Geheimdienste führen auch in demokratischen Staaten ein Eigenleben. Und oft genug protegieren sie die extreme Rechte, wie Christoph Ruf weiß. Adolf Eichmann wurde 1962 erhängt. Der Mann, der die Handlungsanweisungen für die Eichmänner des dritten Reiches verfasst hatte, sollte indes zeitlebens als ehrenwerter Demokrat und gar als Widerstandskämpfer gelten.
Dabei hatte Hans Globke den maßgeblichen Kommentar zu den Nürnberger Rassengesetzen, der – zynisch formuliert – Gebrauchsanleitung zum Holocaust, ausgearbeitet. Er wurde dennoch die rechte Hand von Konrad Adenauer, der bekanntlich »kein schmutziges Wasser wegschütten wollte, wenn Sie noch kein frisches haben«. Die Globke-Legende sollte mit aller Macht aufrechterhalten werden. Mittels des Bundesnachrichtendienstes (BND) wurde beim Eichmann-Prozess in Jerusalem also ein Spitzel in die Verteidigung eingeschleust, der mithalf, dass in Eichmann ein Einzelner verurteilt wurde, während ein Mann, der für dessen Taten politisch (mit-)verantwortlich war, weiter eine wertvolle Stütze der Bonner Republik blieb.
Als Eichmann, der wusste, dass er bald gehängt werden würde, Globkes Schuld benannte, wurde die Veröffentlichung des entsprechenden Zitates in einer Münchner Illustrierten von Staats wegen verhindert. Das Buch des Historikers Klaus-Dietmar Henke, das all das aufarbeitet, ist dieser Tage erschienen. 81 Jahre, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Bis zum Tod des besagten Spitzels 2025 galt in dieser Angelegenheit eine staatlich verordnete Omertà.
Deported Milo Yiannopoulos says he is ‘ashamed’ of support for Trump
British far-right pundit breaks silence on ICE arrest and deportation and says he was ‘really, really terrified’. Milo Yiannopoulos, the British far-right commentator who was arrested last week by Immigration and Customs Enforcement (ICE) officers in Louisiana and deported to the United Kingdom, has broken his silence about the experience, saying that “for the first time I know what it feels like to be really, really terrified”. Yiannopoulos on Tuesday appeared on Piers Morgan Uncensored, a YouTube show presented by Piers Morgan, the British broadcaster and media personality. Yiannopoulos, 41, described the experience in the US as “humiliating and disorientating”, “physically degrading” and “frightening”. He also said that he was “ashamed” of his previous support for Donald Trump, who has pursued an agenda of mass deportation throughout his second presidency. “I didn’t really understand the physical reality of how institutionalized the brutality is in America,” he said. “It’s like everybody that’s arrested is an MS-13 gang member, and it hurts a lot more than it looks like on television.” His remarks came just days after he was deported from the US, after being arrested on Thursday by ICE officers at the New Orleans airport. In a statement last week, the Department of Homeland Security (DHS), the parent agency of ICE, said Yiannopoulos had “legally entered the country” in May 2019, but “chose to overstay his welcome in violation of our nation’s laws”. Yiannopoulos was an early supporter of Trump before Trump first became US president in 2016. He is a former editor of Breitbart News and later worked to help the rapper Ye, formerly known as Kanye West, explore a presidential run in 2024. The homeland security department said Yiannopoulos was issued a final order of removal by an immigration judge on 22 July “after failing to show up for his immigration hearing”.
