Stadt Augsburg prüft AfD-Angaben zum Umgang mit Geld

Nach den fraktionsinternen Vorwürfen möchte das Hauptamt vertiefte Informationen zur Verwendung von städtischen Zuschüssen. Durch die Fraktion geht ein Riss, eine Auflösung steht aktuell nicht zur Debatte. Nach den im August bekannt gewordenen fraktionsinternen Vorwürfen zum Umgang der Augsburger Rathaus-AfD mit Fraktionsgeldern ist das städtische Hauptamt Augsburg noch dabei, den Sachverhalt zu prüfen. Man habe von der AfD Belege zu Ausgaben für das Jahr 2022 angefordert und inzwischen erhalten, so Stadtdirektor Bernhard Maurmeir auf Anfrage unserer Redaktion. Diese würden aktuell durchgesehen. Die Stadt habe von der AfD zudem noch ergänzende Angaben zu Ausgabeposten angefordert, um genauere Rückschlüsse ziehen zu können, wie sich Beträge aufteilen und was sich genau dahinter verbirgt. Die Staatsanwaltschaft prüft die Angelegenheit, hat aktuell aber kein Ermittlungsverfahren gestartet. Dafür müsste auch die Immunität von Landtagsabgeordnetem Andreas Jurca, der damals Fraktionschef im Stadtrat war, aufgehoben werden. Wie berichtet hatte AfD-Stadtrat Friedrich Baur dem damaligen Fraktionsvorsitzenden Jurca einen fragwürdigen Umgang mit Fraktionsgeldern vorgeworfen. Dabei geht es um Steuergelder, nachdem die Stadt den Stadtratsfraktionen einen Zuschuss für ihre politische Arbeit bezahlt. Baur bezieht sich unter anderem auf Schulungen aus dem Jahr 2022, mit denen die Firma des Ehemannes einer damaligen Fraktionsmitarbeiterin – eigentliches Geschäftsfeld waren Solaranlagen – beauftragt worden sein soll. Für eine Teambuilding-Maßnahme sollen Teile der Fraktion und Mitarbeiter über ein Wochenende nach Garmisch-Partenkirchen gefahren sein. Dabei geht es um eine Summe von insgesamt rund 20.000 Euro.

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Religionsgemeinschaft zerbricht wegen AfD-Mitglied

Die Stiftskirche ist das spirituelle Herz des Evangelischen Stifts Marienfließ. (Foto: kna-Bild/Oliver Gierens) Vor fünf Jahren entstand im Stift Marienfließ bei Meyenburg eine neue geistliche Gemeinschaft. Vor kurzem ist sie zerbrochen – weil eines der Mitglieder der AfD angehört. Es sollte ein geistlicher Aufbruch in altehrwürdigen Klostermauern werden: Pfarrer Helmut Kautz und seine Frau Almut gründeten im Jahr 2020 eine geistliche Gemeinschaft. Unter dem Namen „Quellort Marienfließ“ sollte sie Alleinstehende, Familien und Senioren vereinen, die gemeinsam auf dem Gelände leben. Nun hat sich die Gemeinschaft aufgelöst. Der Grund: Ein Mann, der mit seiner Familie im Frühjahr dieses Jahres eingezogen war, ist aktives AfD-Mitglied. Wie Pfarrer Kautz dem Nordkurier bestätigte, ist der Mann Fraktionsvorsitzender der AfD in einem Kreistag in Niedersachsen. Doch Kautz ließ als Prior (Vorsteher) der Gemeinschaft die anderen Mitglieder darüber im Unklaren. Die Angelegenheit kam schließlich ans Licht und sorgte offenbar für so heftigen Streit in der Gemeinschaft, dass sie sich auflöste.

