Nach hoher Spende an die AfD – Mitarbeitende sollen Böttcher AG im Netz verteidigen

Der Bürobedarfshändler Böttcher steht wegen möglicher AfD-Nähe in der Kritik. Nun gibt es nach SPIEGEL-Informationen im Unternehmen eine ungewöhnliche Idee, damit umzugehen. Der Vorstandschef der Böttcher AG, Udo Böttcher, will »monatlich finanziell honorieren«, wenn die Mitarbeitenden sein Unternehmen in sozialen Netzwerken gegen kritische Berichterstattung verteidigen. Das zeigen E-Mails, die dem SPIEGEL vorliegen. Das Bürobedarfsunternehmen landete Anfang des Jahres in den Schlagzeilen, weil der Verdacht einer Strohmannspende an die rechtsextreme AfD im Raum stand. Die 999.900 Euro, die ein damaliges Aufsichtsratsmitglied der Partei gespendet hatte, stammten von Böttcher. Der will von der Zuwendung an die AfD nichts gewusst haben. Kritik gab es dennoch, unter anderem von Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) aus Jena, wo die Böttcher AG einen Sitz hat. In seinem WhatsApp-Status teilte Unternehmenschef Böttcher danach noch weiter Beiträge, die AfD-Narrative verbreiten, nachdem er zuvor seine Social-Media-Profile noch bereinigt hatte. Freiwillige WhatsApp-Gruppe Nachdem der SPIEGEL Ende Juli darüber berichtet hatte, bat das »Feel Good Management« des Unternehmens alle Mitarbeitenden, sich im Netz zu wehren: »Wer hinter unserer Firma steht, zeigt Haltung öffentlich, klar und unbequem, falls nötig.« Man solle aber respektvoll bleiben. Chef Böttcher beschwerte sich einen Tag später über die Berichterstattung. In einer weiteren E-Mail am Tag darauf kündigte er eine freiwillige WhatsApp-Gruppe an, um auf »mediale Angriffe« zu reagieren. Es gehe um »Meinungsfreiheit, gesunden Menschenverstand und eine faire Darstellung, nicht um Spaltung«.

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Neo-Nazi family convicted after performing hate-filled songs at Leeds gig

A father and his two children who were found guilty of racial hatred offences after performing neo-Nazi songs at a gig “did not mean for their lyrics to be taken literally”, a court has heard. Robert Talland, 59, organised a gig at the Corpus Christi Club in Leeds on September 21 2019 at which his son Stephen, 36, and his daughter Rosie, 33, performed songs that incited racial hatred. Talland managed his children’s band, Embers of an Empire, and was a leading figure of the “Blood & Honour” neo-Nazi network which promoted their ideology through music festivals and the sale of merchandise for “white power” rock bands, counter terrorism police said. He also ran a record label, Rampage Productions, which distributed CDs by neo-Nazi groups.

via yorkshirepost:Neo-Nazi family convicted after performing hate-filled songs at Leeds gig

Torrance man connected to supremacist group gets 3 years in prison for inciting brawls at rallies

A onetime member of a now-defunct Southern California white supremacist group was sentenced Thursday in downtown Los Angeles to three years and one month behind bars for inciting brawls at political rallies across the state eight years ago. Robert Boman, 32, of Torrance, was convicted in March in Los Angeles federal court of two counts: conspiracy to violate the anti-riot act and rioting, according to the U.S. Attorney’s Office. Prosecutors told the jury that beginning around February 2017, Boman participated in a racist organization that presented itself on social media as a “combat-ready, militant group of a new nationalist identity movement.” The defendant and his associates used the internet to post videos and pictures of themselves conducting training in hand-to-hand combat, interspersed with pictures and video clips of themselves assaulting people at political events, accompanied by messages in support of a white supremacist ideology, evidence showed. The Southern Poverty Law Center once described the group as a “racist fight club,” with members “often photographed in bloody confrontations with protesters.” The indictment states that Boman and his colleagues attended a number of peaceful protests, where they chased down and violently attacked counter-protesters. The rallies involved in the case were May 25, 2017, at Bolsa Chica Beach in Huntington Beach; April 15, 2017, in Berkeley; and June 10, 2017, in San Bernardino. Two associates of Boman were also convicted.

