Pandemic worsens Roma and Travellers poverty and discrimination

The Coronavirus pandemic hit Roma and Travellers particularly hard, shows a new bulletin from the EU Agency for Fundamental Rights (FRA). Many Roma and Travellers lost their income, overcrowding and lack of sanitation increased their health risks, and distance learning was difficult without internet access. Discrimination and anti-Roma rhetoric have increased too, especially online. FRA calls on policymakers to urgently address these immediate challenges and put in place lasting structures to fight deep-rooted prejudice and discrimination. “The Coronavirus does not discriminate, but the measures to contain it do. Facing stricter lockdown, poor welfare support and limited access to online learning, many Roma and Travellers communities have been ravaged by the pandemic. Member States need to tackle these challenges, strengthen social inclusion and involve Roma and Travellers themselves – both during the COVID-19 crisis and beyond,” says FRA’s Director Michael O’Flaherty. FRA’s latest bulletin “Coronavirus pandemic in the EU – Impact on Roma and Travellers” documents the main challenges: Lockdown – entire Roma and Traveller communities faced stricter lockdown as precautionary measures, even before there were any confirmed infections. Housing – many live in overcrowded households with no access to running water. This makes physical distancing or washing hands very difficult, and put Roma and Travellers at higher risk of contracting the disease. Employment – lockdown left street vendors and those with precarious contracts unemployed. As many Roma and Travellers were not part of the formal economy before the pandemic, they cannot access support or claim welfare benefits. Poverty – the loss of jobs increased poverty and the risk of malnutrition, which was already high before the pandemic. Healthcare – in some countries, only half of Roma and Travellers have health insurance. Moreover, many face discrimination when accessing healthcare. Education – already before the pandemic, most Roma and Traveller children were early school leavers. Now, many do not have internet access nor computers, so they cannot take part in online learning when schools close. Hate speech – hate speech and discrimination against Roma and Travellers increased during the pandemic, as they were blamed for spreading the virus.

via fra europe: Pandemic worsens Roma and Travellers poverty and discrimination

Es dauerte keine Woche: Spiel von Rechtsextremen fliegt aus dem Steam-Store – #noIB

Es schien verrückt, wie ein Scherz mit unschöner Pointe, die statt Lachern betroffenes Schweigen untermalt mit Grillenzirpen erntet. Die rechtsextreme “Ein Prozent”-Bewegung und das ebenso rechte Künstlerkollektiv “Kvltgang” veröffentlichten ein eigens entwickeltes Game auf der Spieleplattform Steam, wir berichteten. Gamerinnen und Gamer protestierten im Voraus auf Reddit, meldeten sich bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BpjM). Die habe aber aufgrund des Zensurverbots mit einer Prüfung abwarten müssen. Doch ehe die BpjM dazu kam, hatte Steam das Spiel bereits entfernt – das Konto der Verantwortlichen löschte die US-Plattform gleich mit. Grund für den Widerstand sind nicht nur die Beteiligten, sondern auch die Inhalte des Spiels. So steuert man unter anderem den Sprecher der rechtsextremen Identitären Bewegung Martin Sellner und bekämpft dabei das “Globo Homo”-Regime. Ein Spielbösewicht sieht zudem dem ungarischen Milliardär George Soros sehr ähnlich, der zum Feindbild von Rechtsextremen sowie Antisemiten gehört. Außerdem ist das Spiel von diffamierenden Bildern durchzogen. In einem Level taucht etwa auf dem Völkerschlachtsdenkmal, einer bei Rechtsextremen beliebten Landmarke, eine antiziganistische Karikatur einer Roma-Frau auf. Auf Twitter und Reddit äußerten sich einige Menschen, darunter auch Gamerinnen und Gamer, gegen die Veröffentlichung, forderten von Steam, das Spiel gar nicht erst in den Store zu nehmen.

via watson: Es dauerte keine Woche: Spiel von Rechtsextremen fliegt aus dem Steam-Store

