#Kriegswaffen gefunden – #Urteil im Prozess zum #Waffenfund in #Erlangen: #Polizei führt „#Schamane“ als #Reichsbürger

Esoteriker und laut Polizei Anhänger der Reichsbürger-Bewegung: Der Waffenfund im Hochhaus „Langer Johann“ in Erlangen hat für Aufsehen gesorgt. Nun gibt es ein Urteil gegen den selbsternannten „Schamanen“ – der beruflich ein neues Ziel äußert. Lange 20 Minuten braucht der Oberstaatsanwalt zum Verlesen der Anklage. Mehrere Maschinenpistolen, Sturmgewehre, darunter drei AK47 („Kalaschnikow“) sowie Tausende Schuss Munition, teils auf Gurten, in Päckchen oder in „Schüttgutkisten“: Minutiös listet er auf, was die Polizei im November beim Angeklagten fand. Am Amtsgericht Erlangen wurde am Mittwoch, 30. Juli, ein 62-Jähriger wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Seit 14. November saß er in Untersuchungshaft. Der selbsternannte „Schamane“ hatte in drei Kellerabteilen und in seiner Wohnung im Hochhaus „Langer Johann“ fünfzehn Gewehre gehortet, davon fünf Maschinengewehre und zehn Maschinenpistolen, einzelne waren in Teilen gelagert. Einige der Waffen stammen von vor 1945, der Großteil aus der Zeit des Kalten Kriegs, etwa aus der Produktion für das tschechoslowakische, schwedische, chinesische oder österreichische Militär. Zwei davon waren unbrauchbar gemacht, was sein Verteidiger betont. Eigentlich war die Polizei im November wegen eines als lebensmittelrechtlich eingestuften Falls zu ihm gekommen, nämlich wegen des illegalen Handels mit angeblichem, mit Edelmetallen versetztem Heilwasser. Hierbei fielen den Ermittlern die Waffen auf, zunächst in der Wohnung, in der er mit seiner Familie lebt. Dort seien laut einem Ermittler drei Maschinenpistolen, ein durchgeladenes Repetiergewehr mit Zielfernrohr und ein Sturmgewehr gefunden worden. Dann wurden die drei verrammelten Kellerabteile durchsucht, wo der Rest der Waffen und die Munition lagerte, teils originalverpackt in Kisten unter einer großen Schamanen-Trommel. (…) Des Weiteren sei es seinem Mandanten wichtig, zu betonen, dass er „jegliche Nähe zur Reichsbürgerbewegung“ bestreite. Ein Anhänger der staatsfeindlichen rechtsextremen Szene sei er „nie gewesen“. Der gelernte Informatiker und selbsternannte „Schamane“ hatte in der Esoterik-Szene zeitweise Trommelkurse angeboten. Im Internet verkaufte er das angeblich heilende Wasser. Auch als Autor von spirituellen und esoterischen Büchern im Selbstverlag betätigte sich der gebürtige Baden-Württemberger. Waffenfund bei „Schamane“ in Erlangen: Woher stammen die Gewehre? Angaben zur Herkunft der Waffen machte der 62-Jährige gegenüber der Polizei, wie vor Gericht einer der Ermittler ausführt. Die Sammlung von Kriegswaffen stamme demnach von drei verschiedenen Personen: seinem Bruder, der im Jugoslawienkrieg eingesetzt gewesen sei, von einem Bekannten, der bei der Bundeswehr im Fallschirmjägerbataillon war, sowie von einem nebulös bleibenden Jugoslawen. Ob die Waffen wirklich von diesen drei Personen stammen, sei nicht feststellbar gewesen, sagt der Ermittler. Der Bruder habe sich 2017 umgebracht mittels eines Schusses aus einer Kriegswaffe. Der Bundeswehr-Bekannte sei 2020 verstorben, der Jugoslawe unbekannt.

