Kriegsverbrechen in der Ukraine – Finnland senkt Strafe für Chef von russischer Neonazi-Miliz

Die rechtsextreme Miliz Rusitsch wird vom Kreml seit 2014 in der Ukraine eingesetzt. Der Anführer der Truppe sitzt wegen Kriegsverbrechen in Finnland in Haft. Nun reduziert ein Gericht seine Strafe. Ein Gericht in Finnland hat die Haftstrafe für einen wegen mehrerer in der Ukraine begangener Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilten russischen Neonazi reduziert. Das Berufungsgericht in Helsinki senkte die Haftstrafe von Wojislaw Torden auf zwölf Jahre und sechs Monate. Die Beweislage reiche nicht aus, um nachzuweisen, dass Torden bei einem Angriff mehrerer bewaffneter Gruppen in der ostukrainischen Region Luhansk im Herbst 2014 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet habe, hieß es in dem Urteil. Torden, der sich früher Jan Petrowski nannte, war im vergangenen Jahr von einem Gericht in Helsinki dafür verurteilt worden, bei dem Angriff unter anderem einen ukrainischen Soldaten ermordet zu haben. Als Kommandant der paramilitärischen russischen Neonazi-Gruppe Russitsch habe Torden bei dem Angriff zudem seinen Kämpfern erlaubt, einen weiteren ukrainischen Soldaten zu verstümmeln. Die Kämpfer schlitzten dem Ukrainer laut Gericht ein sogenanntes Kolovrat in die Wange. Das auch “Speichenrad” genannte Emblem wird von ultranationalistischen Gruppen und Neonazis in Russland und Osteuropa benutzt. Der ukrainische Soldat starb an den Folgen seiner Verletzungen. Torden wurde zudem dafür verurteilt, dass er Fotos veröffentlichte, die zeigten, wie Kämpfer vor der Leiche eines Soldaten posierten. Das Berufungsgericht in Helsinki urteilte nun, Torden habe keine übergeordnete Rolle innegehabt, “die für die Erschießung der verwundeten ukrainischen Soldaten verantwortlich war”. Das Gericht urteilte jedoch, der russische Neonazi habe Kämpfern die Erlaubnis erteilt, das Kolovrat in die Wange des ukrainischen Soldaten zu schlitzen. Außerdem habe Torden mit einem leichten Maschinengewehr auf ukrainische Soldaten geschossen, was ein Kriegsverbrechen darstelle. Auch der Aufnahme und Veröffentlichung der Fotos sei er schuldig.

via ntv: Kriegsverbrechen in der Ukraine Finnland senkt Strafe für Chef von russischer Neonazi-Miliz

Hitlergruß im ICE – Frau wird in Hannover festgenommen

In einem ICE-Speisewagen streckte die Frau laut Polizei ihren Arm zum Hitlergruß aus. Eine 53-Jährige ist am Freitag laut Ermittlern aggressiv durch einen ICE gelaufen und habe mehrere Reisende verbal belästigt, darunter eine Kindergruppe mit Betreuern. Im Speisewagen habe sie grundlos zwei Bahn-Beschäftigte beleidigt. Danach streckte sie den Angaben zufolge den rechten Arm zum Hitler-Gruß und rief dabei laut “Heil Hitler”.

via ndr: Hitlergruß im ICE – Frau wird in Hannover festgenommen

Graffiti am Wahlkreisbüro der AfD in Grimmen – #161

Am 31.08.2026, in der Zeit zwischen 10:30 Uhr und 16:30 Uhr, kam es am Wahlkreisbüro der AfD in der Mühlenstraße in Grimmen zu einer Sachbeschädigung. Durch bislang unbekannte Täter wurde auf eine Scheibe des Büros in weißer Farbe der Schriftzug “161” gesprüht. Dieser hat die Größe von 0,80m mal 1,10m. Der entstandene Sachschaden wird auf ca. 50,- Euro geschätzt. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen

via presseportal-blaulicht: Graffiti am Wahlkreisbüro der AfD in Grimmen

Nach Schüssen bei Techno-Veranstaltung – Verdächtiger in der Schweiz festgenommen

