„Artgemeinschaft“: Razzia bei zwei AfD-Kandidaten wegen verbotener Neonazi-Vereinigung

Die AfD-Politiker Sebastian Koch und Simon Lansmann sollen an einer Feier im Dunstkreis der verbotenen „Artgemeinschaft“ teilgenommen haben. Beide wollen für die AfD in den Landtag Sachsen-Anhalt. Ermittler haben am Donnerstagmorgen in fünf Bundesländern Wohnungen von Anhängern und Sympathisanten der verbotenen Neonazi-Vereinigung „Artgemeinschaft“ durchsucht. Von den Durchsuchungen betroffen sind auch zwei AfD-Politiker, die sich in Sachsen-Anhalt zur Landtagswahl am 6. September stellen. Der Spiegel hatte zuerst berichtet.
Die Staatsanwaltschaft Halle bestätigte gegenüber CORRECTIV am Donnerstag die Ermittlungen wegen des Vorwurfs des Verstoßes gegen das Vereinigungsverbot. „Bei den Durchsuchungen wurden keine Personen festgenommen, aber zahlreiche Dokumente sichergestellt, die nun gesichtet werden“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Halle auf CORRECTIV-Anfrage. Verbotene Gruppe „Artgemeinschaft“: „Sektenartige, zutiefst rassistische und antisemitische Vereinigung“
Der Verein „Artgemeinschaft“ wurde im September 2023 verboten. „Wir verbieten eine sektenartige, zutiefst rassistische und antisemitische Vereinigung. Das ist ein weiterer harter Schlag gegen den Rechtsextremismus“, kommentierte die damalige Innenministerin Nancy Faeser (SPD) die Entscheidung. Die „Artgemeinschaft“ Laut Spiegel kam es aber im Juni 2026 zu einer sogenannten Sonnenwendfeier in Gardelegen (Altmarkkreis, Sachsen-Anhalt), an der Personen aus dem Dunstkreis der „Artgemeinschaft“ teilnahmen. Bei der Feier sollen Zeremonien mit Tierhörnern abgehalten und Lieder der „Hitlerjugend“ gesungen worden sein. Alles erinnerte offenbar stark an die „Artgemeinschaft“. An der Feier in Gardelegen nahmen laut Medienberichten auch die AfD-Politiker Sebastian Koch (AfD-Listenplatz 8) und Simon Lansmann (AfD-Listenplatz 19) teil. Beide treten für die AfD Sachsen-Anhalt auch bei der kommenden Landtagswahl an. Gegenüber CORRECTIV schweigt die AfD Sachsen-Anhalt zu den Razzien: „Die Berichterstattung ist bekannt, aber ich werde sie nicht kommentieren“, sagte Pressesprecher Patrick Harr, der früher selbst bei der 2009 verbotenen Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) war

