«Junge Tat»: Was ist eigentlich mit den Frauen?

Sie gebären fleissig, tragen Flechtfrisuren, die Antibabypille ist für sie «Gift». An den Frauen der «Jungen Tat» zeigt sich das völkische Weltbild der rechtsextremen Gruppierung deutlich. Die Schweizer Neonazigruppe «Junge Tat» inszeniert sich auf ihren Kanälen sportlich und kämpferisch. Männer nach dem Geschmack von Selina Dienemann. Sie bilden den «Kontrast zur Weiblichkeit», der «wahre Männlichkeit» ausmache, so Dienemann in einem Social-Media-Video.  Diese wahre Männlichkeit gebe es heute zu wenig, heutige, «von links bearbeitete Männer» seien «zerbrechlich und schwach», findet Dienemann. Das zeige sich auch daran, dass Männer heute nicht mehr Kathedralen bauen und über Europa herrschen würden. Und wer mit einem linken Mann zusammen sei, könne ja auch grad so gut mit einer Frau zusammen sein, so Dienemann. Dienemann ist Aktivistin und Aushängeschild der Jungen Tat. Sie postet Videos zu selbstgemachter Kräuterbutter, zu Aktionen der Jungen Tat oder mit antifeministischen Meinungsbeiträgen. Dienemann will den Kontrast der Weiblichkeit zeigen. Aber wenn sie Flechtfrisuren oder schöne Kleider trage – wie es völkische Frauen tun – , werde sie direkt als Nazi verschrien, sagt sie. (…) «Lukreta»  heisst die derzeit prominenteste Gruppierung solcher Aktivistinnen und Influencerinnen im deutschsprachigen Raum. Eine der zentralsten Figuren von «Lukreta» ist Reinhild Bossdorf, Tochter einer völkischen AfD-Politikerin. Sie vernetzt Gleichgesinnte international. Kürzlich sprach sie beispielsweise an einem Kongress der spanischen Identitären Bewegung. Im Februar 2024 hielt sie für die Junge Tat einen Vortrag in der Schweiz, im März 2024 fand der «Dritte internationale Frauenkongress» der EU-Parlamentsfraktion «Identität und Demokratie» (aus der die AfD kurz darauf ausgeschlossen wurde, weil sich der EU-Wahl-Spitzenkandidat Maximilian Krah der in einem Interview verharmlosend über die nationalsozialistische SS äusserte und einer seiner Mitarbeiter wegen Spionageverdachts festgenommen wurde) in Köln statt. (…) Rechtsextreme Positionen, die vielleicht nicht auf den ersten Blick als solche erkennbar sind, werden so anschlussfähig. Und das nicht erst, seit Influencerinnen als «Trad Wifes» ihren vermeintlich traditionellen Lebenswandel als Hausfrauen und Mutter inszenieren und damit Geld verdienen. Völkische Werte Die «Junge Tat» ist – wie die rechtsextreme Szene an sich – männerlastig. Die Frauen, die der Gruppierung zugeordnet werden, sind in der Regel selbst Mütter und beschäftigen sich auch beruflich mit Kindern oder Geburt. Diese Heterogenität ist gewollt und entspricht den eigenen völkischen Werten. Oder wie es «Lukreta» ausdrückt: «Neue Deutsche machen wir selbst!»

via flimmer: «Junge Tat»: Was ist eigentlich mit den Frauen?

