Volksverhetzung – AfD schließt Carsten Härle aus

Der Verfassungsschutz bescheinigt dem Heusenstammer Carsten Härle ein “geschlossenes rechtsextremes Weltbild”. Nun hat die AfD den Politiker ausgeschlossen – nach einem jahrelangen Verfahren. Seit 2019 wollte die hessische AfD Hessen den später wegen Volksverhetzung verurteilten Carsten Härle loswerden. “Mich ekelt es an, was Herr Härle so alles äußert”, sagte der Landesvorsitzende Robert Lambrou seinerzeit. Doch der Betroffene wehrte sich. Nach fast vier Jahren ist es so weit: Lambrou hat den IT-Unternehmensberater aus Heusenstamm (Offenbach) nicht länger mehr zum Parteikollegen. Das Bundesschiedsgericht der AfD habe den im November 2021 vom Landesschiedsgericht verhängten Parteiausschluss bestätigt, teilte die Hessen-AfD am Mittwoch mit. “Wir freuen uns über das Urteil”, wird Lambrou zitiert. Härle habe keinen Platz in der Partei, von seinen Äußerungen habe man sich stets distanziert, heißt es weiter. Den Ausschluss hatte der Landesverband mit parteischädigendem Verhalten begründet: Härle habe wiederholt erheblich und öffentlich gegen das Grundsatzprogramm der Partei verstoßen, das auf der freiheitlich demokratischen Grundordnung fuße. Ohne landespolitisch eine direkte Rolle zu spielen, hatte Härle vor allem über soziale Medien wie Facebook mit Äußerungen über Migration oder die NS-Geschichte Aufmerksamkeit auf sich gezogen – und Empörung ausgelöst. Er nahm wegen der Flüchtlingspolitik einen “Genozid gegen die Deutschen” wahr. Oder er bestritt, der Zweite Weltkrieg habe “irgendetwas mit Hitler oder dem Nationalsozialismus zu tun gehabt”. In einem Gutachten des Bundesverfassungsschutzes wurde der Heusenstammer schon vor Jahren ausführlich als ein Beispiel dafür genannt, dass die Partei wegen bedenklicher Tendenzen eines Teils der Mitglieder nachrichtendienstlich als Prüffall behandelt werden muss. Seine Verlautbarungen sprächen “durchaus für ein geschlossenes rechtsextremistisches Weltbild“. Nach Holocaust-Äußerung verurteilt Anfang vergangenen Jahres verurteilte das Landgericht Darmstadt Härle in zweiter Instanz wegen Volksverhetzung zu einer Zahlung von insgesamt 2.000 Euro. Er hatte in einem Chat über den Holocaust unter anderem befunden: “Man muss sagen, dass sich die Nazis beim Töten einigermaßen dämlich angestellt haben.”

via hessenschau: Volksverhetzung AfD schließt Carsten Härle aus

Ex-Mitschüler spricht über #Aiwanger: #Hitlergruß und #JudenWitze – #KickHimOut #eingestaendnis #untragbar