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siehe auch: Durchsuchungen in mehreren Bundesländern Razzia bei zwei AfD-Landtagskandidaten aus Sachsen-Anhalt wegen verbotener Rassistensekte Die »Artgemeinschaft« sah sich als Hüterin einer »germanischen Rasse«. Nun hat die Polizei nach SPIEGEL-Informationen 15 Objekte mutmaßlicher Unterstützer des verbotenen Vereins durchsucht. Auch zwei AfD-Kandidaten sind betroffen. Rund drei Jahre nach dem Verbot der völkisch-rassistischen »Artgemeinschaft« gehen Sicherheitsbehörden in fünf Bundesländern gegen mutmaßliche Anhänger und Sympathisanten des aufgelösten Vereins vor. Seit dem frühen Morgen durchsucht die Polizei nach SPIEGEL-Informationen insgesamt 15 Objekte in Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Halle (Saale). Nach Angaben einer Behördensprecherin gegenüber dem SPIEGEL werde wegen »Vorwurfs des Verstoßes gegen das Vereinigungsverbot« ermittelt. Nach SPIEGEL-Recherchen betraf die Razzia unter anderem Objekte in Lippstadt (NRW), im brandenburgischen Zossen und in Gardelegen-Ipse in Sachsen-Anhalt. Illegales Treffen eines verbotenen Vereins? Dort war die Polizei bereits im Juni wegen einer sogenannten Sonnwendfeier im Einsatz gewesen. Nach SPIEGEL-Recherchen fand die als »privat« deklarierte Veranstaltung  am Anwesen des AfD-Landtagskandidaten Simon Lansmann statt. Die Polizei kontrollierte damals die Zufahrt und stellte Gäste aus dem Dunstkreis der »Artgemeinschaft« fest. Einige der Teilnehmer hielten eine Zeremonie mit Tierhörnern und Sprüchen ab, die stark an Rituale der »Artgemeinschaft« erinnerte. Auch ein Lied der »Hitlerjugend« (HJ) wurde gesungen; Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt – Razzien bei AfD-Männern wegen verbotener Artgemeinschaft Kurz vor der Wahl in Sachsen-Anhalt rückt die Polizei bei zwei AfD-Kandidaten an. Ihnen wird vorgeworfen, die rechtsextreme Artgemeinschaft fortgeführt zu haben. Das Treffen fand am Abend des 20. Juni statt, auf einem Gehöft in Ipse bei Gardelegen in Sachsen-Anhalt. Auf dem Fest sollen damals Gesichter aufgetaucht sein, die man aus anderem Kontext kennt: von der Ende 2023 durch das Bundesinnenministerium verbotenen rechtsextremen Artgemeinschaft. Und auch der Gastgeber war kein Unbekannter. Es handelte sich um Simon Lansmann, Rinderzüchter und AfD-Landtagskandidat. Am Donnerstagmorgen nun bekam Lansmann wieder Besuch, diesmal von der Polizei. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Halle wurden Immobilien von ihm und 14 weiteren Personen in fünf Bundesländern durchsucht. Ihnen wird vorgeworfen, die Artgemeinschaft trotz Verbot fortzuführen. Unter ihnen war nach taz-Informationen auch Sebastian Koch, ein weiterer AfD-Landtagskandidat. Auch er soll bei dem Treffen am 20. Juni in Ipse dabei gewesen sein. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Halle bestätigte der taz, dass der zentrale Verdachtspunkt für die Durchführung der Maßnahme die Zusammenkunft am 20. Juni in Ipse war. Durchsuchungen habe es auch in Brandenburg, Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gegeben. (…) Den Verdacht, dass frühere Aktive die rechtsextreme Gruppe trotzdem fortführen, gab es schon länger. Die taz hatte bereits im Mai ein Treffen im Brandenburger Dorf Arenzhain beobachtet, zu dem auch einstige Mitglieder angereist waren. Rund 70 Personen waren damals vor Ort, darunter auch Kinder. Zuvor hatte die taz über einen Sprengstofffund auf dem Hof eines früheren Artgemeinschaftsmitglieds in Weißenborn in Sachsen-Anhalt berichtet. Fest mit Lied der Hitlerjugend Zuletzt hatte dann der Spiegel das Treffen im Juni in Ipse offengelegt. Ein bekränzter Holzpfahl soll dort aufgestellt worden sein, Männer hätten mit Tierhörnern hantiert und ein Kampflied der Hitlerjugend gesungen. Auch die Partnerin von Gastgeber Simon Lansmann, der aktuell AfD-Stadtrat ist, stand laut Spiegel früher auf einer Mitgliederliste der Artgemeinschaft. Lansmann ließ danach dem Magazin über seinen Anwalt ausrichten, es sei kein illegales Treffen gewesen, von der Artgemeinschaft oder nationalsozialistischem Liedgut distanziere er sich. Die Razzien gegen die beiden AfD-Männer in Sachsen-Anhalt werfen erneut ein Schlaglicht auf das radikale Personal des Landesverbandes. Die dortige AfD war schon 2023 durch den Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft worden. Im Umfeld von Spitzenkandidat Ulrich Siegmund arbeiten heute auch Rechtsextreme einer anderen bereits 2009 verbotenen Neonazi-Gruppe, der Heimattreuen Deutschen Jugend; Razzia gegen mutmaßliche Anhänger der rechtsextremen “Artgemeinschaft” In Sachsen-Anhalt und vier weiteren Bundesländern laufen derzeit Razzien. Sie richten sich gegen mutmaßliche Anhänger der verbotenen rechtsextremen “Artgemeinschaft”. Ein Schwerpunkt der Aktion liegt in der Altmark. Ermittler durchsuchen seit Donnerstagmorgen 15 Objekte in fünf Bundesländern. Wie die Staatsanwaltschaft Halle MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, geht es dabei um ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Vereinigungsverbot. Es richtet sich den Angaben nach gegen die verbotene rechtsextreme “Artgemeinschaft” und konkret gegen 15 deutsche Beschuldigte. Betroffen sind Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin. Ein Schwerpunkt der Razzia liegt in Gardelegen in der Altmark und dort nach MDR-Informationen unter anderem im Ortsteil Ipse. Die Durchsuchungen dauern derzeit noch an. (…) Das Bundesinnenministerium hatte die “Artgemeinschaft — Germanische Glaubens-Gemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung e. V.” mit Verfügung vom 4. August 2023 verboten und aufgelöst, das Verbot wurde Ende September 2023 vollzogen. Nach Auffassung des Ministeriums richtete sich die Vereinigung gegen die verfassungsmäßige Ordnung und den Gedanken der Völkerverständigung. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig bestätigte das Verbot am 29. April 2026 als rechtmäßig. Die Richter sahen im Selbstverständnis der Gruppe zentrale Elemente der NS-Rassenlehre.