via nn: Kriegswaffen gefunden Urteil im Prozess zum Waffenfund in Erlangen: Polizei führt „Schamane“ als Reichsbürger

siehe auch: Kriegswaffen in Erlanger Hochhaus Gericht verhängt Haftstrafe gegen bewaffneten „Schamanen“. Im „Langen Johann“ in Erlangen leben mehr Menschen als in manchem fränkischen Dorf. Ermittler entdeckten dort im November 2024 ein Waffenarsenal. (Foto: Olaf Przybilla) Mit Klangschalen hat ein 62-Jähriger Werbung für sich gemacht. Jetzt räumt er vor Gericht ein, in seiner Wohnung in Erlangens markantestem Hochhaus zahlreiche Kriegswaffen „aufbewahrt“ zu haben. Auch Kalaschnikows. (… Die Ermittler entdeckten dann aber deutlich größere kriminalistische Kaliber. Sie fanden in der Wohnung des 62-Jährigen und in Kellerräumen Kriegswaffen. Ein Vertreter der Generalstaatsanwaltschaft listet sie am Amtsgericht Erlangen säuberlich auf: vier Maschinenpistolen, ein Maschinengewehr, zwei Sturmgewehre und ja, auch drei sogenannte Kalaschnikows. Zusätzlich entdeckten sie weitere Schusswaffen und Munition. Die Verhandlung beginnt mit einem Rechtsgespräch, zur Verständigung aber über ein mögliches Strafmaß bei umfassendem Geständnis kommt es nicht. Auch so indes räumt Rechtsanwalt Marcus Fischer für seinen Mandanten die aufgelisteten Vorwürfe – darunter Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz – umfänglich ein, jedenfalls dem Grundsatz nach. (…) Unter anderem wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz in zehn Fällen wird der 62-Jährige zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Tatsächlich seien keinerlei terroristische Pläne nachweisbar, „sonst wären wir hier nicht am Amtsgericht“, sagt die Richterin. Trotzdem sei eine Haftstrafe der Schuld des 62-Jährigen angemessen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Rassismus-Eklat bei Union-Testspiel: Polizei ermittelt gegen Fan

Union-Präsident Dirk Zingler distanziert sich klar von den rassistischen Rufen eines Fans. Nach rassistischen Rufen eines Fans bei einem Testspiel gegen Schweinfurt ermittelt die Polizei. Der Union-Präsident reagiert deutlich. Nach dem rassistischen Vorfall bei einem Testspiel des 1. FC Union Berlin ermittelt die Polizei gegen einen Union-Anhänger wegen des Verdachts verhetzender Beleidigung. (…) Laut Mitteilung sprachen Beamte der Polizeiinspektion Herzogenaurach den Beschuldigten nach dem Spiel am Dienstag an, stellten seine Personalien fest und führten erste ermittlungsrelevante Maßnahmen durch. „Rassisten sind Idioten, auch wenn sie Union-Trikots tragen“ Union-Präsident Dirk Zingler hatte nach dem Vorfall bereits klare Worte gefunden: „Rassisten sind Idioten – auch wenn sie Union-Trikots tragen. Wer Menschen herabwürdigt, hat bei uns keinen Platz. Wer damit ein Problem hat, soll gehen. Union steht für Zusammenhalt, nicht für Hass.“

via berliner morgenpost: Rassismus-Eklat bei Union-Testspiel: Polizei ermittelt gegen Fan

Epäily: Saksalaismies painosti amerikkalaisteinin itsemurhaan suomalaislapsen avulla – #terror #764

Sadistiseksi kuvailtuun nettiverkostoon liittyvässä tutkinnassa tehtiin pidätys Hampurissa kesäkuussa. Suomalaisen lapsen epäillään joutuneen väkivaltaisen nuoria manipuloivan nettiverkoston uhriksi ja joutuneen välikappaleeksi tapauksessa, jossa yhdysvaltalainen teini painostettiin itsemurhaan. Tapauksessa tehtiin pidätys kesäkuussa Hampurissa. Tutkinnanjohtaja Björn Gebauer Hampurin poliisista kertoi tiedotustilaisuudessa kesäkuussa, että tutkinta alkoi, kun FBI kiinnostui Yhdysvalloissa tapahtuneesta teinipojan itsemurhasta. Tapaus ei vaikuttanut vapaaehtoiselta, ja tutkinnassa nousi esiin mahdollisena yllyttäjänä saksalainen mies. 17. kesäkuuta Hampurin poliisin erikoisyksikkö iski hampurilaiseen asuntoon ja pidätti 20-vuotiaan saksalais-iranilaisen miehen. Gebauerin mukaan taustalta paljastui laaja kansainvälinen verkosto. Saksalainen media uutisoi pidätyksestä laajasti kesäkuussa. Poliisi epäilee, että pidätetty teki 16–19-vuotiaana yli 120 rikosta osana ”764”-nimistä internetyhteisöä, josta viranomaiset ovat varoittaneet ympäri maailman.