Tagelang gab es nur anonyme Vorwürfe gegen Hubert Aiwanger, im BR-Interview äußert sich erstmals ein Ex-Mitschüler vor der Kamera: Aiwanger habe damals Hitler imitiert und Juden-Witze erzählt. Die Freien Wähler beklagen “Diffamierungsversuche”. Sechs Wochen vor der bayerischen Landtagswahl erschüttern die Berichte über Hubert Aiwangers Jugend weiter die Koalition im Freistaat: Auch nach dem Krisentreffen von CSU und Freien Wählern sieht Ministerpräsident Markus Söder (CSU) viel Klärungsbedarf – und sieht “den Ball” bei Aiwanger. Die Freien Wähler beklagen eine Schmutzkampagne – und kritisieren, dass es bisher nur anonyme Anschuldigungen gebe. Reporterinnen und Reporter des BR sprachen in den vergangenen Tagen mit zahlreichen Mitschülern Aiwangers. Deren Erinnerungen waren höchst unterschiedlich. Mario Bauer ist der Erste, der offen vor einer Kamera seine Erinnerungen an seinen früheren Schulkameraden schildert. Beim Betreten des vollbesetzten Klassenzimmers habe Hubert Aiwanger ab und zu “einen Hitlergruß gezeigt”, erinnert sich Bauer im Interview mit “report München” und BR24. Auch habe er oft Hitler-Reden imitiert. “Da wollte er immer damit auffallen.” Damit bestätigt der Ex-Mitschüler, der drei Jahre lang mit Aiwanger in einer Klasse am Burkhart-Gymnasium Mallersdorf-Pfaffenberg war, öffentlich anonyme Aussagen, über die “Süddeutsche Zeitung” und “Münchner Merkur” berichtet hatten. Der “Merkur” schrieb unter Berufung auf Zeitzeugen von damals, im Zusammenhang mit einem antisemitischen Flugblatt sei vor 35 Jahren schnell der Verdacht auf den 16 oder 17 Jahre alten Hubert gekommen, weil dieser in der Klasse als Hitler-Imitator aufgefallen sei. Zwar bekannte sich mittlerweile Aiwangers Bruder Helmut dazu, Verfasser des Papiers zu sein. Noch immer steht aber zumindest eine Beteiligung von Hubert Aiwanger im Raum. Schließlich hatte gegen ihn die Schule vor 35 Jahren ein Disziplinarverfahren angestrengt, nachdem in seiner Schultasche ein oder mehrere Exemplare gefunden worden waren, wie er selbst einräumte. Ob er es verteilt hat, daran erinnert er sich nach eigenen Angaben nicht mehr. Zum Flugblatt kann Mario Bauer nichts sagen, er erinnert sich aber an Hubert Aiwangers auffälliges Verhalten. Auch Witze über Juden und das KZ Auschwitz habe sein Mitschüler “definitiv” erzählt.

via br: Ex-Mitschüler spricht über Aiwanger: Hitlergruß und Juden-Witze

siehe auch: weitere Meldungen zu Aiwanger im Blog

https://twitter.com/TinoPfaff/status/1696880049217995091

„Jeder weitere Tag vergrößert den Schaden“: SPD fordert Rücktritt von Aiwanger, Zentralrat der Juden schaltet sich ein

Der Bruder des bayrischen Vizeregierungschefs soll als Schüler ein antisemitisches Flugblatt geschrieben haben. Der Zentralrat der Juden verurteilt dies, Bayerns Opposition fordert Konsequenzen. Nach den Erklärungen von Bayerns Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger zu einem antisemitischen Flugblatt aus Schulzeiten fordern die Grünen im Freistaat eine Stellungnahme von Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Die SPD hält auch weiterhin einen Rücktritt oder eine Entlassung des Wirtschaftsministers für unausweichlich – und bleibt deshalb bei ihrer Forderung nach einer Sondersitzung im Landtag. „Es gibt noch viele offene Fragen und Erinnerungslücken. Die müssen geklärt und geschlossen werden“, sagte Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in München. „Denn dieses Dokument ist menschenverachtend und verhöhnt die Opfer des Holocaust. Warum hatte Hubert Aiwanger das Flugblatt denn in der Schultasche? Das hat er ja nun nicht mehr abgestritten.“ Jetzt sei Söder am Zug. „Ich möchte von Markus Söder wissen, ob ihm die Erklärungen Hubert Aiwangers ausreichen, um die Zusammenarbeit fortzusetzen. Da kann er jetzt nicht auf Tauchstation gehen.“ Kritische Reaktionen kommen indessen auch von jüdischer Seite. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, erklärte, der Text des Papiers sei „auch heute nicht minder verwerflich, da er die Millionen Opfer der Schoa auf abscheuliche Weise verunglimpft“. Und weiter: „Inwiefern Hubert Aiwanger für die Verbreitung zumindest mitverantwortlich ist, wird in Gänze nicht aufzuklären sein.“ Die Diskussion darüber sei erkennbar politisch. Schuster ergänzte: „Das Flugblatt darf aber auch nicht einfach als Jugendsünde abgetan werden, da es die für unser Land so wichtige Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus regelrecht mit Füßen tritt. Gerade weil diese Erinnerungskultur heute von rechts außen wieder radikal bekämpft wird, ist mir vor allem wichtig, dass der Inhalt des Flugblattes scharf verurteilt wird.“