Polish politician Grzegorz Braun was questioned in connection with a case involving the denial of Nazi crimes

At the Kraków branch of the Institute of National Remembrance of Poland, MEP and leader of the “Confederation of the Polish Crown” Grzegorz Braun in a case involving the public denial of Nazi crimes at Auschwitz-Birkenau. Brown appeared for questioning as a suspect.  A prosecutor from the branch of the Commission for the Prosecution of Crimes Against the Polish Nation charged him with publicly and contrary to the facts denying the crimes of genocide committed by representatives of the Third Reich at the German concentration and extermination camp Auschwitz-Birkenau. Specifically, this refers to his public statements in July 2025, in which he denied the existence of gas chambers at Auschwitz and their use for the mass murder of prisoners. These remarks were made on Radio Wnet and on the YouTube program “Jan Pospieszalski rozmawia.” At that time, Braun stated that “Auschwitz with gas chambers is, unfortunately, a hoax.” The Institute of National Remembrance in Poland emphasized that these claims contradict historical facts confirmed by documents, eyewitness accounts, and the testimonies of the perpetrators themselves.

via ua.news: Polish politician Grzegorz Braun was questioned in connection with a case involving the denial of Nazi crimes

siehe auch: Poland charges MEP Grzegorz Braun with denying Nazi crimes at Auschwitz. Denying German Nazi crimes is a criminal offence in Poland under Article 55 of the IPN Act, punishable by a fine or up to three years in prison. he leader of Poland’s Confederation of the Polish Crown (KKP) party and MEP Grzegorz Braun has been charged by Poland’s Institute of National Remembrance (IPN) with denying German Nazi crimes. Prosecutors allege that in July 2025, in the towns of Jedwabne, northeast Poland, and the capital city Warsaw, Braun publicly questioned the existence of gas chambers at the former German Nazi concentration and extermination camp of Auschwitz-Birkenau, and their use for the mass killing of prisoners. Denying German Nazi crimes is a criminal offence in Poland under Article 55 of the IPN Act, punishable by a fine or up to three years in prison. The charge follows the European Parliament’s decision on March 26, 2026, to lift Braun’s parliamentary immunity, after prosecutors opened an investigation on July 14, 2025, based on complaints from, among others, the Auschwitz-Birkenau State Museum, the Left party MP Anna Maria Żukowska and the Basta Foundation. The remarks were made on July 10, 2025, in an interview on internet broadcaster Radio Wnet and on July 14 on the YouTube programme Jan Pospieszalski rozmawia (Jan Pospieszalski in conversation), in which Braun said: “Ritual murder is a fact and, let us say, Auschwitz with gas chambers is unfortunately fake.” On hearing these remarks the interviewer promptly terminated the conversation with Braun.

