#POLIZEI IN #HESSEN: #SEK-#Chatgruppe mit rechtsextremen Inhalten hatte über 50 Mitglieder – #polizeiproblem

Nicht nur zwei Dutzend Beamte aus dem SEK Frankfurt waren Teil der Polizei-Chatgruppe, in der rechtsextreme Inhalte ausgetauscht worden sind. Auch Beamte anderer Polizeipräsidium gehörten zu den Mitgliedern. Die Chatgruppe, in der Mitglieder des Frankfurter Sondereinsatzkommandos (SEK) volksverhetzende Inhalte verschickt haben sollen, hat offenbar mehr Mitglieder gehabt, als bisher bekannt war. Das ergibt sich aus den Ausführungen von Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU), der am Dienstagabend den Mitgliedern des Innenausschusses des hessischen Landtags in einer Sondersitzung Rede und Antwort stehen musste. Demnach wurden bei Auswertung der elektronischen Daten eines 38 Jahre alten ehemaligen SEK-Beamten aus Rheinland-Pfalz zahlreiche weitere Chat-Teilnehmer erkannt. Insgesamt sprach Beuth von 56 Chatgruppen-Mitgliedern, allerdings werde gegen 24 von ihnen weder strafrechtlich noch disziplinarisch ermittelt. Gegen diese Teilnehmer gebe es keine Vorwürfe. Auf die Frage des Linken-Abgeordneten Hermann Schaus, ob gegen diese Teilnehmer nur deshalb nicht ermittelt werde, weil sie sich nicht aktiv an den Chats beteiligt hätten, antwortete Beuth ausweichend. Offenbar handelt es sich bei dieser größeren Gruppe überwiegend um Polizeibeamte aus Hessen, lediglich sieben von den 56 sind laut Beuth keine Polizisten. Nähere Angaben zu diesen sieben Personen machte er nicht. Die Fahnder hatten bei dem Achtunddreißigjährigen auf verschiedenen Datenträgern, wie Handys, Laptops und USB-Sticks,  mehrere tausend Dateien, Fotos und Videos sichergestellt. Insgesamt wurden 1800 Mitteilungen ausgewertet. In der Chatgruppe waren demnach Polizisten aus mehreren Polizeipräsidien und auch des Landespolizeipräsidiums vertreten. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Nancy Faeser sprach von einer Dimension, die vorher so nicht bekannt gewesen sei, denn bisher habe es sich bei den Verdächtigen überwiegend um Beamte des Frankfurter SEK gehandelt. Bei dem rassistisch motivierten Terroranschlag in Hanau am 19. Februar 2020 waren 38 Beamte des SEK im Einsatz. Laut Beuth waren darunter auch 13 SEK-Mitglieder, die nun von den Vorwürfen betroffen sind.

via faz: POLIZEI IN HESSEN: SEK-Chatgruppe mit rechtsextremen Inhalten hatte über 50 Mitglieder

Wegen Nazi-Spruch – Sachsen-Anhalts Grünenchef zeigt Höcke an

Im Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt nutzte der Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke einen Nazi-Spruch. Nun hat der Landesvorsitzende der Grünen Anzeige gegen Höcke erstattet. Der grüne Landesvorsitzende von Sachsen-Anhalt, Sebastian Striegel, hat Strafanzeige gegen den Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke gestellt. Anlass ist eine Rede Höckes in Merseburg im Landtagswahlkampf, die er mit den Worten »Alles für Deutschland« beendete. Damit könnte Höcke Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verwendet und sich somit strafbar gemacht haben. In einem Dokument des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags heißt es etwa, »das Verwenden der Sentenz ›Alles für Deutschland‹ im Rahmen einer Rede auf einer Versammlung« sei strafbar, da es sich um die »Losung der SA handelte«, der paramilitärischen Kampforganisation der NSDAP während der Weimarer Republik.