Bei Schüssen auf einen Rave im Schweizer Kanton Aargau wurde eine 22-Jährige getötet und fünf weitere Menschen verletzt, darunter auch eine Deutsche. Nun ist ein Verdächtiger festgenommen worden. In der Schweiz ist nach den Schüssen auf einem Rave ein Verdächtiger festgenommen worden. Laut der Polizei des Kantons Aargau handelt es sich um einen 43-jährigen Schweizer. Die Ermittler gehen davon aus, dass “der Täter allein gehandelt” hat.Bei dem Vorfall in der Nacht zu Sonntag in der Stadt Aarau war eine 22-jährige Italienerin getötet worden, fünf weitere Menschen wurden verletzt, darunter eine Deutsche. Bei den anderen vier Verletzten handelt es sich den Behörden zufolge um Schweizer Männer. Die leicht bis schwer verletzten Opfer seien in Krankenhäuser gebracht worden. Sie seien 24 bis 31 Jahre alt. Es seien zwei unterschiedliche Hülsen von Patronen gefunden worden, die zu einer Pistole oder Maschinenpistole sowie zu einem Sturmgewehr passten, so die Behörden.Das Motiv für die Tat ist noch unklar. Die Polizei geht davon aus, dass es sich entweder um einen Terrorakt, einen Amoklauf oder eine Abrechnung im kriminellen Milieu handelt.

via tagesschau:Nach Schüssen bei Techno-Veranstaltung Verdächtiger in der Schweiz festgenommen

HATE MACHINE Meta Caught Paying Nazis to Post on Facebook

We did see that coming. Meta was paying out-and-out neo-Nazis to post on Facebook, an investigation from Australia’s ABC News found. These pages and individual creators posted content that appeared to be in clear violation of Facebook’s own hate speech policies. Nonetheless, they were able to earn money on their posts through the platform’s “Content Monetization” program — which is invitation-only. One receiving payouts from Meta was Hugo Lennon, a known far-right agitator and white nationalist with ties to neo-Nazi groups. Lennon was taken away by police for hurling racial abuse at India’s prime minister Narendra Modi during his stay at a Melbourne hotel, and is believed to be one of the organizers behind an “anti-immigration” march on a sacred Indigenous site in the city last year. Lennon, in other words, was a known quantity, and Meta should’ve been under no illusions about who they were paying to drive engagement on the platform. Still, the investigation found that he’s been receiving payments from Facebook since September 2025. Meanwhile, the Facebook page for the Australian white supremacist site The Noticer has been making money through the revenue program since November 2025. Underscoring how much Meta has dropped the ball on this one, even X — owned by Elon Musk, who performed two suspiciously Sieg Heil-looking salutes back in 2025 — has banned The Noticer for violating its “hateful profile policy.” Facebook’s monetization program can be quite lucrative, though it’s unclear how much each of these pages made individually. In 2025, Facebook doled out nearly $3 billion to 16 million accounts, the reporting notes. The platform periodically discloses data on these monetized accounts, which has been collated into a searchable database by the tech accountability non-profit What to Fix. What To Fix executive director Victoire Rio didn’t mince words when it came to Meta’s culpability.

via futurism: HATE MACHINE Meta Caught Paying Nazis to Post on Facebook

Schattendatenbank:  Datenschützer mahnen Schufa ab

Die Schufa hält eine Schattendatenbank mit veralteten Daten über Millionen von Menschen vor. Dagegen wehrt sich jetzt die Datenschutzorganisation noyb mit einer Abmahnung – und der Vorbereitung einer möglichen Sammelklage. Die Datenschutzorganisation noyb hat die Schufa abgemahnt, weil diese eine Schattendatenbank mit historischen und veralteten Daten über Millionen von Menschen vorhält. Die Existenz dieser Datenbank hatte eine gemeinsame Recherche von NDR und Süddeutscher Zeitung im Juli herausgefunden. Die Schufa bewertet die Kreditwürdigkeit von Menschen, zu ihren Kunden gehören unter anderem Banken, Energieversorger oder Telekommunikationsunternehmen. Laut der Recherche von NDR und SZ handelt es sich bei den Daten um „alte Kredite und Kreditkarten, Pfändungen und Privatinsolvenzen, Schulden, die die Betroffenen oft schon vor Jahren beglichen haben“. Es seien Daten, die die Schufa schon längst gelöscht haben müsste, so der Bericht damals weiter. Die sensiblen Daten könnten großen Schaden anrichten. Wenn Menschen allerdings bei der Schufa anfragten, welche Daten diese über sie gespeichert hat, gab die Auskunftei diese historischen Informationen bei der Datenauskunft nicht an.

via netzpolitik: Schattendatenbank:  Datenschützer mahnen Schufa ab

siehe auch: SCHUFA-Datenskandal – Interessentenliste Du hast es vielleicht schon mitbekommen: Die SCHUFA betreibt eine sogenannte “Schattendatenbank”, in der sie unzählige Daten speichert, die eigentlich schon gelöscht sein müssten. Selbst Betroffenen, die eine Kopie ihrer Daten verlangt haben, wurden die hier gespeicherten Daten vorenthalten. Wir gehen davon aus, dass dieses Vorgehen gegen Datenschutzrecht verstößt. noyb (ein gemeinnütziger Verein im Bereich Datenschutz) hat deshalb eine Abmahnung an die SCHUFA geschickt.

