Shooting at Australia’s Bondi Beach Jewish holiday event kills 12

At least 12 people were killed and almost 30 wounded when gunmen fired on a Jewish holiday event at Sydney’s Bondi Beach on Sunday in what Australian police and officials described as a terrorist attack. One suspected gunman was killed and another was in a critical condition, New South Wales Police Commissioner Mal Lanyon told a press conference. At least 29 people injured, including two police officers, were taken to hospital, he said. Police were investigating whether a third gunman was involved in the shooting, and a bomb-disposal unit was working on several suspected improvised explosive devices, Lanyon said. Mike Burgess, a top Australian intelligence official, said one of the suspected attackers was known to authorities but had not been deemed an immediate threat. (…) Witnesses said the shooting at the famed beach on a hot summer’s evening lasted about 10 minutes, sending hundreds of people scattering along the sand and into nearby streets and parks. Police said around 1,000 people had attended the Hanukkah event alone.

via reuters: Shooting at Australia’s Bondi Beach Jewish holiday event kills 12

siehe auch: Improvised explosive device found in car linked to gunman, Sydney police say. Australian police say an “improvised explosive device” has been found in a car linked to a suspect in a deadly terror attack targeting a Jewish community event at Bondi Beach. “We have found an improvised explosive device in a car which is linked to the deceased offender,” New South Wales Police Commissioner Mal Lanyon tells a news conference; Bondi beach shooting live updates: PM condemns ‘evil antisemitism’ as death toll from terror attack at Jewish festival rises to 12 Further 29 people are in hospital in Australia, with paramedics treating more at the scene near where a Hanukah event was taking place in Sydney (…) Chris Minns and Anthony Albanese described the shooting as a targeted attack on the Jewish community during the first day of Hanukah. The NSW police commissioner, Mal Lanyon, has designated the shooting a terrorist incident. Lanyon said the gunmen used long arms. Police are investigating what’s believed to be several improvised explosive devices in a vehicle at Bondi beach; Attentat auf jüdische Feier Tote und Verletzte durch Schüsse am Bondi Beach in Sydney Am Bondi Beach im australischen Sydney sind mehrere Menschen durch Schüsse getötet und verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen haben zwei Angreifer eine jüdische Chanukka-Feier angegriffen. Die Behörden sprachen von einem antisemitischen Anschlag. Bei einem Angriff auf eine Feier zum jüdischen Lichterfest Chanukka am berühmten Strand Bondi Beach in Sydney sind nach Polizeiangaben mindestens elf Menschen getötet und mehrere verletzt worden – zwei von ihnen Beamte der Polizei.Nach Behördenangaben war der Schusswaffenangriff ein antisemitischer Anschlag. “Dieser Angriff zielte darauf ab, die jüdische Gemeinde Sydneys am ersten Tag von Chanukka anzugreifen”, erklärte der Regierungschef des australischen Bundesstaats New South Wales, Chris Minns, bei einer Pressekonferenz mit Blick auf das jüdische Lichterfest. Der Polizeichef von New South Wales, Mal Lanyon, bezeichnete die Attacke vor Journalisten als “terroristischen Vorfall”; Mutmaßlicher Täter war Behörden bekannt, Bombenentschärfer im Einsatz Die Behörden sprechen von einem gezielten Anschlag auf Juden, der Einsatz dauert an – was über die tödlichen Schüsse an Sydneys berühmtem Strand Bondi Beach bekannt ist: der Überblick.

What we know so far about the Brown University shooting – #terror

Police are searching for a gunman who shot dead two students and injured nine others at Brown University in Providence, Rhode Island. Police say the attacker was a man dressed all in black who fled on foot, and a shelter-in-place warning is in effect for the area surrounding the prestigious university. The attack on the campus brings the number of mass shootings in the US to 389 for this year, according to the independent analysis website Gun Violence Archive. It defines mass shootings as having four or more victims killed or injured, not including the attacker. Barus and Holley engineering building is a seven-story block that includes 117 laboratories, dozens of classrooms and three lecture halls. An economics professor told local public media outlet Ocean State Radio that the shooting had taken place during a review session for her course, which was led by her teaching assistant. “He said that the shooter came in the doors, yelled something – he couldn’t remember what he yelled – and started shooting,” Rachel Friedberg said. “Students started to scramble to try to get away from the shooter, trying to get lower down in the stadium seating, and people got shot,” she added.

