#JungeAlternative – Mitglieder von #AfD-Nachwuchsorganisation nennen sich „#Höckejugend“ – #HJ

Mitglieder der Jungen Alternative haben in den sozialen Netzwerken für Aufsehen gesorgt. #Höckejugend war unter einem Foto zu lesen. Die Nachwuchsorganisation der NSDAP trug den Namen Hitlerjugend. – Mitglieder der AfD-Nachwuchsorganisation in Sachsen-Anhalt haben ein Foto von einem Treffen mit Vertretern des rechtsnationalen „Flügels“ mit der Bildunterschrift „#Höckejugend“ veröffentlicht. Nach massiver Kritik von Parteifreunden änderte die Junge Alternative (JA) Altmark später den Eintrag vom vergangenen Wochenende auf ihrer Facebook-Seite. „Wir haben dann sofort gesagt, dass die das entfernen sollen“, sagte der stellvertretende JA-Bundesvorsitzende, Tomasz Froelich, am Mittwoch auf Anfrage. „Das war natürlich eine ironische Überspitzung, aber Ironie ist im politischen Geschäft riskant, weil sie nicht von allen verstanden wird“, fügte er hinzu. In der ursprünglichen Version des Fotos, die später gelöscht wurde, stand auf dem Bild „#HÖCKEJUGEND. MAGDEBURG“. Diese Beschriftung wurde nach wenigen Stunden wieder entfernt. Neben dem Foto, das JA-Mitglieder zusammen mit dem Thüringer AfD-Landeschef und „Flügel“-Gründer Björn Höcke, zwei Bundestagsabgeordneten und dem Brandenburger AfD-Chef Andreas Kalbitz zeigt, stand anfangs: „Wir als Junge Alternative Altmark und bekennende Höckejugend konnten so dem Björn und dem Andreas einen Wimpel von unserem „rechtsauszen-Fanclub“ mit einem kleinen Zwinkern in Richtung Antifa übergeben.“

via StN: Junge Alternative Mitglieder von AfD-Nachwuchsorganisation nennen sich „Höckejugend“

Nach Wahlschlappe – Jörg Meuthen gehört nicht mehr zum AfD-Kreisverband Ortenau

Jörg Meuthen, Co-Bundessprecher der AfD, hat seinen Kreisverband gewechselt. Somit gehört der Politiker nicht mehr zum Kreisverband Ortenau, sondern zum AfD-Kreisverband Baden-Baden/Rastatt. Dem Wechsel war eine Wahlschlappe in der Ortenau vorausgegangen. Nach einer Wahlschlappe bei einer Delegiertenwahl im Sommer im Ortenaukreis hat Jörg Meuthen, Co-Bundessprecher der AfD, seinen Kreisverband gewechselt. Ein Sprecher des Landesverbands bestätigte einen entsprechenden Bericht des ARD-Hauptstadtstudios. Meuthen gehöre nicht mehr zum Kreisverband Ortenau, sondern zum AfD-Kreisverband Baden-Baden/Rastatt. Er habe ein Büro in Baden-Baden und verbringe nur wenig Zeit im Ortenaukreis, heißt es offiziell.

via bo: Nach Wahlschlappe – Jörg Meuthen gehört nicht mehr zum AfD-Kreisverband Ortenau

Aleksandr Dugin – Kreuzzug gegen den Liberalismus und Verbindungen nach Deutschland

