Hajduk Split fans under police investigation for ‘glorified Nazi chants’ before Ajax Conference League match

Croatian police have arrested a number of Hajduk Split supporters over antisemitic chants and praise for Nazi leader Adolf Hitler before the club’s UEFA Conference League match against Ajax. The incident took place during a procession through Split ahead of the game on Thursday, October 15 and police have said the investigation remains ongoing, with more people being identified from available footage. Hajduk Split fans face action over antisemitic chants Thousands of supporters from Hajduk’s Torcida fan group marched through the city before the game, shouting antisemitic slogans and chanting in praise of Hitler. The procession included a car carrying a mock coffin bearing Ajax’s name, with the Dutch club having a longstanding association with Amsterdam’s Jewish community. Police have now arrested at least 12 fans on suspicion of inciting violence and hatred. The incident drew widespread condemnation from Croatian political leaders and officials, with the Croatian government saying: “We strongly condemn the unacceptable chants glorifying the Nazi regime that were recorded among a portion of fans before today’s match in Split.

via footballgroundguide: Hajduk Split fans under police investigation for ‘glorified Nazi chants’ before Ajax Conference League match

Tätliche Auseinandersetzung am Bahnhof Leutkirch

Weil er der Meinung war, beleidigt worden zu sein, ging ein 27-jähriger Mann am Freitagnachmittag, 16.10.2026 gegen 17:30 Uhr, zwei 15- und 17-jährige, aus der Ukraine stammende Jugendliche tätlich an. Erkennbare Verletzungen erlitten die beiden Jugendlichen nicht. Der 27-jährige deutsche Staatsangehörige war in Begleitung einer in Kasachstan gebürtigen 44-jährigen Frau, als er die beiden Jugendlichen zunächst beschimpfte, beleidigte und zuletzt auch körperlich angriff. Bei Einschreiten der Polizei beleidigten die beiden zudem die Einsatzkräfte. Die 44-Jährige zeigte in aller Öffentlichkeit den sogenannten Hitlergruß.

via news-fact: Tätliche Auseinandersetzung am Bahnhof Leutkirch

NS-Propaganda durch Profilname – Macht sich “Adolf Hitler” auf X strafbar?

“Adolf Hitler” als Profilname in den sozialen Medien: Ist das nur geschmacklose Provokation oder schon strafbar? Michael Kubiciel und Constanze Hoffmann geben eine rechtliche Einordnung und fragen, wann der Gesetzgeber gefragt ist. Soziale Medien sind längst zu einem Tummelplatz von Provokateuren und Propagandisten geworden. Auch nationalsozialistische Inhalte finden im digitalen Raum Verbreitung, wobei es keiner ausdrücklichen Parolen oder eindeutigen Symbole bedarf, um Aufmerksamkeit zu erregen. Bereits ein Profilname wie “Adolf Hitler” provoziert. Und den findet man in der Personensuche von X, Instagram & Co. in unterschiedlichen Schreibweisen zuhauf, nicht selten bei noch aktiven Accounts. Wer sich in den sozialen Netzwerken unter diesem Nutzernamen präsentiert, bedient sich nicht einfach des Namens einer Person der Zeitgeschichte, sondern ruft unweigerlich die Erinnerung an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte wach. (…) Übertragen auf die Verwendung des Namens “Adolf Hitler” ist davon auszugehen, dass auch der ausgeschriebene Name Hitlers lediglich eine Bezeichnung, aber kein strafbares Kennzeichen ist. BayObLG: Hitler-Bild ist strafbares Kennzeichen Anerkannt ist jedoch die Kennzeichen-Eigenschaft von Kopfbildern solcher Personen, die sinnbildhaft für eine verbotene Organisation oder Vereinigung stehen, namentlich das Kopfbild von Adolf Hitler. Der BGH hat 1965 entschieden, dass dieses als Sinnbild der NSDAP ein Kennzeichen ist (Urt. v. 09.08.1965, Az. 1 StE 1/65). Der 4. Strafsenat des Bayerischen Obersten Landesgerichts hat 2022 dazu ausgeführt, dass die “Organisation des damaligen NS-Staates und der diesen mit einer Vielzahl von Unterorganisationen beherrschenden Partei, der NSDAP, sowie die Ausübung aller staatlichen Hoheitsgewalt durch verschiedene Behörden (…) zentral auf den ‘Führer Adolf Hitler’ als den Kulminationspunkt aller staatlichen Gewalt ausgerichtet” waren (Urt. v. 13.06.2022, Az. 204 StRR 116/22). Die Person Adolf Hitlers als solche repräsentiere daher den Nationalsozialismus, “ohne dass es des Hinzutretens weiterer nationalsozialistischer Symbole, Kennzeichen oder Ergänzungen bedarf”. Und weiter: “Allein sein Abbild stellt damit ein Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen im Sinne des § 86a StGB dar.” (…) Bevor nach dem Gesetzgeber gerufen wird, gilt es an die Verantwortung der sozialen Medien zu erinnern. Denn der Einsatz des Strafrechts sollte auch hier eine “ultima ratio” sein. X, Telegram, TikTok und Instagram ermöglichen es, Accounts unter Phantasie- und Aliasnamen zu eröffnen. Solange sie nicht zur Prüfung der Identität der Nutzer und diese nicht zur Verwendung ihres Klarnamens verpflichtet sind, sollten sie zumindest verhindern, dass der Name eines singulären Massenmörders zum Zweck der Provokation, Propaganda oder schlicht aus Übermut verwendet wird. Dies sind sie nicht nur den Nachfahren der Opfer schuldig, sondern auch ihrer Verpflichtung gegenüber dem öffentlichen Frieden, nicht nur in Deutschland.