via yle: Epäily: Saksalaismies painosti amerikkalaisteinin itsemurhaan suomalaislapsen avulla

A 12-Year-Old Boy’s Arson Arrest May Be Linked to a Global Terror Network

The rampage in Wisconsin appears to lead back to the Satanic neo-Nazi Telegram ring, 764. (…) In June, a 12-year-old boy was charged with three felony counts of arson and five counts of criminal damage to property after being accused of setting three cars on fire over the course of six days in Wisconsin. A close look at Telegram revealed that a child appearing to be responsible was influenced by extremist groups associated with “764,” specifically a group that call themselves “SuicideHill.” 764, which was founded in 2020 by a U.S. teenager called Bradley Cadenhead, is a right-wing Satanist network that has spread across the world via the internet, largely through encrypted messaging platforms like Telegram and Discord. Groups affiliated with it use a combination of violent imagery, Nazi symbolism, and psychological manipulation to exploit vulnerable youth; coercing and blackmailing them into self-harm, violence against others, sexually explicit acts, and crimes that can then be weaponized for propaganda and recruitment. A child operating on Telegram using the handle “GhostyK” posted video footage of the arson attacks in an extremist group chat. One video shows him carving and spray-painting “SuicideHill” onto vehicles before igniting them. Via his personal Telegram account, he also posted images of himself holding the same blowtorch used in the attacks, with additional videos clearly showing him committing the crimes while marking vehicles with the group’s name. After posting the footage on the SuicideHill Telegram channel, he commented: “Btw I stayed there for a good solid 20 minutes Cause I was surrounded and someone pulled up not even a block down. I made it out though and I’m back home” (…) Not long after the boy’s arson attacks, a post on the SuicideHill channel included footage of his crimes as part of a compilation video designed to glorify violence and recruit new members. This edited version included images of firearms, bullets arranged to spell “SH,” and graphic self-harm footage showing young people who’d written “SuicideHill” in blood. Under the video, the message read: “SH will reak [sic] terror on all, dm for the requirements now. join in the terror.” Another post declared: “The terror is back and final. SH has reset the full roster. We are back. More terror will come, more killing will come, more pain will ensue on this world.”

via vice: A 12-Year-Old Boy’s Arson Arrest May Be Linked to a Global Terror Network

„Vielleicht mit Waffen“ gegen die AfD: Chefin der Grünen Jugend denkt über Bürgerkrieg nach

Krasse Aussagen: Jette Nietzard, die Chefin der Grünen Jugend, denkt über Widerstand gegen die AfD auch – möglicherweise auch mit Waffen. Es ist nur eine hypothetische Überlegung, doch sie sorgt für Wirbel! Die Chefin der Grünen Jugend, Jette Nietzard, sorgt erneut für Aufsehen. Im Gespräch mit „radioeins“ und „Der Freitag“ denkt die Nachwuchspolitikerin laut über Waffengewalt gegen eine AfD-Regierung nach. Mit Blick auf die Bundestagswahl 2029 macht sie sich große Sorgen. Für sie ist die AfD eine faschistische und rechtsextreme Partei, die an die Macht kommen könnte. „Ich frage mich schon, ob wir gerade einen Punkt ein bisschen übersehen, wo wir im Nachhinein draufblicken und sagen: Da hat’s angefangen und da hätte man mehr intervenieren müssen!“, so Nietzard. Sie fragt im Gespräch mit radioeins und „Der Freitag“: „Wie sehr sind Zivilgesellschaft und Parteien darauf vorbereitet, dass 2029 eine gesichert rechtsextreme Partei über Deutschland regieren kann? Und was bedeutet das für die Gesellschaft?“ Man stehe vor einem riesigen Problem und müsse darüber nachdenken, so Nietzard, wie Widerstand gegen eine AfD-Regierung aussehen könnte. Sie könne aktuell noch keine Antwort liefern, was sie dann machen würde. „Ist der Widerstand dann intellektuell? Oder ist der dann vielleicht mit Waffen?“ Wäre man auch bereit, vom Regime verfolgte Menschen zu verstecken, fragt sie weiter. Nimmt die junge Grüne hier Bezug auf Artikel 20 des Grundgesetzes – das Recht auf Widerstand zum Schutz der Verfassung? Dort heißt es: „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“ Auf Nachfrage von Verleger Jakob Augstein, ob sie die Demokratie gegen den Willen der Wähler verteidigen wolle, erklärte Nietzard: „Nein. Gegen den Faschismus“.

