Geld für AfD-Frau? Was wirklich hinter dem Streit um die „Feuerzangenbowle“ steckt

Fragt man Studierende der Uni Göttingen, ist kein Film so kultig wie „Die Feuerzangenbowle“. Doch über dem auf den ersten Blick unschuldigen Film schweben zwei Schatten. An anderen Unikinos wurde die „Feuerzangenbowle“ deshalb aus dem Programm genommen – in Göttingen ist der Hype ungebrochen. Irgendwann in den 70er-Jahren wechselt die „Feuerzangenbowle“ in Göttingen den Besitzer. Eine junge Studentin, engagiert im Uni-Kino, beweist Geschäftssinn: Sie erwirbt von der Kirch-Gruppe durch „einige tolle Wegbegleiter und Glück“, wie sie heute sagt, die Kino-Aufführungsrechte für den schon damals kultigen Heinz-Rühmann-Film über Hans Pfeiffer (mit drei f, eins vorm ei, zwei hinterm ei), der als erfolgreicher Schriftsteller noch einmal die Schulbank drückt. An diesem Donnerstag läuft „Die Feuerzangenbowle“ wieder im Göttinger Uni-Kino. Zu Hunderten gehen die Eintrittskarten im Vorverkauf im Zentralen Hörsaalgebäude (ZHG) weg. Jede von ihnen bringt Cornelia Meyer zur Heyde, der Studentin von damals, Geld ein. Und damit schwebt ein zweiter Schatten über der legendären Vorführung in den Hörsälen der Georg-August-Universität. „In meinem Ein-Mann-Betrieb entscheide ich das kraft souveräner Willkür“, soll Meyer zur Heyde einmal auf die Frage gesagt haben, wem sie die Aufführung der „Feuerzangenbowle“ erlaube. Ihr „Goldie-Filmverleih“ verleiht genau einen Film. Und den nicht an alle: Wiederholt untersagte Meyer zur Heyde Aufführungen, für die eine kritische Einordnung des Films, der schließlich 1943/44 im nationalsozialistischen Deutschland entstand, vorgesehen war. Das war über viele Jahre ein selten größer diskutiertes Problem. Doch zwei Dinge haben das in der jüngeren Vergangenheit geändert: Das Bewusstsein dafür, wie wichtig es ist, Werke in ihren Entstehungskontext einzuordnen, wurde sehr viel größer. Und Cornelia Meyer zur Heyde wurde AfD-Mitglied. Immer mehr vor allem studentische Organisationen entschieden deshalb in den vergangenen Jahren, die „Feuerzangenbowle“ nicht mehr zu zeigen.

via göttinger tageblatt: Geld für AfD-Frau? Was wirklich hinter dem Streit um die „Feuerzangenbowle“ steckt

Prunk, Pathos, Patriotismus: Der tschetschenische Krieger der AfD

In einer hannoverischen Prunk-Villa inszeniert sich der AfD-Mann Noah Krieger als patriotischer Macher. Gleichzeitig unterhält er Beziehungen zum Clan von „Putins Bluthund“. Was hat er vor? von Alexej Hock , Martin Böhmer 09. Dezember 2025 In Hannover ist Noah Krieger für die AfD aktiv und hat mit seiner Firma eine Prunk-Villa bezogen. Gleichzeitig unterhält er Verbindungen nach Tschetschenien – was hat er in Deutschland vor?Collage: Ivo Mayr / CORRECTIV Fotos: Marco Kemp & picture alliance Das Wichtigste in Kürze „Deutschland über alles“, schreibt Noah Krieger zu einem seiner Instagram-Beiträge – die erste Zeile des durch die NS-Zeit belasteten Deutschlandlieds. Das Bild zum Post zeigt fünf Männer vor einer Deutschland-Flagge im Prunk einer Villa, einer von ihnen stützt ein Schwert auf seine Schulter. Dazu ein Sammelsurium der AfD-Vokabeln: Treue, Stärke, Kampf, Ehre, Vaterland. Unter andere Posts schreibt Noah Krieger die Losung „Gott mit uns“, die auch die Wehrmacht nutzte, in einem weiteren Video schießt er mit einem Sturmgewehr in der Schießanlage. Der gebürtige Tschetschene will dem Land, in das er gezogen ist, etwas zurückgeben – so kann man seine Posts verstehen. Er engagiert sich seit einigen Monaten öffentlich aktiv in der Hannoveraner AfD. Mit seinem martialischen Auftreten und den scharfen Aussagen überbietet Krieger viele der bekanntesten radikalen Vertreter der Partei. Mit knapp 440.000 Followern dürfte er auch einer der reichweitenstärksten Influencer der Partei sein. Doch für Beobachter kommt Kriegers Auftritt in der Öffentlichkeit überraschend. Recherchen von CORRECTIV und iStories zeigen, dass vieles an dem Pathos und den Hochglanzfotos bloß Fassade ist. Dahinter verbergen sich Verbindungen zu Gefolgsleuten des tschetschenischen Machthabers Ramsan Kadyrow, dessen Herrschaft von schweren Menschenrechtsverletzungen wie Folter geprägt ist und dessen Kämpfer für Putin in den Ukraine-Krieg zogen.

