Nach Explosion in Monaco – Interpol fahndet nach Ukrainerin aus Deutschland

Bei einer Explosion in Monaco wurden am Montag drei Menschen schwer verletzt. Nun wird eine 39-jährige Ukrainerin aus Deutschland per internationalem Haftbefehl gesucht. Die Spuren führen auch nach Hessen. Nach der Explosion in Monaco mit drei Schwerverletzten suchen die Behörden eine Ukrainerin mit Wohnsitz in Deutschland. Anders als zunächst gedacht, handle es sich bei der verdächtigen Person um eine Frau und nicht um einen Mann, sagte Morgan Raymon von der Staatsanwaltschaft Monaco. Die Verdächtige Anastasija B., die sich als Mann verkleidet hatte, werde mit internationalem Haftbefehl gesucht.”Nach ersten Erkenntnissen und Ermittlungen der monegassischen Strafverfolgungsbehörden hatten sich Bezüge nach Hessen ergeben”, teilte das Landeskriminalamt (LKA) Hessen mit. Am Donnerstag sei im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens eine von der 39 Jahre alten Ukrainerin angemietete Wohnung im Main-Taunus-Kreis durchsucht worden. “Des Weiteren wurde ein von ihr genutztes Fahrzeug durchsucht und sichergestellt.” (…) In der Ukraine zählt Jermolajew zum sogenannten “Monaco-Bataillon”, einer Gruppe von Geschäftsleuten und früheren Oligarchen, die sich nach Beginn des russischen Angriffskriegs an der Mittelmeerküste niedergelassen haben. Seit 2023 unterliegt Jermolajew in der Ukraine Sanktionen wegen seiner geschäftlichen Aktivitäten auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim

via tagesschau: Nach Explosion in Monaco Interpol fahndet nach Ukrainerin aus Deutschland

siehe auch: ANSCHLAG AUF OLIGARCHEN: Spur von mutmaßlicher Monaco-Attentäterin führt nach Hessen. Die Ermittlungen zum Sprengstoffanschlag auf einen ukrainischen Oligarchen in Monaco führen nach Hessen. Ermittler haben die Wohnung einer Ukrainerin durchsucht, bei der es sich um die gesuchte Attentäterin handeln soll. Nach dem Anschlag auf den ukrainischen Oligarchen Wadim Jermolajew in Monaco, bei dem am Montag Jermolajew sowie eine Frau und ein Kind zum Teil schwer verletzt worden sind, führt die Spur nach Hessen. Derzeitigen Erkenntnissen zufolge haben Beamte eine Wohnung im Main-Taunus-Kreis durchsucht. Dem Vernehmen nach soll es sich um die Wohnung der mutmaßlichen Attentäterin handeln, die über ein Video identifiziert worden sein soll. Es handele sich um eine Ukrainerin, wie die Generalstaatsanwaltschaft und die Staatsanwaltschaft Frankfurt sowie das Hessische Landeskriminalamt am Freitag mitteilten.

AfD-Bundesparteitag: Polizei in Erfurt bereitet sich auf bis zu 50.000 Demonstrierende vor