via bbc: What we know so far about the Brown University shooting

Prozess gegen Online-Sadisten “White Tiger” beginnt im Jänner – #terror #764

Dem 21-Jährigen werden unter anderem Mord und fünffacher versuchter Mord vorgeworfen. Der Prozess gegen den als “White Tiger” bekannt gewordenen Online-Sadisten beginnt am 9. Jänner. Das Landgericht Hamburg ließ mit Beschluss vom Montag die Anklage gegen den heute 21-Jährigen zur Hauptverhandlung zu, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Für die nicht öffentliche Verhandlung vor einer Jugendkammer wurden 82 Termine bis Ende 2026 angesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten unter anderem Mord und fünffachen versuchten Mord vor. Er soll psychisch labile Jugendliche über das Internet zu Gewalttaten gegen sich selbst gedrängt haben, ein 13-Jähriger soll Suizid begangen haben. Insgesamt werden ihm 204 Straftaten zur Last gelegt, die er als Jugendlicher oder Heranwachsender zum Nachteil von mehr als 30 kindlichen und jugendlichen Geschädigten begangen haben soll. Im Wesentlichen handelt es sich dabei laut Anklage um über das Internet begangene Straftaten gegen das Leben, die körperliche Unversehrtheit und die sexuelle Selbstbestimmung.