via correctiv. Prunk, Pathos, Patriotismus: Der tschetschenische Krieger der AfD

Rassistisch beleidigt und Gewalt angewendet: Polizist verurteilt – #polizeiproblem #polizeigewalt

Wegen Nötigung im Amt ist ein Polizist zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Der Beamte aus Gifhorn hat bei einer Abschiebung einen Mann rassistisch beleidigt und unverhältnismäßige Gewalt angewendet. Zu der neunmonatigen Bewährungsstrafe kommt noch eine Geldstrafe in Höhe von 6.000 Euro hinzu. Das Amtsgericht in Gifhorn sah es als strafmildernd an, dass der 41-Jährige größtenteils die Vorwürfe der Nötigung im Amt eingeräumt hatte. Strafverschärfend wurde dem Angeklagten den Angaben nach hingegen ausgelegt, dass er sich nicht mehr an Details habe erinnern können, die er gesagt hatte. Stress im Einsatz soll Auslöser gewesen sein Seine Ausfälle konnte sich der Beamte vor Gericht nicht erklären. Er sei einfach unter dem Stress des Einsatzes in einer Art und Weise ausgerastet, die er aus heutiger Sicht nicht mehr nachvollziehen könne, so der Angeklagte in seiner Aussage am Dienstag. In seinen 20 Dienstjahren soll der Mann immer korrekt gehandelt haben, sagten seine Kolleginnen und Kollegen vor Gericht aus. Mann soll vor Abschiebung geflüchtet sein Laut Anklage hat sich der Vorfall am 13. Februar 2025 bei einer versuchten Abschiebung ereignet. Der Beamte und eine Kollegin aus der Ausländerbehörde wollten demnach einen Asylbewerber zur Abschiebung einem Richter vorführen. Der Mann sei kurz vor dem Einsteigen in den Streifenwagen geflüchtet. Nachdem er die Flucht selbst abgebrochen hatte, wurde er von einem Mitarbeiter der Ausländerbehörde festgehalten und wenig später von weiteren Polizisten gesichert, so die Anklage. Rassistische Beleidigungen bei Abschiebung Dabei hatte sich der angeklagte Polizist auf ihn gestürzt. Der Beamte rief dem Mann laut Anklage unter anderem zu: “Jetzt haben wir dich, scheiß Ausländer”, und fixierte ihn mit dem Knie auf dem Rücken, sodass dieser kurzzeitig keine Luft bekam. Auch Sätze wie “Raus mit dir, du Ausländer” und “Geh zurück in dein Takatukaland” wurden dem Beamten in der Anklage zugeschrieben.

