Musk Retweets ‘Hitler Didn’t Murder Millions’ Message Amid Ongoing Nazi Controversy – #NaziSympathizer

Tesla chief and presidential adviser Elon Musk shared a post Thursday that said public sector workers, not Nazi dictator Adolf Hitler, murdered millions of people, marking the billionaire’s latest Nazi-related post as he and his electric vehicle company face continued backlash and boycotts as critics say his embrace of right-wing politics is veering more extreme. (….) Musk has faced antisemitism allegations since 2023, when the billionaire openly agreed with a post that claimed “Jewish communities have been pushing the exact kind of dialectical hatred against whites that they claim to want people to stop using against them.” The post also said the western Jewish population was “coming to the disturbing realization that those hordes of minorities that support flooding their country don’t exactly like them too much,” to which Musk said, “You have said the actual truth.” Musk was condemned for the post and several advertisers fled from his platform in the wake of his comment.

via forbes: Musk Retweets ‘Hitler Didn’t Murder Millions’ Message Amid Ongoing Nazi Controversy

siehe auch: ELON MUSK ADDS TO PRO-NAZI SENTIMENTS BY SUGGESTING HITLER “DIDN’T MURDER MILLIONS”. As billionaire Elon Musk faces claims of being a Nazi sympathizer, he decided to troll critics on social media by seemingly pitching Holocaust denialism. In a recent social media post, billionaire Elon Musk (c.) appeared to push Holocaust denialism by suggesting Adolf Hitler didn’t kill anyone.  © SAUL LOEB / AFP Late Wednesday night, Musk reposted a meme from another account that argued Soviet revolutionary Joseph Stalin, former Chinese Communist Party chairman Mao Zedong, and Nazi leader Adolf Hitler “didn’t murder millions of people.” “Their public sector workers did,”continued the meme, which has been viewed by over a million of Musk’s nearly 220 million followers. The post comes as Musk has faced countless allegations of pushing antisemitism on his X platform since at least 2023, and he has appeared to lean into such sentiments in recent months; ‘Deeply disturbing’: Musk’s ‘Hitler didn’t murder millions’ repost draws outrage. Billionaire Elon Musk, who has been cutting thousands of federal workers as the head of Department of Government Efficiency, on Thursday reposted a message on X saying “Hitler didn’t murder millions of people. Public sector employees did.” The post read: “Stalin, Mao, and Hitler didn’t murder millions of people. Their public sector employees did.”  Musk’s repost, which now appears to be deleted, drew furious reactions from a labor union and the Anti-Defamation League.

Geheimdienst prüft Verbindung nach Moskau – Rechtsextremer Aktivist in Odessa auf offener Straße erschossen

In der Südukraine wurde ein Nationalist, der sich dem Kampf gegen alles Russische verschrieben hat, erschossen. Die Hintergründe sind unklar. In der südukrainischen Hafenstadt Odessa ist ein rechtsextremer Aktivist auf offener Straße erschossen worden. “Gerade hat Innenminister Ihor Klymenko mir über die Festnahme eines Verdächtigen der Ermordung von Demjan Hanul Bericht erstattet”, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Er habe den Innenminister, den Chef des Geheimdienstes SBU und den geschäftsführenden Generalstaatsanwalt angewiesen, alle notwendigen Kräfte und Mittel für die Feststellung aller Einzelheiten einzusetzen. Festgenommen wurde Polizeiangaben zufolge “nach weniger als fünf Stunden” ein 46-jähriger Deserteur. “Wir schließen nicht aus, dass dieses Verbrechen im Auftrag russischer Geheimdienste erfolgte”, sagte Polizeichef Iwan Wyhiwskyj Journalisten in Odessa. Doch würden alle Motive im Verlaufe der Ermittlungen festgestellt. Ein in sozialen Medien kursierendes Video einer Überwachungskamera zeigt, wie der Mörder den angeschossenen und auf dem Boden liegenden Hanul mit einem Kontrollschuss in den Kopf tötete. Passanten beachteten die Tat kaum. Hanul erlangte nach dem prowestlichen Umsturz eine gewisse Bekanntheit, als er unter anderem die prorussischen Opfer des Brandes im Gewerkschaftshaus in Odessa vom Mai 2014 an einem Jahrestag verhöhnte. Damals wurden bei Straßenschlachten zwischen ukrainischen Nationalisten und moskautreuen Demonstranten in und um das Gewerkschaftsgebäude in der Hafenstadt mehrere Dutzend Menschen, hauptsächlich Regierungsgegner, getötet.