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“HALTET EUER BLUT SAUBER”: VOLKSVERHETZUNGS-VORWURF GEGEN AFD-STADTRAT

Der Halberstädter Stadtrat Christian Klink (AfD) steht im Verdacht, rechtsextreme Chat-Nachrichten geschrieben zu haben. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen zu einem AfD-Politiker aus Halberstadt aufgenommen. (…) In einem Chat mit zwei Männern und einer Frau habe ein Teilnehmer unter dem Namen “Chris 444” diverse Nachrichten mit volksverhetzenden Inhalten geschrieben. In diesen schreibt Chris 444 von “entarteten Personen” und dass es so was “damals”, vermutlich im Dritten Reich, nicht gegeben hätte. Er sei “zu sehr Nationalist” und “möchte auch ein weißes Deutschland haben”. Abschließend fordert er: “Haltet euer Blut sauber”.

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Kulturstaatsminister Weimer attackiert Öffentlich-Rechtliche – und nutzt AfD-Rhetorik

Wer bei Google den Begriff „Zwangsgebühren“ eingibt, findet sich schnell bei der AfD wieder. Die Partei nutzt den Ausdruck gern, um die Rundfunkbeiträge zu skandalisieren und fordert die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Nun hat auch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer den Begriff aufgegriffen. In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte er: „Es ist nicht gut, wenn viele Millionen Deutsche zwar Zwangsbeiträge zahlen müssen, aber das Gefühl haben, dass sie dort nicht vertreten werden.“ Was der parteilose Politiker damit meint: Die Öffentlich-Rechtlichen wirken seiner Meinung nach „politisch links geneigt“. Belege für diese Aussage liefert das Interview. Stattdessen fordert er: „Die bürgerliche Mitte muss sich äußern, sie darf ihre Räume, ihre Symbole nicht preisgeben, sonst besetzen sie andere.“ Journalistenverband kritisiert Kulturstaatsminister Weimer: „Naivität oder Kalkül?“ Kritik an Weimers Wortwahl kommt vom Deutschen Journalistenverband (DJV). Er übernehme unkritisch Kampagnenbegriffe von Rechtspopulisten, indem er von „Zwangsbeiträgen“ spreche. „Und das zur gleichen Zeit, da sich im Bundesverwaltungsgericht in Leipzig tumultartige Szenen in einem Prozess um den Rundfunkbeitrag abspielen. Ist das politische Naivität oder Kalkül?“, fragt der DJV-Bundesvorsitzende Mika Beuster. In Leipzig verhandelt das Gericht derzeit die Klage einer Frau aus Bayern, die den Rundfunkbeitrag nicht zahlen will, weil sie das Programm für unausgewogen hält. Ein Urteil wird Mitte Oktober erwartet.

via merkur: Kulturstaatsminister Weimer attackiert Öffentlich-Rechtliche – und nutzt AfD-Rhetorik

NGOs diffamiert und verdrängt: Neue Studie prangert AfD und Teile der Union an

Zivilgesellschaftliche Organisationen in Deutschland geraten zunehmend unter Druck. Das ist das zentrale Ergebnis einer neuen Studie des Vereins LobbyControl, die am Mittwoch (2. Oktober) veröffentlicht wurde. Die 25-seitige Untersuchung dokumentiert systematische Angriffe auf Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und zivilgesellschaftliche Vereine durch eine Allianz aus autoritären politischen Kräften und finanzstarken Konzernlobbyisten. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Unter den 100 größten Lobbyakteuren in Deutschland sind demnach 81 Akteure mit wirtschaftlichen Interessen vertreten – aber nur sieben zivilgesellschaftliche Organisationen. „NGOs und andere zivilgesellschaftliche Organisationen werden von Lobbyakteuren als übermächtig dargestellt, um sie gezielt zu schwächen. Dabei zeigen diese Zahlen das Gegenteil“, erklärt Christina Deckwirth, Autorin der Studie und Expertin für Lobbyismus in Deutschland. NGOs mit angeblichen Skandalen diffamiert: Strategien aus den „Playbooks autoritärer Machthaber“ Die Angriffe erfolgen demnach einem bewährten Muster: Desinformation, Diffamierung und „Defunding“ – der Entzug finanzieller Mittel. Diese Strategien stammen direkt aus den „Playbooks autoritärer Machthaber“, wie die Studie feststellt. Während in Brüssel ein vermeintlicher „NGO-Skandal“ konstruiert wird, versuchen AfD- und Unionspolitiker NGOs durch kleine Anfragen einzuschüchtern. Gleichzeitig überziehen Konzerne zivilgesellschaftliche Organisationen mit Klagen. Besonders besorgniserregend ist laut der Studie die Beteiligung von Teilen der CDU an diesen „antidemokratischen Diffamierungskampagnen“. Nina Katzemich, Co-Autorin und EU-Lobbyismus-Expertin, warnt: „Hinter den Angriffen auf zivilgesellschaftliche Organisationen stehen autoritäre Kräfte, die ihre Macht zulasten unserer freiheitlichen Demokratie ausbauen wollen.“ Die Strategien kopieren bewusst Methoden von Viktor Orbán, Wladimir Putin oder Trumps MAGA-Bewegung. (…) Die Auswirkungen sind bereits spürbar: Viele zivilgesellschaftliche Vereine sind als politische Akteure verstummt, Gelder und Stellen werden gestrichen, demokratische Handlungsräume schrumpfen. LobbyControl fordert daher die Bundesregierung auf, zivilgesellschaftliche Organisationen als notwendiges Gegengewicht zur Übermacht finanzstarker Lobbyinteressen zu schützen und zu stärken.

