Opfer soll Beamte bedroht haben – Polizei erschießt 61-Jährigen in Darmstadt

Bei einem Polizeieinsatz in Darmstadt ist ein 61 Jahre alter Mann getötet worden. Laut Polizei hatte er die Einsatzkräfte durch das Fenster seiner Wohnung mit einer Schusswaffe bedroht. Die Beamten zückten daraufhin selbst ihre Waffen. Bei einem Polizeieinsatz in der Kölner Straße in Darmstadt ist am Dienstagmorgen ein 61 Jahre alter Mann getötet worden. Wie die Staatsanwaltschaft Darmstadt gemeinsam mit der Polizei am Mittag mitteilte, hatte eine Polizeistreife den Sozialdienst zur Wohnung des Mannes begleitet, um eine Anordnung des Betreuungsdienstes zu vollstrecken. Der Bewohner habe die Beamten jedoch nicht in seine Wohnung gelassen. Durch ein geöffnetes Fenster soll der 61-Jährige dann eine Schusswaffe gezeigt “und möglicherweise auch verwendet haben”, hieß es in der Mitteilung. Obduktion am Freitag soll neue Erkenntnisse bringen Daraufhin hätten die Polizeibeamten geschossen. Der Mann sei noch vor Ort verstorben. Wie viele Schüsse abgegeben wurden, ist nicht bekannt.

via hessemschau: Opfer soll Beamte bedroht haben Polizei erschießt 61-Jährigen in Darmstadt

siehe auch: POL-DA: LKA-HE: Schusswaffengebrauch durch Polizeibeamte in Darmstadt // Angreifer tödlich verletzt / Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Darmstadt und des Hessischen Landeskriminalamts Während eines Polizeieinsatzes in der Kölner Straße in Darmstadt kam es am Dienstagmorgen (11.03.) zu einem Schusswaffengebrauch durch Polizeibeamte, bei dem ein 61 Jahre alter Mann tödlich verletzt wurde. Nach bisherigen Erkenntnissen war eine Polizeistreife aus Darmstadt gegen 08.30 Uhr zusammen mit dem Sozialdienst an der Wohnung des Mannes eingesetzt. Der 61-jährige Bewohner soll den Beamten den Zugang zur Wohnung verwehrt und durch ein geöffnetes Fenster eine Schusswaffe gezeigt und möglicherweise auch verwendet haben, woraufhin die Polizeibeamten von ihrer Schusswaffe Gebrauch machten. Der Mann wurde dabei verletzt und verstarb noch vor Ort. Die Polizisten und die Mitarbeiterin des Sozialdienstes blieben unverletzt.

Angriff auf die Gemeinschaftsunterkunft in Stahnsdorf – #terror

Das Aktionsbündnis Brandenburg, die Beratungsstelle Opferperspektive und das Netzwerk Tolerantes Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf (NTTKS) verurteilen den feigen Angriff auf die Gemeinschaftsunterkunft Stahnsdorf in der Nacht zum 8. März 2025. Eine Gruppe bewaffneter Rechtsextremer versuchte sich laut Medien- und Zeugenberichten, gewaltsam Zugang zum Übergangswohnheim zu schaffen, offenbar aus purem rassistischen Hass auf geflüchtete Menschen. Mutig stellte sich ihnen Wachpersonal entgegen, das von ihnen gewalttätig zusammengeschlagen wurde. „Unsere Gedanken sind bei dem verletzten Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, der im Krankenhaus behandelt werden muss“, erklärt Conrad Wilitzki, Co-Sprecher des NTTKS. Die Beratungsstelle Opferperspektive hat vor Ort mit Mitarbeitenden und Anwohnenden gesprochen. „Die Menschen im Wohnheim sind sehr verunsichert und wünschen sich vor allem eine Verbesserung der Sicherheitssituation. Insbesondere die Kinder haben Angst und fürchten sich vor weiteren Angriffen“, so Hannes Püschel von der Opferperspektive. „Was es jetzt braucht, sind zügige und umfassende Ermittlungen der Polizei und ein deutliches Zeichen aus der Stadtgesellschaft und Politik, dass dieser brutale Angriff auf das Schärfste verurteilt wird.“ Stahnsdorf ist kein Einzelfall. Erst eine Woche zuvor konnte ein Angriff auf den Jugendclub Jamm in Senftenberg verhindert werden. Rechtsextreme Vorfälle und Angriffe wie diese häufen sich. Der Zuspruch für rechtsextreme Positionen und Parteien steigt weiter. „Rechtsextreme versuchen, in Brandenburg mittels Gewalt ein rassistisches Klima zu schaffen, das stark an die sogenannten Baseballschlägerjahre vor 30 Jahren erinnert“, warnt Maica Vierkant vom Aktionsbündnis Brandenburg. „Dem müssen wir alle gemeinsam entschieden entgegenwirken.“