Ulmer Gericht benennt Antiziganismus als Tatmotiv für Brandanschlag

Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, erklärt zum heutigen Urteil des Landgerichts Ulm im Verfahren wegen versuchten Mordes gegen fünf junge Männer, die im Mai 2019 in Dellmensingen (Alb-Donau-Kreis) einen Brandanschlag auf eine Roma-Familie verübt haben: „Das Gericht benennt in der Urteilsverkündung Rassismus und Antiziganismus als Tatmotiv. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma sieht in dem Prozess ein deutliches Signal, dass der Rechtsstaat die Bedrohung des gewaltbereiten Antiziganismus ernst nimmt und jede Form von Hasskriminalität konsequent verfolgt. Die Wehrhaftigkeit des Rechtsstaats wird in diesem Gerichtsprozess deutlich.“ Vor dem Hintergrund zahlreicher rechtsextremer Anschläge im letzten Jahr macht Romani Rose deutlich: „Wir dürfen diese Gewalt des Rechtsextremismus nicht weiter verharmlosen. Die Anschläge von Halle, Hanau und München, wie auch die Morde des NSU sind Beispiele genug, die uns die Gefahren durch rechten Terrorismus vor Augen führen. Deshalb ist der Widerspruch unserer Gesellschaft unerlässlich, um Antiziganismus, Antisemitismus und Rassismus zu ächten. Sicherheitsbehörden und Justiz tragen aus Sicht des Zentralrats für den Zusammenhalt der Gesellschaft und für das Vertrauen in den demokratischen Rechtsstaat eine große Verantwortung.“ Bereits die Anklage durch die Staatsanwaltschaft und das heutige Gerichtsurteil machen deutlich, dass dieser Mordanschlag mit dem Tod einer jungen Mutter und ihres Kleinkindes hätte enden können. Der Zentralrat begrüßt, dass das Gericht darüber hinaus die Tat der vollendeten Nötigung in 45 Fällen festgestellt hat. Denn alle Menschen auf dem Campingplatz sind Opfer des Anschlags geworden. Sie sind in Panik und in Sorge um ihr Leben geflohen.

via zentralrat deustcher sinti und roma: Ulmer Gericht benennt Antiziganismus als Tatmotiv für Brandanschlag

Rechtsextremismus in Polizei: Zentralrat der Sinti und Roma zeigt sich besorgt

Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma hat sich für eine genaue Untersuchung rechtsextremistischer Tendenzen in den Sicherheitsbehörden ausgesprochen. Deutschland dürfe das Problem nicht einfach ignorieren, damit es im Ausland keine negative Aufmerksamkeit gebe, sagte Romani Rose. Er appellierte auch daran, endlich Verantwortung für Antiziganismus zu übernehmen. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma hat zu einem verstärkten Einsatz gegen Rechtsextremismus bei der Polizei aufgerufen. Der Vorsitzende Romani Rose sagte der “Schwäbischen Zeitung”: “Ich halte den Rechtsextremismus in Polizei, in Spezialeinheiten oder dem Verfassungsschutz für sehr bedenklich. (…) Wir dürfen nicht wie so oft in der Vergangenheit einfach wegschauen, nur damit Deutschland im Ausland keine negative Aufmerksamkeit bekommt.” (…) Rose äußerte sich auch zum Ulmer Prozess um einen Brandanschlag auf eine Roma-Familie, bei dem am Mittwoch das Urteil erwartet wurde. Fünf junge Männer hatten laut Anklage eine Fackel auf den Wohnwagen einer Familie in Erbach (Alb-Donau-Kreis) geworfen. In dem Fahrzeug, das nur knapp verfehlt wurde, war eine schlafende Frau mit ihrem neun Monate alten Sohn.

via rnd: Rechtsextremismus in Polizei: Zentralrat der Sinti und Roma zeigt sich besorgt

European Roma Rights Centre reports on human rights violations against Romani people during the pandemic this spring

