen – wetterte er in den vergangenen Tagen gegen die Einigung der Republikaner und Demokraten und brachte sie so gemeinsam mit dem designierten Präsidenten Donald Trump zwischenzeitlich zum Scheitern. Eine neue – abgespeckte – Version passierte schließlich den Kongress. „Trump hat so etwas bereits gemacht, einen Gesetzentwurf in letzter Minute in die Luft gejagt. Diesmal scheint er jedoch Angst zu haben, dass Musk ihm die Show stiehlt“, sagte der Politologe John Mark Hansen von der University of Chicago. „Jetzt gibt es einen neuen Social-Media-Rüpell in der Stadt, der den Meister der Social-Media-Rüpel herumschubst.“ Eine weitere Parallele zu Trump: Mit den Fakten der 1.547 Seiten dicken ursprünglichen Gesetzesvorlage für den Übergangshaushalt, die er in seinen Postings auf X vehement ablehnte, nahm Musk es nicht sonderlich genau. Er behauptete, dass darin eine 40-prozentige Erhöhung der Bezüge der US-Abgeordneten enthalten sei. Tatsächlich wären es maximal 3,8 Prozent gewesen – die erste Erhöhung seit 2009. Seit damals verdienen die meisten Abgeordneten 174.000 pro Jahr, der Vorsitzende im Repräsentantenhaus bekommt 223.500. Die Erhöhung ist jetzt erst einmal vom Tisch.

via rp online: Gezeter um US-Übergangshaushalt Wie sich Elon Musk mit falschen Behauptungen blamiert

Eklat im Gemeinderat Marbach: AfD-Kandidatin soll Nazi-Parole gerufen haben

Im Gemeinderat in Marbach ist es am Donnerstagabend (19.12.) offenbar zu einem Eklat gekommen. Das berichten “Ludwigsburger Kreiszeitung” (LKZ) und “Stuttgarter Nachrichten” (StN) übereinstimmend. Demnach hab eine Zuschauerin beim Verlassen des Saals die strafbare Nazi-Parole “Sieg Heil” gerufen. Die Gemeinde will Anzeige erstatten. Die Frau hat den Berichten zufolge eine direkte Verbindung zur rechtsextremen AfD – und soll schon zuvor auffällig geworden sein. Wie reagiert die AfD? Frau war offenbar Spitzenkandidatin der AfD für die Kreistagswahl Dem Vorfall sei ein Streit mit dem Marbacher Bürgermeister Jan Trost (parteilos) vorausgegangen, schreibt die LKZ. Die Frau sei im Verlauf der Sitzung mehrfach ermahnt worden, bevor es bei der Verabschiedung eines langjährigen Gemeinderats schließlich zum Eklat gekommen sein soll. Noch in der Sitzung habe die Stadt angekündigt, Anzeige zu erstatten. Der Ausruf, der “deutlich vernehmbar” gewesen sei, kann nach §86a StGB mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

via zvw: Eklat im Gemeinderat Marbach: AfD-Kandidatin soll Nazi-Parole gerufen haben

#Falschmeldungen und #Hetze – Wie Rechte die #Todesfahrt von #Magdeburg instrumentalisieren – #terror