via aktionsbündnis brandenburg: Angriff auf die Gemeinschaftsunterkunft in Stahnsdorf

Trump Shops for Teslas at White House to Back Elon Musk

US President Donald Trump said he would purchase a Tesla to keep at the White House for the use of his staff in a sign of support for Elon Musk, after shares of the electric-car maker had their worst day in four years amid a growing backlash over Musk’s political allegiances. Five of the automaker’s vehicles — encompassing the range of models currently available — were presented to Trump on the driveway ringing the South Lawn of the White House. He ultimately settled on a red Model S. Trump said he wanted to pay full price for the car and praised Musk as a “patriot” who he said was being unfairly maligned for his slash-and-burn effort to reduce government spending. “Our country is going to be very strong, very smooth, because of a lot of the things that he’s done,” Trump said, crediting Musk for his ability to “find billions and billions and billions of dollars of fraud and waste.” Trump announced his intention to buy a car overnight, after Tesla shares had tumbled 15% on Monday after analysts including UBS Group AG’s Joseph Spak cut delivery projections. Wall Street had already begun downgrading their price targets on the stock and lowering earnings estimates. Shares rebounded 5% on Tuesday.

via bloomberg: Trump Shops for Teslas at White House to Back Elon Musk

siehe dazu auch: Tesla loses $127 billion in one-day market bloodbath as China car group questions Musk’s pursuit of ‘personal glory’. Tesla’s bad start to the year keeps getting worse.  The EV maker’s shares sank over 15% on Monday, bringing its total 2025 losses to over 40%. Monday’s plunge erased about $127 billion from the carmaker’s market value. Tesla has now lost all its gains since November’s election of Donald Trump to the presidency. China EV stocks, on the other hand, had a relatively good day, even after the bloodbath in U.S. markets. EV giant BYD notched a 1.3% rise in Hong Kong, bringing its year-to-date gains to just over 35%. Li Auto, a major producer of plug-in hybrids, rose 2.3%. Xpeng’s Hong Kong shares jumped an impressive 8.7%, one day after the chairman said the Tesla competitor will start mass production of its flying car by 2026.  The broader Hang Seng Index pared back morning losses to end the day flat. Elon Musk’s EV maker faces fierce competition in China, compared with its home market of the U.S. Cars from BYD are more affordable, while startups like Nio and Xpeng offer advanced features and software, like driving assistance. Tesla only got permission to launch its own driving assistance features in February.  Tesla reported a steep 49% year-on-year decline in China sales in February, though the drop was exaggerated by the U.S. carmaker pausing production ahead of a revamped Model Y release. BYD’s February sales, on the other hand, rose by 161% (though that figure may have been artificially inflated by 2024’s late Chinese New Year). BYD was just around 25,000 cars shy of overtaking Tesla to be the world’s largest seller of battery EVs in 2024.

Angriffe in Marzahn-Hellersdorf – Rechtsextreme Gewalt: Mutmaßlicher Neonazi-Anführer angeklagt