via ocregister: Torrance man connected to supremacist group gets 3 years in prison for inciting brawls at rallies

Unternehmer Theo Müller feiert mit Rechtsextremen – Alles Weidel, oder was? – #braunzone #brandmauer

Der Molkereimilliardär Theo Müller ist mit AfD-Chefin Alice Weidel befreundet. So eng, dass er sie zu seiner pompösen Geburtstagsfeier einlud. Nicht als Einzige vom politischen Rand, wie SPIEGEL-Recherchen zeigen. Der Mann, der einmal sagte, der Reichtum habe sein Leben nicht wesentlich verändert, feierte am letzten Samstag im Mai pompös seinen Geburtstag nach: Vormittags sprudelte Champagner für gut 250 Gäste, dann musizierte ein Orchester aus Prag. Später gab es ein Buffet unter freiem Himmel an mit Zitronen geschmückten Tischen, bevor im Festzelt »Party-Time« war, wie es in der Einladung hieß. (…) Der Mann, der so exquisit jubilierte, war Theo Müller, 85, der Milch-Milliardär. Den meisten Deutschen dürften sein »Joghurt mit der Ecke« und der Slogan »Alles Müller, oder was?« bekannt sein. Seine Firma Müllermilch war unter anderem Werbepartner der Fußball-Nationalelf. Weniger Menschen wissen vermutlich, dass neben Müllermilch die Produkte von Landliebe, Weihenstephan und Sachsenmilch zu seinem stetig wachsenden Reich gehören. Auch die Soßen von Homann und der Fisch vom Fastfood-Anbieter Nordsee im Supermarkt kommen aus seinen Fabriken. (…) In dem sonnigen Ambiente tummelten sich neben Familienangehörigen, Medizinern, Unternehmern und einer Bestsellerautorin auch Vertreter von CSU und FDP, darunter ein ehemaliger Minister aus Bayern. Und Akteure der extremen Rechten. Unbekümmerter Umgang Die Feier offenbart, wie unbekümmert Müller, jahrzehntelanges CSU-Mitglied, sich inzwischen mit jenen vom rechten Rand umgibt, wie eng der Kontakt zu ihnen ist. Sie zeigt aber auch, wie die Radikalen bei solchen Gelegenheiten in die Nähe demokratischer Politiker und Lobbyisten gelangen, wie sie netzwerken und ihren Einfluss ausdehnen können. Offenkundig hatten die Anwesenden keine Probleme damit, mit extrem Rechten zu feiern. Der SPIEGEL konnte mit Teilnehmern sprechen, außerdem private Fotos sowie die Einladung und eine Aufstellung mit der Tischordnung einsehen. Bekanntester Gast war Alice Weidel, Chefin der rechtsextremen AfD. (…) An Weidels Tisch saß unter anderem die Autorin Gaby Hauptmann. Der Titel »Suche impotenten Mann fürs Leben« machte sie einst bekannt. Zahlreiche ihrer Bücher wurden Bestseller und von der ARD verfilmt. Im Netz zeigt sich Hauptmann mit deutschen Stars und Sternchen, außerdem durfte sie schon zweimal für die CDU den Bundespräsidenten mitwählen. (,..) Heikel war ein anderer Tischnachbar: Hans Christian Limmer. Jener Mann, der bekannt ist, weil er die Bäckereikette »Backwerk« mitgegründet hat und weil er gemeinsam mit einem Rechtsextremen zu jenem Treffen im Potsdamer Landhotel eingeladen hatte, das die Rechercheplattform Correctiv vor gut anderthalb Jahren öffentlich machte. Dort wurde über »Remigration« diskutiert, jenen rechtsextremen Kampfbegriff, der die Abschiebung oder Verdrängung von Menschen mit Migrationshintergrund meint, selbst wenn sie Staatsbürger sind.

via spiegel: Unternehmer Theo Müller feiert mit Rechtsextremen Alles Weidel, oder was?