via fr: NGOs diffamiert und verdrängt: Neue Studie prangert AfD und Teile der Union an

siehe dazu: Neue Studie: Wer steckt hinter den Kampagnen gegen die Zivilgesellschaft? Eine Koalition aus Politikerinnen, Medien und Konzernlobbyisten setzt die Zivilgesellschaft unter Druck. Unsere neue Studie zeigt, wer dahinter steckt. Viele politische Initiativen und Verbände kennen das bereits: Sind sie erfolgreich mit ihren Anliegen, ist das manchen Mächtigen ein Dorn im Auge. So war das beispielsweise beim geplanten EU-US-Handelsabkommen TTIP. Den Organisationen der Zivilgesellschaft, die dagegen mobilisiert hatten, wollten damals CDU-Politikerinnen die EU-Fördergelder streichen. Damals ist dieses Vorhaben gescheitert – auch das Handelsabkommen kam nicht zustande. Doch was derzeit passiert, hat eine neue und bedrohliche Qualität: In Brüssel greifen Politikerinnen von CDU/CSU die Finanzierung von Umweltverbänden massiv an und verbreiten Lügen über angebliche Auftragslobbyarbeit für die EU-Kommission. Und in Berlin drohen Unionspolitikerinnen Organisationen, die gegen den Bruch der Brandmauer durch den Bundeskanzler mobilisieren, ganz unverhohlen mit Folgen für ihre staatlichen Zuschüsse. Die nötige Stimmungsmache dazu kommt von Medien wie der Welt und ultrarechten Formaten wie NIUS. Diese diskreditieren zivilgesellschaftliche Organisationen als Teil eines vermeintlichen „Schattenstaats“, der angeblich gegen die Interessen der Allgemeinheit arbeitet. Unsere neue Studie zeigt nun: Neben autoritären Kräften stehen auch Geschäftsinteressen hinter den Kampagnen, die Folgen für demokratische Prozesse sind schon jetzt spürbar.