via t-online: Geheimdienst prüft Verbindung nach Moskau Rechtsextremer Aktivist in Odessa auf offener Straße erschossen

siehe auch: Notorious Ukrainian neo-Nazi Demyan Ganul killed in Odessa Ganul, a leader of the right-wing group, ‘Street Front’, was widely known for involvement in the 2014 clashes in Odessa, which resulted in the deaths of 48 people. Demyan Ganul, a contentious Ukrainian neo-Nazi activist, was shot dead on Thursday in central Odessa. The attack took place on Aleksandrovsky Prospekt, where Ganul, a prominent figure in Ukraine’s far-right movement, was shot twice by an assailant dressed in military uniform before fleeing the scene. (…) Ganul, a leader of the right-wing group, ‘Street Front’, was widely known for involvement in the 2014 clashes in Odessa, which culminated in the deadly arson of the House of Trade Unions, resulting in the deaths of 48 people. His actions during that time earned him notoriety, and he was long associated with neo-Nazi ideologies, making him a polarizing figure in Ukrainian politics.

Nach Übernahme durch Trump J.D. Vance bei Besuch von Konzert im Kennedy Center ausgebuht

US-Präsident Trump brachte vor Kurzem auch das Kennedy Center unter seine Kontrolle. Nun wollte sein Stellvertreter dort ein Konzert besuchen – und wurde von Teilen des Publikums wenig freundlich empfangen. Protest gegen die Politik der US-Regierung? J.D. Vance und seine Frau Usha sind beim Besuch eines Konzerts im Kennedy Center in Washington ausgebuht worden. Das zeigt ein Video, das der »Guardian«-Korrespondent Andrew Roth auf der Plattform X teilte. Hintergrund ist möglicherweise, dass US-Präsident Donald Trump vor Kurzem die größte Kultureinrichtung Washingtons übernommen hatte. Das Ehepaar Vance ist Medienberichten zufolge gerade dabei, für ein Konzert des griechischen Geigers Leonidas Kavakos und des National Symphony Orchestra Platz zu nehmen, als zunächst eine, dann mehrere Personen Buh rufen. Laut der »New York Times«  dauerten die Buhrufe Besuchern zufolge etwa 30 Sekunden an (…) Die politische Übernahme des Zentrums durch die neue Regierung ist Teil einer breiten Kampagne gegen eine vermeintlich »woke« Kultur. Auf die Übernahme reagierten mehrere Künstlerinnen und Künstler, darunter die Sängerin und Musikerin Rhiannon Giddens, mit Protest und einer Absage von Auftritten.

via spiegel: Nach Übernahme durch Trump J.D. Vance bei Besuch von Konzert im Kennedy Center ausgebuht

siehe auch: Vice President Vance gets booed at the Kennedy Center. Music director Gianandrea Noseda conducts the National Symphony Orchestra at the Kennedy Center on March 13. Julian Thomas/National Symphony Orchestra Symphony orchestra audiences aren’t known for their rowdiness but Thursday night’s concert at the Kennedy Center by the National Symphony Orchestra was a brief exception. As Vice President Vance and second lady Usha Vance entered the Kennedy Center Concert Hall, audience members booed loudly. Videos of the episode have gone viral on social media. Usha Vance was recently appointed by President Trump to the Kennedy Center’s Board of Trustees. Describing the scene in the Washington Classical Review, Charles T. Downey writes the Vances were “greeted less than cordially with a sustained chorus of loud booing.”