via tagesspiegel: „Jeder weitere Tag vergrößert den Schaden“: SPD fordert Rücktritt von Aiwanger, Zentralrat der Juden schaltet sich ein

siehe auch: Hubert Aiwanger : Jetzt spielt er die verfolgte Unschuld Man tut viel Irres, wenn man 17 ist. Doch Hubert Aiwangers Erklärung zum antisemitischen Flugblatt aus Schultagen macht die Sache nur noch schlimmer. Der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger von den Freien Wählern soll als Schüler ein antisemitisches Flugblatt verfasst und veröffentlicht haben. Ist er als Kabinettsmitglied noch tragbar? Kann, darf Markus Söder ihn noch halten? (…) Erst sprach Aiwanger von einer “Schmutzkampagne” und drohte der Süddeutschen Zeitung, sollte sie über das Flugblatt berichten, mit juristischen Schritten “inklusive Schadenersatzforderungen”. Inzwischen hat der Chef der Freien Wähler eine Erklärung abgegeben. Und die macht alles nur noch schlimmer; Rücktrittsforderungen gegen Söder-Vize – “Aiwanger ist Rechtspopulist”: Ex-Minister mit deutlichen Worten. Hubert Aiwanger weist die Vorwürfe zurück, in der Schule ein antisemitisches Flugblatt verfasst zu haben. Trotzdem ist er für einen Ex-Minister ein Rechtspopulist. Einem Bericht der “Süddeutschen Zeitung” zufolge soll der stellvertretende bayerische Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) ein antisemitisches Flugblatt in seiner Schulzeit verfasst haben. Außerdem soll der 52-jährige Ergoldsbacher damit geprahlt haben, Reden von Hitler einstudiert und dessen Buch “Mein Kampf” gelesen zu haben. Er selbst weist die Anschuldigungen zurück. Jetzt schaltet sich auch Ex-Wissenschaftsminister und Vize-Präsident des Bayerischen Landtags, Wolfgang Heubisch (FDP), in die Debatte ein. “Ich habe noch nie so etwas Menschenverachtendes und Antisemitisches gelesen”, sagt Heubisch im Gespräch mit t-online. “Deshalb muss Aiwanger schnellstens und umfassend aufklären und eventuell auch die entsprechenden Konsequenzen daraus ziehen.” Sonst drohe eine erhebliche Verletzung des Amtes des stellvertretenden Ministerpräsidenten. Wolfgang Heubisch ist über Pamphlet empört “Ich schäme mich als bayerischer Bürger für dieses Flugblatt, auch wenn es Jahre zurückliegt”, so Heubisch weiter. Bereits seit Aiwangers Äußerungen auf der Demonstration von Kabarettistin Monika Gruber, die Mitte Juni im oberbayerischen Erding stattfand, ist für den Ex-Wissenschaftsminister klar: “Aiwanger ist Rechtspopulist.”; Fall Aiwanger: Fakten, Widersprüche, Rätsel Ein antisemitisches Flugblatt wirbelt die bayerische Politik auf. Es wurde dem stellvertretenden bayerischen Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger zugeschrieben. Verfasst habe es aber sein Bruder. Eine Analyse. War es wirklich Helmut statt Hubert? Welche Rolle spielte Hubert Aiwanger (Freie Wähler) selbst? Wie schwierig ist der Fall für Markus Söder (CSU)? (…) Die Darstellungen von Hubert und Helmut Aiwanger ergänzen einander und sind plausibel. Ein Beweis sind sie nicht. Und sie werfen Fragen auf (siehe unten). Stand jetzt, gibt es einander widersprechende Aussagen und Indizien. Was wirklich war, weiß nur ein kleiner Kreis um die Brüder Aiwanger. Gut möglich, dass die Öffentlichkeit nie erfährt, wer das Papier wirklich geschrieben hat. Warum war das Flugblatt im Schulranzen? “Ein oder wenige Exemplare” des Pamphlets wurden in Hubert Aiwangers Ranzen “gefunden”, wie Aiwanger selbst schreibt. Aber warum wurde es eigentlich gesucht? Gab es einen Verdacht gegen den Gymnasiasten? Warum waren die Flugblätter überhaupt im Ranzen? Wollte Aiwanger sie verteilen? Oder hat er sie seinem Bruder weggenommen, um die Verteilung zu verhindern? Aiwanger selbst ist “nicht mehr erinnerlich”, ob er “einzelne Exemplare weitergegeben” habe.

