Fest mit Neonazis: AfD-Landtagskandidat in Sachsen-Anhalt soll Verbindung zu verbotener Gruppe haben – #SimonLansmann

Ein 43-jähriger Vertreter der Ultrarrechten aus der Altmark will in den Landtag. Einem Medienbericht zufolge hat er Kontakt zu Vertretern der „Artgemeinschaft“, einer seit 2023 verbotenen Neonazi-Gruppe. Die AfD befindet sich in Umfragen weiter im Höhenflug. In Sachsen-Anhalt werden die Ultrarechten mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund vor den Landtagswahlen am 6. September mit mehr als 40 Prozent als die mit Abstand stärkste politische Kraft ausgewiesen. Im Landtag in Magdeburg könnte es demnach sogar eine AfD-Alleinregierung geben. Einem Medienbericht zufolge hat ein Kandidat der Partei in dem Bundesland Verbindungen zu einer verbotenen Neonazi-Gruppe. Wie der „Spiegel“ schreibt, soll Simon Lansmann im Juni an seinem Anwesen eine völkische Sommersonnenwendefeier abgehalten haben. Die Polizei kontrollierte demnach die Zufahrt zu dem als privat deklarierten Fest und stellte mehrere Gäste fest, die zum Dunstkreis der „Artgemeinschaft“ zählen, die 2023 vom Bundesinnenministerium verboten wurde – wegen ihrer „Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus“. Wie es in dem Bericht weiter heißt, soll bei der Feier auf dem Hof des AfD-Stadtrats am Abend des 20. Juni in Ipse, unweit von Gardelegen nördlich von Magdeburg, ein völkisches Ritual abgehalten worden sein. Später sei auf dem Gelände des landwirtschaftlichen Betriebs in der Altmark ein Kampflied der Hitlerjugend (HJ) erklungen. AfD-Kandidat Lansmann bestätigt Treffen Das Fest des 43-Jährigen beschäftigt demnach inzwischen Sicherheitsbehörden mehrerer Bundesländer. Aus Brandenburg soll ein AfD-Mann angereist sein, der früher als Mitglied der Neonazi-Gruppe geführt wurde, aus Nordrhein-Westfalen ein völkischer Aktivist, der wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen das Waffengesetz im Visier der Ermittler sei, und aus Sachsen-Anhalt eine Szenegröße, die dem Umfeld von Ralf Wohlleben zugerechnet wird, einem Waffenbeschaffer der Neonazi-Terrorzelle NSU. AfD-Kandidat Lansmann bestätigte dem Bericht zufolge das Fest, bestritt aber, dass es sich um ein illegales Treffen gehandelt habe. Über einen Anwalt ließ er demnach mitteilen, es sei zwar „nicht auszuschließen“, dass an jenem Abend ein HJ-Lied gesungen wurde.

via tagesspiegel: Fest mit Neonazis: AfD-Landtagskandidat in Sachsen-Anhalt soll Verbindung zu verbotener Gruppe haben

siehe auch: AfD-Landtagskandidat soll Ritual mit HJ-Lied abgehalten haben. Die AfD liegt in Sachsen-Anhalt laut Umfragen bei über 40 Prozent. Ein aussichtsreicher Kandidat für den dortigen Landtag soll einem Bericht zufolge Verbindungen zur verbotenen Gruppe “Artgemeinschaft” haben. Bei einem völkischen Ritual an seinem Anwesen sei auch ein Kampflied der Hitlerjugend erklungen. Simon Lansmann, Landtagskandidat der AfD in Sachsen-Anhalt, hat nach “Spiegel”-Recherchen im Juni an seinem Anwesen eine völkische Sommersonnenwendefeier abgehalten. Die Polizei kontrollierte die Zufahrt zu dem als privat deklarierten Fest und stellte mehrere Gäste fest, die zum Dunstkreis der “Artgemeinschaft” zählen, einer 2023 vom Bundesinnenministerium verbotenen Neonazigruppe. Dem Magazin zufolge wurde bei der Feier ein völkisches Ritual abgehalten, später erklang ein Kampflied der Hitlerjugend (HJ). Das Fest beschäftigt inzwischen Sicherheitsbehörden mehrerer Bundesländer. Aus Brandenburg soll ein AfD-Mann angereist sein, der früher als Mitglied der “Artgemeinschaft” geführt wurde, aus Nordrhein-Westfalen ein völkischer Aktivist, der wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen das Waffengesetz im Visier der Ermittler ist.