Der schillernde rechtsextreme Theoretiker Aleksandr Dugin, 1962 in Moskau geboren, ist heute nicht nur den meisten Nationalismusforschern rund um die Welt ein Begriff. Dugin hat in den vergangenen Jahren erhebliche internationale Medienaufmerksamkeit erhalten. So wurde er 2014 von der renommierten Washingtoner Zeitschrift Foreign Policy in deren Liste der 100 „führenden globalen Denker“ unter der Kategorie „Agitatoren“ aufgenommen. Allerdings hat Dugin trotz seiner inzwischen hohen allgemeinen Bekanntheit nur geringe akademische Anerkennung außerhalb der antiliberalen Szene erlangt. Letzteres wünscht sich offenbar der selbsterklärte Begründer des russischen sogenannten „Neoeurasismus“ sehnlichst – so zumindest deutet die Tonlage seiner zahlreichen Audio- und Videoauftritte auf russischen Internetseiten an. Dugins „neoeurasische“ Ideologie ist – entgegen ihrer Bezeichnung – nur partiell eine Fortsetzung der eurasischen Idee der russischen antikommunistischen Emigration der Zwischenkriegszeit. Die klassischen Eurasier der 1920er- und 1930er-Jahre waren eine originär russische, pannationalistische Intellektuellenbewegung mit hohem wissenschaftlichem Anspruch, welcher einige von ihnen an renommierte westliche Hochschulen führte. Sie glaubten aufgrund multidisziplinärer Forschung, einen dritten Kontinent und eine eigenständige Zivilisation – „Eurasien“ – zwischen Asien und Europa entdeckt zu haben. Das Territorium dieses autoritären, „ideokratischen“ (das heißt von politischen Ideen regierten) und christlich-orthodoxen „Eurasiens“ war, in der Vorstellung der Eurasier, weitgehend kongruent mit der Fläche der UdSSR. Dugins „Neoeurasismus“ dagegen ist geografisch weniger klar definiert, ja nicht einmal notwendig nur auf die euro-asiatische Landmasse beschränkt. Auch ist sein ausschweifendes Theoriegebäude – im Gegensatz zum klassischen Eurasismus – mit keinerlei ernstzunehmenden empirischen Untersuchungen unterlegt. Es ist – im Gegenteil – extrem spekulativ und mutet oft geradezu märchenhaft. Dugins manichäische Weltgeschichte eines uralten Kampfes der See- gegen die Landmächte erscheint teils als Persiflage auf Tolkiens Welt im Roman Herr der Ringe und ähnlicher Fantasy-Belletristik. Die Bezeichnung „Neoeurasismus“ stellt auch in anderer Hinsicht einen Etikettenschwindel dar. Dugins Doktrin beruht weniger auf klassischem russischen Eurasiertum als auf westlichen Quellen, wie dem westeuropäischen Anarchosyndikalismus, der deutschen Konservativen Revolution, der klassischen Geopolitik (vor allem Halford Mackinder und Karl Haushofer) oder dem westlichen Integralen Traditionalismus. „Neoeurasismus“ ist bei Dugin wenig mehr als eine ideologisch und geografisch flexible Chiffre für radikalen Kollektivismus, megalomanischen Neoimperialismus, unverblümten Bellizismus, fanatischen Revolutionarismus und fundamentalen Antiamerikanismus.

via portal für politikwissenschaft: Aleksandr Dugin – Kreuzzug gegen den Liberalismus und Verbindungen nach Deutschland

Die radikalen Ideen der Cybernazis zu Umwelt- und Tierschutz

Online floriert eine neue rechtsextreme Szene, die Öko-Faschisten. Sie vertreten radikale Vorstellung zum Thema Umwelt- und Tierschutz, stets gepaart mit der Vorstellung einer „weißen” Vorherrschaft. Auch die Terroristen von Christchurch und El Paso bezeichneten sich als „Öko-Faschisten”. Unter rechtsextremen Kampfsportlerinnen gibt es Veganerinnen, Neonazis plakatieren „Umweltschutz ist Heimatschutz“, Wutbürgerinnen engagieren sich aus rassistischen Gründen gegen das Schächten und Hitler war ja auch Vegetarier: Manche Aspekte zum Thema Rechtsextreme und Umweltschutzes sind inzwischen durchaus bekannt. Eine extrem rechte ökologische Bestrebung ist es allerdings nicht: rechtsextreme Öko-Faschistinnen. Das ist besonders brisant, da sich auch rechtextreme Terroristen der letzten Jahre auf eine rassistische Blut-und-Boden-Ideologie bezogen. Brenton Tarrant, der Mörder an 51 Menschen in zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch (März 2019), benannte sein Manifest „The Great Replacement“ („Der Große Austausch“). Patrick Crusius, der Attentäter von El Paso (August 2019), der einen Supermarkt an der mexikanischen Grenze stürmte und 22 Menschen tötete und weitere 24 Menschen verletzte, schrieb in seinem Manifest vor der Angst des „Großen Austausches“. Doch neben dem Glauben an rechtsextreme Verschwörungsideologien verbindet sie auch noch der Glaube an einen Zusammenhang von Nationalismus und Umweltbewusstsein. (…) Dehumane und extreme Einstellung bezüglich Menschenleben und Natur liest man mittlerweile immer häufiger im Internet. Beispielsweise auf dem Messenger-Dienst Telegram, auf der russichen Facebook-Alternative VK oder auf Steam gibt es etliche solcher ökofaschistischen Gruppen, die ins terroristische Milieu hineinragen, zum Teil mit mehreren tausend Mitgliedern. Hier werden antisemitische Memes gepostet, auf denen Hitler ganz tierlieb zu sehen ist, während ein orthodoxer Jude gerade ein Tier quält. Bilder von Soldat*innen, bevorzugt vom Asow-Regiment aus der Ukraine, die süße Kätzchen im Arm halten. Rassistische Propaganda, dass man doch für die brennenden Wälder Australiens spenden soll und nicht an schwarze Menschen. Die Bildsprache erinnert oft stark an das Design der rechtsterroristischen Gruppe „Atomwaffen Division“. Und genau wie diese Terror-Gruppe posten auch die Öko-Faschisten immer wieder Videos von Schießtrainings. Wie viele der modernen Cyber-Nazis hegt auch diese Gruppierung eine gefährliche Faszination für Waffen. In Chat-Gruppen werden zudem Dokumente mit Anleitungen zum Bau von Bomben verbreitet.