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Von <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:Pixeldost” title=”User:Pixeldost”>Michael Lucan</a> – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, CC BY-SA 3.0 de, Link

Miss Hitler beauty pageant contestant who called herself ‘Aryan Angel’ and boasted she was ‘white, pure-blooded female’ is exposed by Nazi hunters as a 42-year-old mother from Oxford

A middle-aged mother from Oxford has been exposed by the world’s leading Nazi-hunting organisation as a contestant in a ‘Miss Hitler’ beauty pageant. Participants in the online contest, which aims to promote ‘healthy Hitlerian competition’, use pseudonyms to disguise their identities.  But the US-based Simon Wiesenthal Centre (SWC) has unmasked the UK entrant – who calls herself Miss Aryan Angel and is favourite to win – as 42-year-old Sarah Mountford, a member of the far-Right group Britain First. The contest is hosted by Russia’s popular VKontakte social media website, known as VK. It allows users to vote for their favourite female admirers of the Nazi leader, with this year’s winner due to be announced on September 3. (…) A page urging people to ‘vote and support Miss Aryan Angel’ features a scowling photo of Ms Mountford amid Nazi imagery, including swastikas.

via dailymail: Miss Hitler beauty pageant contestant who called herself ‘Aryan Angel’ and boasted she was ‘white, pure-blooded female’ is exposed by Nazi hunters as a 42-year-old mother from Oxford

siehe auch: « Miss Aryan Angel » : une mère de famille britannique identifiée comme favorite au concours de beauté Miss Hitler Le concours est organisé sur un réseau social très populaire en Russie et en Biélorussie. Malgré son pseudonyme, cette mère de famille de 42 ans a été identifiée par des militants anti-nazis. Les candidates se présentent sous pseudonyme. Mais les militants anti-nazis du Simon Wiesenthal Center (SWC) n’ont pas voulu en rester là et ont réussi à identifier la favorite du concours de beauté Miss Hitler, organisé sur VKontakte, une sorte de Facebook, très populaire en Russie et en Biélorussie, qui promeut une « saine compétition hitlérienne ». Dans le viseur des chasseurs de nazis : « Miss Aryan Angel », la favorite de la compétition qui se décrit comme « une femme hétérosexuelle blanche de sang pur avec un désir ardent de revenir aux méthodes traditionnelles. Conformément à la nature. » Sa description revendique aussi : « Sang et sol. Ancêtres et honneur. Notre peuple compte. » Les militants des droits de l’Homme du SWC, ont ainsi pu identifier la candidate : Sarah Mountford, une militante du groupe d’extrême droite Britain First, originaire d’Oxford, rapporte la radio LBC News. La Britannique est âgée de 42 ans et est mère de famille.

