Razzia wegen »Reichsbürger«-Verdachts Geheimdienstkontrolleure laden MAD-Chefin zu Sondersitzung vor

Der Geheimdienst der Bundeswehr gerät nach einer Operation gegen mutmaßliche Anhänger der »Reichsbürger«-Bewegung in Erklärungsnot. Nach SPIEGEL-Informationen hat das Bundestagsgremium zur Kontrolle der Geheimdienste für Mittwochnachmittag eine geheime Sondersitzung anberaumt. Hinter verschlossenen Türen wollen die Abgeordneten von Martina Rosenberg, der Chefin des Militärischen Abschirmdienstes (MAD), mehr Details über eine Razzia vergangene Woche und den Suizid eines der Hauptverdächtigen am Tag danach hören. Ein Team des MAD war am vergangenen Dienstag zu einer Durchsuchung bei einer kleinen sogenannten Güteprüfstelle der Bundeswehr auf dem Gelände des Rüstungskonzerns Hensoldt in Ulm angerückt. Dabei wurden nach Angaben des Verteidigungsressorts acht Beamte wegen des Verdachts vernommen, sie seien »Reichsbürger«, darunter auch einer der Leiter der Dienstelle. »Reichsbürger« erkennen den Staat und seine Institutionen wie Polizei und Justiz nicht an. Viele von ihnen pflegen zudem Kontakte zu rechtsextremen Gruppierungen. Am Tag nach der MAD-Operation nahm sich der 63 Jahre alte Hauptverdächtige das Leben. Hinweise auf Fremdverschulden gebe es nicht, so die Staatsanwaltschaft. Bei der Aufarbeitung der Operation werden nun mehrere Ungereimtheiten und Pannen bekannt. So musste der MAD intern einräumen, dass es vor der Operation ein Informationsleck gab. Eine Journalistin wurde schon Tage vor der geplanten Aktion des MAD mit Details über die Planungen und die verdächtigen Beamten versorgt. Die Herausgabe solcher Informationen über eine Geheimdienstoperation ist strafbar, Ermittlungen wegen Geheimnisverrats wurden eingeleite

via spiegel: Razzia wegen »Reichsbürger«-Verdachts Geheimdienstkontrolleure laden MAD-Chefin zu Sondersitzung vor

Landesverfassungsgericht: Landtag durfte AfD Untersuchungsausschuss verweigern

Die AfD-Fraktion wollte einen Untersuchungsausschuss “Linksextremismus” einsetzen und damit auch Parteien, Gewerkschaften und Vereine untersuchen. Doch der Antrag geht zu weit, urteilte das Landesverfassungsgericht in Dessau. Der Landtag war im Recht, als eine Mehrheit den AfD-Antrag ablehnte. Offenkundig würden “unter dem Deckmantel der parlamentarischen Kontrolle verfahrensfremde Ziele verfolgt”, so die Richter. (…) Bei der Urteilsbegründung im mit Plexiglaswänden durchgetrennten Saal verwies der Vorsitzende Richter Franzkowiak auf die Landesverfassung und das Untersuchungsausschussgesetz. Sie geben vor, was ein Untersuchungsausschuss untersuchen darf. Der Auftrag muss demnach, erstens, im öffentlichen Interesse liegen, zweitens, im Rahmen der verfassungsgemäßen Aufgaben des Landtags bleiben, drittens, hinreichend bestimmt sein, so die Richter. Sie sahen vor allem die letzten beiden Punkte nicht gegeben.
Die AfD-Fraktion hatte vor allem angebliche linksextremistische Strukturen in Parteien, Gewerkschaften, Demokratieprojekten, Vereinen und unter Musik- und Fußballfans untersuchen wollen. Mit einem solchen Untersuchungsausschuss hätte der Landtag in die Aufgaben der Exekutive, genauer: des Verfassungsschutzes, eingegriffen. Das widerspreche der Gewaltenteilung, die Zuständigkeit des Parlaments wäre “überschritten”, so die Richter. Auch hätte ein Untersuchungsausschuss mehr Kompetenzen als der Verfassungsschutz. Zudem sei der Antrag nicht bestimmt genug gewesen. “Die parlamentarische Inquisition privaten Verhaltens verstößt gegen elementare Prinzipien”, heißt es in der Begründung. Ein Bürger sei gegenüber dem Parlament nicht verantwortlich.

via mdr: Landesverfassungsgericht: Landtag durfte AfD Untersuchungsausschuss verweigern

ANTI-#CORONA-DEMO – Ex-#AfD-Chef #Kalbitz von #Polizei aus MV ausgewiesen – #schauhin #covidioten #ermittlungen