Hammer-Attacke auf Schüler: Angreifer trug Militär-Outfit

Ein ehemaliger Schüler der Friedberger Mittelschule soll zwei Jugendliche mit einem Hammer verletzt haben. Nach BR-Informationen soll er ein militärisch anmutendes Outfit getragen haben. Auch Messer wurden bei ihm gefunden. Nach der mutmaßlichen Hammerattacke eines 15-Jährigen auf zwei ehemalige Mitschüler an der Mittelschule im schwäbischen Friedberg werden weitere Details bekannt. Nach BR-Recherchen soll der mutmaßliche Angreifer einen militärisch anmutenden Helm und entsprechende Kleidung getragen haben. Dies bestätigten mehrere Quellen dem BR. Eine Schülerin sprach von “einer Art Uniform”. Zudem stellten Einsatzkräfte den Hammer und zwei nach aktuellen Erkenntnissen nicht erlaubnispflichtige Softairwaffen sowie Messer sicher. Verdächtiger soll Schule bereits gedroht haben BR-Recherchen zufolge hatte der 15-Jährige bereits vor rund zwei Jahren Drohungen gegen die Schule gerichtet. Bei ihm waren bei der Festnahme auch der Hammer als mutmaßliches Tatwerkzeug und weitere gefährliche Gegenstände sichergestellt worden. Der mutmaßliche Täter sei vor einiger Zeit an eine andere Schule gewechselt, so ein Schüler zum BR. “Er war eigentlich immer nett und höflich”, habe ein Faible “für Soldaten” gehabt, erinnert sich der Junge. Auch zum Ablauf der Tat gibt es neue Details: Einer der angegriffenen Jungen soll sich BR-Informationen zufolge gegen den 15-Jährigen zur Wehr gesetzt und ihn niedergerungen haben. Der sei daraufhin geflüchtet. Die beiden 14-jährigen Opfer, ein irakischer und ein deutsch-kosovarischer Staatsbürger, wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Sie sollen Zeugen zufolge Verletzungen am Kopf und am Oberkörper erlitten haben. (…) Laut Polizei hatte kurz vor Schulbeginn, also kurz vor 8 Uhr, ein 15-Jähriger zwei andere Schüler mit einem Hammer angegriffen und die beiden 14-Jährigen verletzt. Anschließend flüchtete er, konnte aber nahezu unmittelbar nach der Alarmierung der Polizei von Einsatzkräften festgenommen werden. Der 15-jährige deutsche Tatverdächtige wurde festgenommen. Bei ihm wurde auch der Hammer und weitere gefährliche Gegenstände sichergestellt. Er befindet sich aktuell in Gewahrsam der Polizei.

via br: Hammer-Attacke auf Schüler: Angreifer trug Militär-Outfit

#FACHHOCHSCHULE – Verdacht der #Volksverhetzung: Ermittlungen nach #Polizei-Feier in #Aschersleben – #polizeiproblem #strukturellerRassismus

Einem Zeugen zufolge sollen bei einer Polizei-Party in Aschersleben rassistische Parolen gerufen worden sein – zum Lied “L’amour toujours”. Konkrete Verdächtige gibt es laut den Ermittlern bisher nicht. Die Polizei ermittelt wegen möglicher volksverhetzender Rufe bei einer Feier an der Fachhochschule Polizei in Aschersleben im Salzlandkreis. Einem Zeugen zufolge sollen bei einer Feier am 18. September während des Liedes “L’amour toujours” von Gigi D’Agostino rassistische Parolen gerufen worden sein. Darüber hatte zuvor die “Bild”-Zeitung berichtet. (…) “Im Rahmen der bisher durchgeführten Ermittlungen, zu denen unter anderem mehrere zeugenschaftliche Vernehmungen gehören, konnte bislang kein konkreter Tatverdacht gegen eine oder mehrere Personen erhoben werden”, hieß es weiter. Vorliegendes und bereits ausgewertetes Videomaterial habe ebenfalls keinen konkreten Tatverdacht gebracht.

via mdr: FACHHOCHSCHULE Verdacht der Volksverhetzung: Ermittlungen nach Polizei-Feier in Aschersleben

siehe auch: Ermittlungen nach Party Polizeischüler sollen “Ausländer raus” gebrüllt haben. Bis zu 500 angehende Polizisten feiern in Sachsen-Anhalt ein Oktoberfest. Nach der Party ermittelt der Staatsschutz. Nach einer Feier an der Fachhochschule der Polizei in Aschersleben ermittelt der Staatsschutz wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Im Fokus stehen bis zu 500 angehende Polizistinnen und Polizisten. Das berichtet die “Bild”-Zeitung. Am 18. September 2025 fand auf dem Campus der Hochschule im Salzlandkreis ein Oktoberfest statt – organisiert von einer Polizeigewerkschaft. Nach Angaben der Polizeiinspektion Magdeburg habe sich im Anschluss ein Zeuge gemeldet und von ausländerfeindlichen Rufen während der Veranstaltung berichtet. Diese sollen bei dem Lied “L’amour toujours” von Gigi D’Agostino erfolgt sein. Demnach seien Slogans wie “Deutschland den Deutschen – Ausländer raus!” gerufen worden.

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