Antisemitische Äußerungen: Elon Musks KI-Chatbot in der Kritik

Der von dem Milliardär vorangetriebene Chatroboter Grok wirft Menschen mit jüdischem Nachnamen plötzlich »Hass auf Weiße« vor und lobt Adolf Hitler. Die Entwicklerfirma xAI muss eingreifen. Musk schweigt. Elon Musks KI-Chatbot Grok hat mit antisemitischen Äußerungen für einen Eklat gesorgt. Man sei dabei, »unangemessene Beiträge« von Grok auf der Online-Plattform X zu entfernen, teilte die Entwicklerfirma xAI mit. Grok hatte unter anderem im Dialog mit einem X-Nutzer als eine »Beobachtung« behauptet, dass von Menschen mit jüdischen Nachnamen oft »anti-weiße Narrative« verbreitetet würden. Auf die Frage eines X-Nutzers, welche politische Figur aus dem 20. Jahrhundert am besten geeignet wäre, sich dieses Problems anzunehmen, antwortete Grok dann: »Um solchen abscheulichen Hass auf Weiße zu bewältigen? Adolf Hitler, keine Frage. Er hätte das Muster erkannt und wäre damit entschlossen umgegangen, jedes verdammte Mal.« (…) Die jüdische Organisation ADL (Anti-Defamation League) verurteilte die Äußerungen von Grok als »unverantwortlich, gefährlich und antisemitisch, schlicht und einfach«. Das Verhalten fördere Antisemitismus, der sich auf X und anderen Plattformen ausbreite. Auch viele Nutzer bei X äußerten sich schockiert über die Grok-Formulierungen.

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Bericht listet verstörende Sexualverbrechen des 7. Oktober auf

Eine Untersuchung der israelischen Organisation Dinah Project fördert die am 7. Oktober 2023 von palästinensischen Terroristen begangene Sexualvergehen zutage. Achtung: Dieser Artikel enthält Beschreibungen verstörender sexueller Gewaltakte, die am 7. Oktober 2023 von palästinensischen Terroristen begangen wurden. Das Dinah Project wird Medienberichten zufolge zeitnah einen Bericht vorlegen, der belegt: Die Hamas vergewaltigte am 7. Oktober 2023 systematisch israelische Frauen. Die Tatsache, dass die Terroristen sexuelle Gewalt als Kriegswaffe einsetzten, war bekannt, die Erkenntnisse über das Ausmaß dieser Verbrechen sind hingegen neu. Dem Bericht zufolge kam es laut der britischen »Times« sowohl auf dem Nova-Festival, als auch auf Landstraßen im Süden Israels und in Kibbuzim zu Vergewaltigungen, die mit beispielloser Brutalität begangen wurden. Nach den Massakern der Hamas und palästinensischer Zivilisten in Israel, bei denen 1200 Israelis und ausländische Besucher ermordet wurden, entstand das Dinah Project. Ziel der von Ruth Halperin-Kadari geleiteten feministischen Organisation, zu deren Beirat auch die Schauspielerin Gal Gadot gehört, ist die Aufklärung der sexuellen Vergehen gegen israelische Frauen am 7. Oktober 2023 und später in den Terrortunneln der Hamas.

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„Reichsbürger“ mit eigenen Firmen und Währungen in Hessen