Hubert Aiwanger : Jetzt spielt er die verfolgte Unschuld

Man tut viel Irres, wenn man 17 ist. Doch Hubert Aiwangers Erklärung zum antisemitischen Flugblatt aus Schultagen macht die Sache nur noch schlimmer. Der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger von den Freien Wählern soll als Schüler ein antisemitisches Flugblatt verfasst und veröffentlicht haben. Ist er als Kabinettsmitglied noch tragbar? Kann, darf Markus Söder ihn noch halten? (…) Erst sprach Aiwanger von einer “Schmutzkampagne” und drohte der Süddeutschen Zeitung, sollte sie über das Flugblatt berichten, mit juristischen Schritten “inklusive Schadenersatzforderungen”. Inzwischen hat der Chef der Freien Wähler eine Erklärung abgegeben. Und die macht alles nur noch schlimmer. (…) Aiwanger hatte nun die Chance, sich zu erklären und darzulegen, wie aus dem dummen Jungen von damals ein verantwortlicher Politiker wurde. Doch er hat sie nicht genutzt. 24 Stunden nach Bekanntwerden der Vorwürfe behauptete er in einer Erklärung, “das fragliche Papier” nicht verfasst zu haben. Der Urheber “des Papiers” sei ihm aber bekannt und werde sich erklären. Doch “weder damals noch heute war und ist es meine Art, andere Menschen zu verpfeifen”. Der Schüler Aiwanger, so suggeriert seine Erklärung, habe den Autor eines widerlichen antisemitischen Textes nicht nur damals gekannt und gedeckt; nein, er brüstet sich heute immer noch damit, die Nachforschungen der empörten Lehrerschaft vereitelt zu haben, und erheischt auch noch Sympathie für sein damaliges und heutiges Verständnis von Schülerehre. Wem will er damit imponieren? Klar, wer mit dem Fußball ein Fenster kaputt schießt oder die Lösungen der Mathearbeit verteilt, wird nicht “verpfiffen”. Aber hier geht es um die Verherrlichung des Holocausts, um die Verächtlichmachung von Juden und Jüdinnen, um die Unterstellung, sie seien immer noch “Verräter am deutschen Volk”. 17-Jährige machen viel Unsinn, und sie haben gerade deshalb ein Recht darauf, dafür geradezustehen und bestraft zu werden, wie sie ein Recht darauf haben, dass ihnen das später verziehen wird. Inzwischen hat sich der Urheber gemeldet, und wie es der Zufall will, ist es Aiwangers Bruder. Man muss nicht glauben, dass hier die Familiensolidarität über die Wahrheit geht, aber man kann kaum umhin, wenigstens die Möglichkeit in Betracht zu ziehen. Der Bruder begründet seine Aktion damit, dass er sitzengeblieben und deshalb wütend war. Klar doch: Man versagt in der Schule, da muss man rasch ein antisemitisches Flugblatt schreiben, was sonst? Man fragt sich unwillkürlich, was in der Familie Aiwanger eigentlich los war. Auch noch 35 Jahre später drückt Aiwanger, nicht der Bruder, sondern der stellvertretende Ministerpräsident, auf die Tränendrüse und spielt die verfolgte Unschuld: “Bei mir als damaligem minderjährigen Schüler wurden ein oder wenige Exemplare in meiner Schultasche gefunden. Daraufhin wurde ich zum Direktor einbestellt. Mir wurde mit der Polizei gedroht, wenn ich den Sachverhalt nicht aufkläre.” Ja, was denn nun: ein Exemplar oder mehrere Exemplare? Zum Lesen oder zum Verteilen? Und natürlich wurde mit der Polizei “gedroht”, schließlich handelte es sich um eine Straftat.

via zeit: Hubert Aiwanger : Jetzt spielt er die verfolgte Unschuld

siehe auch: Antisemitische #Hetzschrift verfasst? #Aiwanger sagt, er war es nicht – will aber keinen verpfeifen – #hubsi -#auschwitz #familyaffairs. Bayerns Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger hat Vorwürfe zurückgewiesen, als Schüler ein antisemitisches Flugblatt verfasst zu haben. „Ich habe das fragliche Papier nicht verfasst und erachte den Inhalt als ekelhaft und menschenverachtend. Der Verfasser des Papiers ist mir bekannt, er wird sich selbst erklären. Weder damals noch heute war und ist es meine Art, andere Menschen zu verpfeifen“, teilte Aiwanger der Berliner Zeitung mit. Der bayrische Wirtschaftsminister erklärte zudem, dass während seiner Schulzeit bei ihm wenige Exemplare in seiner Tasche gefunden wurden. Daraufhin hätte er beim Direktor antreten müssen. Ihm sei damals mit der Polizei gedroht worden, wenn er diese Sache nicht aufklärt. Seine Eltern seien darüber nicht in Kenntnis gesetzt worden; Hat er oder hat er nicht? Hubert Aiwanger, das antisemitische Flugblatt und der Holocaust. Aufregung um Bayerns Vize-Regierungschef: Kurz vor der Landtagswahl werden massive Vorwürfe laut. Er weist diese zurück – und jemand anderes übernimmt die Verantwortung (…) »Der Verfasser des Papiers ist mir bekannt, er wird sich selbst erklären.« Weder damals noch heute war und und sei es seine Art gewesen, »andere Menschen zu verpfeifen«, fügte der 52-Jährige hinzu. Kurz darauf räumte der ein Jahr ältere Bruder Aiwangers ein: »Ich bin der Verfasser des in der Presse wiedergegebenen Flugblattes.«