via guardian: Deported Milo Yiannopoulos says he is ‘ashamed’ of support for Trump
siehe dazu auch: weitere Posts zu Yiannopoulos
Gewehre und Pistolen aus dem 3D-Drucker
Ein 55 Jahre alter Mann aus Wuppertal-Elberfeld soll mehrere scharfe Schusswaffen illegal in seiner Wohnung gelagert und einige davon sogar selbst produziert haben. Aufgefallen war er aber an seinem Arbeitsplatz bei den Wuppertaler Stadtwerken.Bei einer Hausdurchsuchung stellte die Kriminalpolizei am Montagnachmittag mehrere Kurz- und Langwaffen sowie scharfe Munition sicher. Mit zwei 3D-Druckern soll der Wuppertaler die schussfähigen Waffen zudem selbst hergestellt haben. (…)
Arbeitgeber des Mannes sollen die Wuppertaler Stadtwerke sein, die hatten zuvor die Polizei alarmiert. Bei einer laut eigenen Angaben routinemäßigen Überprüfung der eigenen Computer habe man festgestellt, dass der Mitarbeiter Dateien zum Waffenbau im Internet heruntergeladen hatte. In seinem Spind fand man zudem eine scharfe Schusswaffe. Auch diese Pistole stammt zumindest teilweise aus dem 3D-Drucker Kurz darauf durchsuchte die Kriminalpolizei die Privatwohnung des Angestellten. Dort stellten die Beamten drei unterschiedliche Schusswaffen aus dem 3D-Drucker, eine Vielzahl von waffenrechtlich verbotenen Bauteilen, eine größere Menge scharfer Munition sowie zehn erlaubnisfreie Waffen sicher. (…) Allerdings habe die Polizei in einem Schrank seiner Wohnung eine Anstecknadel mit Hakenkreuz gefunden. “In den vergangenen Jahren hat er mal einen rechtsextremen Inhalt geliked“, weiß Baumert. (…) Laut Staatsanwaltschaft stellte er auch passende Munition her. Und zwar aus Schreckschuss-Patronen, die der Mann offensichtlich zu scharfer Munition umgebaut hatte.
via wdr: Gewehre und Pistolen aus dem 3D-Drucker
siehe auch: Durchsuchung in Wuppertal Polizei findet 3D-gedruckte Schusswaffen bei 55-Jährigem Ein Firmencomputer brachte Ermittler in Wuppertal auf die Spur eines 55-Jährigen. In seiner Wohnung fanden sie drei 3D-gedruckte Schusswaffen und Munition. Das Motiv ist weiter unklar. Die Polizei hat bei einem 55-Jährigen in Nordrhein-Westfalen mehrere mit einem 3D-Drucker hergestellte Schusswaffen gefunden und beschlagnahmt. Zudem fanden die Beamten Munition und verbotene Waffenteile, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Wuppertal am Dienstag mitteilten. Zuvor hatte der Arbeitgeber des Manns die Polizei verständigt, weil im Spind des 55-Jährigen eine scharfe Schusswaffe entdeckt worden war. Der Arbeitgeber war demnach bei einer routinemäßigen Kontrolle von Firmencomputern darauf gestoßen, dass der Mitarbeiter Dateien zum Bau von Schusswaffen heruntergeladen und gespeichert hatte. In der Folge wurde der Spind des wegen Krankheit abwesenden 55-Jährigen kontrolliert. Am Montag durchsuchte dann die Polizei mit zahlreichen Kräften die Wohnung des 55-Jährigen in Wuppertal und beschlagnahmte neben drei 3D-gedruckten Schusswaffen eine größere Menge scharfer Munition und zahlreiche verbotene Waffenteile. Außerdem wurden zwei 3D-Drucker sowie zehn weitere, sogenannte erlaubnisfreie Waffen, für die keine Genehmigung erforderlich ist, mitgenommen; POL-W: W Schusswaffen ausgedruckt – Gemeinsame Presseerklärung von Staatsanwaltschaft und Polizei Wuppertal: Gestern (31.08.2026) durchsuchten Polizeibeamte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft die Wohnung eines 55-jährigen Wuppertalers in der Elberfelder Südstadt. Der Durchsuchung voraus ging ein Hinweis des Arbeitgebers des Beschuldigten. Dieser hatte bei einer routinemäßigen Kontrolle der Computer festgestellt, dass Dateien zum Bau von Schusswaffen von einem Mitarbeiter heruntergeladen und gespeichert worden waren. Eine anschließende Kontrolle des Spindes des krankheitsabwesenden Mitarbeiters führte unter anderen zum Fund einer scharfen Schusswaffe. Seitens des Arbeitgebers wurde daraufhin die Polizei informiert, die weitere Ermittlungen einleitete und die Waffe sicherstellte. Durch die von der Polizei informierte Staatsanwaltschaft wurde daraufhin bei dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Wuppertal ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt und dessen Vollstreckung angeordnet. Angesichts der zu erwartenden weiteren Bewaffnung des Beschuldigten wurden hierzu erhebliche Kräfte zusammengezogen. . Bei der Durchsuchung wurden drei unterschiedliche, mittels eines 3D-Druckers hergestellte Schusswaffen, eine Vielzahl von waffenrechtlich verbotenen Bauteilen, eine größere Menge scharfer Munition, zehn erlaubnisfreie Waffen und zwei 3D-Drucker, bei denen einer im Moment des polizeilichen Zugriffs lief, sichergestellt. Zudem fanden sich Anhaltspunkte dafür, dass der Beschuldigte jedenfalls in den vergangenen Jahren einen rechtsextremen Inhalt im Internet geliket hatte. Weiterhin wurde bei ihm eine Anstecknadel mit einem Hakenkreuzsymbol aufgefunden. In seiner Vernehmung leugnete er ein politisches Motiv für seine Bewaffnung.