„Lake America“ oder „Lake Ontario“? Kanada spottet über Trump mit Schild am Seeufer

Trump will den Lake Ontario in „Lake America“ umbenennen. Kanadas Politiker schlagen zurück – mit Schildern, Spott und scharfen Worten. Doug Ford hat im Namensstreit mit US-Präsident Donald Trump um den Lake Ontario nachgelegt. Der Regierungschef der kanadischen Provinz Ontario veröffentlichte auf der Plattform X ein knapp 40 Sekunden langes Video, in dem er im roten Trikot der kanadischen Fußball-Nationalmannschaft vor einem riesigen blauen Schild am Seeufer posiert. Aufgestellt wurde das Schild nahe Grimsby, Ontario, auf dem in Englisch und Französisch zu lesen ist: „Lake Ontario – Now and Always“ beziehungsweise „Lac Ontario – Aujourd‘hui et pour toujours“. In dem Video erklärte Ford knapp, warum der Name unveränderlich sei: Schon lange, bevor Trump ins Amt gekommen sei, habe der See Lake Ontario geheißen – und so werde es auch nach seinem Abschied aus dem Weißen Haus bleiben. „Falls Präsident Trump oder sonst jemand es vergisst: Wir haben dieses Schild aufgestellt, um sie daran zu erinnern, dass es ‚Lake Ontario‘ heißt – jetzt und für immer“, sagte Ford.
Auslöser der Aktion war eine Verfügung Trumps, mit der er US-Bundesbehörden anwies, den Grenzsee künftig „Lake America“ zu nennen. Trump verknüpfte den Schritt mit dem laufenden Zollstreit und erklärte, die USA rechneten nicht mehr damit, nennenswerte Geschäfte mit Ontario zu tätigen – Kanadas bevölkerungsreichste und wirtschaftlich eng mit den USA verflochtene Provinz. Seit dem Scheitern der Handelsgespräche zwischen Washington und Ottawa vor gut einer Woche hat sich der Konflikt zwischen den Nachbarländern spürbar verschärft.

via fr: „Lake America“ oder „Lake Ontario“? Kanada spottet über Trump mit Schild am Seeufer

siehe auch: Lake Ontario im Fokus Dieser Mann legt im Streit mit Donald Trump nach. Doug Ford, Regierungschef der kanadischen Provinz Ontario, gilt nicht als Freund von US-Präsident Donald Trump. Im Streit über den Namen eines Grenzsees posiert er vor einem vielsagenden Schild. “Lake Ontario – für jetzt und für immer”: Im Streit mit US-Präsident Donald Trump über den korrekten Namen für einen See an der Grenze zwischen beiden Ländern legt der Regierungschef der kanadischen Provinz Ontario nach. In einem auf der Plattform X veröffentlichten knapp 40 Sekunden langen Video posiert Doug Ford im roten Trikot der kanadischen Fußball-Nationalmannschaft vor einem am Seeufer aufgestellten riesigen, blauen Schild. Auf dem steht in Englisch und Französisch geschrieben: “Lake Ontario – Now and Always” beziehungsweise “Lac Ontario – Aujourd’hui et pour toujours”. In wenigen Sätzen erklärt Ford, warum das so ist. Schon lange, bevor Trump ins Amt gekommen sei, habe der See Lake Ontario geheißen – und so werde es auch nach seinem Abschied aus dem Weißen Haus wieder sein. “Falls Präsident Trump oder sonst jemand es vergisst: Wir haben dieses Schild aufgestellt, um sie daran zu erinnern, dass es ‘Lake Ontario’ heißt – jetzt und für immer.” (…) Ford hatte seinem Ärger über Trump bereits nach dem Scheitern der Handelsgespräche mit den Worten “Kiss my ass” (zu Deutsch: Leck mich am Arsch) Luft gemacht. Er nannte den US-Präsidenten zudem einen “Diktator”, einen “Verlierer” und “König der Bankrotte”.