“AKTION 451” – Ministerin Bauer will nach STANDARD-Recherche prüfen, ob FPÖ-Jugend Identitäre finanziert

DER STANDARD hat am Dienstag enthüllt, dass im Umfeld von FJ und identitärer “Aktion 451” Schädel vermessen und Jobs bei der FPÖ beworben werden. Die Recherchen des STANDARD über die engen Verflechtungen von Freiheitlicher Jugend, Identitärer Bewegung und deren Tarnorganisation “Aktion 451” haben zu einer Vielzahl politischer Reaktionen geführt. Der STANDARD hat am Dienstag enthüllt, dass in internen Chats der Identitären Jobs bei der FJ oder der FPÖ beworben wurden und dass die Organisationen auf dasselbe Personal setzen. In Teilen der “Aktion 451” herrscht braunes Gedankengut vor, zum Zeitvertreib werden Schädel auf Arierknochen vermessen und der Holocaust gefeiert. Der Pakt zwischen FJ und Identitären hat nun Kanzleramtsministerin Claudia Bauer (ÖVP, vormals Plakolm) auf den Plan gerufen. Sie kündigt gegenüber dem STANDARD an, den Sachverhalt zu prüfen. “Sollten sich die kolportierten Zahlungen der FJ an den identitären Subverein mit Mitteln der Bundesjugendförderung bestätigen, wäre das mutmaßlich Fördermissbrauch”, hält Bauer fest und kündigt eine umgehende und eingehende Prüfung der Bundesjugendförderung für die Jugendorganisation der FPÖ an. Die FJ erhält jährlich mehrere hunderttausend Euro für die “Förderung von Aufgaben und Maßnahmen der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit der parteipolitischen Bundes-Jugendorganisationen”. Diese Förderung steht allen Jugendorganisationen von Parlamentsparteien zu. Sie ist jedoch an bestimmte Auflagen geknüpft. Antisemitismus-Klausel Bauer werde auch prüfen, ob die unter ihr eingeführte Antisemitismusklausel zur Anwendung gebracht werden könne. “Jedenfalls ist es widerlich und macht fassungslos, dass Menschen nicht nur den Holocaust verharmlosen, sondern sich auch nach dessen Wiederholung sehnen”, so die Ministerin. Entsetzt zeigten sich auch Vertreter von SPÖ, Grünen und Neos. Vizekanzler und SPÖ-Chef Andreas Babler forderte FPÖ-Chef Herbert Kickl auf, “in der FPÖ-Jugend aufzuräumen und alle personellen, inhaltlichen und organisatorischen Verbindungen zu rechtsextremen Gruppen” zu kappen. “Das Hohe Haus ist keine Jobbörse für Rechtsextreme”, sagte Neos-Generalsekretär Douglas Hoyos. Der Grüne Lukas Hammer zeigte sich “fassungslos”. Es liege der Verdacht nahe, dass “hier Steuergeld gezielt dafür eingesetzt wird, um verfassungsfeindliche rechtsextreme Kader in den Parlamentsbetrieb einzuschleusen”.

via standard: “AKTION 451″ Ministerin Bauer will nach STANDARD-Recherche prüfen, ob FPÖ-Jugend Identitäre finanziert