The European Roma Rights Centre (ERRC) released a report on 9 September about the human rights violations that were committed against Romani people in 12 European countries during the spring wave of the COVID-19 pandemic. The report, entitled “Roma Rights in the Time of COVID”, demonstrates the degeree to which Romani people were affected by discrimination and institutional racism during the first half of 2020. “From February to June 2020, when the attention of the world was focused on the COVID-19 illness, Romani people were being attacked and harassed by racist police officers, were being forcibly evicted, scapegoated by ultra-right political parties and denied access to health care,” the ERRC says in the report, which describes the situation in Albania, Belgium, Bulgaria, Hungary, Italy, Moldavia, North Macedonia, Romania, Serbia, Slovakia, Turkey and Ukraine. The report describes in detail how Romani children were denied access to education, how the quarantining of Romani people was undertaken in some countries, and how some media outlets used deceptive, exaggerated allegations that led to the demonization of Romani communities.

via romea.cz: European Roma Rights Centre reports on human rights violations against Romani people during the pandemic this spring

Barbara Schöneberger und Intendant des NDR entschuldigen sich für antiziganistische Äußerung bei der Verleihung des Deutschen Radiopreises

Die Moderatorin Barbara Schöneberger hat sich in einem Brief an den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma für ihre heftig kritisierte antiziganistische Äußerung bei der Preisverleihung des Deutschen Radiopreis entschuldigt. Der Zentralrat hat ihre Entschuldigung angenommen, wies jedoch in einem Antwortschreiben auf die Tragweite der von der Moderatorin leichtfertig dahin gesprochenen Äußerung hin. Auch der Intendant des Norddeutschen Rundfunk (NDR) Joachim Knuth wandte sich mit einem Brief an den Zentralrat, in dem er sein Bedauern darüber ausdrückte, dass die Gefühle der Sinti und Roma verletzt worden sind. In einer ersten Reaktion unmittelbar nach der Sendung hatte der NDR die Kritik an der Aussage von Barbara Schöneberger und deren antiziganistischen Gehalt heruntergespielt und bagatellisiert. In einem an den Zentralratsvorsitzenden Romani Rose persönlich adressierten Brief bittet Barbara Schöneberger ihn und alle Sinti und Roma, die sich von ihrer Aussage beleidigt gefühlt haben, um Entschuldigung. Romani Rose hat diese Entschuldigung für den Zentralrat angenommen. In seiner Antwort an Barbara Schöneberger wies er allerdings darauf hin, dass sie mit Ihrer leichtfertig dahin gesprochenen Aussage, bezogen auf die angebliche Wohnsitzlosigkeit von Sinti und Roma, ein Jahrhunderte altes und tiefsitzendes Klischee bedient habe. Gerade an solche Klischees würden Vorurteile andocken, vor allem, wenn Sie durch Personen des öffentlichen Lebens verbreitet werden. Besonders in der heutigen Zeit, in der antiziganistische Denkmuster und rechtspopulistische Positionen wieder erstarken, würden solche Aussagen zu Lasten von Minderheiten gehen, was in der deutschen Geschichte immer zu schmerzhaften Erfahrungen geführt habe.

via zentralrat deutscher sinti und roma: Barbara Schöneberger und Intendant des NDR entschuldigen sich für antiziganistische Äußerung bei der Verleihung des Deutschen Radiopreises

European Holocaust Memorial Day for Sinti and Roma – #remembrance #RomaRemember

On 2 August, we commemorate the last 4,300 Sinti and Roma in the German Nazi concentration camp Auschwitz-Birkenau, who were murdered by the SS on that night in 1944 despite their fierce resistance. In memory of all 500,000 Sinti and Roma murdered in Nazi-occupied Europe, the European Parliament declared this date the European Holocaust Memorial Day for Sinti and Roma in 2015.

via European Holocaust Memorial Day for Sinti and Roma

https://twitter.com/MelinaBorcak/status/1289864942670065667