Mit dem früheren AfD-Politiker wollte ein umstrittener Redner bei einer Demo gegen die Corona-Politik in Stralsund teilnehmen. Die Polizei verwies ihn des Landes. Der frühere Landesvorsitzende der AfD in Brandenburg, Andreas Kalbitz, wurde des Landes Mecklenburg-Vorpommern verwiesen. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wollte Kalbitz am Montagabend an einer Demonstration der „Bürgerbewegung Stralsund” gegen die Corona-Politik in der Stralsunder Altstadt als Redner teilnehmen. Die Polizei erfuhr aus den Ankündigungen in sozialen Medien, dass Kalbitz dafür anreisen werde. Er wurde im Bergener Wahlkreisbüro der AfD angetroffen, teilte die Polizei mit. „Da nach den vorliegenden Erkenntnissen keine Ausnahmetatbestände im Sinne der Landesverordnung zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus für Herrn Kalbitz zutrafen, war die Einreise nach MV nicht zulässig und seine unverzügliche Ausreise aus MV zu veranlassen. Auch die beabsichtigte Teilnahme an der Versammlung stellte in diesem Zusammenhang keinen Ausnahmetatbestand von dem Ausreisegebot dar”, erklärten die Beamten am Dienstag. Kalbitz folgte der Ausreiseforderung, die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des Verstoßes gegen die Corona-Landesverordnung MV.

via nordkurier: ANTI-CORONA-DEMO – Ex-AfD-Chef Kalbitz von Polizei aus MV ausgewiesen

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Von Olaf Kosinsky – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, CC BY-SA 3.0 de, Link

Erstaunliche Parallele bei Viren-Ausbreitung in #Sachsen – #Corona am schlimmsten in #AfD-#Hochburgen – #covidioten

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, der Sachse Marco Wanderwitz (45, CDU), sagte gegenüber ntv zur Corona-Lage in Sachsen: „Es ist auffallend, dass die am stärksten betroffenen Regionen die sind, in denen der AfD-Stimmenanteil bei Wahlen am höchsten ist.“ Hat der Ostbeauftragte mit seiner AfD-Corona-These recht? Der Blick auf zwei Sachsen-Karten – mit den höchsten Corona-Zahlen und mit den höchsten Stimmenanteilen für die AfD bei der letzten Landtagswahl – stützt die These. ► Beispiel Görlitz: Zwischen 32 und 38 % wählten in den vier Görlitzer Wahlkreisen die AfD. 7-Tage-Inzidenz (*) im Landkreis: 385 (Platz 8 bundesweit). ► Beispiel Meißen: Zwischen 27 und 38 % wählten die AfD in den vier Wahlkreisen. Inzidenz: 393 (Platz 7 bundesweit) ► Beispiel Bautzen: In den fünf Wahlkreisen holte die AfD 31 bis 36 %. Inzidenz: 470 (Platz 3 bundesweit). ►Beispiel Sächsische Schweiz-Osterzgebirge: 32 bis 37 % für die AfD in vier Wahlkreisen. Inzidenz: 534 (Platz 2 bundesweit). ►Auch Zwickau, der Erzgebirgskreis, Mittel- und Nordsachsen – alle mit enormen AfD-Anteilen – stehen in der Corona-Liste ganz weit oben. ►In Leipzig, wo die AfD sogar noch hinter den Grünen landete, ist die Corona-Inzidenz sachsenweit deutlich am niedrigsten. Auf Platz 1 der Corona-Inzidenzen bundesweit liegt der Landkreis Regen in Bayern. Dort holte die AfD bei der letzten Landtagswahl mit 16,2 ihren besten Wert in ganz Bayern. Die vielen Pendler aus dem stark corona-belasteten Tschechien sind in Sachsen ein Corona-Treiber, dazu ist der Altersdurchschnitt im Freistaat vergleichsweise hoch – was dazu führt, dass in mehr Seniorenheimen auch mehr Fälle auftreten.

via bild: Erstaunliche Parallele bei Viren-Ausbreitung in SachsenCorona am schlimmsten in AfD-Hochburgen

#Frankfurt am Main verbietet #Querdenker-Großdemonstration – #covidioten

Die Stadt Frankfurt am Main hat eine für Samstag geplante Demonstration der Querdenken-Bewegung verboten. Wie am Abend mitgeteilt wurde, waren Kundgebungen an zwölf verschiedenen Stellen der Innenstadt mit 40.000 Teilnehmern sowie Demonstrationszüge angekündigt. Die geplante Veranstaltung gefährde die öffentliche Sicherheit, hieß es von Seiten der Stadt. Eine Versammlung dieser Größenordnung am Samstag vor dem dritten Advent führe unweigerlich zu einer Durchmischung von Demonstranten und Passanten. Dies sei bei weiterhin hohen Inzidenzzahlen in Frankfurt nicht vertretbar.