via spiegel: Wegen Nazi-Spruch – Sachsen-Anhalts Grünenchef zeigt Höcke an

siehe auch: Artikel über NS-Rhetorik des AfD-Politikers Björn Höcke (archive is)

screenshot YT

Telegram-Kanal von Attila Hildmann auf iPhones und in Android-Apps gesperrt

Seinen Telegram-Kanal benutzt Attila Hildmann immer wieder zur Verbreitung neonazistischer und antisemitischer Hetze. Nun wurde der Zugriff auf den Kanal des früheren Vegankochs auf iPhones und auch in Android-Apps gesperrt. Über andere Wege lässt sich Hildmanns Kanal jedoch weiter aufrufen. Der Telegram-Kanal des bekannten Rechtsextremen und Antisemiten Attila Hildmann lässt sich auf iPhones und vielen Android-Geräten nicht mehr aufrufen. Der Zugriff auf den Kanal in der Messenger-App, den der ehemalige Vegankoch immer wieder zur Verbreitung neonazistischer und antisemitischer Hetze benutzt, wurde gesperrt. Der Schritt betrifft die Telegram-Apps, die in den offiziellen Appstores von Apple und Google zum Download erhältlich sind. Über andere Wege lässt sich Hildmanns Kanal jedoch weiter aufrufen. Vom Messengerdienst Telegram selbst wurde Hildmann nämlich nicht verbannt. Telegram ist dafür bekannt, selbst wenn offensichtliche Hasspropaganda und Gewaltaufrufe verbreitet werden, nur selten Inhalte zu löschen. In der Vergangenheit hat insbesondere Apple jedoch von sich aus den Zugriff auf bestimmte Kanäle blockiert, etwa auf solche, in denen Rechtsterroristen glorifiziert wurden. Ob Apple in diesem Fall aktiv Hildmanns Kanal sperrte, oder ob Telegram den Zugang auf iPhones gesperrt hat, um nicht gegen Apple-Richtlinien zu verstoßen, blieb zunächst unklar. Ein Google-Pressesprecher erklärte am Dienstagabend, das Unternehmen habe den Zugang zu Hildmanns Kanal in der App nicht selber gesperrt – das sei nicht möglich und würde die Funktionalität der gesamten App beeinflussen. Erst kürzlich rief Hildmann in seinem Kanal zur Tötung von Juden auf: „Der Jude will dich und deine Kinder mit seinen Spritzen ermorden“, schrieb Hildmann vor wenigen Tagen in seinem Kanal in der Messenger-App Telegram zu einem Video, das ihn beim Abfeuern mehrerer Schusswaffen auf einem Schießstand zeigt.

via rnd: Telegram-Kanal von Attila Hildmann auf iPhones und in Android-Apps gesperrt

siehe auch: AUSGEHETZT: ANTISEMIT HILDMANN BEI GOOGLE & APPLE AUF TELEGRAM GESPERRT. Der Antisemit und Neonazi Attila Hildmann ist wohl endgültig am Ende. Nach dem sein ursprüngliches Kerngeschäft quasi am Ende ist, und er vor einem Haftbefehl in die Türkei geflohen ist, hat der in Corona völlig radikalisierte Verschwörungsideologe jetzt auch sein letztes Sprachrohr verloren: Seinen Telegram-Kanal. (…) Wir wissen natürlich zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht genau, was Apple und Google genau getan haben. Wir vermuten aber, dass sie vermutlich Telegram ein Ultimatum gesetzt haben, da der Kanal mit den App-Standards beider Stores schlicht nicht vereinbar ist. Apps, die über die Stores geladen werden, müssen sicherstellen, dass beispielsweise übelster Hass gegen Juden, wie Gemüse Göbbels sie betreibt, gelöscht wird. Ist das nicht der Fall, muss die App entfernt werden. Entsprechend ist der Kanal auch nur auf den Play-Store und App-Store Versionen der App gesperrt. Telegram hat sich also vermutlich entschieden lieber diesen Kanal zu sperren als aus den Stores zu fliegen. Dass der Kanal über andere Wege weiter auf Telegram bleibt, ist natürlich eine große Schande für das soziale Netzwerk.