Eklat um AfD-Kranz: Präses Latzel solidarisch mit Bonhoeffer-Großneffen – #AntifaIstHandarbeit

Bei einer Gedenkveranstaltung für NS-Widerstandskämpfer kam es zu einem Streit um einen AfD-Kranz. So reagiert der evangelische Präses Latzel. Nach dem Eklat um einen AfD-Kranz am Jahrestag des gescheiterten Stauffenberg-Attentats vom 20. Juli in Berlin zeigt sich der evangelische rheinische Präses Thorsten Latzel solidarisch mit dem Großneffen des NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer, Tobias Korenke. Dieser habe versucht, einen Kranz der AfD bei der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag zu entfernen, schrieb Latzel am Dienstag, 21. Juli, auf Instagram. „Ganz ehrlich: Ich kann ihn so gut verstehen“, erklärte der oberste Repräsentant der zweitgrößten Landeskirche. Präses Latzel: „Einfach nur perfide“ Es müsse fürchterlich sein, wenn eine Partei, die insgesamt als rechtsextremer Verdachtsfall und in Teilen sogar als gesichert rechtsextrem durch den Verfassungsschutz eingeordnet werde, das Andenken an Familienmitglieder politisch instrumentalisiere, schrieb Latzel. Es sei „einfach nur perfide“, sich als AfD an der Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung zu beteiligen, wenn man im Gedankengut so nah an der völkischen Ideologie sei, gegen die die Widerstandskämpfer eintraten. Seine Gedanken seien bei den Familien der bei dem Gedenktag Bedachten, „insbesondere bei der Familie Dietrich Bonhoeffers und Tobias Korenke, der öffentlich einsteht für seine Überzeugungen“, erklärte Latzel weiter.

via kirche und leben: Eklat um AfD-Kranz: Präses Latzel solidarisch mit Bonhoeffer-Großneffen

siehe auch: STREIT UM AFD-KRANZ-NIEDERLEGUNG Präses Latzel hat Verständnis für Bonhoeffer-Großneffen Bei einer Gedenkveranstaltung für NS-Widerstandskämpfer kam es zu einem Streit um einen AfD-Kranz. Der rheinische Präses Latzel zeigte sich solidarisch mit dem Großneffen von Dietrich Bonhoeffer, Tobias Korenke, der in das Handgemenge verwickelt war. Korenke habe versucht, einen Kranz der AfD bei der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag zu entfernen, schrieb Latzel am Dienstag auf Instagram. “Ganz ehrlich: Ich kann ihn so gut verstehen”, erklärte der oberste Repräsentant der zweitgrößten Landeskirche. Es müsse fürchterlich sein, wenn eine Partei, die insgesamt als rechtsextremer Verdachtsfall und in Teilen sogar als gesichert rechtsextrem durch den Verfassungsschutz eingeordnet werde, das Andenken an Familienmitglieder politisch instrumentalisiere, schrieb Latzel. Es sei “einfach nur perfide”, sich als AfD an der Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung zu beteiligen, wenn man im Gedankengut so nah an der völkischen Ideologie sei, gegen die die Widerstandskämpfer eintraten. (…) Die jährlichen AfD-Kranzniederlegungen im Bendlerblock “verletzen viele Angehörige der Frauen und Männer des Widerstands zutiefst”, hatte die Stiftung weiter erklärt. Vieles von dem, wofür die AfD stehe, stehe im Widerspruch zu den Überzeugungen, für die die Widerständlerinnen und Widerständler gegen das NS-Regime eingetreten seien.

