Staatsanwaltschaft ermittelt – Landtagsausschuss lehnt Immunität für AfD-Politiker Wilko Möller ab – #LockHimUp

Der Hauptausschuss des Landtags hat am Mittwoch empfohlen, den Antrag des AfD-Landtagsabgeordneten Wilko Möller auf Immunität abzulehnen. Nach Informationen von rbb-Reportern wurde dies mit einer Mehrheit von fünf zu drei Stimmen entschieden. Final entscheidet der Landtag in einer Sitzung am kommenden Mittwoch. Hintergrund ist die Klage der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) gegen Möller wegen des Verdachts des Verwendens verbotener Symbole im Brandenburger Landtagswahlkampf 2024. Wegen eines Wahlplakats mit mutmaßlichem Hitlergruß muss sich der Kreisvorsitzende der AfD Frankfurt (Oder) ab kommenden Dienstag vor Gericht verantworten – also einen Tag vor der Entscheidung des Landtages. Um sich davor zu schützen, beantragte er im Dezember die Immunität, wie Möller damals dem rbb bestätigte. Eine vorab bestehende Immunität von Abgeordneten, die erst auf Ersuchen der Strafverfolgungsbehörden im Einzelfall aufgehoben wird, gibt es in Brandenburg nicht. Anders als in anderen Parlamenten stellt der Landtag die Immunität im Einzelfall erst auf Antrag her – aber nur, wenn die Strafverfolgung die parlamentarische Arbeit beeinträchtigt.

via rbb: Staatsanwaltschaft ermittelt Landtagsausschuss lehnt Immunität für AfD-Politiker Wilko Möller ab

Verbotene SA-Parole getwittert: Potsdamer AfD-Mitarbeiter verurteilt

Ein Mitarbeiter der AfD-Landtagsfraktion hatte eine Parole der Nazi-Organisation verbreitet. Nun wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt. Beendet ist das Verfahren wohl nicht. Ein Post im sozialen Netzwerk X hat für einen Mitarbeiter der Potsdamer AfD-Landtagsfraktion, Gerhard Vierfuß, juristische Konsequenzen: Das Amtsgericht Potsdam verurteilte den 64-jährigen Potsdamer am Montag zu einer Geldstrafe von insgesamt 6600 Euro wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

via tagesspiegel: Verbotene SA-Parole getwittert: Potsdamer AfD-Mitarbeiter verurteilt