via lto: NS-Propaganda durch Profilname Macht sich “Adolf Hitler” auf X strafbar?

Buttersäure : Angriff auf NS-Dokumentationszentrum in Köln

In der Nacht auf Freitag ist das NS-Dokumentationszentrum in Köln mit einer übelriechenden Flüssigkeit verunreinigt worden. Die Polizei geht von einem Buttersäure-Angriff aus. Der Staatsschutz ermittelt. Gegen 8:20 Uhr am Freitag hatten Mitarbeiter der Einrichtung am Appellhofplatz infolge der extremen Geruchsbelästigung die Polizei informiert. Diese stellte fest, dass die Eingangsbereiche an allen drei Zugängen des Gebäudes mit einer übelriechenden Flüssigkeit verunreinigt wurden. Die Polizei geht von einem Buttersäure-Angriff aus. Weil die Tat einen politischen Hintergrund haben könnte, ermittelt die Kriminalinspektion Staatsschutz. “Angriff auf das demokratische Selbstverständnis” Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester verurteilte die Tat aufs Schärfste. “Das NS-DOK ist nicht irgendein Gebäude, sondern der Ort in Köln, an dem wir die Verbrechen des Nationalsozialismus erforschen, sichtbar machen und an die Opfer erinnern”, hieß es in einer Mitteilung der Stadt. Damit sei es ein Angriff auf die Erinnerungskultur und das demokratische Selbstverständnis der Stadt.

via wdr: Buttersäure : Angriff auf NS-Dokumentationszentrum in Köln

„Bei Google genehmigt“ Aus Langeweile: Rentner (68) landet wegen Hakenkreuz-Posting vor dem Amtsgericht

Einsam, gelangweilt und in Verschwörungserzählungen verstrickt: ein Rentner postete Ursula von der Leyen mit Hakenkreuz-Armbinde und hatte vor Gericht zunächst gar kein Einsehen. „Ich habe Langeweile. Und ich kann ja nicht einbrechen oder andere Leute abstechen.“ So begründet Rentner Ludwig B. (Name geändert), warum er unter wechselndem Pseudonym mittlerweile 15.000 Beiträge auf Facebook veröffentlicht hat. WERBUNG Über die „Todesspritzen“, an denen 1,5 Milliarden Menschen gestorben seien. „Wir wissen, was da passiert ist. Trump hat es gesagt.“ Oder über Bill Gates. „Der steht jetzt endlich vor Gericht.“ Doch um diesen „absoluten Schmarrn“, wie es Staatsanwalt Thomas Schug zusammenfasst, geht es am Dienstag vor dem Amtsgericht Regensburg nicht, sondern um eine klare Sache. „Ich wusste nicht, dass das verboten ist.“ Vor etwas mehr als zwei Jahren veröffentlichte der 68-Jährige folgenden Beitrag: „Sie hat die Verträge mit den Todesspritzen ausgehandelt. Und sich dabei die Taschen gefüllt.“ Darunter ein Bild von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit Hakenkreuz-Armbinde und einem weiteren Hakenkreuz im Hintergrund. Um dieses Hakenkreuz, nicht um den Schmarrn darüber, geht es. Wegen des Verwendens von Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation – der NSDAP – erhielt Ludwig B. einen Strafbefehl über 50 Tagessätze zu 60 Euro – 3.000 Euro. „Ich wusste nicht, dass das verboten ist“, sagt er. Schließlich habe er das Bild bei Google gefunden und alles, was es dort gebe, sei doch „genehmigt“, gibt der frühere Schlosser zu Protokoll. Es sei interessant gewesen und habe gut zu dem gepasst, was er schreiben wollte. Deshalb habe er es verwendet – bis der Strafbefehl kam.

via regensburg digital: „Bei Google genehmigt“ Aus Langeweile: Rentner (68) landet wegen Hakenkreuz-Posting vor dem Amtsgericht