siehe auch: Geburtstag Molkerei-Milliardär Müller feiert mit Weidel. Der Milliardär Theo Müller hat seinen 85. Geburtstag gefeiert. Mit dabei: AfD-Chefin Alice Weidel, eine Bestsellerautorin und ein bekannter Klimawandelleugner. Der deutsche Molkerei-Milliardär Theo Müller hat zur Feier seines 85. Geburtstags auch AfD-Chefin Alice Weidel eingeladen. Das berichtet der “Spiegel” unter anderem unter Berufung auf Aufnahmen von den Feierlichkeiten. Die Feier fand am 31. Mai statt. Neben Weidel sollen auch Politiker von FDP und CSU zu Gast gewesen sein. Neben Weidel und ihrer Lebenspartnerin war demnach ebenfalls Hans Christian Limmer unter den Gästen, einer der Gründer von “Backwerk”, der im vergangenen Jahr als einer der Veranstalter des Treffens im Potsdamer Landhotel Aufsehen ausgelöst hatte. Bei dem Treffen wurde laut Recherchen von “Correctiv” “Remigration” diskutiert, was auch die zwanghafte Ausweisung deutscher Staatsbürger mit Migrationshintergrund einschließt. Weitere Gäste waren laut “Spiegel”: der Chef der rechten Schweizer Zeitschrift “Weltwoche”, Roger Köppel, der Klimaerwärmungsskeptiker Gerd Ganteför und der Historiker Rainer Zitelmann, der als ein Wegbereiter der neuen Rechten gilt. Zudem sollen sich unter den Gästen auch der ehemalige CSU-Abgeordnete Peter Gauweiler und die Bestsellerautorin Gaby Hauptmann befunden haben; Selber Tisch mit Backwerk-Chef Molkerei-Unternehmer Theo Müller feierte mit AfD-Chefin Weidel. Der Unternehmer Theo Müller feiert seinen 85. Geburtstag mit 250 Gästen. Unter den Anwesenden sind laut einem Medienbericht prominente Vertreter der extremen Rechten – unter anderem auch AfD-Chefin Alice Weidel. Die Anwesenden sollen sich daran nicht besonders gestört haben. (…) Aus der CSU war etwa Peter Gauweiler, ehemaliger bayerischer Umweltminister und Staatssekretär im Innenministerium, eingeladen. Vor 30 Jahren hatte er einen geschichtsrevisionistischen Appell unterzeichnet, initiiert von Rainer Zitelmann, der am Tisch des Gastgebers platziert war. Der Historiker ist FDP-Mitglied, gilt aber als früher Ermöglicher der sogenannten Neuen Rechten und veröffentlichte unter anderem ein verharmlosendes Buch über Adolf Hitler.

KAY-UWE ZIEGLER – Bei Soforthilfen betrogen – jetzt für die AfD in der Corona-Kommission – #betrüger

Kay-Uwe Ziegler wurde für den Betrug mit Corona-Subventionen verurteilt. Jetzt soll er sich für die AfD um die Aufarbeitung der Pandemiezeit kümmern. Die AfD benennt unter anderem ihren Bundestagsabgeordneten Kay-Uwe Ziegler als Mitglied der neuen Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie. So geht es aus einer aktuellen Mitgliederliste zur Enquete-Kommission des Bundestages hervor, die dem stern vorliegt.  Pikant an der Personalie: Im vergangenen Jahr wurde der AfD-Politiker rechtskräftig dafür verurteilt, während der Pandemie staatliche Hilfen für sein Unternehmen erschlichen zu haben. Dem Urteil des Amtsgerichts Dessau-Roßlau zufolge hatte der Sachsen-Anhalter im März 2020 zu Unrecht angegeben, dass seine Firma wegen der Pandemie in finanzielle Schieflage gerade sei. Daraufhin habe er damals Corona-Soforthilfen in Höhe von 12.000 Euro erhalten. Bereits im Jahr 2022 hatte das Gericht deshalb eine Geldstrafe gegen Ziegler verhängt, wogegen dieser zunächst Einspruch erhoben, diesen dann aber während der erneuten Gerichtsverhandlung zurückgezogen hatte. Er habe in “ungesunder Hektik” gehandelt, um Verzögerungen bei der Auszahlung zu vermeiden, sagte Ziegler damals, der Vorwurf des Betruges sei aber “vollkommen abwegig”. Ziegler sitzt seit 2021 im Bundestag und war noch bis Ende Juni 2022 Geschäftsführer der “Unlimited-Lifestyle GmbH”, ein Textileinzelhandelsgeschäft mit Sitz in Bitterfeld-Wolfen.