Stauffenberg-Gedenken im Bendlerblock Großneffe von Widerstandskämpfer Bonhoeffer versucht, AfD-Kranz zu entfernen – #stabil

»Werden wir hier nicht akzeptieren«: Tobias Korenke, Nachfahre des NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer, hat einen AfD-Kranz an der Stauffenberg-Gedenkstätte entfernen wollen – und das Gebinde dabei beschädigt. Bei der Gedenkveranstaltung der Bundesregierung zum Jahrestag des gescheiterten Stauffenberg-Attentats auf Adolf Hitler ist es zu einem Eklat wegen eines Kranzes gekommen. Ein Großneffe des evangelischen Theologen und NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer, Tobias Korenke, versuchte, ein Gebinde der AfD-Bundestagsfraktion an der Gedenkstätte im Bendlerblock in Berlin zu entfernen, wie unter anderem ein Fotograf der Nachrichtenagentur dpa schilderte. Sicherheitsmitarbeiter gingen dazwischen. Bei dem Handgemenge wurde der Kranz beschädigt. Korenke sagte der dpa: »Viele Nachkommen, und dazu gehöre auch ich, empfinden eine wirklich große Wut, wenn wir sehen, dass die AfD hier Kränze ablegt. Das werden wir hier nicht akzeptieren.« (…) Die Hauptrede der Gedenkveranstaltung hielt in diesem Jahr Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU). Sie stehe hier auch als »Bürgerin und als Nachfahrin von Opfern und Überlebenden der Schoa«, sagte sie. Die Politikerin berichtete davon, dass ihre Urgroßmutter im NS-Vernichtungslager Sobibor ermordet wurde. Der Widerstand des 20. Juli und anderer Gruppen erinnere daran, dass Demokratie nicht allein durch Institutionen gestützt werde. »Sie lebt von einer Ethik der bürgerlichen Verantwortung – von Menschen, die bereit sind, Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen, auch wenn dies unbequem ist.« Verantwortung beginne aus einer Haltung heraus, sagte Prien. Man dürfe nicht zulassen, dass Menschen sich von der Demokratie abwenden.

via spiegel: Stauffenberg-Gedenken im Bendlerblock Großneffe von Widerstandskämpfer Bonhoeffer versucht, AfD-Kranz zu entfernen

siehe auch: Bei Gedenken an Hitler-Attentat in Berlin: Handgemenge im Bendlerblock wegen AfD-Kranz Ein Kranz der AfD sorgt beim Gedenken an das gescheiterte Hitler-Attentat für Emotionen. Ein Verwandter des Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer versucht, ihn zu entfernen. Es kommt zum Streit. Bei der Gedenkveranstaltung der Bundesregierung zum Jahrestag des gescheiterten Stauffenberg-Attentats auf Adolf Hitler ist es zu einem Eklat wegen eines Kranzes gekommen. Ein Großneffe des evangelischen Theologen und NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer, Tobias Korenke, versuchte, ein Gebinde der AfD-Bundestagsfraktion an der Gedenkstätte im Bendlerblock in Berlin zu entfernen, wie ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur schilderte. Sicherheitsmitarbeiter gingen dazwischen. Bei dem Handgemenge wurde der Kranz beschädigt.