Schon kurz nach der tödlichen Amokfahrt von Magdeburg verbreiten Rechte und Rechtsextreme Falschmeldungen und instrumentalisieren die Tat. Nachdem bekannt wurde, dass der Tatverdächtige ein Islamfeind und AfD-Unterstützer war, kommen neue Behauptungen und Verschwörungs­erzählungen dazu. Auch Elon Musk mischt mit. In rechten und rechtsextremen Kreisen ist man nach der Todesfahrt auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt um Schadensbegrenzung bemüht. In der Nacht zu Samstag wurde bekannt, dass der Tatverdächtige Taleb A., ein Arzt und Psychiater aus Saudi-Arabien, der seit 2006 in Deutschland lebt, offenbar ein Islamfeind ist, der Angela Merkel den Tod wünschte und schon seit 2016 öffentlich seine Unterstützung für die AfD bekundete. „Das ist die Wahrheit über den saudi-arabischen Terroristen, der heute ein Auto in den Weihnachtsmarkt in Magdeburg gesteuert hat“, beginnt Naomi Seibt noch in der Nacht ein Video auf der Plattform X (ehemals Twitter), das bis zum Samstagmorgen schon mehr als 1500‑mal verbreitet wurde. Die 24‑Jährige aus Münster hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur in Deutschland einen Namen als rechtsextreme Influencerin gemacht. (…) „Dieser Mann war ein Migrant, der nach Saudi-Arabien ausgeliefert werden sollte, aufgrund eines Antrags der saudi-arabischen Regierung selbst. Die deutsche Regierung hat das aber verweigert“, sagt Seibt. Dabei bezieht sie sich auf unbestätigte Angaben saudi-arabischer Twitter-Nutzer und Influencer. Seibt betont: „Das wäre nicht passiert, wenn die AfD an der Macht wäre.“ Grenzschließungen und Abschiebungen, wie von der AfD gefordert, hätten die Tat verhindert, behauptet sie. Dabei kam Taleb A. gar nicht als Asylbewerber nach Deutschland, überquerte auch nicht unerlaubt die deutsche Grenze. Aus Interviews, die A. vor einigen Jahren der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und der „Frankfurter Rundschau“ gegeben hat, geht hervor, dass er im Jahr 2006 im Rahmen seiner Facharztausbildung nach Deutschland kam, anschließend als Arzt in Deutschland arbeitete und erst 2016 einen Asylantrag stellte, weil ihm im Falle einer Rückkehr nach Saudi-Arabien eine Tötung wegen seiner Abkehr vom Islam drohe. Aufgrund seiner Beschäftigung als Facharzt hätte A. jedoch wohl auch ohne den Asylantrag weiter in Deutschland leben können. Seibt verbreitet auch das Gerücht, A. könne insgeheim ein saudischer Agent gewesen sein, mit dem Auftrag, abtrünnige Saudis und Ex‑Muslime in Deutschland auszuspionieren. Ob das stimme, sei am Ende gar nicht relevant, erklärt die rechtsextreme Influencerin. Für sie ist klar: „Dieser Mann war ein Migrant, der nicht hier sein sollte. Das ist alles, was zählt.“ (…) Schon kurz nach der Tat – und lange bevor der Hintergrund des Tatverdächtigen bekannt wurde – hatten Rechte und Rechtsextreme am Freitagabend begonnen, Falschmeldungen über die Todesfahrt von Magdeburg zu verbreiten und sie für ihre politischen Zwecke zu instrumentalisieren. (…) Auch der ehemalige Polizist Sven Kleuckling, der seit 2016 zunächst vom Polizeidienst in Sachsen-Anhalt suspendiert und 2021 entlassen wurde, beteiligte sich auf der Kurzvideo­plattform Tiktok an der Verbreitung von Falschmeldungen. Es gebe fünf Täter, von denen drei auf der Flucht seien, behauptete er in einem Video – er habe das von Polizisten erfahren. Auch Kleuckling verbreitete die Falschmeldung von Schüssen im Einkaufszentrum. Sein Tiktok-Account mit mehr als 45.000 Followern wurde mittlerweile gesperrt

via rnd: Falschmeldungen und Hetze Wie Rechte die Todesfahrt von Magdeburg instrumentalisieren