via stern: KAY-UWE ZIEGLER Bei Soforthilfen betrogen – jetzt für die AfD in der Corona-Kommission

siehe auch: Enquete-Kommission im Bundestag Corona-Betrüger soll für die AfD Pandemie aufarbeiten Die AfD will den Abgeordneten Kay-Uwe Ziegler in die Enquete-Kommission schicken. Der ist wegen Corona-Betrugs verurteilt. Die AfD-Fraktion im Bundestag will für die Enquete-Kommission zu Corona offenbar unter anderem den wegen Betrugs im Zusammenhang mit Coronahilfen verurteilten Abgeordneten Kay-Uwe Ziegler einsetzen. Das geht aus einer vorläufigen Mitgliederliste hervor, die der taz vorliegt. Zuvor hatte auch der Stern darüber berichtet. Der aus Sachsen-Anhalt kommende Ziegler hatte sich während der Pandemie im März 2020 mit seiner Textileinzelhandelsfirma mehr als 12.000 Euro Corona-Soforthilfen erschlichen. Das Amtsgericht Dessau-Roßlau hat für den Subventionsbetrug bereits 2022 eine Geldstrafe von 2.400 Euro verhängt. Nachdem bei einer anschließenden Gerichtsverhandlung klar wurde, dass Ziegler noch eine höhere Strafe drohte, zog er seinen Einspruch gegen den Strafbefehl im Januar 2024 zurück, womit dieser rechtskräftig wurde. Ziegler hatte nach einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung mit seiner Textilfirma Unlimited Lifestyle GmbH Corona-Soforthilfen beantragt, obwohl er darauf keinen Anspruch hatte. Sein Textilladen sei bereits vor der Pandemie in finanzieller Schieflage gewesen, wie das Gericht dem AfD-Politiker vorhielt. So habe dieser bereits Ende 2019 einen Fehlbetrag von 78.000 Euro erwirtschaftet. Die Enquete-Kommission soll im Bundestag den Umgang mit der Coronapandemie aufarbeiten. In der Regel sollen in solchen Gremien Abgeordnete verschiedener Fraktionen zusammen mit Sachverständigen gemeinsame Positionen zum Thema erarbeiten. Die Corona-Enquete soll auch mögliche Fehler aufarbeiten, Lehren ziehen und Empfehlungen für eine mögliche nächste Pandemie ableiten.

Minneapolis Catholic school shooting leaves 2 children dead, 17 people injured – #terror

Two young children were killed and 17 others were injured in a shooting during a Catholic Mass packed with young students in south Minneapolis Wednesday morning. The shooter is also dead. Minneapolis Police Chief Brian O’Hara said the shooting triggered a massive law enforcement response to Annunciation Catholic Church at West 54th Street between Harriet and Garfield avenues around 8:30 a.m. The church is connected to a school building. The shooter approached from the outside of the building and fired a rifle through the church windows towards children and worshippers. The shooter also used a shotgun and a pistol that they had legally purchased “recently,” O’Hara said. An 8-year-old and a 10-year-old were killed while they sat in the pews. Of the 17 others injured, 14 are children between the ages of 6 and 15. The three adults were parishoners in their 80s.  At least seven victims were in critical condition when they arrived at a nearby hospital. O’Hara said Wednesday afternoon that everyone who was injured is expected to survive. (…) O’Hara said the shooter has no extensive criminal history and ultimately died of a self-inflicted gunshot wound at the back of the church.  When asked if authorities are investigating the shooting as a hate crime, O’Hara clarified that officials are not yet aware of any specific motive.