Nach Gewaltattacken in Berlin hat die Staatsanwaltschaft einen 24-jährigen mutmaßlichen Anführer einer rechtsextremen Gruppe angeklagt. Er sitzt bereits in Untersuchungshaft. Ein mutmaßlicher Anführer der rechtsextremen Gruppierung “Deutsche Jugend Voran” steht vor Gericht. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat den 24-Jährigen wegen mehrerer Gewaltattacken angeklagt, teilte ein Sprecher mit. Nach einer Festnahme im Dezember gibt es nun genug Beweise für die Anklage. Der Mann wurde am 23. Oktober 2024 im Rahmen von Durchsuchungen in der rechtsextremen Szene festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Bei den damaligen Razzien durchsuchten Polizisten mehrere Gebäude in Berlin und Brandenburg und stellten zahlreiche Beweismittel sicher. Dem 24-Jährigen werden Bedrohung, räuberische Erpressung sowie besonders schwerer Raub und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Nach Informationen der Staatsanwaltschaft ist der Angeklagte bereits wegen ähnlicher Taten aufgefallen und vorbestraft. Er soll einige der Vorwürfe eingeräumt haben – jedoch nicht eine Todesdrohung, die er im August 2024 an ein anderes Mitglied seiner Gruppierung geschickt haben soll. Hintergrund sei der Austritt des Mannes aus der Gruppe gewesen. Gewaltserie in Marzahn-Hellersdorf Im September 2024 soll der 24-Jährige mit sieben weiteren mutmaßlichen Neonazis im Alter von 16 bis 23 Jahren in Marzahn einen Mann verfolgt und angegriffen haben. Das Opfer trug ein T-Shirt mit einem Emblem der linksradikalen Antifa. Die Angreifer sollen dem Mann gegen den Kopf geschlagen und ihn gezwungen haben, sein Shirt auszuziehen.

via t-online: Angriffe in Marzahn-Hellersdorf Rechtsextreme Gewalt: Mutmaßlicher Neonazi-Anführer angeklagt

siehe auch: Menschen angegriffen und mit dem Tod bedroht: Mutmaßlicher Kopf aus Berliner rechter Szene angeklagt Ein 24-Jähriger soll an mehreren gewalttätigen Angriffen beteiligt gewesen sein. Er soll eine leitende Position in der rechten Gruppierung „Deutsche Jugend Voran“ sein. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen mutmaßlichen Angehörigen der rechten Szene erhoben. Der mittlerweile 24-Jährige muss sich wegen Bedrohung in Tatmehrheit mit gemeinschaftlicher räuberischer Erpressung sowie versuchten gemeinschaftlichen besonders schweren Raubes und tateinheitlicher gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht verantworten.

„Endsieg“-Eklat im Landtag: AfD-Abgeordneter muss tief in die Tasche greifen

Zum ersten Mal in Bayerns moderner Parlamentsgeschichte gibt es eine harte Strafe: Oskar Lipp wird mit 1000 Euro Ordnungsgeld bedacht. Ein Knall im Landtag: Der erste Abgeordnete wird mit einer dicken Geldstrafe bedacht. Ein AfD-Mann muss 1000 Euro Ordnungsgeld zahlen, weil er Nazi-Floskeln in den Saal rief. Landtagspräsidentin Ilse Aigner kündigt einen harten Kurs an. Nazivokabular im Landtag – ein Tiefpunkt Es war ein Tiefpunkt im Landtag, einer von vielen. Vor zwei Wochen meldete sich der Ingolstädter AfD-Abgeordnete Oskar Lipp im Plenum zu Wort. Es ging um den Krieg in der Ukraine, ein Thema zwar, das mit Landespolitik recht wenig zu tun hat, aber das passiert oft in diesem Parlament. Lipp rief den anderen Abgeordneten zu, es gebe ja Friedensverhandlungen, der Westen sabotiere das aber: „Sie wollen weiterhin den Endsieg, meine Damen und Herren.“ Der „Endsieg“ – das ist klares Nazi-Vokabular aus der letzten Weltkriegsphase, gespeist aus der Ideologie der rassischen Überlegenheit. Lipp wird Sekunden später das Mikrofon abgedreht, der in dem Moment zuständige Landtagsvizepräsident Markus Rinderspacher (SPD) reagiert schnell. Ein Ordnungsruf folgt („Besinnen Sie sich!“), dann über einminütiger Applaus der anderen Fraktionen, also CSU, SPD, Grüne und Freie Wähler. Diesmal aber bleibt es nicht bei einer folgenlosen Ermahnung. Zum ersten Mal in Bayerns moderner Parlamentsgeschichte gibt es eine harte Strafe: Lipp wird mit 1000 Euro Ordnungsgeld bedacht – das ist auch für topverdienende Abgeordnete eine Stange Geld.