via derwesten: „Vielleicht mit Waffen“ gegen die AfD: Chefin der Grünen Jugend denkt über Bürgerkrieg nach

SCHLOSSFESTSPIELE – Eklat bei Gloria: Nun beschimpft die Fürstin Sängerin Vicky Leandros – #braunzone

Der Schlagerstar wollte AfD-Chefin Alice Weidel bei einem Konzert nicht im Publikum. Wieder geht es um die Frage: Wie nahe steht Gloria von Thurn und Taxis der AfD? (…) Am Montagabend also trat Schlagersängerin Vicky Leandros („Theo, wir fahr‘n nach Lodz“) auf. Und die habe, als sie in der Nacht vor ihrem Konzert von einer Einladung Alice Weidels erfahren habe, der Fürstin am Telefon klargemacht, dass die AfD-Chefin im Publikum „nicht willkommen“ sei. Denn sie, sagte Leandros öffentlich, stehe für Vielfalt, Toleranz, Menschenwürde, Menschenrechte und Internationalität. Sie wolle nicht, dass ihr Konzert politisiert werde. Gloria habe die Einladung Weidels daraufhin zurückgezogen. (…) Weidel schrieb am Mittwoch auf X, sie sei gar nicht von Gloria ausgeladen worden. Sie habe stattdessen „in den privaten Räumen des Schlosses eine wunderbare Zeit zusammen mit guten Freunden verbracht, denen die Meinungsfreiheit und Demokratie am Herzen liegen“. Und die Fürstin beschimpfte im rechtspopulistischen Onlinemedium Nius, in dem sie häufig interviewt wird, die Schlagersängerin: „Fakt ist: Vicky Leandros hat sich tatsächlich danebenbenommen, war keine Lady. Mir hat sie einen Gefallen getan, dass ich die Show nicht angucken musste“. Gloria von Thurn und Taxis sagte einmal: Sie glaube, ein Schlossgespenst spuke auf St. Emmeram herum. Sicher ist, dass dort seit Längerem ein anderes Gespenst umgeht: das des Rechtspopulismus und Rechtskatholizismus. Deren Schnittmengen und – personelle – Querverbindungen werden immer wieder kritisch thematisiert, wie auch die Rolle, die die Fürstin in diesem Umfeld spielt. Die ist strenggläubige Katholikin und „Lebensschützerin“. 2001 etwa sagte sie, Abtreibung sei Mord, später beschrieb sie die Pille als „eine Form der Abtreibung“. Ihren Kampf für das ungeborene Leben setzte sie zuletzt auf Nius fort, wo sie sich bei „Achtung, Reichelt!“ anlässlich der Debatte über Frauke Brosius-Gersdorf äußerte. Die SPD-Kandidatin für einen Richterinnenposten am Bundesverfassungsgericht wird aufgrund ihrer Position, dass ein Schwangerschaftsabbruch aus verfassungsrechtlichen Gründen in der Frühphase rechtmäßig sein sollte, in erzkatholischen wie rechten bis rechtsextremen Kreisen seit Wochen heftig attackiert. Die AfD-Politikerin Beatrix von Storch verbreitete auf X die Falschbehauptung, Brosius-Gersdorf sei eine „linksradikale Aktivistin, die im Prinzip der Abtreibung bis zum 9. Monat das Wort redet“.