AfD-Abgeordneter Schaufert verklagt Saar-Landtag

Nachdem die AfD-Fraktion vor vier Wochen mit ihrem Antrag, Zulagen für bestimmte Landtagsabgeordnete zu verbieten, im Landtag gescheitert war, zieht der stellvertretende Fraktionschef Schaufert jetzt vor den saarländischen Verfassungsgerichtshof. Mit dabei ist NPD-Anwalt Peter Richter. Der stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion im saarländischen Landtag, Christoph Schaufert, will erreichen, dass bestimmte Landtagsabgeordnete keine finanziellen Zulagen mehr erhalten dürfen. Deshalb zieht er gegen den Landtag vor den saarländischen Verfassungsgerichtshof. (…) Schauferts Anwalt in dem Verfahren ist Peter Richter. Dieser hatte in der Vergangenheit unter anderem die NPD (heute: „Die Heimat“) in ihrem zweiten Verbotsverfahren vertreten und war auch Anwalt der AfD-Landtagsfraktion im Streit um gekürzte Fraktionsgelder gewesen. Das Verfahren hatte die AfD verloren

via saarbrücker zeitung: AfD-Abgeordneter Schaufert verklagt Saar-Landtag

AfD Berlin blamiert sich mit Schreibfehler auf Wahlplakat –

Die AfD veröffentlichte ein Foto eines Wahlplakats auf der Plattform X. Es dauerte jedoch nicht lange, bis Nutzern ein Schreibfehler auffiel. Die Berliner AfD hat mit einem Rechtschreibfehler auf einem Wahlplakat für Belustigung im Internet gesorgt. Auf der Plattform X teilte die AfD am Montagvormittag ein Plakat mit der Aufschrift „Enkel gegen Links“ – offenbar eine Anspielung auf die Organisation „Omas gegen Rechts“, die sich gegen die AfD ausspricht.  Doch auf dem Plakat wurde rechts unten offenbar ein Schreibfehler übersehen. Statt „Zeit für Deutschland“ steht auf dem Plakat „Zeit für Deutschand“ – es fehlt der Buchstabe L. Bis zum Dienstagvormittag löschte die AfD den Beitrag auf X kommentarlos. Doch auf der Plattform X sind weiterhin Bilder der Wahlplakate zu finden. Alexander Bertram, der für die AfD im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt, teilte am Sonntag Fotos eines Infostands in Friedrichshagen im Bezirk Treptow-Köpenick, wo die Plakate mit dem Schreibfehler hochgehalten wurden.

via berliner zeitung: AfD Berlin blamiert sich mit Schreibfehler auf Wahlplakat

siehe auch: Berliner AfD erntet Spott für Schreibfehler auf Protestplakat. Kleiner Fehler, großer Spott: Ein Berliner Politiker posiert mit einem fehlerhaften Protestplakat. Darauf steht „Deutschand“, ein Buchstabe fehlt. Internetnutzer reagieren hämisch. Diese Wahlkampfaktion ging daneben. Am Montag postete die Berliner AfD einen Beitrag im Onlinedienst X, der für Kopfschütteln sorgt. Darauf hält Michael Gleichmann, Bundestagskandidat für Treptow-Köpenick, ein Plakat in den Händen, auf dem „Enkel gegen Links!“ geschrieben steht. (…) „Wie kann einer so dumm sein?“, fragt ein X-User unter dem Beitrag. „Ihr seid wirklich noch zu blöd ‚Deutschland‘ zu schreiben. Ich hab es nicht für möglich gehalten…“, kommentiert ein anderer Nutzer. „AfD gegen Rechtschreibung. Enkel gegen Bildung. Team Blau gegen Duden. Ihr seid eine Deutschande“, stellt ein Dritter fest.