siehe auch: Wirre Vorwürfe in Videos – Mutmaßlicher Attentäter von Magdeburg hatte Kontakt zu Kölner Staatsanwaltschaft. Der mutmaßliche Täter von Magdeburg veröffentlichte nach der tödlichen Fahrt über den Weihnachtsmarkt einige Videos bei X. Merken Schrift Drucken Teilen Am Tag nach dem tödlichen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg am Freitagabend werden immer mehr Details über den Täter bekannt. Taleb A. trat in den sozialen Netzwerken als radikaler Islam-Kritiker auf und veröffentlichte noch kurz nach seiner Todesfahrt über den Alten Markt in Magdeburg mehrere Videos auf seinem X-Account. Dort erhebt der saudische Arzt, der in Bernburg zwischen Magdeburg und Leipzig gearbeitet hat, schwere Vorwürfe gegen deutsche Behörden, darunter auch die Staatsanwaltschaft in Köln. Mehrmals ist in den Videos ein Schriftstück der Kölner Behörde zu sehen. Taleb A. erhebt dort auch Vorwürfe gegen einen in Köln ansässigen Verein, der in der Flüchtlingshilfe aktiv sein soll. Mutmaßlicher Attentäter hatte Kontakt zur Staatsanwaltschaft in Köln Der mutmaßliche Attentäter hatte nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ tatsächlich im vergangenen Jahr schriftlichen Kontakt mit der Staatsanwaltschaft in Köln. Im Februar 2023 soll Taleb A. demnach eine Kölnerin wegen Untreue angezeigt haben. (…) Am Freitag behauptete Taleb A. dann in seinen jüngsten Videos, der USB-Stick sei ihm von deutschen Behörden gestohlen worden und warf der Bundesrepublik vor, er dürfe keine Kamera an seinem Briefkasten installieren oder eine Waffe tragen. Von Sozialismus in Deutschland war in den wirren Videos aus dem X-Profil mitunter die Sprache. Fünf Täter, eine angeblich auf dem Weihnachtsmarkt deponierte Bombe, und vermeintlich 34 Tote: All diese Behauptungen wurden bereits kurz nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Magdeburg in den sozialen Netzwerken verbreitet. Und alle sind nach jetzigem Stand der Ermittlungen falsch.Allen voran von rechtsextremen Kreisen aus wurde schnell versucht, die Tat politisch zu nutzen und die Stimmung durch Falschbehauptungen zu befeuern. Ganz vorne mit dabei der rechtsextreme Österreicher Martin Sellner, der unter anderem in seinem Telegramkanal zahlreiche Posts zu Magdeburg verfasste, noch bevor überhaupt Informationen von offiziellen Stellen veröffentlicht worden sind.Falsche Angaben zur Herkunft des TätersSellner und auch viele weitere Akteure aus dem rechten Spektrum behaupteten beispielsweise direkt nach der Tat, dass es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen Syrer gehandelt habe. Von einigen Accounts wurde dabei das Bild gezeichnet, dass es sich um einen Geflüchteten gehandelt habe, der im Zuge der Asylkrise 2015/16 nach Deutschland gekommen sei. Auch reichweitenstarke Kanäle aus dem Ausland mit rechter Agenda übernahmen dieses falsche Narrativ, um gegen den Islam und die Politik der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel zu hetzen.Dabei gab die Polizei gestern Abend bekannt, dass es sich bei dem festgenommenen Tatverdächtigen um einen 50-jährigen Mann handelt, der aus Saudi-Arabien stammt und 2006 nach Deutschland kam. In Sachsen-Anhalt soll er zuletzt als Arzt im Fachbereich der Psychotherapie gearbeitet haben.Nach bisherigen Erkenntnissen sei er den Behörden nicht als Islamist bekannt gewesen. Seit 2016 hat er den Asylstatus als politischer Flüchtling. Nach eigenen Angaben soll er sich bereits Ende der 1990er-Jahre vom Islam losgesagt haben und gilt als Oppositioneller zum saudi-arabischen Königshaus.Auf dem mutmaßlichen X-Account des Tatverdächtigen sind sowohl islamfeindliche Inhalte zu finden als auch Posts, die sich explizit gegen Merkel und ihre Asylpolitik wenden. “Merkel müsste den Rest ihres Lebens im Gefängnis verbringen als Bestrafung für ihr kriminelles Geheimprojekt, Europa zu islamisieren”, heißt es in einem Post von ihm.

Saudischer Islamkritiker, Fan von AfD und Elon Musk: Verstörende Details zum Täter von #Magdeburg – #terror