Wirtschaftsstandort – So viel kostet ein Rechtsruck
In Sachsen-Anhalt führt die AfD in den Umfragen. Für die Wirtschaft könnte das schwerwiegende Folgen haben. Jan Woitas/dpa Wissenschaftler haben versucht, die ökonomischen Auswirkungen einer möglichen AfD Regierung in Sachsen-Anhalt zu quantifizieren. Die Berechnungen zeigen: In vielen Branchen dürfte es schwer werden, Arbeitskräfte zu finden.(…) Wie würde eine AfD-geführte Regierung Sachsen-Anhalt verändern? Was würde sie für Minderheiten bedeuten, für Schulen, für Kultureinrichtungen, für den öffentlich-rechtlichen MDR, für Bürgerinnen und Bürger, die keinen deutschen Pass haben, und für die Unternehmen im Land? Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Halle, kurz IWH, haben versucht, die ökonomischen Auswirkungen einer AfD-Regierung zu quantifizieren.
Ihr Ergebnis: Bis zu 3,2 Milliarden Euro an Wertschöpfung würden Sachsen-Anhalt in den kommenden fünf Jahren entgehen, wenn die AfD ihre Politik wie angekündigt umsetzte. Und bis zu 14 000 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer würden dem Land bis 2031 zusätzlich fehlen. Zusätzlich deshalb, weil Sachsen-Anhalt eine Region ist, die ohnehin schon stark unter dem demografischen Wandel und der dadurch bedingten Knappheit von Arbeitskräften leidet. Die Autoren der Studie liefern dazu ein paar eindrückliche Zahlen: 29 Prozent der Beschäftigten mit deutscher Staatsangehörigkeit in dem Bundesland sind 55 Jahre oder älter. Bis 2031 werden mehr als 61 000 von ihnen aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Arbeitskräfte, die aus dem Ausland nach Sachsen-Anhalt kommen, können diese Entwicklung bestenfalls zu einem Teil kompensieren.
Läuft die Zuwanderung wie bisher weiter, dann rechnen die Studienautoren in den kommenden Jahren mit 29 000 zusätzlichen nicht-deutschen Beschäftigten. Im Falle einer AfD-Regierung seien bis 2031 jedoch allenfalls 15 000 zusätzliche Arbeitskräfte aus dem Ausland zu erwarten – mit erheblichen negativen Auswirkungen. (…) Betroffen wären all jene Branchen, bei denen zwei Dinge zusammenkommen: erstens ein Engpass an Arbeitskräften, der ganz Deutschland erfasst hat und der es für Sachsen-Anhalts Wirtschaft schwer macht, Beschäftigte aus anderen Bundesländern abzuwerben. Und zweitens ein hoher Anteil ausländischer Beschäftigter. Das trifft zum Beispiel auf die Gastronomie, den Tiefbau, die Logistik, den Bereich der Lebensmittelzubereitung und die Medizin zu. So hat zum Beispiel jeder fünfte Arzt beziehungsweise jede fünfte Ärztin in Sachsen-Anhalt keinen deutschen Pass.