screenshot Auszug X-Post Alexander Bertram

Streit um AfD im Bus eskaliert

Skurrile Szenen während einer Busfahrt in Hennef im Rhein-Sieg-Kreis. Der Fahrer hört nebenbei über sein Handy einen Radio-Beitrag mit Ausschnitten der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel. Darüber kommt es zum Streit mit Fahrgästen. (…) Mit im Bus saß zufällig auch einer seiner Lehrer. Der berichtete, wie es zu dem Streit im Bus der Linie 522 gekommen ist: “Ich saß mit dem Rücken zum Busfahrer und vernahm deutlich eine Rede der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel.” Er habe den Fahrer gebeten, “diese Form der politischen Agitation zu unterlassen”. Daraufhin habe ihm der Busfahrer gesagt, er könne hören, was er wolle. Laut Aussage des Busfahrers handelte es sich dabei um eine politische Sendung im Radio. Busfahrer bedauert die Eskalation So ergab auf der Fahrt mit der Linie 522 ein Wort das andere. Ein zweiter Fahrgast mischte sich ein, bis der Busfahrer lautstark beide Männer zum Aussteigen aufforderte. (…) Einen der beiden Männer bedrohte der 52-Jährige kurze Zeit auf der Straße mit einem Besenstiel, den er zuvor aus dem Bus geholt hatte. “Ich dachte wirklich, dass er ihn jetzt schlagen wird, aber Gott sei Dank hat er es nicht getan”, erzählt Jordan Tuaya von dem Schreckmoment. Ein Schüler filmte die Szenen im Bus Er habe nie die Absicht gehabt, das zu tun, beteuert Pier Luigi Lombardo. “Der Mann hatte mir vorher Prügel angedroht. Ich habe mit dem Besen nur so getan. Ich sagte ‘hau ab’, und dann beruhigte sich das auch wieder.” Ein Verhalten, das für den 52-Jährigen harte Folgen hat. Bereits kurz nach Bekanntwerden der Videos teilte die Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft mit: “Als Konsequenz haben wir das in unserem Auftrag fahrende Unternehmen (…) angewiesen, den Fahrer nicht mehr einzusetzen. Er wird für den weiteren Einsatz auf unseren Linien gesperrt.” Das Unternehmen hat inzwischen reagiert und Pier Luigi Lombardo fristlos entlassen.

via wdr: Streit um AfD im Bus eskaliert

Bestechlichkeit, Beleidigung, Urheberrechtsverletzung – Gegen diese Abgeordnete laufen Verfahren

Gegen sechs Abgeordnete von AfD und FDP laufen nach Recherchen von abgeordnetenwatch.de Verfahren. Es geht u.a. um Bestechlichkeit, Beleidigung und Urheberrechtsverletzung. Andere mussten bereits hohe Summen zahlen, ein Abgeordneter erhielt eine Freiheitsstrafe. In der vorletzten Sitzungswoche vor der Bundestagswahl ging es um Bestechung durch Parteispenden. Diesen Vorwurf erhebt die Staatsanwaltschaft Neuruppin gegen den FDP-Politiker Friedhelm Boginski. Um den Weg für eine Anklage freizumachen, hatte die Strafverfolgungsbehörde beim Bundestag die Aufhebung von Boginskis Immunität beantragt – das Parlament stimmte am 30. Januar zu. Boginski ist einer von zwölf Abgeordneten, denen der Bundestag in der aktuellen  Wahlperiode die Immunität entzogen hat. Bei sechs Abgeordneten sind die Verfahren inzwischen abgeschlossen. Sie endeten mit Auflagen, Strafbefehlen und rechtskräftigen Urteilen. Fünf AfD-Politiker und ein FDP-Abgeordneter betroffen Gegen sechs weitere Abgeordnete laufen dagegen Ermittlungs-, Disziplinar- oder Strafverfahren – vier von ihnen kandidieren bei der anstehenden Bundestagswahl. Das zeigen Recherchen von abgeordnetenwatch.de bei Gerichten und Staatsanwaltschaften. Häufig haben die Verfahren finanzielle Folgen. Insgesamt sieben Abgeordnete von AfD und FDP müssen Geldbußen, Ordnungsgelder und Auflagen zahlen. Die Gesamtsumme beläuft sich auf mindestens 96.400 Euro. Davon strittig sind Zahlungen in Höhe von 39.000 Euro, hier sind noch Verfahren anhängig.

via abgeordnetenwatvh: Bestechlichkeit, Beleidigung, Urheberrechtsverletzung Gegen diese Abgeordnete laufen Verfahren