“Sieg Heil”-Rufe: Strafbefehl für AfD-Stadtrat rechtskräftig

Ein Würzburger AfD-Stadtrat soll nachts an einer Tankstelle “Sieg Heil” gerufen haben. Nun ist der Strafbefehl gegen den Kommunalpolitiker rechtskräftig. Der Mann bestreitet die Vorwürfe und spricht von “lauter Lügen”, ohne ins Detail zu gehen. Wegen mutmaßlicher “Sieg Heil”-Rufe ist ein Strafbefehl gegen den Würzburger AfD-Stadtrat Thomas Bayer nun rechtskräftig. Das hat ein Sprecher des Amtsgerichts Würzburg bestätigt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mitte 50-Jährigen das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen vor. Bayer bestreitet die Vorwürfe und sprach gegenüber dem BR von “lauter Lügen”, ohne konkret zu werden. Verurteilt, aber nicht vorbestraft Es geht um einen Vorfall im Juni 2025. In den frühen Morgenstunden soll Bayer zusammen mit einer Frau an einer belebten Tankstelle unterwegs gewesen sein. Beide sollen in Richtung einer dritten Person wiederholt “Sieg Heil!” gerufen haben – die Begleiterin “Sieg”, der AfD-Kommunalpolitiker “Heil”. Das Gericht setzte einen Strafbefehl über 60 Tagessätze zu je 70 Euro fest, also 4.200 Euro Geldstrafe. Als vorbestraft gilt der Stadtrat damit nicht. Erst ab 90 Tagessätzen gilt man in Deutschland als vorbestraft. Einspruch verworfen, Urteil rechtskräftig Gegen den Strafbefehl hatte Bayer zunächst Einspruch eingelegt. Zu einer Verhandlung am Amtsgericht Würzburg im Frühjahr 2026 erschien er jedoch unentschuldigt nicht. Der Einspruch wurde daraufhin verworfen.

via br: “Sieg Heil”-Rufe: Strafbefehl für AfD-Stadtrat rechtskräftig

siehe auch: Thomas Bayer aus Würzburg AfD-Stadtrat ruft NS-Parole – jetzt ist das Urteil rechtskräftig. Zuletzt geriet die AfD wegen einer Parteiveranstaltung in Dessau öffentlich in die Kritik. Nun wird einer ihrer Stadträte wegen einer NS-Parole verurteilt. Der Strafbefehl gegen den AfD-Stadtrat Thomas Bayer von Würzburg, der mehrmals eine Parole der verbotenen Partei der Nationalsozialisten (NSDAP) gerufen hat, ist rechtskräftig. Damit muss der 56-Jährige eine Geldstrafe über 60 Tagessätze zu je 70 Euro bezahlen, wie das Amtsgericht Würzburg mitteilte. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautete auf das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk berichtet – nach dessen Angaben bestritt der Angeklagte die Vorwürfe.

Police probe Russian-born man’s display of swastika flag in Eastern Finland

The swastika flag incident seems to echo Russian propanganda efforts to link Finland and Ukraine to Nazism. A man who flew a swastika flag outside his house in Eastern Finland last month moved there from Russia, Yle has learned. According to information obtained from the Digital and Population Data Services Agency (DVV), the man was born in the Soviet city of Leningrad, now St. Petersburg, in 1969. In 1991, he changed his Russian surname to a Finnish-sounding one. The following year, he legally changed his first name, too. He has lived in the eastern city of Lappeenranta since 1996 and held Finnish citizenship since 2000. According to experts interviewed by Yle, the flag-raising incident has features that are typical of Russian attempts at information influencing. Denies Russia connections The man denies to Yle that the flag-raising stunt had any Russian connections. He claims that he never had a Russian passport, and that he defected to Finland from the Soviet Union in the early 1990s. According to the man, he has Ingrian and Jewish roots and relatives in Ukraine. The man also had a large picture of Stepan Bandera, a Ukrainian World War II nationalist and resistance fighter, on the outside wall of his house, with anti-Russian text written in Russian next to it. (…) A recurring theme in Russian information influence is the portrayal of Finland and other countries supporting Ukraine as pro-Nazi states planning an attack on Russia. Finland was a co-belligerent of Nazi Germany In 1941-44, as it sought to defend itself against Soviet invasion. Flying a Nazi flag in a Finnish town near the Russian border fits into this pattern of Russian information influence. Several Russian media outlets have seized on the news about the incident, noting that a swastika flag was flown in Finland close to the Russian border. For instance, the news site Gazeta, which is indirectly state-owned, carried the headline “The Third Reich flag flies on the border of the Leningrad region”, while Komsomolskaya Pravda went with “A giant swastika flag was spotted in a Finnish town on the border with the Leningrad region”.