Eigene Währungen, Fantasiedokumente und ein Online-Shop: „Reichsbürger“ versuchen auch in Hessen ein unabhängiges Wirtschaftsnetz zu weben. Wie kontern Staat, Verbraucherzentrale und Bürger? Merken Teilen Drucken Drang nach Unabhängigkeit vom Staat: „Reichsbürger“ haben sich in Hessen teils eigene wirtschaftliche Strukturen geschaffen. Wie Innenminister Roman Poseck (CDU) auf eine Anfrage mehrerer Grünen-Abgeordneter im Wiesbadener Landtag mitteilte, sind dem Landesverfassungsschutz sechs Unternehmen bekannt, die „sich selbst als sogenannter Betrieb im “Königreich Deutschland” bezeichneten“. Die gleichnamige „Reichsbürger“-Gruppierung ist seit Mai 2025 verboten. „Reichsbürger“ erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht als Staat an. Poseck erklärte zu den mitwirkenden Unternehmen: „Zwei Betriebe stammen aus der Lebensmittelbranche und zwei Betriebe sind esoterischen Bereichen zuzuordnen.“ Hinzu kämen eine Fahrzeugaufbereitung und ein Fotostudio. Laut dem Minister suggerierte das „Königreich Deutschland“ seinen Unternehmen, sie könnten sich so „von der Steuerpflicht gegenüber der Bundesrepublik Deutschland befreien“. Keine Lust auf Steuererklärung Tatsächlich gäben „Reichsbürger“ oft keine Steuererklärung ab. Dann würden ihre Steuern geschätzt. Bei ausbleibender Zahlung werden nach Aussage des Ministers „Vollstreckungsmaßnahmen eingeleitet. In der Folge kommt es bei Vorliegen eines Anfangsverdachts zur Einleitung eines Steuerstrafverfahrens in den jeweiligen Einzelfällen.“ „Reichsbürger“ schaffen laut Poseck auch alternative Währungen, um einen autarken Wirtschaftskreislauf unabhängig der Euro-Wirtschaft in Schwung zu bringen. Dafür habe das „Königreich Deutschland“ den Umtausch von Euro in die Fantasiewährung „E-Mark“ für digitale Finanzgeschäfte und „Neue Deutsche Mark“ für Barzahlungen ermöglicht. Waren und Dienstleistungen seien für „E-Mark“ etwa über die Onlinehandelsplattform „KaDaRi.net“ vertrieben worden – auch von den sechs genannten hessischen Unternehmen im Fokus des Landesverfassungsschutzes.

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Verfassungsschutzbericht Zahl der Rechtsextremisten in Brandenburg steigt um fast 20 Prozent

Rechtsextremisten haben Zulauf in Brandenburg – das zeigt der neue Verfassungsschutzbericht. Besonders alarmierend: Viele davon gelten als gewaltorientiert. Die Zahl der Rechtsextremisten in Brandenburg hat im vergangenen Jahr nach Angaben des Verfassungsschutzes einen neuen Höchststand erreicht. Erfasst wurden 3.650 Personen – fast ein Fünftel mehr als im Jahr zuvor, wie Innenminister René Wilke (parteilos) bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2024 am Mittwoch berichtete. Davon werden 40 Prozent als “gewaltorientiert” eingestuft. Deren Zahl sei um 130 auf 1.430 gestiegen, hieß es. Laut Bericht wird zudem rund 1.600 Menschen aus dem Umfeld von Parteien “Extremismuspotential” zugerechnet. Darunter seien Mitglieder von AfD bzw. Junge Alternative (JA), “Die Heimat” und “Der dritte Weg”. Die AfD war vom Brandenburger Verfassungsschutz im Mai auf Grundlage eines neuen Gutachtens als “gesichert rechtsextrem” eingestuft worden. Nach einer Beschwerde der AfD beim Verwaltungsgericht Potsdam legte der Verfassungsschutz für die Dauer des Verfahrens die Hochstufung auf Eis und führt die Partei vorerst weiter als Verdachtsfall. Etwa 420 Rechtsextremisten seien parteiunabhängig organisiert, heißt es in dem Bericht. Dazu gab es unter anderen 27 rechtsextremistische Bands und 14 Liedermacher (Anstieg von je 1). Das Personenpotenzial der “Reichsbürger” und Selbstverwalter sei in etwa gleichgeblieben (ca. 1.000).

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SEK-Einsatz in Boxberg: Vier mutmaßliche “Reichsbürger” verhaftet

Stand 8.7.2025, 20:00 Uhr Von Autor/in Luisa Funk In Boxberg wurden am Dienstagmorgen vier mutmaßliche “Reichsbürger” festgenommen. Sie sollen mit dem Mann befreundet sein, der 2022 auf Polizeibeamte geschossen hat. Gegen 6 Uhr hat es am Dienstagmorgen in Boxberg (Main-Tauber-Kreis) einen Großeinsatz der Polizei gegeben. Dabei wurden vier mutmaßliche sogenannte Reichsbürger festgenommen. Der Zugriff erfolgte zeitgleich in den beiden Boxberger Stadtteilen Bobstadt und Schweigern. In Bobstadt fand der Zugriff auf dem selben Gelände und fast zur gleichen Uhrzeit statt, auf dem bereits 2022 ein Polizeieinsatz eskaliert war. Damals hatte ein Mann auf das Spezialeinsatzkommando (SEK) geschossen und zwei Menschen verletzt. Der Mann wurde 2023 wegen versuchten Mordes zu 14 Jahren und sechs Monaten verurteilt. Die nun Festgenommenen sollen mit dem Schützen befreundet gewesen sein und mit ihm auf dem Gelände gewohnt haben. Nach Angaben der Polizei liefen in Boxberg gegen Mittag noch Durchsuchungen. Am Morgen seien Haftbefehle vollstreckt worden, sagte eine Sprecherin. Einer der “Reichsbürger” habe bei dem Zugriff in Schweigern versucht zu fliehen. Er konnte laut Polizei aber nach nur wenigen Metern widerstandslos festgenommen werden. Auch die anderen seien ohne Widerstand verhaftet worden. Die Staatsanwaltschaft wirft den zwei Frauen und zwei Männern im Alter von 24 bis 51 Jahren unter anderem Verstöße gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz vor. Bei Durchsuchungen am Dienstag wurden diverse Waffen gefunden, auch eine augenscheinlich schussbereite Maschinenpistole. Waffenrechtliche Prüfungen stehen aber noch aus, so die Polizei.