https://twitter.com/Andrew__Roth/status/1900328526630576466

«Poster Girl» der Rechtsextremen: Schweizer Gemeinde lässt Neonazi-Frau Kinder betreuen

Eine Freiburger Landgemeinde hat eine Rechtsextremistin als Kinderbetreuerin angestellt. Die Frau posierte unter anderem in Auschwitz mit einem T-Shirt einer Neonazi-Band. Es ist eine kleine Stadt, ländlich geprägt, mit vielen Bauernbetrieben, irgendwo im Kanton Freiburg. Da kann es schon einmal passieren, dass die Behörden nicht so genau hinschauen, wer sich als staatlich entlöhnte Betreuerin ausserschulisch um Kinder kümmert. Zum Beispiel vor oder nach dem Kindergarten oder während des Mittagessens. Katja Huber* hatte früher einen deutschen Nachnamen, nahm aber durch die Heirat mit einem bekannten Westschweizer Neonazi einen typisch schweizerischen an. Ursprünglich stammt sie aus der DDR, wo sie Mitte der Siebzigerjahre geboren wurde. In der Neonaziszene ist sie heute eine Art Influencerin, gut vernetzt mit Rechtsradikalen aus halb Europa. Eine Höllenkatze am Mittagstisch Sie hat unzählige Profile in den sozialen Medien und nennt sich dabei manchmal Kati* Hellcat (Englisch für «Höllenkatze»). Auch wenn sie nicht mehr die Jüngste ist, hat sie ein gewisses Talent, sich für rechtsextreme Modemarken wie White Rex oder Ratnik (Russisch für «Krieger») in Szene zu setzen oder mit Skinheads von Neonazi-Bands als Groupie zu posieren. Katja Huber ist so etwas wie ein Poster Girl der rechtsextremen Szene Und was macht Kati Hellcat in dem beschaulichen Freiburger Städtchen? Sie arbeitet in einer ausserschulischen Betreuungseinrichtung der Gemeindeverwaltung. Was sie ihren Schützlingen beim Mittagstisch oder beim begleiteten Gang in den Kindergarten erzählt, wissen wir nicht. Aber Gesprächsstoff gäbe es viel. Zum Beispiel die vielen Reisen, die Katja Huber unternahm, um ihre Gesinnungsgenossen in der halben Welt zu besuchen. Oder die Fahrt nach Auschwitz-Birkenau, dem grössten Konzentrations- und Vernichtungslager des Dritten Reichs. Kati Hellcat veröffentlichte damals ein Bild von sich, das sie im Innern des Lagers zeigt, mit Sonnenbrille, verschränkten Armen und einem Lächeln auf den roten Lippen. Sie steht ungefähr am Anfang der Rampe, auf der die SS-Soldaten die Selektion der Juden vornahmen, die anschliessend direkt in den Gaskammern ermordet wurden. Interessant erscheint, was sonst noch auf dem Foto zu sehen ist. Um den Hals trägt Katja Huber einen Anhänger, auf dem eine Wolfsangel abgebildet ist. Dieses Symbol verwendeten die SS und die Hitler-Jugend im Dritten Reich. Auf Katis weissem T-Shirt steht in roter Schrift «Brutal Attack». Das Logo enthält eine Sig-Rune, die früher in ähnlicher Form auch im «SS» von Hitlers Schutzstaffel Verwendung fand.