Der Todesfahrer von Magdeburg, Taleb Jawad Al Abdulmohsen, kam 2006 nach Deutschland. Doch ein Islamist ist er nicht – im Gegenteil. Deutschland warf er vor, Europa zu islamisieren. Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt deutet bislang wenig auf ein islamistisches Motiv hin. Bei dem Fahrer des Wagens handelt es sich um Taleb Jawad Al Abdulmohsen. Er war erstmals 2006 nach Deutschland eingereist und fiel den Sicherheitsbehörden nicht als Islamist auf. Tatsächlich war er offenbar alles andere als ein religiöser Fanatiker. Im Gegenteil: Er war offenbar ein radikaler Islamkritiker, sympathisierte mit der AfD – und Elon Musk. (…) Auf seinem X-Account lautete seine Profilbeschreibung: „Deutschland jagt saudische Asylbewerberinnen im In- und Ausland, um ihr Leben zu zerstören. Deutschland will Europa islamisieren.“ Sein Titelbild zeigt ein Gewehr. In einem Video erklärte der Mann erst kurz vor dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt, dass er mehrere Jahre als Flüchtlings- und Asylaktivist tätig gewesen sei. Zudem gerierte er sich als ex-muslimischer Islamkritiker. (…) Am Freitagabend, wenige Stunden vor der Tat, postete er gleich mehrere Videos, in denen er auf Englisch sagt: „Ich mache die deutsche Nation für die Tötung von Sokrates verantwortlich.“ Im Juni beschuldigte er die deutsche Polizei, der „echte Treiber des Islamismus in Deutschland“ zu sein. „Wir brauchen AfD, um die Polizei vor sich zu schützen“, schrieb der mutmaßliche Täter weiter. (…) Er teilte erst vor kurzem Beiträge von Markus Haintz, einem bekannten Querdenken-Aktivisten. Auch solidarisierte sich Al Abdulmohsen mit dem britischen Rechtsextremisten Tommy Robinson. In einem anderen Tweet aus dem Jahr 2016 schrieb der Mann: „Ich und AfD bekämpfen den gleichen Feind, um Deutschland zu schützen.“ Im August 2017 postete er: „Gerne möchte ich vor dem Gericht beweisen, dass der Islam viel Schlimmer als die Pest ist.“

via tagesspiegel: Saudischer Islamkritiker, Fan von AfD und Elon Musk: Verstörende Details zum Täter von Magdeburg

siehe auch: Auto fährt in #Magdeburg in Menschengruppe – #terror. Auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg ist ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Die Behörden gehen von einem Anschlag aus. Es soll einen Toten und mehr als 50 Verletzte geben.Auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt ist ein Auto in eine Menschengruppe gefahren. Dem Sprecher der Landesregierung sowie der Stadt zufolge handelt es sich nach erstem Ermittlungsstand um einen Anschlag. Laut Polizei gibt es mindestens einen Toten.MDR-Reporter Hagen Tober berichtete aus Mageburg von “sehr vielen Verletzten”. Die Nachrichtenagentur AFP sprach unter Berufung auf den Rettungsdienst von 60 bis 80 Verletzten; Mutmaßlicher Anschlag von Magdeburg : Der Festgenommene, die Opfer, der Tathergang. Auf einer Strecke von rund 400 Metern rast der mutmaßliche Attentäter Taleb A. am Freitagabend mit einem Auto über den Weihnachtsmarkt. Die Details zum Tatverdächtigen und dem Ablauf des Anschlags. Am Morgen nach dem Anschlag werden Details zum Tathergang sowie zum mutmaßlichen Täter öffentlich. Infolge des Anschlags sind vier Menschen gestorben. Das haben NDR und WDR aus Sicherheitskreisen erfahren. Bisher war die Rede von zwei Toten. Bei der Tat wurden zudem 41 Menschen schwerst, weitere 90 schwer verletzt. Dazu kommen 80 bis 100 Leichtverletzte. (…) Recherchen des „Spiegel“ zufolge engagierte sich der mutmaßliche Täter offenbar jahrelang als Aktivist und beriet vor allem Frauen aus Saudi-Arabien über Fluchtmöglichkeiten aus ihrem Land. Er soll eine Internetseite mit Informationen zum deutschen Asylsystem betrieben haben. Dem Magazin zufolge scheint er in seinem Aktivismus jedoch in eine andere Richtung abgedriftet zu sein. Taleb A. habe auf seinem Account bei X mit der AfD sympathisiert und von einem gemeinsamen Projekt mit der in weiten Teilen rechtsextremen Partei geträumt: einer Akademie für Ex-Muslime. „Wer sonst bekämpft den Islam in Deutschland?“, soll er gefragt haben. In einem kürzlich auf einem islamfeindlichen US-Blog erschienenen Videointerview habe der mutmaßliche Täter mehr als 45 Minuten lang krude Thesen geteilt. In sozialen Medien und weiteren Interviews erhob der Tatverdächtige zuletzt teils wirr formulierte Vorwürfe gegen deutsche Behörden. Er hielt ihnen vor, nicht genügend gegen Islamismus zu unternehmen. (…) Bei der Tat – fast auf den Tag genau acht Jahre nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz – kamen ein Erwachsener, ein Kleinkind und zwei weitere Menschen ums Leben. Insgesamt gibt es mehr als 200 Verletzte, darunter viele Schwerstverletzte.