siehe dazu auch: Geheime Dokumente belegen Pakt zwischen FPÖ-Jugend und Identitären sowie braune Umtriebe Die FPÖ-Jugend nutzt die identitäre Tarnorganisation “Aktion 451” als Kaderschmiede, während dort “Arierknochen” vermessen werden. Whistleblower packen aus, die FJ reagiert empört. “Bitte keine FJ-Kleidung anziehen”, schrieb Jan Staudigl, Wiener Landesjugendsekretär der Freiheitlichen Jugend (FJ), im Juli 2024 in eine interne Chatgruppe. “Erklärung bei Bedarf vor Ort.” Der Ort: die Sommerdemo der rechtsextremen Identitären Bewegung (IB). Doch es braucht keine Logos auf T-Shirts, um zu erkennen, wie eng die FPÖ und ihre Jugendorganisationen FJ, früher RFJ, mit der vom Verfassungsschutz beobachteten Gruppierung verwachsen sind.
Recherchen des STANDARD belegen anhand von geheimen internen Dokumenten wie Transkripten von Vorträgen, Chatverläufen, Fotos und Videos, wie eng diese Verbindung wirklich ist – und welcher Mechanismus dahintersteckt. So dient der identitäre Uni-Ableger “Aktion 451” nicht nur der theoretischen Schulung junger Rechtsextremer. Aus dessen Umfeld werden Personen für Jobs im Umfeld der FPÖ und sogar im Parlament rekrutiert. Besonders brisant ist, aus welchem Milieu der Nachwuchs stammt. Die Recherchen zeigen, dass bei den Identitären und der “Aktion 451” nationalsozialistisches, frauenfeindliches und gewaltverherrlichendes Gedankengut auf der Tagesordnung steht. Mehrere Personen, die selbst in der blauen Jugend und der IB waren, haben sich in den vergangenen Monaten an den STANDARD gewandt. (…) Ein wichtiger Aktivist verglich sich gegenüber Dritten selbst mit Reinhard Heydrich, einem der Hauptorganisatoren des Holocaust. Eine Person beschreibt die Ideologie einer Clique innerhalb der Identitären und ihrer “Aktion 451” dabei so: “Den Holocaust leugnet da niemand. Die finden den gut und wollen den wiederholen.” Auf X hat sich Identitären-Kader Yannick Wagemann schon im vergangenen September darüber echauffiert, dass der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz bei einem Holocaust-Gedenken in Tränen ausbrach. “Hat er je für ein ermordetes deutsches Mädchen so geflennt?”, fragte der damalige Sprecher der Wiener Identitären. Aus seiner Sicht seien “Juden keine Deutschen”. Auch Identitären-Kopf Sellner fragte: “Hat er jemals für deutsche Opfer geweint?” Der damalige Wiener Identitären-Sprecher Yannick Wagemann attackiert den deutschen Kanzler Merz. Faksimilie Im blauen Gleichschritt Die Freiheitliche Jugend (FJ) stört so etwas offenbar nicht. Schon im Verfassungsschutzbericht 2023 war zu lesen: “An der ‘Aktion 451’ nahmen bekannte Aktivistinnen und Aktivisten der IBÖ, Funktionärinnen und Funktionäre der ‘FJ’ sowie Mitglieder rechtsextremer deutschnationaler Burschenschaften teil.” “Die Partei weiß so ziemlich alles”, sagt ein früher Involvierter. So soll ein hochrangiger FJ-Aktivist selbst davon gesprochen haben, dass eine Kameradin das “Messgerät” für die Arier-Untersuchung dabeihabe. Vor einer geplanten identitären Störaktion an der Uni sammelte man sich laut Chats im Wiener FJ-Büro in der Loidoltgasse und flüchtete sich nach der Aktion auch wieder dorthin.

Trump Turned to Nazi Memorabilia Collector for White House Statues

Three statues on display in the Rose Garden belong to billionaire Harlan Crow who owns Hitler artifacts. Three statues now displayed in Donald Trump’s White House Rose Garden are on loan from billionaire Republican donor Harlan Crow, whose private collection includes an array of Nazi and Hitler artifacts. The statues of Alexander Hamilton, Benjamin Franklin and two Revolutionary War soldiers were moved from Crow’s Dallas property to the White House as part of Trump’s effort to transform the Rose Garden into a sculpture garden according to the Washingtonian, But Crow’s collection extends far beyond Founding Fathers: according to reporting by the Washingtonian, it includes two paintings attributed to Adolf Hitler, a signed copy of Mein Kampf and other Nazi memorabilia. His collection has also included a bust of Hermann Göring, the Nazi official who created the Gestapo.

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Regensburg: Mann ruft rechtsextreme Parolen am Hauptbahnhof

Ein 47-Jähriger hat innerhalb weniger Stunden zweimal die Bundespolizei in Regensburg beschäftigt. Zunächst wurde der Mann am Donnerstagabend (20. August) ohne gültiges Ticket in einem Regionalexpress erwischt. Rund zehn Stunden später soll er am Hauptbahnhof Regensburg eine rechtsextreme Parole gerufen und den Hitlergruß gezeigt haben. (…) Ein Atemalkoholtest bei dem Mann ergab 2,28 Promille. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen musste der 47-Jährige das Bahnhofsgelände verlassen. Doch nur wenige Stunden später kam es am Regensburger Hauptbahnhof erneut zu einem Polizeieinsatz. Hitlergruß am Bahnsteig 1 Am Freitagmorgen gegen 4.40 Uhr meldeten Reisende einen Mann am Bahnsteig 1, der „Heil Hitler“ gerufen und dabei die Hand zum Hitlergruß gehoben haben soll. Eine Streife der Bundespolizei machte sich sofort auf den Weg und traf vor Ort erneut auf den bereits bekannten 47-Jährigen.