via aargauer zeitung: «Poster Girl» der Rechtsextremen: Schweizer Gemeinde lässt Neonazi-Frau Kinder betreuen

siehe auch: Une commune fribourgeoise confie ses enfants à une néonazie Une commune rurale fribourgeoise a embauché une influenceuse néo-nazie comme éducatrice périscolaire. La femme s’est notamment photographiée à Auschwitz, arborant runes et tatouages révélateurs. Dans une petite ville rurale du canton de Fribourg, où l’agriculture domine encore le paysage, la surveillance des autorités semble parfois insuffisante. Il arrive que l’on ne s’attarde pas trop sur l’identité de celles et ceux qui, rémunérés par l’État, assurent la garde des enfants en dehors du cadre scolaire – que ce soit avant ou après la maternelle, ou encore durant la pause de midi. Née en Allemagne de l’Est au milieu des années 1970, Katja Huber* portait autrefois un nom de famille allemand. Mais après son mariage avec un néonazi bien connu en Suisse romande, elle a adopté un patronyme typiquement helvétique. Aujourd’hui, elle s’est imposée comme une influenceuse au sein de la mouvance néonazie, entretenant des liens étroits avec des militants d’extrême droite à travers toute l’Europe.

Trotz AfD-Einstufung als rechtsextrem – AfD-Abgeordnete in Thüringer BSW-Ministerium angestellt – #braunzone #brandmauer

Lydia Funke ist AfD-Kreistagsabgeordnete in Sachsen-Anhalt, saß zuvor im Landtag. Nun arbeitet sie im Thüringer Umweltministerium von BSW-Mann Kummer. Lydia Funke schmähte politische Gegner als „vaterlandslose Gesellen“, kündigte kriminellen „Ausländern“ an, sie „rauszuschmeißen“. Seit knapp zehn Jahren fällt die AfD-Politikerin mit Sprüchen dieser Art auf, fünf Jahre davon auch als Landtagsabgeordnete in Sachsen-Anhalt. Nun hat die 42-Jährige einen neuen Job: als Referentin im Thüringer Umweltministerium, das vom BSW-Mann Tilo Kummer geführt wird. (…) Und Funke bewegte sich früh im radikalen Spektrum der AfD. So gehörte sie 2015 zu den Erstunterzeichnenden der „Erfurter Resolution“, dem damaligen Gründungsmanifest des AfD-„Flügels“, einem Sammelbecken von Parteiradikalen um Björn Höcke. Die Gruppierung wurde bereits 2020 vom Bundesamt für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft und löste sich danach formal auf. Prägende Akteure wie Höcke aber blieben einflussreich in der AfD. Die Personalie ist brisant, weil die AfD sowohl in Thüringen als auch Sachsen-Anhalt vom Verfassungsschutz schon länger als gesichert rechtsextrem eingestuft ist – und dort einige der radikalsten Par­tei­ver­tre­te­r*in­nen aktiv sind. Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hatte wiederholt Beamten und Angestellten des früheren AfD-„Flügels“ mit disziplinarrechtlichen Schritten gedroht. Es dürfe kein Toleranz für Extremisten im öffentlichen Dienst geben, so Maier.

via taz: Trotz AfD-Einstufung als rechtsextrem AfD-Abgeordnete in Thüringer BSW-Ministerium angestellt

siehe auch: Expertin für »Invasive Arten« AfD-Frau arbeitet in BSW-Ministerium Das Thüringer Umweltministerium wird vom BSW geführt. Doch nach SPIEGEL-Recherchen ist dort auch eine AfD-Politikerin tätig. Im Thüringer Umwelt- und Naturschutzministerium, das von BSW-Politiker Tilo Kummer geführt wird, arbeitet neuerdings eine rechtsextreme AfD-Politikerin: Lydia Funke ist Referentin für das Thema »Invasive Arten«. Funke war im Landesvorstand der AfD in Sachsen-Anhalt aktiv und als Abgeordnete für die rechtsextreme Partei fünf Jahre dort im Landtag. Aktuell sitzt sie für die AfD im Kreistag Burgenlandkreis, der eine gute Stunde von ihrem neuen Arbeitsplatz in Erfurt entfernt ist. In sozialen Netzwerken macht sie sich weiter für die AfD stark. Und schon 2015 unterzeichnete sie die sogenannte Erfurter Resolution, jenes Schreiben, mit dem sich der rechtsextreme »Flügel« rund um den Thüringer Landeschef Björn Höcke gründete. Funke war eine von nur 23 Erstunterzeichnern.