via ndr: Rassistisch beleidigt und Gewalt angewendet: Polizist verurteilt

Studie: Rassismus auf Wohnungsmarkt weit verbreitet

Wer einen deutschklingenden Namen hat, bekommt einfacher eine Wohnung. Das zeigt eine Studie zu Rassimsus auf dem Wohnungsmarkt. In einem Experiment haben die Autoren der Studie des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) nahezu identische Bewerbungen mit typisch deutsch-klingenden Namen und mit ausländisch-klingenden Namen verschickt. Das Ergebnis: Auf die Bewerbungen mit deutsch-klingende Namen kamen öfter Antworten und Termine für Besichtigungen. Zudem befragten die Forscher für den Bericht mit dem Titel “Gewohnt ungleich. Rassismus und Wohnverhältnisse” insgesamt 9.500 Menschen. Und auch hier wurde das Bild bestätigt. Zwei Gruppen besonders betroffen Demnach sind vor allem Schwarze und Muslime betroffen. Jeder Dritte in dieser Gruppen hat bereits Diskriminierungserfahrungen bei der Wohnungssuche gemacht und wurde beispielsweise nicht zu Wohnungsbesichtigungen eingeladen.

via wdr: Studie: Rassismus auf Wohnungsmarkt weit verbreitet

‘Ruthless neo-Nazi terrorist’ grooms new attackers from inside jail: feds

While awaiting sentencing in a county jail in the Sierra Nevada foothills, a 36-year-old woman described as a leader of a “transnational terrorist group” has “continued to coordinate” with members of her group “and other white supremacist attackers via letters, phone calls and video calls,” the U.S. government says. Dallas Erin Humber, who led Terrorgram Collective alongside codefendant Matthew Robert Allison from July 2022 until her arrest in September 2024, is scheduled to be sentenced in federal court in Sacramento, Calif. on Dec. 17. Humber pleaded guilty to multiple charges, including conspiracy, solicitation to murder federal officials, and distribution of information relating to explosives and destructive devices. The U.S. Department of Justice accuses the 36-year-old of seeking to establish a white ethnostate by igniting a race war and “accelerating” the collapse of the federal government. Humber, the DOJ says, aimed to achieve her goals by “targeting and radicalizing vulnerable teenagers; by grooming them to commit hate crimes; terrorist attacks on infrastructure, and assassinations; and by providing them technical, inspirational, and operational guidance to plan, prepare for, and successfully carry out those attacks.” Humber describes herself as a “ruthless neo-Nazi terrorist” and “accelerationist martyr and icon,” according to a sealed presentence report cited in the government’s sentencing memorandum.

via rawstory: ‘Ruthless neo-Nazi terrorist’ grooms new attackers from inside jail: feds

‘Neo-Nazi’ group joins protest outside asylum hotel

A racist far-right group has confirmed it is attending protests outside a former hotel in Falkirk, which is being used to house asylum seekers. The latest demonstration outside the Cladhan Hotel took place on Saturday. Police charged one 18-year-old man in connection with culpable and reckless conduct. Among those who attended the demonstration, organised by local campaign group Save Our Future and Our Kids Future, were members of the Patriotic Alternative Scotland branch. Patriotic Alternative (PA) is a white nationalist group founded by former BNP youth leader Mark Collett. In a documentary, released by Channel 4 in 2002, Collett was caught on camera referring to Africans and homosexuals who died due to HIV-AIDS as “AIDS monkeys”. The far-right group opposes all immigration unless they share the same ethnic background or can prove British ancestry. According to PA, “white South Africans” would be among the groups granted asylum due to their “descent from European nations”. In a post on its Telegram, the group said: “Patriotic Alternative Scotland continues to attend the Falkirk Protest outside the Cladhan hotel.” A photo shows members holding a “deport all illegal immigrants” banner and with leaflets regarding the Great Replacement conspiracy theory.

via stv news: ‘Neo-Nazi’ group joins protest outside asylum hotel

Homeschooling for neo-Nazis

Australia’s neo-Nazis are forming secret mothers’ groups – and have plans for a network of homeschools for their children. And when a government minister expressed concern, she was threatened – the latest in a string of threats against female politicians by neo-Nazis. Now, the federal police have raised the alarm, raising questions about the risk of further political violence – and why neo-Nazis have been allowed to build their movement.

via thenewdaily: Homeschooling for neo-Nazis