via standard: Prozess gegen Online-Sadisten “White Tiger” beginnt im Jänner

Wenn Neonazis und Islamisten Allianzen schmieden – #terror

Rechtsextreme und Islamisten stehen sich eigentlich feindlich gegenüber – doch gibt es immer wieder Allianzen. Der Fall eines IS-Anhängers aus Niedersachsen zeigt erstaunliche Schnittmengen zwischen den Lagern, wie eine STRG_F-Recherche zeigt. Im Februar 2017 nehmen Ermittler den damals 26-jährigen Sascha Lemanski in seiner Wohnung in der Innenstadt von Northeim in Niedersachsen fest. Im Polizeisystem wird er noch als Rechtsextremist geführt.Doch der Grund der Festnahme ist ein anderer: Lemanski soll sich Material zum Bau eines Sprengsatzes beschafft haben. Er habe einen islamistisch motivierten Terroranschlag geplant. Später wird er verurteilt, zusammen mit einem anderen Islamisten und einem Neonazi.Sascha Lemanski ist heute 35 Jahre alt und sitzt immer noch im Gefängnis. Er war 2017 wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. 2019 griff er in der Justizvollzugsanstalt Oldenburg mit zwei Gabeln bewaffnet einen Beamten an, stach auf ihn ein. Das Gericht wertete die Tat ebenfalls als islamistisch motiviertes Attentat. Er wurde wegen versuchten Mordes zu zusätzlichen 14 Jahren Haft verurteilt. Seitdem sitzt er in Einzelhaft in einem Gefängnis in Niedersachsen. Lemanski stammt aus Berlin, war dort in der Neonazi-Szene aktiv. Bilder zeigen ihn etwa bei einem rechtsextremen Aufmarsch in der Hauptstadt am 1. Mai 2013. Online wird er zum Propagandisten der rechten Szene: Er tritt vermummt oder mit Maske in Videos auf, propagiert rassistische und antisemitische Thesen. “Ich bin gegen Demokratie. Ganz klar: Nationalsozialismus”, betont er in einem der Videos, die er im Netz veröffentlicht. Lemanski distanziert sich heute von rechtsextremem Gedankengut, von Antisemitismus und auch vom militanten Islamismus.Mit 23 Jahren zieht Lemanski nach Northeim, konvertiert Ende 2014 zum Islam. Noch als Neonazi hatte Lemanski ein Pamphlet mit dem Titel “Wer gegen den Islam hetzt, zischt mit der Zunge des Judentums” verbreitet. “Weil ich dann gesehen habe, dass die Hamas gegen Israel kämpft”, habe er erkannt, “die kämpfen gegen Juden”. “Das war dann aus der Sicht eines Rechten positiv”, sagt Lemanski im Gespräch mit dem Rechercheformat STRG_F.Innerhalb eines Jahres wird er Anhänger der Terrorgruppe “Islamischer Staat” (IS). Nach den IS-Anschlägen in Paris spottet er im November 2015 auf Facebook: “Frankreich? Heul ma nicht.” Im Jahr darauf will Lemanski nach Syrien ausreisen, doch die Behörden können das verhindern.Anschließend radikalisiert er sich weiter, plant in Deutschland einen Anschlag auf Polizisten oder Soldaten vorzubereiten. “Weil ich das Gefühl hatte, ich bin im Krieg und dann habe ich auch nicht so viel Empathie mehr gehabt, sondern: Hauptsache der Feind wird besiegt”, sagt Lemanski rückblickend im Interview mit STRG_F. Lemanski nimmt ein Video mit dem Treueeid auf den damaligen Anführer des IS auf und schickt es nach eigenen Angaben an die Terrororganisation in Syrien. Währenddessen hält er weiter Kontakt zu früheren rechtsextremen Kameraden. In Chats diskutieren Rechtsextreme mit Islamisten, tauschen sich aus. Sie eint eine Gewaltbereitschaft und ein gemeinsames Feindbild: Juden.Ein Ziel dieser “Querfront” sei es gewesen, die terroristische Schlagkraft zu erhöhen, so “dass am Ende das Sicherheitssystem überlastet werden würde”, erzählt Lemanski heute. Neben dem Antisemitismus sei auch die Staatsfeindlichkeit verbindendes Element zwischen den Rechtsextremen und den Islamisten gewesen. (…) Zusammen mit Lemanski werden im Dezember 2017 vom Landgericht Braunschweig zwei Unterstützer verurteilt: Ein Islamist und ein Neonazi. Für die Sicherheitsbehörden kein Einzelfall.Verbindungen zwischen Islamisten und Rechtsextremisten seien bekannt, aber beschränken sich auf “punktuelle und temporäre Kooperationen”, heißt es vom Bundesamt für Verfassungsschutz auf Anfrage. “Es finden sich zwischen rechtsextremistischen und islamistischen Akteuren – trotz fundamental unterschiedlicher Ideologie – zahlreiche geteilte Feindbilder.” Dazu zählten neben Juden und dem Staat Israel auch queere Menschen.Der Verfassungsschutz beobachtet außerdem, “dass sich Radikalisierungsverläufe – insbesondere von Jugendlichen – in beiden Phänomenbereichen ähneln”. Die Radikalisierung werde oft “von einer Faszination für Gewalt und weniger von dem zugrundeliegenden Verständnis für die eigene Ideologie” angetrieben.

via tagesschau: Wenn Neonazis und Islamisten Allianzen schmieden

Nashville Jewish community center sues Goyim Defense League over alleged campaign of intimidation

The lawsuit says the neo-Nazi group sent a member disguised as an Orthodox Jew to infiltrate the center for a livestreamed “stunt.” A Jewish community center in Nashville has filed a federal civil rights lawsuit against the neo-Nazi group Goyim Defense League and several of its leaders and affiliates, accusing them of orchestrating a campaign of antisemitic intimidation, harassment and trespass aimed at terrorizing the city’s Jewish community. The lawsuit was filed Tuesday by the Southern Poverty Law Center on behalf of the Gordon Jewish Community Center, a 120-year-old nonprofit that serves as a major hub for Jewish life in Nashville. The complaint names the Goyim Defense League, its founder and leader Jon Minadeo II, extremist streamer Paul Miller, who is also known as GypsyCrusader, and several associates. At the center of the case is a January 2025 incident in which Travis Garland, a Tennessee man affiliated with the Goyim Defense League, allegedly disguised himself as an Orthodox Jewish man and infiltrated the Jewish center’s secured campus. According to the lawsuit, Garland livestreamed the intrusion, mocked Jewish customs and the Holocaust, and refused repeated requests to leave before being forcibly escorted off the property by a security guard. Garland was later arrested and pleaded guilty in state court to trespassing at the Jewish center, receiving a sentence of nearly a year in jail, according to Nashville television station WTVF.