Expertin über Rückfall in traditionelle Rollen Tradwives und die AfD – „Auch Frauen sind rechtsextrem und antifeministisch“

Die Forscherin Lea Lochau erklärt, was Tradwifes und Alleingebärende mit Rechtsextremismus zu tun haben – und warum so viele Frauen AfD gewählt haben, obwohl diese ein antifeministisches Frauenbild propagiert. Jede und jeder Fünfte hat bei der Bundestagswahl im Februar für die in Teilen als rechtsextrem eingestufte AfD gestimmt. Was das für die Gleichstellungs- und Familienpolitik in Deutschland bedeuten könnte, erklärt Lea Lochau, Fachreferentin bei der Amadeu-Antonio-Stiftung. (…) Aber noch mal: Jede und jeder Fünfte in Deutschland scheint das zu unterstützen. Woran liegt das? Es gibt in Teilen der Bevölkerung starke antifeministische Narrative und eine Retraditionalisierung der Rollen. Das kann auch eine Reaktion auf die multiplen Krisen derzeit sein, das Bedürfnis nach Sicherheit in wirtschaftlich und sozial unsicheren Zeiten. Generell gibt es keinen wesentlichen Unterschied zwischen Männern und Frauen, was rechtsextreme oder antifeministische Einstellungen anbelangt. Am progressivsten wählen junge Frauen in der Großstadt, am konservativsten ältere Männer auf dem Land. Das ist die größte Diskrepanz, die wir momentan messen. Hat der Feminismus einen Fehler gemacht, indem er ein einziges Rollenbild für Frauen propagierte, das der emanzipierten, arbeitenden Frau – und damit andere Lebensmodelle abwertete? Natürlich kann die Vielfalt an Themen und Möglichkeiten Menschen auch überfordern. Wir sehen aber ganz klar eine Kulturkampfstrategie von rechtskonservativen bis rechtsextremen Kreisen. Das Wort Genderstudies, also Forschung, die sich mit der Bedeutung für Geschlecht in Politik und Gesellschaft beschäftigt, ist mittlerweile sehr negativ konnotiert. Viele nehmen dem gegenüber eine ablehnende Haltung ein, ohne sich damit auseinander gesetzt zu haben. (…) Ideologie wird hier oft durch eine Verharmlosung weitergegeben. Das funktioniert sehr gut über soziale Medien wie Instagram und Tiktok und mit Themen, die erst einmal unpolitisch scheinen. Vor allem Frauen übernehmen im Netz die Aufgabe, Ideologie zu streuen. Das sehen wir beispielsweise an den sogenannten Tradwifes. Also Frauen, die sich als traditionelle Hausfrau und Mutter inszenieren und teils große Reichweiten haben. Kann man ihnen allen eine politische Agenda unterstellen? Nein, aber ihre Lebensweise ist sehr gut anschlussfähig an völkische Gruppen, die sie mit anderen Bausteinen ihrer Ideologie verknüpfen. Ich habe mich zum Beispiel mit dem Thema Alleingeburten beschäftigt, also wenn Frauen ihre Kinder ohne jede Hilfe zur Welt bringen. Es gibt Frauen, mit vielen Followern, die dieses Thema propagieren. Einige gehören zu völkischen Kreisen, haben Anschluss an die Reichsbürgerszene. Erst einmal geht es nur um das Thema Alleingeburt, aber dann werden zum Beispiel Wissenschaftsfeindlichkeit oder Ideen aus dem Querdenkertum damit verknüpft. Der Grad zwischen naturnaher Lebensweise und Rechtsesoterik ist mitunter schmal.

via StZ: Expertin über Rückfall in traditionelle Rollen Tradwives und die AfD – „Auch Frauen sind rechtsextrem und antifeministisch“