Hubert Aiwanger.JPG
Von <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:Seeteufel” title=”User:Seeteufel”>Sigismund von Dobschütz</a> – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, CC BY-SA 3.0, Link

Weimar: Haftbefehl gegen Holocaust-Leugner erlassen – #LockHimUp #RezaBegi

Gegen den Holocaust-Leugner Reza Begi ist in Thüringen Haftbefehl erlassen worden. Zuvor war er in Weimar festgenommen worden. Ihm werden Volksverhetzung und Beleidigung von Personen des öffentlichen Lebens vorgeworfen. Nach mehrfachen Pöbeleien unter anderem beim Kunstfest Weimar ist ein Holocaust-Leugner in Untersuchungshaft gekommen. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt MDR THÜRINGEN. Der Mann wurde am Freitagmittag am Amtsgericht Weimar dem Haftrichter vorgeführt. Dem einschlägig vorbestraften Holocaust-Leugner Reza Begi würden Volksverhetzung in zwei Fällen und Beleidigung von Personen des öffentlichen Lebens vorgeworfen. Der Haftbefehl sei auch damit begründet worden, dass Fluchtgefahr bestehe. (…) Am Donnerstagvormittag kam es erneut zu einem Zwischenfall in der Innenstadt. Der Mann wollte sich anschließend nach Angaben des Polizeisprechers in einem Stadtbus Richtung Buchenwald seiner Festnahme entziehen. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN nahm ihn die Polizei am Obelisken fest, einer Haltestelle auf dem Ettersberg unweit der KZ-Gedenkstätte

via mdr: Weimar: Haftbefehl gegen Holocaust-Leugner erlassen

Antisemitische #Hetzschrift verfasst? #Aiwanger sagt, er war es nicht – will aber keinen verpfeifen – #hubsi -#auschwitz #familyaffairs

Bayerns Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger hat Vorwürfe zurückgewiesen, als Schüler ein antisemitisches Flugblatt verfasst zu haben. „Ich habe das fragliche Papier nicht verfasst und erachte den Inhalt als ekelhaft und menschenverachtend. Der Verfasser des Papiers ist mir bekannt, er wird sich selbst erklären. Weder damals noch heute war und ist es meine Art, andere Menschen zu verpfeifen“, teilte Aiwanger der Berliner Zeitung mit. Der bayrische Wirtschaftsminister erklärte zudem, dass während seiner Schulzeit bei ihm wenige Exemplare in seiner Tasche gefunden wurden. Daraufhin hätte er beim Direktor antreten müssen. Ihm sei damals mit der Polizei gedroht worden, wenn er diese Sache nicht aufklärt. Seine Eltern seien darüber nicht in Kenntnis gesetzt worden. Als Ausweg wurde ihm angeboten, ein Referat zu halten. „Dies ging ich unter Druck ein. Damit war die Sache für die Schule erledigt. Ob ich eine Erklärung abgegeben oder einzelne Exemplare weitergegeben habe, ist mir heute nicht mehr erinnerlich. Auch nach 35 Jahren distanziere ich mich vollends von dem Papier“, so Aiwanger weiter.  Braun zu Bunt: Rocker setzen Zeichen gegen Rechts – im Hintergrund wehen Reichsflaggen Kultur vor 1 Stunde Seelower Bürgermeisterwahl am Sonntag: Feiert die AfD ihren nächsten Erfolg? Politik vor 7 Stunden Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung soll Aiwanger, Vorsitzender der Partei Freie Wähler, als 17-Jähriger ein antisemitisches Pamphlet verfasst haben. Das berichtet die Zeitung unter Berufung auf anonyme Quellen. In dem Flugblatt, das auf dem Schulklo zirkuliert sein soll, ist unter anderem vom „Vergnügungsviertel Auschwitz“ die Rede. Ein Faksimile der Hetzschrift liegt der Berliner Zeitung vor. (…) Die Süddeutsche Zeitung will mit mehreren anonymen Quellen gesprochen haben, die Aiwangers Autorschaft bestätigt haben sollen. Demnach soll Aiwanger als Urheber des Pamphlets zur Verantwortung gezogen worden sein. Aiwanger bestreitet jedoch alle Vorwürfe.