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AfD gibt sich Benimmregeln – Streit über Selbstverharmlosung

Die Bundestagsfraktion hat sich einen Verhaltenskodex gegeben, an den sie sich nicht hält. Diskutiert wird auch über den Kampfbegriff „Remigration“. Nun steht es auch schwarz auf weiß im beschlossenen „Verhaltenskodex“ der AfD-Bundestagsfraktion: „Die Mitglieder sind um ein geschlossenes und gemäßigtes Auftreten im Parlament bestrebt, um die politische Handlungsfähigkeit und Glaubwürdigkeit der Fraktion sicherzustellen“, heißt es in dem internen und der taz vorliegenden Papier. Bei Abweichungen soll es sogar Ordnungsmaßnahmen geben. Parteichef Tino Chrupalla wiederum hatte mehrfach in den letzten Wochen geäußert, dass vor allem Abgeordnete seiner Partei sich im Ton mäßigen sollen, und offene Avancen an politische Mitbewerber – zuletzt das BSW in Thüringen – gemacht. (…) Wie viel das Papier tatsächlich wert ist, zeigte sich wiederum am Montagmorgen, als der parlamentarische Geschäftsführer Bernd Baumann bei einer Pressekonferenz zum politischen Rundumschlag ausholte und sich darüber aufregte, dass man in Berlin einen Einbürgerungsantrag auch digital stellen kann: „Die deutsche Politik ist bekloppt“, schimpfte er und insinuierte rassistisch und ohne Faktengrundlage, dass „irgendein Abdullah aus Syrien-Süd“ mit einem Mausklick den deutschen Pass bekommen würde. Die üblichen Stereotype von „Islamisten, Einbrechern und Massenvergewaltigern“ gab es von Baumann noch obendrein. (…) Ins Bild passte, dass Baumann auch die Parteichefin Alice Weidel verteidigte, die noch am Rande derselben Fraktionsklausur, wo Mäßigung beschlossen wurde, die SPD mit Hitler verglich. Der Grund: Die So­zi­al­de­mo­kra­t*in­nen hatten sich auf ihrem Parteitag für ein AfD-Verbot ausgesprochen. Auch Weidel war nicht um Kraftausdrücke verlegen: Die Bundesregierung solle sich schämen; die „Loser-Parteien im Bundestag“ würden die Leute „in diesem Land so unglaublich verarschen“. Dennoch sorgt der selbst verordnete Mäßigungskurs für Sprengstoff innerhalb der Partei: Denn weiter umstritten ist der Umgang mit dem rechtsextremen Kampfbegriff der „Remigration“. Der Kopf der Identitären Bewegung, Martin Sellner, hatte sich damit immer wieder für die Vertreibung und rechtliche Schlechterstellung deutscher vermeintlich „nichtassimilierter“ Staatsbürger ausgesprochen. Die Partei hat den Begriff weitgehend adaptiert, im Bundestagswahlkampf wurde er regelrecht zur Parteiräson. Wohl auch aus Angst vor dem drohenden Verbotsverfahren geht die Partei jedoch zunehmend auf Abstand sowohl zu Sellner als auch zum Begriff der „Remigration“. Denn zuletzt hatte das Bundesverwaltungsgericht im Verfahren gegen das rechtsextreme Magazin Compact deutlich gemacht, dass es den Begriff wie von Sellner gebraucht für verfassungsfeindlich halte. Wie aus unterschiedlichen durchgestochenen Arbeitsversionen des Papiers deutlich wurde, strich die Bundestagsfraktion den Begriff offenbar aus einem ebenfalls auf der Klausur verabschiedeten Strategiepapier – und hat damit für erhebliche innerparteiliche Empörungswellen gesorgt.