Erstmals gemeinsamer Wahlaufruf der Religions-Gemeinschaften
Erstmals vor einer Landtagswahl haben sich die katholische und evangelische Kirche gemeinsam mit den Spitzen der muslimischen und jüdischen Gemeinden auf einen gemeinsamen Wahlaufruf verständigt. Christen, Juden und Muslime appellieren an die Wählerinnen und Wählern im Land, mit ihrer Stimme die demokratische Gesellschaft zu stärken. von Stefan Ludmann Es ist ein leidenschaftlicher Appell für Demokratie, Toleranz und Freiheit. Die Spitzen der evangelischen und katholischen Kirche in Mecklenburg-Vorpommern und die Vertreter der muslimischen und jüdischen Gemeinden erklärten, sie hätten zwar unterschiedliche Glaubensüberzeugungen, aber: Gemeinsam stehe man ein für die Würde aller Menschen. Die Wahl am 20. September gebe die Möglichkeit, alle zu stärken, die sich uneingeschränkt zur Würde jedes und jeder Einzelnen bekennen und danach handeln. Auch in der eigenen Kirche im Gespräche bleiben In dem Aufruf an die Wähler heißt es: “Prüfen Sie, ob und wie der Schutz von Minderheiten und Schutzbedürftigen garantiert wird.” Die AfD wird zwar nicht genannt, aber die Partei ist gemeint, wenn in dem Aufruf davon die Rede ist, dass die Demokratie in Gefahr sei. Die Unterzeichner ließen das auf einer Pressekonferenz in Schwerin auch klar durchblicken. Der evangelische Bischof Tilman Jeremias im Sprengel Mecklenburg und Pommern sagte, er wolle mit AfD-Wählern auch in der eigenen Kirche im Gespräche bleiben, aber die AfD sei eine in Gänze rechtsextreme Partei. Die Kirche habe schon zur NS-Zeit grob versagt. “Und da müssen wir doch aus der Geschichte lernen und sagen, das kann nicht noch mal so sein.”
via ndr: Erstmals gemeinsamer Wahlaufruf der Religions-Gemeinschaften
Verdacht der Volksverhetzung: Dachorganisation der Sinti und Roma zeigt Tino Chrupalla an
Es geht um eine Äußerung des AfD-Chefs bei einer Wahlkampfveranstaltung in Mecklenburg-Vorpommern. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma hat Strafanzeige und Strafantrag gegen den AfD-Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla gestellt. Nach Angaben des Zentralrats geht es um den Verdacht der Volksverhetzung und Beleidigung. Anlass ist eine Äußerung Chrupallas bei einer AfD-Wahlkampfveranstaltung im mecklenburg-vorpommerschen Grimmen am 29. August. Vor etwa 400 Besuchern hatte Chrupalla über den Fund von Waffen und Munition in einem Waldgebiet bei Berlin gesprochen. Dabei soll er gesagt haben, die Waffen hätten »wahrscheinlich irgendwelche Z.### dort verloren, beim Pilzesuchen«. Nach Darstellung des Zentralrats reagierten Teile des Publikums darauf mit Gelächter und Applaus.
Die Organisation wertet die Äußerung als gezielte Herabwürdigung von Sinti und Roma und zeigt sich angesichts des Vorgangs entsetzt. Es sei nicht hinnehmbar, dass eine nach Einschätzung des Zentralrats rechtsextreme Partei im Landtagswahlkampf Minderheiten auf diese Weise zum Gegenstand von Spott und Hetze mache. Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats, sieht in dem Vorfall eine grundsätzliche politische Dimension. Bei der Auseinandersetzung mit der AfD geht es seiner Ansicht nach längst nicht mehr allein um den Schutz einzelner Minderheiten. »In der politischen Auseinandersetzung mit dieser verfassungsfeindlichen Partei geht es heute nicht um Minderheiten«, erklärte Rose, »sondern um die Sicherung von Demokratie, Rechtstaatlichkeit und Frieden.«
via jüdische allgemeine: Verdacht der Volksverhetzung: Dachorganisation der Sinti und Roma zeigt Tino Chrupalla an