Demos, Blockaden, Konzerte: Der AfD-Parteitag in Erfurt am Wochenende ist für die Polizei ein Großeinsatz. Tausende Beamte sind vor Ort, es gibt viele Straßensperrungen. Am Tag vor dem AfD-Bundesparteitag in Erfurt befindet sich die thüringische Landeshauptstadt im Ausnahmezustand. Die Polizei rechnet nach eigenen Angaben mit bis zu 50.000 zumeist friedlichen Demonstranten. Aber auch bis zu 2.500 gewaltbereite Aktivisten sollen laut Polizei dabei sein, Straßen könnten blockiert werden. Zufahrtswege zu dem Tagungsort der AfD auf dem Messegelände werden gesperrt, eine Ikea-Filiale und die weitläufige Gartenausstellung egapark schließen vorsorglich. Die Straßenbahn endet am Gothaer Platz und fährt nicht wie sonst den Berg hoch zum Messegelände – der wichtigste Weg aus der Innenstadt zum Tagungsort. Die Polizei ist mit mehreren tausend Beamten vor Ort. Einheiten aus fast allen Bundesländern sind im Einsatz. Dazu kommen Pferdestaffeln und Wasserwerfer. Reporter des MDR berichten, dass schon am Freitagvormittag viele Polizisten am Erfurter Hauptbahnhof und in der Innenstadt unterwegs gewesen seien. Das nahe der Messe gelegene Dorf Schmira ist mit Gitterabsperrungen und vielen Mannschaftswagen der Polizei gesichert. Durch das Dorf führt der zweite Hauptzufahrtsweg zum Gelände. Das sich als antifaschistisch verstehende Bündnis Widersetzen verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, den AfD-Parteitag »mit Aktionen des massenhaften Ungehorsams zu verhindern«. »Wir werden diesen Parteitag zum Desaster machen«, sagte Bündnissprecher Noa Sander. »Unser klares Ziel ist, alle Zufahrtswege zu diesen Messehallen zu blockieren. Wir kommen von allen Seiten.« Man werde sich »mit Zehntausenden, mit unseren Körpern entschlossen dem Faschismus entgegenstellen«.

via zeit: AfD-Bundesparteitag: Polizei in Erfurt bereitet sich auf bis zu 50.000 Demonstrierende vor

siehe auch: Parteitag der AfD: Ausnahmezustand in Erfurt erwartet Die Polizei rechnet mit rund 50.000 Gegendemonstranten, wenn die AfD vom 4. bis 5. Juli in Erfurt tagt. Auf dem Parteitag selbst wird ein Machtkampf um Einfluss im Bundesvorstand erwartet. Schon vor Beginn ihres Parteitags sorgt die in Teilen rechtsextreme AfD für zahlreiche Schlagzeilen. Die Spannbreite ist groß: Die angekündigten Massenproteste gegen die AfD, Diskussionen um ein mögliches Verbotsverfahren und auch die Machtkämpfe innerhalb der Parteispitze. Dabei gehen die jüngsten rassistischen Ausfälle von AfD-Funktionären fast unter: Mehrere Politiker äußerten sich in den vergangenen Tagen abfällig über die deutsche Fußballnationalmannschaft: Der Brandenburger AfD-Landtagsabgeordnete Dominik Kaufner sprach Nationalspielern ab, Deutsche zu sein, weil sie keine “Volksdeutschen” seien. Der Begriff wurde vor allem in der Zeit des Nationalsozialismus geprägt, um Juden, Schwarze Menschen, Sinti und Roma als “Nicht-Deutsche” auszugrenzen. Und der einflussreiche AfD-Landesvorsitzende von Thüringen, Björn Höcke, machte rassistische Witze über Schwarze Menschen in der Nationalmannschaft.

Reichsbürger hortet vollautomatische Waffen und Munitionskisten

Ein 59-Jähriger aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf sitzt in Untersuchungshaft. Rund 70 Beamte durchsuchten drei Tage lang drei Objekte. Neustadt – Ermittler des Staatsschutzes beim Polizeipräsidium Mittelhessen haben Mitte vergangener Woche gemeinsam mit zahlreichen weiteren Polizeikräften mehrere gerichtliche Durchsuchungsbeschlüsse in Rabenau (Landkreis Gießen), Wohratal und Neustadt (beide Landkreis Marburg-Biedenkopf) vollstreckt. Wie das Polizeipräsidium Mittelhessen jetzt mitteilte, richteten sich die Maßnahmen gegen einen 59-jährigen deutschen Staatsangehörigen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Der Beschuldigte aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf wird nach aktuellem Stand der Ermittlungen der Reichsbürgerszene zugeordnet. Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich Hinweise darauf, dass er im Besitz von Waffen sein könnte, woraufhin das Amtsgericht Marburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechende Durchsuchungsanordnungen erließ. (…) Die Ermittler fanden dabei eine Vielzahl von Beweismitteln: Lang- und Kurzwaffen, vollautomatische Waffen, diverse Waffenbauteile, mehrere Kisten Munition sowie militärische Schutzausstattung und zahlreiche Hieb- und Stoßwaffen. Die sichergestellten Gegenstände werden nun einer waffenrechtlichen Untersuchung unterzogen.