via merkur: „Endsieg“-Eklat im Landtag: AfD-Abgeordneter muss tief in die Tasche greifen

siehe auch: Gegen AfD-Abgeordneten: Landtag verhängt erstmals Ordnungsgeld Zum ersten Mal hat das Präsidium des Bayerischen Landtag ein Ordnungsgeld gegen einen Abgeordneten verhängt. Ein Mitglied der AfD-Fraktion hatte ein Wort aus der NS-Zeit verwendet. Erst im vergangenen Jahr hatte das Parlament die Regeln verschärft. Es ist ein Novum in der bayerischen Parlamentsgeschichte: Erstmals hat der Landtag ein Ordnungsgeld gegen einen Abgeordneten verhängt. Das Ordnungsgeld richtet sich gegen den AfD-Abgeordneten Oskar Lipp und beträgt 1.000 Euro. Das gab Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) am Dienstag zu Beginn der Plenardebatte bekannt. Laut Landtagspräsidium hat Lipp dagegen Widerspruch eingelegt. (…) Am Ende der Plenardebatte schob Rinderspacher nach, das Präsidium des Landtags behalte es sich vor, ein Ordnungsgeld wegen eines besonders schweren Verstoßes gegen die Geschäftsordnung zu verhängen. “Wir werden es nicht dulden, dass nationalsozialistischer Jargon hier im Hohen Hause Einzug hält”, sagte Rinderspacher. Nun ist die Entscheidung gefallen. Der Begriff “Endsieg” sei insbesondere in der letzten Phase des Zweites Weltkriegs als “Beschwörungsformel der NS-Propaganda” verwendet worden, sagte Aigner in ihrer Begründung. Das Wort impliziere nicht nur den militärischen Sieg Deutschlands, sondern sei auch stark mit der rassistischen Ideologie des Nationalsozialismus verbunden. “Dass ein solcher Begriff heute wieder in einem deutschen Parlament Verwendung findet, stellt aus Sicht des Präsidiums eine nicht hinnehmbare verbale Entgleisung dar”, so Aigner.

urspr. Titel: Polizei sucht Täter – Rassist tritt auf junge Mutter mit Baby ein – Säugling fällt auf Kopf

Aktualisierung 12.03.2025: Nach aktuellem Ermittlungsstand kam es zu keinem rassistischen Angriff. Einen aggressiven Zweiradfahrer oder ausländerfeindliche Parolen soll es dabei laut der Zeugen nie gegeben haben (siehe dazu auch: https://dokmz.com/2025/03/12/pol-bo-wendung-im-fall-radfahrer-tritt-auf-mutter-mit-baby-ein/)

Eine Frau nimmt ihre zwei Monate alte Tochter aus dem Kinderwagen. In dem Moment kommt ein Radfahrer von hinten – und tritt zu. Die Polizei sucht in der Ruhrgebietsstadt Herne nach einem bislang unbekannten Gewalttäter. Wie die Beamten am Dienstag mitteilten, hatte der Mann am Montagnachmittag eine 28 Jahre alte Mutter und ihr Baby angegriffen. Die Polizei spricht von einem “erschütternden Vorfall”. Die Attacke ereignete sich gegen 15 Uhr an einem Ententeich in einem Park in Herne-Süd. Die Mutter hatte gerade ihre kleine Tochter aus dem Kinderwagen gehoben, als sich von hinten ein Radfahrer näherte. Laut der Polizei trat er ihr unvermittelt von hinten gegen den Oberkörper und äußerte dabei eine ausländerfeindliche Parole. Die Frau stürzte mit ihrer Tochter auf dem Arm. Der zwei Monate alte Säugling schlug mit dem Kopf auf dem Boden auf, wie die Polizei mitteilte. Das kleine Mädchen musste anschließend zur Beobachtung in eine Kinderklinik gebracht werden.