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Rechtsextremer Sänger Thompson kommt in Frankfurter Jahrhunderthalle

Thompson gilt als Superstar der kroatischen Musik. Doch der Sänger steht seit Jahren wegen nationalistischer und faschistischer Symbolik in der Kritik. Im November will er in Frankfurt auftreten – dagegen gibt es bereits Protest. In Kroatien sind Konzerte von Marko Perković Massenveranstaltungen. Wenn der erfolgreichste Sänger des Landes auftritt – meistens unter seinem Künstlernamen Thompson -, dann kommen regelmäßig zehntausende, manchmal sogar hunderttausende Menschen zusammen. Die Frankfurter Jahrhunderthalle fasst indes nur etwa 4.000 Plätze. Die Karten für das geplante Thompson-Konzert am 13. November waren am Donnerstag binnen zwei Stunden ausverkauft. Die kroatische Diaspora in Deutschland hält Perković die Treue – trotz oder vielleicht gerade weil ihm immer wieder Nationalismus und Faschismusverherrlichung vorgeworfen werden. Doch gegen das Konzert regt sich bereits Widerstand. “Mit Faschismus macht man keine Geschäfte”, ließ die Linke im Frankfurter Römer am Donnerstag per Pressemitteilung verlautbaren. Die Partei fordert die Leitung der Jahrhunderthalle auf, das Konzert abzusagen. “Thompson steht seit Jahren wegen nationalistischer und faschistischer Symbolik bei seinen Auftritten in der Kritik”, erklärt Benjamin Aličić. Der Stadtverordnete der Linken verweist unter anderem darauf, dass Thompson seine Konzerte regelmäßig mit dem Lied “Bojna Čavoglave” beginnt, einem Kriegslied, an dessen Anfang er und sein Publikum regelmäßig die Grußformel “Za dom spremni” schmettern – die offizielle Grußformel des mit Nazi-Deutschland verbündeten Ustascha-Regimes.

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Staatsschutz ermittelt – AfD Rhein-Sieg benutzt verbotene SA-Parole

Der Info-Stand endete für die AfD im Rhein-Sieg-Kreis mit einer Anzeige. Der Grund: In einem Video vom Stand wird dieselbe verbotene Parole benutzt, für die Parteikollegen bereits rechtskräftig verurteilt wurden. Experten sagen, wie gefährlich das ist. Am Ortseingang nach Siegburg, an der Bonner Straße hatte die AfD vor einigen Tagen ihren Info-Stand platziert. Das endete für die Rechtspopulisten aus dem Kreis mit einer Anzeige. Nun ermittelt der Staatsschutz in Bonn. Der Grund für die Anzeige: Vier Teilnehmer des Infostands nahmen ein Video auf, das schließlich in den sozialen Netzwerken landete. Deutlich hörbar benutzt ein Teilnehmer in diesem Video die verbotene Parole „Alles für Deutschland“. Im Wortlaut sagt er: „Alles für Deutschland ist die richtige Parole.“ Einer reckt den Daumen in die Höhe, ein weiterer lacht. Gepostet wurde das Video auf einem Privataccount mit der Überschrift „Alles für Deutschland. Rhein-Sieg-Kreis in Aktion“. Das Video liegt der Redaktion vor, ebenso ein Screenshot des Postings, das inzwischen gelöscht wurde. Zu den Teilnehmern, die in dem Video zu sehen sind, gehört auch Edgar Lenzen, Sprecher der AfD Rhein-Sieg. Das sagt der ehemalige Verfassungsschützer „Jeder in der AfD, der diesen Satz verwendet, weiß, dass dieser Satz verfassungswidrig und verboten ist“, sagt Winfried Ridder, ehemaliger Verfassungsschützer aus Sankt Augustin. Es ist nicht das erste Mal, dass ein AfD-Mitglied diese Parole verwendet. Der wohl prominenteste Fall dürfte der des Faschisten Björn Höcke aus Thüringen sein, der deswegen von Landgericht Halle an der Saale mehrfach zu hohen Geldstrafen verurteilt wurde – die Urteile bestätigte nach Revision auch der Bundesgerichtshof.

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