Man faces six months in prison for giving Nazi salute in Fort Breendonk

A judge handed down an €800 fine and a six months suspended prison sentence to a Belgian man who was photographed giving the Nazi salute in Fort Breendonk. Fort Breendonk, located near Mechelen in the province of Antwerp, served as a Nazi prison camp during the German occupation of Belgium during World War II and is now a museum. Gunnar Verreycken (25), a descendant of a well-known Flemish nationalist family, had the photo taken in front of Nazi items exhibited in one of the museum’s rooms back in August 2019. The room served as the canteen for Nazi soldiers and is preserved exactly as it was at the time, with the large German eagle perched atop a swastika with the SS motto – Meine Ehre heißt Treue, or My honour is called loyalty – emblazoned beneath it. The site has attracted many neo-Nazis looking for a photo opportunity over the years. Verreycken posed for a photo, and a separate photo of that photo being taken ended up on social media and eventually made its way into the papers in November of 2019. The court said that by making the Nazi salute in the former prison camp infamous for torturing and executing members of the anti-Nazi resistance, as well as political prisoners and Jews, Verreycken was giving an approval of genocide and inciting hatred and violence. “By doing so, he showed a lack of respect for the countless victims of the genocide during the Second World War and for the grief of their relatives,” the verdict read in part. (…) Verreycken visited Fort Breendonk on the day the photo was taken with around ten members of Right Wing Resistance Flanders, a group whose members are considered to be right-wing extremists by Belgium’s Coordination Unit for Threat Analysis (CUTA, or OCAD in Dutch). A member of Right Wing Resistance was arrested last week for threatening virologist Marc Van Ranst. When police searched the home of Verreycken, they found a collection of Nazi marching music, an SS uniform and a flag for Identitaire Beweging (Identity Movement), a pan-European extreme right-wing movement. His phone had already been confiscated as part of a separate investigation into allegations of stalking and possession of child pornography. The photo of Verreycken giving the Nazi salute was found on it. Verreycken is no stranger to right-wing ideology. His father is a former member of parliament for Vlaams Belang and his grandfather was a senator for Vlaams Blok, that party’s predecessor.

via brusselstimes: Man faces six months in prison for giving Nazi salute in Fort Breendonk