Rassismus-Vorfall in der Armee – «Scheiss N…», Hitler-Bilder und Hakenkreuz

Hitler-Bilder, rassistische Äusserungen, Nazi-Symbole. Die Militärjustiz musste sich mit rassistischen Äusserungen in der Kaserne Payerne VD beschäftigen. Die Strafen fielen relativ milde aus. Deutschschweizer Rekruten schikanierten welsche Kollegen in der Kaserne Payerne VD Rassistische und gewalttätige Posts führten zu Geldbussen und Bewährungsstrafen 10 Prozent der Rekruten erlebten rassistische Vorfälle laut einer Umfrage Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler. Mehr erfahren Feedback senden Mehr anzeigen Lucien Fluri Co-Ressortleiter Politik Es begann mit einem Streit zwischen Deutschschweizer und welschen Rekruten. Deutschschweizer Rekruten korrigierten in der Kaserne Payerne VD die Kleidung ihrer welschen Kollegen, was diese gar nicht goutierten. Auf das Wortgefecht folgte Mobbing, es endete mit Rassismus. Ein Rekrut aus der Deutschschweiz verschickte im Whatsapp-Gruppenchat «Zug Dütschschwitzer» ein Video, in dem einer der dunkelhäutigen Westschweizer Rekruten tanzte. «Scheiss N…» schrieb er dazu. Dann kam die Beschimpfung «Hurensohn».  «… gerade noch als leicht einzustufen» Und schliesslich überschlagen sich die Nachrichten im Chat für einen kurzen Moment: ein aufgeschlitzter weiblicher Torso, der von einem schwarzen Penis penetriert wurde, ein Schalthebel eines Autos in der Form eines Hakenkreuzes, ein Bild des deutschen Nazi-Diktators Adolf Hitler und der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bei Hitler stand «Gute Zeiten», bei Merkel hiess es «schlechte Zeiten». Und dann kam noch ein Bild eines Hitlergrusses.  Für seine Bildposts mit «gewalttätigen, rassistischen, nationalsozialistischen sowie diskriminierenden Ideologien» muss der 22-jährige Rekrut nun 360 Franken Busse und 450 Franken Verfahrenskosten bezahlen. Eine Strafe über 15 Tagessätze à 120 Franken setzte die Militärjustiz zur Bewährung aus. Das Verschulden sei «gerade noch als leicht einzustufen».  Weiterer Fall aufgetaucht Blick hat die Urteile der Militärjustiz aus den vergangenen Monaten angeschaut. Es ist nicht der einzige Fall von rassistischen Whatsapp-Posts. Auch im Rekrutierungszentrum Rüti ZH kam es zu Entgleisungen. Rekrut S. verschickte Bilder, die laut Justiz «menschenverachtende, rassistische Grundhaltungen» zeigten – und Kinderpornografie beinhalteten. Er verschickte Hitlerbilder, Sexszenen mit Hitlergruss und Hakenkreuzen. Sechs rassistische Posts innert elf Minuten. Darunter eine Tafel mit der Aufschrift «Juden werden hier nicht bedient».  Es sei quasi nur ein einziger Vorfall, weshalb das Unrecht eher gering ist, schreibt die Militärjustiz – «ohne die Tat bagatellisieren zu wollen». Der Mann löschte den Chat auch bald wieder. Alkohol war bereits geflossen. Er habe lustig sein und dazugehören wollen, sagte der Rekrut mit sonst makellosem Führungszeugnis. Und er schämte sich für die Tat. Zehn Tagessätze zu 100 Franken, bedingt. 200 Franken Busse und 450 Franken Verfahrenskosten, so das Urteil.

via blick: Rassismus-Vorfall in der Armee «Scheiss N…», Hitler-Bilder und Hakenkreuz

Grab von Helmut und Loki Schmidt mit Hakenkreuzen beschmiert

Unbekannte haben das Grab des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt und seiner Frau Loki auf dem Friedhof in Hamburg-Ohlsdorf beschmiert. Spaziergänger entdeckten am Sonntagnachmittag vier neonfarbene Hakenkreuze auf der Grabplatte. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen politisch motivierter Sachbeschädigung. Der Staatsschutz wurde alarmiert. Beamte übermalten die Nazi-Symbole noch am frühen Abend mit gelber Farbe.

via ndr: Grab von Helmut und Loki Schmidt mit Hakenkreuzen beschmiert

Antisemitic Graffiti Featuring Nazi Swastikas, Stars of David, and ‘Jew Rat’ Slur Found on Irish Road, Social Media Images Show

Antisemitic graffiti was scrawled on a rural roadway in County Louth, Ireland, in recent days, according to images and video shared on social media. The markings appeared on the R165 between Kingscourt and Ardee. They included Nazi swastikas, Stars of David, and the antisemitic slur “Jew Rat.” In a statement dated Dec. 31, Holocaust Awareness Ireland said the graffiti mirrored some of the most extreme antisemitic imagery used in Nazi Germany. “The depiction of Jews as rats or vermin was a keystone in the propaganda promoted by Josef Goebbels to dehumanise Jews,” the organization said. It explained that German society normalized this imagery before the Holocaust. When the Nazis launched the so-called “Final Solution” in 1942, they used the same term applied to exterminating vermin — vernichten — to describe the murder of Jews. The organization described graffiti as a “bellwether of national sentiment” and warned that public tolerance of antisemitic threats reflected broader societal failure to protect minority groups.