via berliner zeitung: Antisemitische Hetzschrift verfasst? Aiwanger sagt, er war es nicht – will aber keinen verpfeifen

siehe auch: Aiwanger-Bruder bekennt: Ich habe damals das Flugblatt verfasst. Hubert Aiwanger war nicht der Verfasser einer antisemitischen Schrift. −Foto: dpa Hubert Aiwanger war nach eigenem Bekunden nicht der Verfasser jener Hetzschrift, die derzeit für so viel politischen und medialen Wirbel sorgt. Vielmehr übernimmt sein Bruder in einem Telefonat mit der Mediengruppe Bayern die Verantwortung dafür. In einer Erklärung hat der Minister und Freie-Wähler-Chef zuvor verlautbart, er „habe das fragliche Papier nicht verfasst“, den Inhalt des Papiers erachte er als „ekelhaft und menschenverachtend“. In der Erklärung stellte Aiwanger klar, dass ihm der Verfasser des Papiers bekannt sei – dieser sich aber selbst erklären müsse. „Weder damals noch heute war und ist es meine Art, andere Menschen zu verpfeifen“, so Aiwanger in seiner Erklärung. Nun hat sich der Verfasser des Papiers persönlich gegenüber der Mediengruppe Bayern erklärt: Hubert Aiwangers älterer Bruder Helmut (53) sagte in einem Telefonat, er sei der Urheber jenes 35 Jahre alten Schreibens. „Ich bin der Verfasser dieses in der Presse wiedergegebenen Flugblatts. Vom Inhalt distanziere ich mich in jeglicher Hinsicht. Ich bedaure die Folgen der Aktion“, sagte er; Aiwangers Bruder will Flugblatt verfasst haben Hubert Aiwanger hat Vorwürfe, er habe ein antisemitisches Pamphlet verfasst, scharf zurückgewiesen. Nun hat sich sein älterer Bruder als mutmaßlicher Autor zu erkennen gegeben. Kurz nachdem sich Bayerns Vizeministerpräsident Hubert Aiwanger deutlich von einem antisemitischen Flugblatt aus den späten Achtzigerjahren distanziert hat, hat sich nun der mutmaßliche Autor geäußert. Aiwangers älterer Bruder hat sich dazu bekannt, das Dokument verfasst zu haben (…) Ein Verfasser aus der Familie würde auch einen Aspekt der Affäre erklären, über den die »Süddeutsche Zeitung« am Samstag berichtete: Demnach seien das Flugblatt und Hubert Aiwangers Facharbeit am Gymnasium aus dem Jahr 1990 auf Schreibmaschinen gleichen Typs geschrieben worden, »sehr wahrscheinlich« sogar auf ein und demselben Gerät. Zu diesem Schluss komme das Gutachten eines Sachverständigen im Auftrag der Zeitung. Wer wann was auf dieser Schreibmaschine geschrieben hat, ließe sich nach Aiwangers Version und der Erklärung des Bruders wohl nicht im Nachhinein vollständig aufklären.

https://twitter.com/Anwalt_Jun/status/1695478960698556660