Hans-Georg #Maaßens Weltsicht – Eine eindeutige Erzählung

Der Ex-Verfassungsschutzchef Maaßen möchte für die CDU in den Bundestag. Doch wie weit rechts steht dieser Mann? Ein Text von ihm liefert Antworten. Seit Hans-Georg Maaßen von der CDU in Südthüringen zum Direktkandidaten für den Bundestag nominiert worden ist, wird heftig über den ehemaligen Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz debattiert. Wie weit rechts steht der Mann? Und: Ist er noch tragbar für die CDU? Von „Irrsinn“ sprach Marco Wanderwitz, CDU-Mann aus Sachsen und Ostbeauftragter der Bundesregierung. Serap Güler, CDU-Staatssekretätin in NRW, fragte die Parteifreunde im Osten: „Wie kann man so irre sein und die christdemokratischen Werte mal eben über Bord schmeißen?“ Parteichef Armin Laschet aber will keine Probleme sehen. Dabei muss man nur einen einzigen Text von Maaßen lesen, um wahrzunehmen, wie weit nach rechts er abgedriftet ist. „Aufstieg und Fall des Postnationalismus“ ist ein kurzer Aufsatz, den Maaßen gemeinsam mit Johannes Eisleben verfasst hat. Bei diesem Namen, der auf vielen neurechten Kanälen zu finden ist, handelt es sich vermutlich um ein Pseudonym. Der Text ist Anfang des Jahres bei Cato erschienen, einem Zweimonatsmagazin, das unter dem Dach der Jungen Freiheit erscheint. Ursprünglich wurde der Text vergangenes Jahr auf Englisch bei Telos publiziert, einem Journal der Alt-Right-Bewegung. Die taz hat zwei Kenner der neurechten Ideologie und Bewegung gebeten, den Text zu analysieren: „Das ist Neue Rechte pur“, sagt der Historiker Volker Weiß, der seit vielen Jahren Geschichte und Gegenwart der rechtsextremen Bewegung in Deutschland erforscht und mit „Die autoritäre Revolte“ ein Standardwerk verfasst hat. „Hier finden sich Kernelemente des intellektuellen Rechtsextremismus“, urteilt auch Matthias Quent, Professor an der Hochschule Magdeburg und Direktor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) in Jena. Der Rechtsextremismusexperte sagt: „Das ist ein krasser Text für einen Mann, der einmal Chef des Verfassungsschutzes war.“ Kurz gefasst malen Maaßen und sein Co-Autor das Bild vom gesellschaftlichen Niedergang, der auf einen Kampf zwischen der autochthonen Unterschicht und Einwanderungsclans hinausläuft. Dabei klingt Angstlust vor einem Bürgerkrieg durch. Denn wohl nur durch einen großen Rumms kann aus Sicht der Autoren das Bürgertum aus seiner Erstarrung erweckt, eine totalitäre Gesellschaft verhindert werden. Maaßen klinge wie der Steve Bannon von Thüringen, hat die Süddeutsche Zeitung jüngst geschrieben. Man kann aber auch einen Vergleich mit Götz Kubitschek ziehen, dem neurechten Kleinverleger, der im sachsen-anhaltinischen Schnellroda das Institut für Staatspolitik betreibt. (…) Quent verweist hier auf das Narrativ vom „kulturellen Niedergang“: „Das ist der ideologische Ankerpunkt, auf dem sich intellektuelle Rechte immer wieder bezieht. Eine Gesellschaft im Kontext von Globalisierung, Migration, Emanzipation und besonders von Liberalismus, also mit Minderheitenrechten und Demokratieprinzipien, die muss in dieser Perspektive eine Gesellschaft im Niedergang sein.“ Demokratiegefährdung durch Pluralismus, das sei Maaßens These, sagt auch Volker Weiß. Das aber sei, gelinge gesagt, ein schwieriger Demokratiebegriff. „Zur Demokratie gehören zwingend der Schutz von Minderheiten und Pluralismus.“ Das Schlagwort vom kulturellen Niedergang sei auch die zentrale Stimmungslage, die konservative Revolutionäre wie Ernst Jünger, Carl Schmitt und Oswald Spengler während der Weimarer Republik beschrieben hätten, führt Quent aus. „Sie haben als antidemokratische Intellektuelle der nationalsozialistischen Bewegung den Weg bereitet.“ Und Quent führt noch einen anderen Vergleich an: zu den Schriftsätzen des norwegischen Rechtsextremisten An­dres Breivik, der 2011 77 Menschen tötete. „Die Stoßrichtung des Textes erinnert an die Rechtfertigungsnarrative für Gewalt als notwendiges Mittel zu Rettung vor dem vermeintlich drohenden Zerfall in rechtsextremen und rechtsterroristischen Schriften.“ Auch Breivik und andere Attentäter hätten aus einer solchen kulturpessimistischen Ideologie heraus gehandelt.

via taz: Hans-Georg Maaßens Weltsicht – Eine eindeutige Erzählung

Florida Holocaust Museum Defaced with Neo-Nazi Graffiti

In the city of St. Petersburg, officials discovered neo-Nazi graffiti scrawled on the outside wall of the Florida Holocaust Museum. It’s believed the vandals defaced the museum during the overnight hours between Wednesday and Thursday this week. Entrance to the Florida Holocaust Museum in St. Petersburg. The words “Jews are Guilty” were scrawled in big, black letters along with an equally big swastika to punctuate the statement.

via jewishpress: Florida Holocaust Museum Defaced with Neo-Nazi Graffiti