Großdeutsche Fantasie auf Karte – AfD-Jugendvorstand Strauf tritt nach Elsass-Eklat zurück

Ein Vorstandsmitglied der AfD-Jugendorganisation “Generation Deutschland” postet zum Tag der Deutschen Einheit eine fragwürdige Karte in sozialen Medien. Damit entfacht er Wut in Frankreich und wenig Freude bei Parteigenossen. Nun gibt er seinen Posten auf. Bundesvorstands-Mitglied Luca Maurice Strauf hat sein Amt bei der AfD-Jugendorganisation “Generation Deutschland” niedergelegt. Das teilte die Organisation auf X mit. Der Schritt geschehe aus “persönlichen Gründen”, heißt es. Damit zieht er offenbar Konsequenzen aus einem Social-Media-Posting zum Tag der Deutschen Einheit. Aber, was war da passiert? Strauf hatte anlässlich des 3. Oktobers auf X geschrieben: “Deutsche Einheit bedeutet ein Deutschland, das das gesamte deutsche Volk in einem Staat vereint. Heute gedenken wir einem Etappen-Sieg auf dem Weg dahin.” Dazu postete er eine Karte, die Deutschland blau eingefärbt zeigt. Zudem sind Österreich, Teile der Schweiz und Italiens, Luxemburg sowie zahlreiche Städte und Gebiete unter anderem in Polen, Tschechien oder der Slowakei ebenfalls mit unterschiedlichen Blautönen unterlegt. In einem hellen Blau sind zudem Teile des französischen Elsass und Lothringens eingefärbt. Kurz nach der Veröffentlichung löschte Strauf den Post wieder. (…) Es soll nicht die erste Entgleisung Straufs gewesen sein, der mittlerweile in Bayern lebt, aber eigentlich aus dem Saarland stammt. Und sich selbst “Helmut” nennt, obwohl er so nicht heißt. Laut “taz” soll er am 5. August auf die Frage einer Journalistin, was für ihn denn Heimat ist, geantwortet haben: “Von der Maas bis an die Memel; von der Etsch bis an den Belt.” Damit rezitiert er einen Teil der ersten Strophe des Deutschlandliedes, die aufgrund ihrer Vereinnahmung unter anderem in der NS-Diktatur, heute nicht mehr gesungen wird

via ntv: Großdeutsche Fantasie auf Karte AfD-Jugendvorstand Strauf tritt nach Elsass-Eklat zurück

FAKE NEWS IM AFD-UMFELD: Zweifel an der Geschichte von Hape Kerkelings Großvater sind schnell zerstreut

Am Tag der Deutschen Einheit hatte sich Hape Kerkeling im Thüringer Landtag für ein Verbot der AfD starkgemacht. Seither wird in sozialen Netzwerken seine Familiengeschichte verzerrt. Hape Kerkeling hat wenig Zweifel daran aufkommen lassen, was er von der AfD hält. Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, bekräftigte er seine Forderung nach einem Verbotsverfahren gegen die AfD: „Wer die verbrecherische Vergangenheit dieses Landes verharmlost und umdichtet, verwirkt jede politische Daseinsberechtigung in unserer Demokratie.“ Das schmeckt weder der Partei noch ihren Sympathisanten. In sozialen Medien wird seither auffällig oft auf Kerkelings Äußerungen Bezug genommen, ohne diese jedoch direkt zu nennen. Stattdessen arbeitet man sich an der Familiengeschichte Kerkelings ab, das heißt an seinem Großvater Hermann Anton Kerkeling, der von den Nazis als politischer Gefangener mitsamt rotem Winkel in das Konzentrationslager Buchenwald gesperrt wurde. Das wird auf Plattformen wie Facebook oder Tiktok nun infrage gestellt. Der Vorgang gipfelte in einem Beitrag auf Tiktok, in dem unter dem Motto „von wegen KZ, 8 Jahre Gefangenschaft wegen Diebstahl“ behauptet wurde, Hape Kerkelings Großvater habe „als Bandendieb“ und ausschließlich wegen Diebstahls im Zuchthaus gesessen. Eine angebliche KZ-Haft habe es nicht gegeben. Einige Medien, darunter der „Focus“, griffen die Behauptung auf. Mehrere Faktenchecks, die sich auf behördliche Eintragungen und Archive stützen, haben jedoch rasch ergeben, dass Kerkelings Großvater zwar im Oktober 1933 wegen Bandendiebstahls zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt worden war und zudem noch ein Jahr wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ aufgebrummt bekam; er danach jedoch keineswegs freikam, sondern Anfang Juli 1942 auf Anordnung der Gestapo Münster zur sogenannten Schutzhaft als politischer Häftling ins KZ Buchenwald gebracht wurde.

via faz: FAKE NEWS IM AFD-UMFELD: Zweifel an der Geschichte von Hape Kerkelings Großvater sind schnell zerstreut