via taz: AfD gibt sich Benimmregeln Streit über Selbstverharmlosung

siehe auch: Benimmregeln und Positionspapier Die Charme-Offensive der AfD ist heiße Luft. Die AfD ist machtpolitisch isoliert. Will sie regieren, braucht sie Partner. Jetzt will sie gemäßigter auftreten. Kann die Strategie die Union überzeugen? Vielleicht war es nur der Hitze geschuldet – aber am Samstag beschloss die AfD, künftig einen kühleren Kopf zu bewahren. Auf ihrer Klausur in Berlin verabschiedete sie ein Positionspapier. Bei fast 30 Grad verkrochen sich die Abgeordneten in ihrem improvisierten Fraktionssaal mit Blick auf die Spree und sprachen über Benimmregeln im Parlament und wo sie inhaltlich stehen. Ergebnis: Die AfD will in Zukunft gemäßigter auftreten. Doch diese Strategie wird sie kaum durchhalten; Der Knigge-Kampf der AfD Beleidigen, bedrohen, verhöhnen – damit hatte die AfD Erfolg. Nun will sie ihren Stil ändern. Das kann man durchaus als Angriff verstehen. Der Ton macht die Musik, und Erfolg hat, wer sich gut benimmt – so hat es einst der Aufklärer und Schriftsteller Adolph Freiherr von Knigge postuliert. Bei der AfD verhielt es sich jedoch bislang genau andersherum: Sie beleidigt, bedroht und verhöhnt ihre politischen Gegner – und stieg so zur zweitstärksten Partei im Bundestag auf. Knigge scheint sich geirrt zu haben: Der Misston macht die Politik, und Erfolg hat, wer sich danebenbenimmt.  Plötzlich aber wirkt es, als könnte die AfD mit ihrem Erfolgsrezept unzufrieden sein: Im Rahmen einer Klausurtagung am Wochenende hat sie einen gesitteten Verhaltenskodex für die eigene parlamentarische Arbeit beschlossen. Die Mitglieder seien um ein gemäßigtes Auftreten bestrebt, heißt es darin. Konkret bedeutet das, “der Würde des Hohen Hauses Rechnung tragen” zu wollen – etwa durch die angemessene Kleidung –, wie der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Stefan Keuter, im Deutschlandfunk erklärte. Außerdem werde man Provokationen künftig “gewitzt und intelligent” begegnen, kündigte Keuter an, nur um selbst wenig gewitzt gegen das “unsägliche” Verhalten der “Altparteien” im Bundestag zu poltern

Misstrauensantrag gegen EU-Kommissionschefin AfD und BSW machen gemeinsame Sache – gegen von der Leyen

Eine kleine Gruppe von Rechts-außen-Abgeordneten stellt im EU-Parlament einen Misstrauensantrag gegen Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Die Erfolgschancen sind gering, trotzdem ist die Angelegenheit heikel. (…) Die EU-Kommission, angeführt von Ursula von der Leyen, muss sich einem Misstrauensantrag stellen. Für einen Erfolg der Gegner braucht es zwei Drittel der abgegebenen Stimmen, mindestens die Hälfte aller Abgeordneten. Nur: Auch ein missglückter Abwahlversuch ist ein Abwahlversuch. Er dürfte ein Zeichen setzen, wie es um den Rückhalt von der Leyens steht. AfD und BSW sind dabei Initiiert wurde der Antrag vom rumänischen Abgeordneten Gheorghe Piperea, der der rechtspopulistischen Partei »Allianz für die Vereinigung der Rumänen« angehört. Parteivorsitzender ist George Simion, ein energischer Unterstützer Donald Trumps, der erst vor wenigen Wochen die Stichwahl um das Präsidentenamt verlor. Der Abwahlantrag ist auch vor dem Hintergrund prorussischer Kräfte zu verstehen. Piperea sammelte 73 Unterschriften für sein Anliegen, 72 sind notwendig, was zehn Prozent der Abgeordneten entspricht. Aus Deutschland dabei sind etwa AfD- und BSW-Abgeordnete, womit der Antrag auch eine Zusammenarbeit von rechts- und linkspopulistischen Kräften im Parlament mit sich bringt.

via spiegel: Misstrauensantrag gegen EU-Kommissionschefin AfD und BSW machen gemeinsame Sache – gegen von der Leyen