via yle: Police probe Russian-born man’s display of swastika flag in Eastern Finland

Ritterschlag oder Hitlergruß?: Foto von AfD-Bundespolitiker Reichardt sorgt für Debatten

Ein AfD-Politiker mit ausgestrecktem Arm? Der Bundestagsabgeordnete Martin Reichardt sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt. Die AfD weist die Vorwürfe zurück. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Reichardt ist wegen eines Fotos mit erhobenem Arm in die Kritik geraten. Reichardt habe im Beisein von Parteikollegen den Hitlergruß gezeigt, heißt es im Politico-Podcast „Inside AfD“. Die Partei wies die Darstellung des Magazins zurück. Reichardt ist sachsen-anhaltischer AfD-Chef und auch Mitglied im Bundesvorstand der Partei. Reichardt sagte in einer Bundestagsdebatte auf Zwischenfragen der Union: „Dieses Foto stellt keinen Hitlergruß dar. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie irgendwo einen Hitlergruß gezeigt.“ Entsprechende Unterstellungen bezeichnete er als „pöbelhafte Unverschämtheit“, die er sich verbitte. Die Frage, ob das Foto echt sei, ließ er offen. Das Foto stammt aus dem Jahr 2020. Auf dem Bild ist zu sehen, wie Reichardt den linken Arm ausstreckt. Zwei Augenzeugen hätten gegenüber „Inside AfD“ bestätigt, es habe sich um einen Hitlergruß gehandelt, hieß es. „Die fragliche Geste war kein ,Hitlergruß‘, sondern ein angedeuteter Ritterschlag“, sagte ein Sprecher der AfD Sachsen-Anhalt auf Anfrage. Welche Worte in der fast sechs Jahre zurückliegenden Situation gewechselt worden seien, sei keiner der Personen mehr erinnerlich. In der Szene sollen aber die Worte „Mein Führer“ gefallen sein, wie „Politico“ berichtet. (…) Der Hitlergruß mit dem linken Arm ist in Deutschland genauso strafbar wie mit dem rechten, wie das Oberlandesgericht Hamm im Jahr 2024 in einem Beschluss klargestellt hat. Er stelle eine verbotene nationalsozialistische Grußform dar, solche Kennzeichen sollten aus dem Bild des politischen Lebens grundsätzlich verbannt werden, begründete das Gericht.

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siehe auch: MARTIN REICHARDT – AfD-Landeschef zeigte Hitlergruß. Der sachsen-anhaltische AfD-Chef Martin Reichardt zeigte im Jahr 2020 im Beisein von Parteifreunden einen Hitlergruß. Mit dem entsprechenden Foto konfrontiert, verstrickt sich der Bundestagsabgeordnete in Widersprüche. Eine Recherche des „Politico“-Podcasts „Inside AfD“ bringt den AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Reichardt in Erklärungsnot. Auf einem Foto ist zu sehen, wie er den sogenannten Hitlergruß zeigt. Auf der bislang unveröffentlichten Aufnahme, die im Juni 2020 auf dem Privatgrundstück eines Parteikollegen in Sachsen-Anhalt aufgenommen wurde, ist deutlich zu erkennen, wie Reichardt den linken Arm mit ausgestreckter Hand schräg nach oben reckt und lacht. Zwei Zeugen der Szene bestätigten „Inside AfD“, dass es sich um einen Hitlergruß gehandelt habe. Martin Reichardt ist Landesvorsitzender der AfD Sachsen-Anhalt sowie Beisitzer im Bundesvorstand der Partei. Seit 2017 sitzt er für die AfD im Bundestag und ist familien- und bildungspolitischer Sprecher der Fraktion. Seit 2018 steht er zudem an der Spitze des Landesverbandes Sachsen-Anhalt. Unter seinem Vorsitz wurde der Verband vom Landesamt für Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ eingestuft. Seit Juni 2022 gehört der 56-Jährige als Beisitzer dem AfD-Bundesvorstand an und will auf dem Parteitag im Juli erneut kandidieren. Bis zur Auflösung des völkisch-nationalistischen „Flügels“ war Reichardt in Sachsen-Anhalt ein wichtiger Vertreter der Strömung. Vor Reichardt kniet auf dem Foto der Arzt, Verschwörungsideologe und spätere AfD-Landtagskandidat Markus Motschmann. Er wurde während der Corona-Pandemie als „Anti-Drosten“ bekannt, als er mit zahlreichen verschwörungsideologischen Positionen öffentlich in Erscheinung trat. Eine politische Heimat fand er von Ende der 1980er- bis Anfang der 1990er-Jahre in der Partei Die Republikaner – damals die wichtigste Rechtspartei in Deutschland. Später trat er über gemeinsame Positionen zur Corona-Politik in Kontakt mit AfD-Vertretern.