via t-online: Polizei sucht TäterRassist tritt auf junge Mutter mit Baby ein – Säugling fällt auf Kopf

siehe auch: POL-BO: Radfahrer tritt auf Mutter mit Baby ein Herne. Eine Tat zu der einem wirklich die Worte fehlen! Der erschütternde Vorfall ereignete sich am 10. März in Herne. Eine 28-jährige Hernerin war gegen 15 Uhr mit ihrer zwei Monate alten Tochter im Park am Erlenweg unterwegs. Im Bereich des Ententeiches nahm sie ihr Baby aus dem Kinderwagen. Unerwartet näherte sich ihr dann eine männliche Person auf einem Fahrrad und trat ihr unvermittelt von hinten gegen den Oberkörper. Dabei äußerte der Radfahrer eine ausländerfeindliche Parole. Die 28-Jährige stürzte mit dem Kind auf dem Arm, wobei das Baby mit dem Kopf auf den Boden schlug. Eine ältere Dame half der Mutter mit ihrem Kind anschließend auf. Die Hernerin begab sich dann zu ihrer nahegelegenen Wohnanschrift und verständigte die Polizei und Rettungskräfte. Das Baby wurde zur Überwachung in eine Kinderklinik gebracht. Zum flüchtigen Radfahrer kann derzeit lediglich gesagt werden, dass es sich um eine männliche Person, bekleidet mit einem T-Shirt mit Aufdruck auf einem nicht näher beschrieben Fahrrad gehandelt hat.

Wie der Zusammenhang zwischen Wahlergebnissen für NSDAP und AfD im Raum Gemünden ist

Einer Studie zufolge ist die AfD dort besonders erfolgreich, wo es auch schon die NSDAP war. Wir haben die Wahlergebnisse der Dreißigerjahre mit denen von heute verglichen. Wo die NSDAP erfolgreich war, ist es heute die AfD – so lautet das Ergebnis eines bundesweiten Vergleichs der Wahlergebnisse früher und heute. Die Untersuchung auf Ebene von Städten und Gemeinden stammt von Davide Cantoni, einem italienischen Wirtschaftshistoriker und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität München. Er und seine Mitautoren argumentieren in der bereits 2019 erschienenen Studie, dass politische Einstellungen, darunter rechtes Gedankengut und die Zustimmung zu Rechtspopulisten, über Generationen hinweg weitergegeben werden. (…) In der auf Englisch erschienenen Untersuchung der LMU München werden die Wahlergebnisse auf Gemeindeebene von 1928, 1930 und 1933 mit jenen der Bundestagswahl 2013 und 2017 untersucht. 2013, als die AfD noch rein ökonomisch konservativ gewesen sei, habe es keinen Zusammenhang zu Wahlergebnissen der Nazi-Partei gegeben, so die Autoren. Das habe sich geändert, nachdem die AfD 2015 einen scharfen Schwenk nach rechts hin zu einer Rechtsaußen-Partei gemacht habe. 2017, als die AfD bei einer Bundestagswahl erstmals eine fremdenfeindliche und rechtspopulistische Plattform bot, sei die Korrelation NSDAP/AfD stark und deutlich gewesen. Anders als frühere bundesrepublikanische rechtsextreme Parteien wie die NPD oder die Republikaner sei die AfD zunächst als bürgerlich-konservativ wahrgenommen worden und deshalb nicht wie ihre radikalen Vorgänger stigmatisiert gewesen. Deshalb sei die Scheu, sie 2017 nach ihrem plötzlichen Rechtsschwenk zu wählen, nicht stark gewesen. Vor allem frühere Nichtwähler hätten, zumindest 2017, die AfD gewählt. Die Zustimmung zur NSDAP vor 90 Jahren sei zur Erklärung der AfD-Erfolge ähnlich wichtig wie Arbeitslosigkeit, Verlust von gut bezahlten Industriejobs oder die Unsicherheit wegen der Zuwanderung. Am stärksten sei der Zusammenhang bei der Reichstagswahl 1933, als die NSDAP weniger offen antisemitisch als 1928 und 1930 und mehr als rechte Massenbewegung aufgetreten sei. Unter anderem daraus schließen die Autoren, dass Antisemitismus, ein Kernmerkmal der NSDAP, nicht die starke Korrelation NSDAP/AfD erkläre, sondern rechtes Gedankengut wie Nationalismus und Fremdenhass.

via mainpost: Wie der Zusammenhang zwischen Wahlergebnissen für NSDAP und AfD im Raum Gemünden ist