“Germanische Neue Medizin” – Gefährlicher Medizin-Mythos breitet sich aus

Eine pseudomedizinische Bewegung findet immer mehr Anhänger in sozialen Medien und Chatgruppen: die “Germanische Neue Medizin”. Die Anhänger lehnen Wissenschaft und Schulmedizin ab. Das kann auch tödliche Folgen haben. Wenn Caro* als Kind Zahnschmerzen hatte, dann gingen ihre Mutter und ihr Stiefvater nicht mit ihr zum Arzt. Sie legten stattdessen eine CD ein. Darauf war nur ein Lied. Ein Mann sang es, mit monotoner Stimme. Dieses Lied, “Das Studentenmädchen”, sollte gegen die Zahnschmerzen helfen. Der Sänger hieß Ryke Geerd Hamer. Ein ehemaliger Arzt und Begründer einer Bewegung, die sich Germanische Neue Medizin nennt. Caro wuchs in dieser Bewegung auf, ihre Familienmitglieder sind glühende Anhänger von Hamer, der im Jahr 2017 verstarb. Seine Idee aber lebt weiter. Anhänger verbreiten seine Ideologie über zahlreiche Telegram-Kanäle. Zwei dieser Kanäle haben jeweils um die 50.000 Mitglieder. Die “Germanische Neue Medizin” wird vor allem im deutschsprachigen Raum praktiziert, aber auch in den USA und in Indien. Laut Ryke Geerd Hamer sollte die “Germanische Neue Medizin” nicht weniger als die Revolution der Medizin sein. Eine komplett neue Art, Krankheiten zu verstehen. Jede Krankheit soll durch einen seelischen Konflikt entstehen. Um wieder gesund zu werden, muss man laut Hamer nichts tun, außer diesen Konflikt zu lösen. Ärzte sind nicht mehr nötig, auch keine Schmerzmittel oder Chemotherapien. Ryke Geerd Hamer begründete die Germanische Neue Medizin Anfang der 1980er-Jahre. Er war ein Arzt, seine Approbation wurde ihm inzwischen entzogen. Hamer nannte seine Methode “die größte Entdeckung der Menschheitsgeschichte”. Monatelange Recherchen eines Teams des Bayerischen Rundfunks zeigen ein anderes Bild. Die Germanische Neue Medizin ist eine gefährliche Pseudomedizin. Viele Menschen, die daran glaubten, sind gestorben. Mehrere Betroffene erzählen, dass Verwandten, wegen des Glaubens an Hamers Ideologie ihre Krebserkrankungen nicht behandeln ließen. Expertinnen und Experten warnen vor der “Germanischen Neuen Medizin” als alternative Behandlungsmethode. Die Deutsche Krebsgesellschaft veröffentlichte 2024 ein Statement, in dem es heißt: “Bei der sog. ‘Germanischen Neuen Medizin’ von Herrn Hamer handelt es sich um eine in der Biographie und Träumen von Herrn Hamer begründete Theorie ohne wissenschaftliche oder empirische Begründung”. Die deutsche Onkologin Jutta Hübner warnt ebenfalls vor der Bewegung. “Meine ärztlichen Kollegen und ich sind immer wieder entsetzt, dass so mit dem Leben und dem Vertrauen unserer Patienten umgegangen wird”, sagt sie. Antisemitische VerschwörungserzählungenAber an Hamers Ideologie ist nicht nur die Ablehnung der Wissenschaft problematisch. Sie basiert auf einem antisemitischen Weltbild. Das spürt auch Caro in ihrer Kindheit. Ihre Schulklasse plante eine Exkursion in eine KZ-Gedenkstätte. Caro wollte nicht mit. “Damals dachte ich, warum soll ich da hinfahren? Ist doch eh alles nur Kulisse”, sagt Caro heute. Ihre Familie leugnete den Holocaust.Diese Haltung kommt von Ryke Geerd Hamer selbst. Der Gründer der “Germanischen Neuen Medizin” war überzeugter Antisemit.

via tagesschau: “Germanische Neue Medizin” Gefährlicher Medizin-Mythos breitet sich aus