siehe auch: Vorwurf der Volksverhetzung – Strafanzeige gegen AfD-Bundeschef. Chrupalla nach Wahlkampfauftritt in MV Bei einer Wahlveranstaltung der AfD MV zog der Parteivorsitzende Tino Chrupalla über Minderheiten her. Der Zentralrat Deutsche Sinti und Roma sieht darin klar Volksverhetzung. Zuhörern stockte in dem Moment der Atem: Der AfD-Bundesvorsitzende Tino Chrupalla hat sich beim Wahlkampfauftritt am vergangenen Freitag in Grimmen abfällig über Minderheiten geäußert. Jetzt hat der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen den AfD-Mann gestellt. Gelächter nach „Zigeuner“-Zitat Chrupalla hat bei der Wahlkampfveranstaltung der MV-AfD in Grimmen zu verschiedenen Themen grenzüberschreitende Töne angeschlagen. So warnte er vor „Kriegspropaganda“ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der aus seiner Sicht gern und oft übertreibe. Als Beispiel nannte Chrupalla einen Fund von Waffen in Brandenburg, der mit Russland in Verbindung gebracht wurde. Diese hätten vermutlich „irgendwelche Z.### verloren beim Pilzesuchen“, sagte der AfD-Chef und erntete Gelächter. Seine Attacke ging noch weiter, als er unterstellte: Bei kurdischen Hochzeiten in Berlin gäbe es viele solcher Delikte. „Da haben die Waffen ohne Ende“, sagte Chrupalla. (…) Auf diese Weise würden Minderheiten stigmatisiert und ausgegrenzt. Der Vorsitzende des Zentralrats, Romani Rose, erklärt: „Die AfD ist eine Partei der Spaltung, die das Bild des hässlichen Deutschen in Europa wieder aufleben lässt und damit das Ansehen und die Zukunft unseres Landes in der Welt gefährdet.“
AfD-Abgeordneter Lars Hünich: Gefängnis-Besuch bei Neonazi Marla Svenja Liebich
Lars Hünich (AfD) vernetzt sich mit Rechtsextremisten und begründet das mit Meinungsfreiheit. Er besuchte eine wegen Volksverhetzung verurteilte Neonazi im Gefängnis und scherzt mit einem Aktivisten, der Journalisten bedrängte. Nun soll er sein Mandat zurückgeben. Der Brandenburger AfD-Landtagsabgeordnete Lars Hünich vernetzt sich mit Rechtsextremisten. Hünich besuchte am Donnerstag, 27. August, Marla Svenja Liebich in der sächsischen JVA Zeithain. Neonazi Liebich sitzt wegen wiederholter Volksverhetzung und anderer Straftaten ein. Bevor das Urteil 2025 rechtskräftig wurde, änderte Liebich – bis dato mit Aussagen gegen Trans-Personen auffällig geworden – den eigenen Geschlechtseintrag auf weiblich und entzog sich später dem Haftantritt. Nach einer ersten Prüfung in einem Frauengefängnis wurde Liebich schließlich nach Zeithain verlegt, wo männliche Insassen einsitzen.(…)
Mitte August hatte Hünich bereits den Prozess gegen die „Gruppe Reuß“ am Oberlandesgericht Frankfurt am Main verfolgt. Den Angeklagten wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und geplanter Hochverrat vorgeworfen. Sie sollen einen Putsch gegen die Bundesregierung vorbereitet und sich dabei an der Seite einer ominösen „Allianz“ gewähnt haben. Manche hielten Außerirdische für einen Teil davon.(…)
Er stellt die Angeklagten im Reuß-Prozess als verwirrt dar und kritisierte die mehrjährige Untersuchungshaft. In einem Podcast wurde Hünich deutlicher: „Das hat mit einem richtigen Rechtsstaat nichts mehr zu tun.“ Mit „Aktivist Mann“ über das Bedrängen von Journalisten gescherzt Ein anderes Video hat Hünich hingegen wieder gelöscht. Am Donnerstag saß er bei einer Veranstaltung mit dem Streamer „Aktivist Mann“ alias Matthäus Westfal zusammen. Der wurde bundesweit bekannt, weil er einen Journalisten am Rande einer AfD‑Wahlkampfveranstaltung in Sachsen-Anhalt schubste und anschrie. Hünich und Westfal ahmen die Szene scherzend nach.
via maz online: AfD-Abgeordneter Lars Hünich: Gefängnis-Besuch bei Neonazi Marla Svenja Liebich