Mann zeigt in Kassel Hitlergruß auf Mustang-Dach: Fußballfans reißen Neonazi-Kennzeichen ab – #AntifaIstHandarbeit

Nach dem Deutschlandspiel am Samstag hat in Kassel ein Mann auf dem Dach eines Ford Mustang stehend den Hitlergruß gezeigt. Umstehende beschädigten daraufhin das Auto und rissen das Kennzeichen ab. Nach dem Sieg der deutschen Nationalmannschaft in der Nacht zum Sonntag gegen die Elfenbeinküste ist es zu einem größeren Polizeieinsatz bei dem Autokorso auf der Friedrich-Ebert-Straße in Kassel gekommen. Ein Mann soll auf dem Dach eines Autos den Hitlergruß gezeigt haben, sagte die Polizei auf Nachfrage. Anschließend sollen die Insassen des Wagens attackiert worden sein. Von dem Vorfall kursieren mittlerweile zahlreiche Videos im Internet. Auf ihnen zu sehen ist eine deutlich aufgeheizte Stimmung. Zahlreiche Polizisten versuchen, die Menge zu beruhigen – ebenso wie den Fahrer des Wagens. In einem anderen Video sieht man, wie ein Mann abgeführt wird. Auch Beschädigungen am Auto sind deutlich zu sehen – etwa demolierte Heckscheibe. Zu hören ist zudem, wie die Menge „Nazis raus“ skandiert. Nach Angaben von Polizeisprecher Daniel Kalus-Nitzbon waren gegen 1.20 Uhr drei Männer im Alter von 22 bis 40 Jahren sowie eine 16-Jährige gemeinsam in einem Ford Mustang auf der Friedrich-Ebert-Straße unterwegs. Zu diesem Zeitpunkt sei der Verkehr wegen zahlreicher Personen und Fahrzeuge bereits nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Einer der Fahrzeuginsassen, ein 28-Jähriger aus dem Landkreis Kassel, wird verdächtigt, auf das Dach des Mustangs geklettert zu sein und dort den Hitlergruß gezeigt zu haben. Die Geste ist in einem der Videos, die man bei Instagram findet, gut zu erkennen. Auch, wie sich der Mann, der vermummt ist und eine Fackel in der Hand hält, dabei filmen lässt. Personen, die um das Auto gestanden hätten, hätten nach dem Zeigen des Hitlergrußes den Ford beschädigt, teilte die Polizei mit. Unter anderem wurde das Kennzeichen abgerissen, dessen Buchstaben- und Zahlenkombination auch eine bekannte Symbolik im Rechtsextremismus darstellt. Nach Informationen der HNA handelt es sich um ein Kennzeichen in dem „HH 88“ enthalten ist – allerdings ist es kein Kasseler Kennzeichen. (…) Laut Polizei seien die Fahrzeuginsassen in der aufgeheizten Stimmung teilweise durch die geöffneten Fenster angegriffen worden. Durch den Einsatz zahlreicher Polizisten hätten weitere Attacken auf die Personen und das Fahrzeug verhindert werden können.

via hna: Mann zeigt in Kassel Hitlergruß auf Mustang-Dach: Fußballfans reißen Neonazi-Kennzeichen ab