via jta: Nashville Jewish community center sues Goyim Defense League over alleged campaign of intimidation

„Die AfD nutzt sexualisierte Bilder, um Rassismus zu vermarkten“

Sie forscht seit Jahrzehnten über Sexualität im Nationalsozialismus, jetzt hat die amerikanische Historikerin Dagmar Herzog die Rolle von Körpern in rechtspopulistischen Bewegungen untersucht. Wir haben bei ihr nachgefragt, was sie mit „‚sexy‘ Rassismus“ meint. Die Historikerin Dagmar Herzog, Professorin für Geschichte an der City University New York, ist eine der wichtigsten Expertinnen für den Zusammenhang von Sexualität und Moral im Faschismus. Sie hat zahlreiche Publikationen zur Sexual- und Geschlechtergeschichte der Moderne vorgelegt, zur Holocaustforschung und Psychoanalyse. Zu ihren wichtigsten Werken gehören „Die Politisierung der Lust. Sexualität in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts“ (Siedler, 2005), „Cold War Freud. Psychoanalyse in einem Zeitalter der Katastrophen“ (Suhrkamp, 2023) und „Eugenische Phantasmen. Eine deutsche Geschichte“ (Suhrkamp, 2024). Soeben hat sie „The New Fascist Body“ (Wirklichkeit Books) veröffentlicht. Wir haben Dagmar Herzog in New York erreicht, um mit ihr über das Prinzip des Tabubruchs in der AfD zu sprechen und die Frage, welche Rolle Sexualität heute in der Politik spielt. WELT: Frau Herzog, Sie sehen in der deutschen Gegenwart den Aufstieg eines „postmodernen Faschismus“ am Werk. Was meinen Sie damit: Was ist an unserer Gegenwart faschistisch? Dagmar Herzog: Der Schriftsteller und Holocaust-Überlebende Primo Levi sagte schon in den Siebzigerjahren: „Jede Zeit hat ihren eigenen Faschismus.“ Wenn wir an den deutschen Faschismus der Zwanziger- bis Vierzigerjahre denken, war er vor allem geprägt von extremem Nationalismus und völkischem Rassismus. Heute erleben wir einen Möchtegern-Faschismus, der als in Teilen gesichert rechtsextrem eingestuften AfD: Die AfD oszilliert zwischen dem Heischen nach Respektabilität und der Lust am Tabubruch, ob in Bezug auf die deutsche Vergangenheit oder die Gegenwart. Mit „postmodern“ meine ich den performativen, schein-seriösen Stil der AfD, geschickt selbstreflexiv und ungeniert widersprüchlich – ein Stil, der auch die Verdrehung der Fakten nicht scheut.