via augsburger allgemeine: SCHLOSSFESTSPIELE Eklat bei Gloria: Nun beschimpft die Fürstin Sängerin Vicky Leandros

Radikalisierung junger Akteure im Rechtsextremismus – #terror

Radikalisierung in (rechts-)extremistischen Online-Subkulturen und Gefahr rechtsterroristischer Angriffe Bildung von Gruppierungen junger gewaltorientierter Rechtsextremisten Gewalttaten und Ansatzpunkte für Rechtsterrorismus Bewertung (Juli 2025) Die Verfassungsschutzbehörden stellen bei der Bearbeitung des gewaltorientierten Rechtsextremismus besonders im virtuellen Raum seit mehreren Jahren zunehmend junge, teils minderjährige Akteure fest, die oftmals eine – zumindest verbal geäußerte – ausgeprägte Gewaltbereitschaft erkennen lassen. Eine Anbindung dieser Jugendlichen an klassische rechtsextremistische Strukturen kann hier häufig kaum oder gar nicht festgestellt werden. Die Radikalisierung findet oft im virtuellen Raum auf weitestgehend unzensierten Plattformen der sozialen Medien statt, darunter Mainstream-Plattformen wie TikTok und Instagram. Die Akteure zeigen dabei Bezüge zur ideologisch heterogenen Attentäterfanszene oder zur Siege-Ideologie. Neben dieser individuellen Radikalisierung gibt es seit etwa Mitte 2024 ein neues Phänomen: Bundesweite gewalt- und aktionsorientierte (Jugend-)Gruppierungen, die zunächst im Zusammenhang mit rechtsextremistischen Störaktionen gegen öffentliche Veranstaltungen zum Christopher Street Day (CSD) in Erscheinung traten. Radikalisierung in (rechts-)extremistischen Online-Subkulturen und Gefahr rechtsterroristischer Angriffe In den letzten Jahren konnte beobachtet werden, dass schweren rechtsextremistischen Gewaltstraftaten oft eine Radikalisierung im Internet vorausgeht. Neben dem Konsum von Propaganda auf Instagram oder TikTok sind einschlägige sogenannte digitale Echokammern in Form von Chatgruppen in Messenger-Diensten und Foren von großer Bedeutung. Sie fungieren als „Radikalisierungs-Katalysatoren“ und können Personen in kurzer Zeit für rechtsextremistische Anschläge mobilisieren. Im Internet finden sich zahlreiche rechtsextremistische (internationale) Chatgruppen mit teilweise mehreren Tausend Mitgliedern, in denen extreme Gewaltfantasien mit Folter- und Mordaufrufen bis hin zu terroristischen Umsturzvorstellungen geteilt werden. Glorifizierung des Christchurch-Attentäters Brenton Tarrant auf Steam Die Attentäterfanszene die (Terror-)Anschläge befürwortet und geradezu feiert, betreibt auf Social-Media-Plattformen eine teils schon kultische Verehrung der Täter als „Heilige“ (engl.: Saints). Ihre Nutzer benennen sich in Messenger-Diensten, in sozialen Netzwerken oder auf Gaming-Plattformen selbst nach Attentätern oder verwenden Namen mit Bezug zu ihnen. Brenton Tarrant, der Attentäter von Christchurch (Neuseeland), wird in der Szene besonders glorifiziert. Neben der Attentäterfanszene ist auch die Siege-Ideologie eine relevante Strömung im Bereich der (rechts-)extremistischen Online-Subkulturen. Ihre Grundlage ist der Akzelerationismus, ein ursprünglich aus dem marxistischen Milieu stammendes Konzept. Rechtsextremistische Akzelerationisten propagieren auf Basis einer rassistischen und antisemitischen Ideologie den Sturz „des Systems“ durch gezielte terroristische Anschläge gegen kritische Infrastrukturen, Minderheiten und politische Repräsentanten. Obwohl ihr Ursprung und Schwerpunkt in den USA liegt, rekrutiert sie zunehmend auch in Deutschland hauptsächlich Kinder und Jugendliche, die von den Gruppierungen meist online radikalisiert werden und nationale Ableger gründen.

via bfv: Radikalisierung junger Akteure im Rechtsextremismus