„Ich liebe dich Elon, aber du musst dir fünf Sekunden Zeit nehmen, deine Quellen zu checken.“ Dieser Tweet stammt von einem Parteifreund und zeigt, dass selbst die Republikaner mit Musks Dauerfeuer gegen den US-Übergangshaushalt unzufrieden sind. Milliardär Elon Musk hat mit seinen Querschüssen gegen den im US-Kongress vereinbarten Übergangshaushalt deutlich gemacht, welchen Einfluss er auf die künftige Regierungsführung haben dürfte. In mehr als 100 Postings auf seiner Plattform X – mit teilweise unwahren Behauptungen – wetterte er in den vergangenen Tagen gegen die Einigung der Republikaner und Demokraten und brachte sie so gemeinsam mit dem designierten Präsidenten Donald Trump zwischenzeitlich zum Scheitern. Eine neue – abgespeckte – Version passierte schließlich den Kongress. „Trump hat so etwas bereits gemacht, einen Gesetzentwurf in letzter Minute in die Luft gejagt. Diesmal scheint er jedoch Angst zu haben, dass Musk ihm die Show stiehlt“, sagte der Politologe John Mark Hansen von der University of Chicago. „Jetzt gibt es einen neuen Social-Media-Rüpell in der Stadt, der den Meister der Social-Media-Rüpel herumschubst.“ Eine weitere Parallele zu Trump: Mit den Fakten der 1.547 Seiten dicken ursprünglichen Gesetzesvorlage für den Übergangshaushalt, die er in seinen Postings auf X vehement ablehnte, nahm Musk es nicht sonderlich genau. Er behauptete, dass darin eine 40-prozentige Erhöhung der Bezüge der US-Abgeordneten enthalten sei. Tatsächlich wären es maximal 3,8 Prozent gewesen – die erste Erhöhung seit 2009. Seit damals verdienen die meisten Abgeordneten 174.000 pro Jahr, der Vorsitzende im Repräsentantenhaus bekommt 223.500. Die Erhöhung ist jetzt erst einmal vom Tisch.
via rp online: Gezeter um US-Übergangshaushalt Wie sich Elon Musk mit falschen Behauptungen blamiert