via belltower: Die radikalen Ideen der Cybernazis zu Umwelt- und Tierschutz

Bosnian jailed for smuggling gun parts to neo-Nazi-linked clients in Sweden

A US court has sentenced a Bosnian man to over seven years in prison for sending gun parts overseas, including to clients involved with a Swedish neo-Nazi group. The man labeled the items as bicycle parts. A Bosnian man built a “lucrative business” in the US by selling and illegally shipping gun parts to Sweden, Russia, France and Brazil, according to a press release published by US prosecutors on Monday. A court based in the US state of Washington sentenced Hany V., a legal US resident, to over seven years in jail. The defendant said his buyers included a Swedish “neo-Nazi group.” The case against the 36-year-old started in 2017, when Swedish law enforcement seized a part of a Glock firearm from a Swedish home. While the serial number had been filed off, the manufacturer was still able to trace it to a person in the Seattle area, who claimed to have sold the weapon to Hany V.

via dw: Bosnian jailed for smuggling gun parts to neo-Nazi-linked clients in Sweden

https://twitter.com/FFRAFAction/status/1222108733720924160

The Fire This Time

In the Face of Rising White Supremacist Violence, Police Continue to Investigate Victims and Activists. It’s been 10 months since someone set an office building on fire at Highlander Research and Education Center, a storied civil rights institution perched in the mountains of northeastern Tennessee, but the investigation into the fire seems to have gone nowhere. The charred remains of the collapsed structure are still untouched, and the yellow tape blocking access to them has only recently come off. In the parking lot next to the destroyed building, a symbol someone spray-painted in black on the concrete the night of the fire is also untouched: It looks like a hashtag, but with three intersecting lines instead of two. That symbol is one used by racist extremists in the U.S. and abroad. It was painted on one of the firearms used by an Australian white supremacist who massacred 51 people at two mosques in Christchurch, New Zealand, just two weeks before the fire at Highlander. The Anti-Defamation League traced the symbol’s origins to a Romanian fascist movement dating back to the 1930s and 1940s. But while the symbol is obscure to most, it has resurfaced in connection with the Traditionalist Worker Party, a neo-Nazi group that was active in the U.S. until recently. A year before it was sprayed in the parking lot at Highlander, the symbol was also painted on “the Rock,” a boulder at the University of Tennessee’s Knoxville campus, not far from Highlander, used by students as a message board. Yet if the symbol was a clue about who might have attacked Highlander, investigators — with the Jefferson County Sheriff’s Office; the Tennessee Bureau of Investigation; the Tennessee State Fire Marshal’s Office; the Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives; and the FBI — have not yet said so publicly.

via theintercept: The Fire This Time

https://twitter.com/FFRAFAction/status/1222114415031586816

Nach Tod von inhaftiertem Syrer "Keine Belege für Verwechslung"

Im Fall des unschuldig eingesperrten Syrers Amad A. stellt ein neues Gutachten die bisherigen Ermittlungen in Frage. Demnach sei die bisher angenommene Verwechslung unwahrscheinlich. Der 26-jährige Syrer, der später in seiner Zelle verbrannte, sei zuvor fälschlicherweise ins Gefängnis gekommen – weil Polizeibeamte ihn mit einem Afrikaner aus Mali verwechselt hätten, gegen den bei der Polizei Hamburg ein Haftbefehl vorlag. So lautete bisher die Geschichte zum tragischen Tod von Amad A. in der JVA Kleve. Ein neues Gutachten für den Untersuchungsausschuss des Landtags widerspricht dieser Theorie nun aber deutlich. Für die fälschliche Zusammenführung oder Verwechslung zweier Personen-Datensätze gebe es keine Belege, sagte die Gutachterin dem WDR. In ihren Augen sei sogar die Manipulation der Datensätze möglich. Gegen die Polizisten, die den 26-Jährigen festgenommen hatten, war wegen Freiheitsberaubung ermittelt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen aber eingestellt, weil die Beamten nicht vorsätzlich gehandelt hätten: Sie hätten bei ihren Datenabfragen fehlerhafte Angaben erhalten. Der Syrer sei fälschlich zur Fahndung ausgeschrieben gewesen, weil eine Sachbearbeiterin in Siegen die Datensätze des Syrers mit denen des Gesuchten aus Mali zusammengeführt habe.

via tagesschau: Nach Tod von inhaftiertem Syrer “Keine Belege für Verwechslung”