POLIZEI ZERSCHLÄGT NEONAZI-TREFF BEI DRESDNER KLEINGARTENVEREIN

Knapp 3000 Rechtsextremisten zogen am Samstag durch Dresden, gedachten der Bombenopfer im Zweiten Weltkrieg. Abends sollte offenbar gefeiert werden – in einer Gartensparte. Die Polizei löste die Veranstaltung auf. Das kam nicht bei allen Teilnehmern gut an. Wie die Polizei mitteilte, sei gegen 20 Uhr eine “rechtsextremistische Musikveranstaltung” an der Nätherstraße im Stadtteil Seidnitz verhindert worden. Der Staatsschutz der Polizeidirektion Dresden hatte Wind vom Event bekommen und schickte Beamte zum Kleingärtnerverein “Am Wiesengrund”. Vor Ort seien 74 Personen “des rechten Spektrums” festgestellt worden – offensichtlich gerade dabei, eine Musikveranstaltung auf die Beine zu stellen. “Entsprechendes Equipment hatten sie dabei”, so die Polizei. Zum Einsatz kam es wohl nicht. Die Polizisten nahmen die Identitäten der Beteiligten auf und sprachen Platzverweise aus – nicht zu Gefallen aller Anwesenden! Ein Teil der Gruppe sei “bedrohlich gegenüber den Polizeibeamten” aufgetreten. Anscheinend so sehr, dass nun “strafrechtliche Schritte geprüft werden”. Nur einen Monat, nachdem eine Rechtsrock-Feier mit 90 Gästen in einem Sportlerheim im Dresdner Ortsteil Schönfeld aufgeflogen war, sollte nun das nächste Neonazi-Event stattfinden.

via tag24: POLIZEI ZERSCHLÄGT NEONAZI-TREFF BEI DRESDNER KLEINGARTENVEREIN

Washington Post opted not to publish anti-Musk ad campaign after initially being open – #fascistSystem

The Washington Post scrapped an upcoming print ad from a pair of advocacy groups calling for the firing of Elon Musk as head of the Department of Government Efficiency. The nixed wrap ad — one of two ads purchased for $115,000 by Common Cause and the Southern Poverty Law Center Action Fund that were slated to run on Tuesday — shows the White House superimposed over Musk with a bright red backdrop and the caption “Who’s running this country: Donald Trump or Elon Musk?” The wrap adds that Musk has “created chaos and confusion” and “is accountable to no one by himself.” “The Constitution only allows for one president at a time,” the wrap notes. The pair of ads are part of a petition from Common Cause and SPLC to “raise a massive public outcry demanding US lawmakers take action before more damage is done.” At the time of publication, the petition had 95,556 signatures. The ads come as President Trump has given Musk’s DOGE apparent free rein to bulldoze the federal workforce as the duo looks to slash the federal budget, though Trump insists Musk does nothing without his approval. Musk and his staff have been hampered to some degree by recent lawsuits, but the media mogul’s carte blanche has led to speculation that he is the real power behind the Resolute Desk. After sending the Post the artwork on February 11, Common Cause was told three days later that the Post would not be able to run the wrap, a spokesperson for the group told CNN. The advocacy groups had signed a contract with the Post and were waiting for a final review from the newspaper before sending over the funds. When the advocacy group asked the Jeff Bezos-owned outlet whether there was anything they could do to alter the wrap to make it more suitable, they were simply told that the Post could not run it. “When we asked questions, they said they couldn’t tell us, but they didn’t want to lose the whole commission, so they were wanting to run the interior ad,” the spokesperson said. “The interior ad was not a problem.” The second ad, which was slated to appear inside the paper’s physical Tuesday edition, echoes the wrap’s messaging, featuring a full-sized photo of Musk with the caption “no one elected Elon Musk to any office.” Though the Post was amenable to publishing the inside ad, Common Cause told the paper to forget it and walked away.

via cnn: Washington Post opted not to publish anti-Musk ad campaign after initially being open