via combatantisemitism: Antisemitic Graffiti Featuring Nazi Swastikas, Stars of David, and ‘Jew Rat’ Slur Found on Irish Road, Social Media Images Show

siehe auch: Antisemitism in Ireland: Swastikas and ‘Jew rat’ graffiti sprayed near Dublin Antisemitic graffiti including Nazi swastikas, Stars of David and the slur ‘Jew rat’ was sprayed on a rural road in Ireland’s Louth County, prompting condemnation from Jewish groups who warned of echoes of Nazi-era dehumanization. Ireland’s wave of antisemitism shows no sign of fading. Antisemitic graffiti was sprayed on a rural road in Ireland’s Louth County, according to photos and videos shared on social media. The Combat Antisemitism Movement said the graffiti appeared on the R165 road between Kingscourt and Ardee, north of Dublin. The markings included Nazi swastikas, Stars of David and the antisemitic slur “Jew rat.” (…) “The depiction of Jews as rats or vermin was a keystone in the propaganda prompted by Josef Goebbels to dehumanize Jews”, the organization said. It added that German society normalized such imagery even before the Holocaust. When the Nazis began implementing the Final Solution in 1942, they used the same term applied to exterminating vermin — vernichten — to describe the murder of Jews.

Elon Musk’s Anti-Woke Wikipedia Is Calling Hitler “The Führer”

The anti-woke Wikipedia alternative aims to create a parallel version of the truth for the right wing. IN LATE OCTOBER, Elon Musk released a Wikipedia alternative, with pages written by his AI chatbot Grok. Unlike its nearly quarter-century-old namesake, Musk said Grokipedia would strip out the “woke” from Wikipedia, which he previously described as an “extension of legacy media propaganda.” But while Musk’s Grokipedia, in his eyes, is propaganda-free, it seems to have a proclivity toward right-wing hagiography. Take Grokipedia’s entry on Adolf Hitler. Until earlier this month, the entry read, “Adolf Hitler was the Austrian-born Führer of Germany from 1933 to 1945.” That phrase has been edited to “Adolf Hitler was an Austrian-born German politician and dictator,” but Grok still refers to Hitler by his honorific one clause later, writing that Hitler served as “Führer und Reichskanzler from August 1934 until his suicide in 1945.” NBC News also pointed out that the page on Hitler goes on for some 13,000 words before the first mention of the Holocaust. This isn’t the first time Grok has praised Hitler. Earlier this year, X users posted screenshots of the AI chatbot saying the Nazi leader could help combat “anti-white hate,” echoing his maker’s statements about debunked claims of a “white genocide” in South Africa. (When confronted about his chatbot’s “MechaHitler” turn earlier this year, he said users “manipulated” it into praising the Nazi leader). Grokipedia isn’t exactly Stormfront, the neo-Nazi site known for spewing outright bigotry or Holocaust denial, but it does cite the white supremacist blog at least 42 times, according to recently published data by researcher Hal Triedman. Instead, the AI-generated Wikipedia alternative subtly advances far-right narratives by mimicking the authority of Wikipedia while reframing extremist positions, casting suspicion on democratic institutions, and elevating fringe or conspiratorial sources. LK Seiling, an AI researcher at the Weizenbaum Institute, describes Grokipedia as “cloaking misinformation.”

via the intercept: Elon Musk’s Anti-Woke Wikipedia Is Calling Hitler “The Führer”

Nach Weihnachtsfeier: Kommandeur der Unteroffiziersschule Delitzsch tritt zurück

Nachdem bei einer Weihnachtsfeier an der Unteroffiziersschule der Bundeswehr in Delitzsch die erste Strophe des Deutschlandlieds gespielt wurde, gibt es Konsequenzen. Wie das Heer am Montag mitteilte, hat der Kommandeur der Einrichtung sein Amt niedergelegt. Dem Antrag sei entsprochen worden. Ab 5. Januar solle zunächst sein Stellvertreter die Schule führen. Der Kommandeur selbst erklärte demnach, er wolle mit dem Schritt weiteren Schaden von der Schule in Delitzsch abwenden. Er bedauere den Vorfall außerordentlich. “Das Abspielen der ersten Strophe und die bisher nicht ausreichend erfolgte Aufarbeitung entsprechen nicht der Führungskultur im Heer.”

via mdr: Nach Weihnachtsfeier: Kommandeur der Unteroffiziersschule Delitzsch tritt zurück