via welt: „Die AfD nutzt sexualisierte Bilder, um Rassismus zu vermarkten“

Politik mit Religion – Wie die AfD das Christentum für sich nutzt

Die AfD knüpft zunehmend engere Verbindungen zu neurechten und christlichen Akteuren. Influencer, Aktivisten und Politiker formen ein vermeintlich christliches Netzwerk nach amerikanischem Vorbild. “Wir schaffen uns selbst ab und werden ersetzt durch Menschen aus Kulturen, die ihre Kinder nicht töten, sondern die sich vermehren!”, predigte Tobias Riemenschneider in einem Sitzungssaal des Bundestags im vergangenen Oktober. Auf Einladung der AfD sprach der freikirchliche Baptistenpastor anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Gruppe “Christen in der AfD”.Der Pastor, der mit Videos auch im Internet sehr erfolgreich predigt, sprach an diesem Tag immer wieder über die Notwendigkeit, Gott in den Mittelpunkt der Politik zu stellen. Und über Abtreibung: “Gott warnt: Ein Volk, das unschuldiges Blut vergießt – das Land wird es ausspucken.” Seine Sprache ist voller völkischer Anleihen, die an die Verschwörungserzählung des “Großen Austauschs” erinnern.Vorwürfe, die Riemenschneider auf Anfrage des ARD-Magazins Monitor allesamt von sich weist: Er lehne völkischen Rassismus strikt ab und habe lediglich “das Töten ungeborenen Lebens” kritisiert. Doch er stellt das Thema in den Kontext eines drohenden Untergangs des (deutschen) Volkes. Riemenschneider beendete seinen Auftritt mit einem Aufruf an die anwesenden AfD-Abgeordneten: “Retten Sie unser Land. Gott helfe Ihnen dabei.” Sein Auftritt reiht sich in eine zunehmende Instrumentalisierung des christlichen Glaubens: Weltweit instrumentalisiert die radikale Rechte christliche Symbolik für ihre Ziele. Die evangelische Theologin Sarah Vecera warnt gegenüber Monitor vor dieser Entwicklung: “Ich würde nicht sagen, dass das tatsächlich christliche Werte sind, aber das sind Muster, die man instrumentalisieren kann.”Mit Riemenschneider auf dem Podium bei der AfD saß auch Beatrix von Storch, die stellvertretende Bundessprecherin. Auch an ihrer Person wird deutlich, wie nah sich die in Teilen rechtsextreme Partei und neurechte, christliche Influencer mittlerweile sind.Storch gehört zu den Verfassern eines AfD-Strategiepapiers, das skizziert, welche Wählergruppen die Partei zunehmend in den Fokus nimmt. Ein zusätzliches Wählerpotenzial sieht man unter anderem bei “konfessionellen Christen”. Helfen sollen dabei offenbar auch von Storchs Kontakte in den USA und ein Netzwerk von christlich-rechten Influencern in den sozialen Netzwerken. Dies zeigte sich etwa beim Bundesparteitag der AfD in Riesa im vergangenen Januar: Hier produzierte einer der erfolgreichsten christlich-rechten YouTuber zahlreiche Videos. Leonard Jäger, so sein bürgerlicher Name, hat allein bei Youtube knapp 600.000 Follower, erreicht in den sozialen Medien Millionen von Menschen. Von der Partei bekam er eine Akkreditierung als “AfD-Medien”, konnte sich im Gegensatz zu Pressevertretern offenbar auch hinter den Kulissen frei bewegen.Mehr als eine Millionen Aufrufe verzeichnete allein sein Interview mit Alice Weidel, die in Riesa zur “Kanzlerkandidatin” der AfD gekürt wurde. Auf Anfragen, warum dieser exklusive Zugang nicht in den Videos transparent dargestellt wurde, antwortete er nicht. Auch nicht auf die Frage, ob die Partei ihn dafür vergütet hat

via tagesschau: Politik mit Religion Wie die AfD das Christentum für sich nutzt

siehe auch: Rechte Christfluencer: So beeinflussen sie Jugendliche in Social Media. Auf YouTube, Instagram und Co. verbreiten rechte Christfluencer ihren Glauben an Gott mit rechten Parolen und Werbung für die AfD. Welche Methode dahintersteckt. Das kurze Video, das Leonard Jäger in seinem Instagram-Account an der ersten Position angeheftet hat, fasst gut zusammen, worum es ihm geht. In dem fast 30 Sekunden langen Clip erzählt Jäger, wie er zum Christentum bekehrt wurde und anfing zu beten. Grundsätzlich nichts Ungewöhnliches – schließlich gibt es tausende Accounts auf Social Media, die sich mit Religion und Glauben beschäftigen. In Jägers Fall entscheidend ist aber, wem er von seiner Bekehrung erzählt: der Co-Vorsitzenden der AfD, Alice Weidel. Jäger, der sich auf Social Media “Ketzer der Neuzeit” nennt, gehört zu einem Netz junger, christlicher Influencer, die auf den ersten Blick vor allem über ihren Glauben sprechen, ihre Liebe zu Gott, und andere inspirieren wollen, sich im Leben an christlichen Werten zu orientieren. Schaut man jedoch genauer hin, stellt man fest, dass Jäger – genau wie andere Influencer und Influencerinnen aus dem Netzwerk – Stimmung gegen Migranten, queere Menschen und Andersdenkende macht. Dabei verbreiten sie immer wieder rechte Verschwörungserzählungen und machen Werbung für die AfD, die der Verfassungsschutz im Mai als “gesichert rechtsextremistisch” eingestuft hatte, wogegen die Partei juristisch vorgeht. Bis zum Gerichtsurteil wird die AfD beim Verfassungsschutz also weiter als Verdachtsfall geführt.