via cbsnews: CRIME Minneapolis Catholic school shooting leaves 2 children dead, 17 people injured

siehe auch: UPDATE: Sources ID shooter who killed 2 children, hurt 17 others in shooting at Minneapolis church; FBI investigating as hate crime. A shooter opened fire on a morning mass at a Minneapolis church on Wednesday. Two children were killed and 17 people were injured. Sources have confirmed to KSTP that the shooter at Annunciation Church is 23-year-old Robin Westman. Here’s what else 5 EYEWITNESS NEWS has learned so far: A total of 19 people were wounded in the shooting — all but three being kids. Two children, ages 8 and 10, have died, according to Minneapolis police, and two other children are in critical condition. The shooter was dressed in all black and armed with a rifle when she fired at Annunciation Catholic Church just before 8:30 a.m. Minneapolis police say she had a rifle, shotgun and pistol, which she used to fire from the outside of the church through windows. Police say the shooter is dead from an apparent self-inflicted gunshot wound. She was in his early 20s and didn’t have an extensive criminal history; Robin Westman posted a manifesto on YouTube prior to Annunciation Church shooting. Annunciation shooting manifesto As we learn more about Robin Westman, the person suspected of carrying out a mass shooting at Annunciation Church on Wednesday morning, 5 INVESTIGATES is digging into their past. Westman identified as a woman, and court documents show she changed her name to Robin from Robert in 2020. (…) Investigative reporter Ryan Raiche found videos on a YouTube page believed to belong to Westman. The page has since been taken down, but the videos seem to have been posted on Wednesday morning. Minneapolis Police Chief Brian O’Hara said investigators believe Westman did post the videos. The disturbing videos showed Westman’s arsenal of guns, ammunition and what appears to be a handwritten four-page manifesto addressed to Westman’s family and friends. The letter begins, “I don’t expect forgiveness … I do apologize for the effects my actions will have on your lives.” “I was corrupted by this world and have learned to hate what life is,” the writing continues. The end of the second page reads, “I have wanted this for so long. I am not well. I am not right. I am a sad person, haunted by these thoughts that do not go away. I know this is wrong, but I can’t seem to stop myself. I am severely depressed and have been suicidal for years. Only recently have I lost all hope and decided to perform my final action against this world.” The manifesto concludes by asking for prayers for the victims and their families. (…) The person on the video flashed a white supremacy sign, said racial slurs and showed a shirt with a patch of the old Minnesota flag and the phrase, “Do it before the anxiety kicks in.” The 10 or so names written on Westman’s arsenal alluded to those responsible for the massacres at Sandy Hook Elementary School, the Tree of Life Synagogue in Pittsburgh, and the mosque shootings in Christchurch, New Zealand, among others. Also written on the weaponry were references to the Holocaust and calls for Israel to “fall” and “burn.”

„Wir provozieren“: Streit um Marke von Neonazi-Shop erreicht Ministerien

Der Verein „Laut gegen Nazis“ verschenkt die Markenrechte des rechtsextremen Shops „Druck18“ an Thüringens Innenministerium – und sorgt für Reaktionen. Das Ringen um die Markenrechte einer der größten deutschen rechtsextremen Online-Shops namens „Druck18“ geht in die nächste Runde. Erst sicherte sich der Hamburger Verein „Laut gegen Nazis“ den Markennamen der Südthüringer Vertriebsplattform. Nun möchte er ihn zu gleichen Teilen verschenken. Die Adressaten: das Bundesinnenministerium und das Thüringer Innenministerium. Ihnen bleiben nur 24 Stunden, um die Schenkung anzunehmen. Vereinsgründer Jörn Menge sagt, dass hinter der Aktion mehrere Absichten stecken: „Wir provozieren. Und wir bieten dem Staat die Möglichkeit zu handeln. Wir selbst können keine Prognose darüber stellen, ob das erfolgreich sein wird oder nicht. Uns ist vor allem wichtig, dass die Zivilgesellschaft merkt, wie sich diese Szene finanziert. ‚Druck18‘ ist dafür ein Beispiel. Zehntausende Artikel führt die Firma. Es kann ja nicht sein, dass die Behörden das nicht sehen.“ Trotz der gesetzten 24-Stunden-Frist erwartet Menge nicht, dass die Innenminister das Thema sofort in die Hand nehmen. „Das wäre ja naiv.“ Vielmehr gelte es, auf die Versäumnisse in der Politik aufmerksam zu machen, durch die mit T-Shirts und Hoodies Millionen Euro verdient werden, die wiederum die rechtsextreme Szene finanzieren.

via TA: „Wir provozieren“: Streit um Marke von Neonazi-Shop erreicht Ministerien