via deutschlandfunk: Frankfurt am Main verbietet Querdenker-Großdemonstration

Dresden verbietet Großkundgebung von «Querdenken» am Samstag

Die sächsische Landeshauptstadt möchte in der Corona-Pandemie kein «Superspreader-Event» mehr zulassen. Deshalb will man die «Querdenker» für ihre Kundgebungen aus Dresden verbannen. Die Stadt Dresden hat die für Samstag geplante Demonstration der Initiative «Querdenken 351» verboten. Die Versammlungsbehörde verwies am Dienstag auf die zu erwartende Teilnehmerzahl und die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Auch alle «Ersatzveranstaltungen», die von den «Querdenkern» vor Ort spontan angemeldet werden könnten, sind betroffen. Die Erfahrungen vergangener Demonstrationen zeigten, dass seitens der «Querdenker» weder Abstandsgebote eingehalten, noch die Maskenpflicht befolgt wird, hieß es: «Alle behördlichen Auflagen oder polizeilichen Aufforderungen werden völlig ignoriert.» Um ein Superspreader-Event mit schwerwiegenden Folgen für viele auch unbeteiligte Menschen zu verhindern, stelle das Versammlungsverbot die einzige Möglichkeit dar: «Ein milderes Mittel gibt es nicht.» Der Veranstalter kündigte auf Anfrage Rechtsmittel an. «Querdenken 351» hatte für die Demonstration 4000 Teilnehmer angemeldet. Eine Kundgebung am 1. November auf dem Dresdner Theaterplatz war für 1000 Menschen beantragt worden, am Ende kam aber etwa die fünffache Menge. In Leipzig war eine solche Demo am 7. November völlig aus dem Ruder gelaufen und von Ausschreitungen begleitet. Das Oberverwaltungsgericht Bautzen hatte zuvor eine von Leipziger Richtern veranlasste Verlagerung der Kundgebung auf einen Platz außerhalb des Zentrums wieder gekippt, was für Kritik sorgte.

via freie presse: Dresden verbietet Großkundgebung von «Querdenken» am Samstag

#Waffen für die #AfD? – Rechtsextreme rüsten mit Balkan-Waffen auf – #schauhin

Die Staatsanwaltschaft München beschuldigt einen 47-Jährigen, für Rechtsextreme illegal Waffen aus Kroatien beschafft zu haben. Laut Zeuge seien diese “für die AfD” bestimmt. Im März 2018 fliegt im kroatischen Slawonien ein Waffendeal auf. Bei einer Razzia finden Ermittler zahlreiche automatische Gewehre, Munition und Handgranaten. Die Waffen sollten nach Deutschland gehen. Über Monate hatten Fahnder die Bande überwacht und deren Kommunikation entschlüsselt. Die Kriminellen tarnten sich als Kfz-Händler. Wenn das Wort “Boschpumpe” fällt, geht es nicht um ein Fahrzeugteil, sondern um “Pump Guns”. Wenn die Waffenschieber über die Automarke “Ford Scorpio” sprechen, meinen sie Maschinenpistolen der Marke “Skorpion”. Im Sommer 2018 läuft deshalb eine internationale Polizei-Operation an, Deckname: “Telum”. Die Fahnder stoßen auf ein regelrechtes Waffendepot. Neben Kalaschnikows und Pistolen entdeckten sie Handgranaten und einen Raketenwerfer. Ein kroatischer Mittelsmann packt aus, nennt einen mutmaßlichen Waffenkäufer. Der sei ein Deutscher, sein Name: Alexander R. Die Vernehmer haben den Inhalt des Geständnisses zusammengefasst. Frontal21 liegt es vor: “Alexander R. habe in seiner Werkstatt in Deutschland Waffen in einen PKW Golf gepackt, einige Kalaschnikows, einige Pumpguns”, heißt es in den Akten. Weiter erzählt der Zeuge den kroatischen Ermittlern, Alexander R. “interessiere sich für automatische Waffen, Kurzwaffen, Pumps, Skorpione und Kalaschnikows”.
Und dann ein Satz, der unglaublich klingt: “Die Waffen, die er nach Deutschland fuhr, seien für die AfD, eine rechte Partei, vorgesehen gewesen.” Der Deutsche Alexander R. lebte in einer kroatischen Hafenstadt. Von hier aus soll er die Waffendeals organisiert haben. Vor einigen Wochen wurde er an die bayerische Justiz ausgeliefert. (…) Die Staatsanwaltschaft München beschuldigt den 47-Jährigen, für Rechtsextreme in Deutschland illegal Waffen aus Kroatien beschafft zu haben. “Bei unserem Haupttäter und bei vielen Abnehmern hat man Waffen gefunden, darunter zwei halbautomatische Kurzwaffen, eine sogenannte Pumpgun und 200 Schuss Munition”, sagte Klaus Ruhland von der Generalstaatsanwaltschaft München. Nach Recherchen von Frontal21 war der mutmaßliche Waffenhändler jahrelang in der NPD aktiv. Alexander R. kümmerte sich 2009 in der von der NPD getragenen “Bürgerinitiative Ausländerstopp” um die Pressearbeit. Später trat R. in die AfD ein. Fotos zeigen ihn im Juni 2016 in Deggendorf bei einem Auftritt von Björn Höcke.

via zdf: Waffen für die AfD? – Rechtsextreme rüsten mit Balkan-Waffen auf

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CC BY-SA 3.0, Link – symbolbild