via hna: Reichsbürger hortet vollautomatische Waffen und Munitionskisten

siehe auch: Mutmaßlicher Reichsbürger festgenommen – Waffen sichergestellt Ein 59-Jähriger aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf sitzt in Untersuchungshaft: Bei ihm wurde ein Arsenal von Waffen und Munition gefunden. Er soll der Reichsbürgerszene angehören. (…) “Lang- und Kurzwaffen, vollautomatische Waffen, diverse Waffenbauteile, mehrere Kisten Munition sowie militärische Schutzausstattung und zahlreiche Hieb- und Stoßwaffen auf”, hieß es in einer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag; Mutmaßlicher Reichsbürger nach Waffenfunden in Neustadt und Wohratal in Haft Nach Durchsuchungen in Neustadt, Wohratal und in Rabenau im Kreis Gießen und umfassenden Waffenfunden sitzt ein mutmaßlicher Reichsbürger aus dem Landkreis in Untersuchungshaft. Ermittler des Staatsschutzes beim Polizeipräsidium Mittelhessens haben Mitte der vergangenen Woche gemeinsam mit einer Vielzahl weiterer Polizeikräfte mehrere richterliche Durchsuchungsbeschlüsse in Rabenau, Wohratal und Neustadt wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz vollstreckt. (…) Dabei fanden die Ermittler eine große Vielzahl von Beweismitteln, wie zum Beispiel Lang- und Kurzwaffen, vollautomatische Waffen, diverse Waffenbauteile, mehrere Kisten Munition sowie militärische Schutzausstattung und zahlreiche Hieb- und Stoßwaffen. Was der Beschuldigte mit dem Arsenal vorhatte, ist offen.

Brandanschlag in Cottbus: Verdacht des versuchten Mordes – #terror

Eine Synagoge wird mit einem Hakenkreuz beschmiert, alternative Projekte werden attackiert. Nun ermittelt die Polizei wegen versuchten Mordes. Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf ein alternatives Wohnprojekt in Cottbus ermittelt die Polizei wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Die Polizei gehe davon aus, dass die zwei Tatverdächtigen aus dem rechtsextremen Spektrum stammten, sagte ein Sprecher. 2025 war es bereits zu mehreren Angriffen mit Pyrotechnik auf das Wohnprojekt »Zelle 79« gekommen. »Ich schlief bereits fest, als mich ein Knall weckte. In Sekunden war ich am Fenster«, teilt Fabi Buchholz von »Zelle 79« mit. »Dort rief ich den zwei Angreifern zu, sie sollen verschwinden, und habe die Kamera auf sie gerichtet. Sie schrien zurück, dass wir runterkommen sollen. Danach und damit im vollen Wissen darüber, dass Menschen im Haus sind, haben sie die Brandsätze geworfen.« Die Polizeibeamten wurden in der Nacht zum Donnerstag alarmiert. Unbekannte haben mehrere Flaschen gegen die Fassade des Hauses geworfen, die mit brennbaren Flüssigkeiten gefüllt waren, heißt es von der Polizei. Die Beamten konnten einen kleinen Brand nahe dem Wohnprojekt löschen. Verletzt wurde niemand. »Aufgrund der Tatsache, dass sich zur Tatzeit Personen in dem Haus aufhielten, ermittelt die Polizei zunächst wegen des Verdachts des versuchten Mordes, vorbehaltlich der konkreten Bewertung der Staatsanwaltschaft«, so die Polizei selbst. Da es sich um ein alternatives Szeneobjekt handele, habe der Staatsschutz eine Ermittlungsgruppe mit der Mordkommission gebildet. Der Schutz des Hauses werde verstärkt. Nach ersten Zeugenaussagen wurden den Ermittlern zufolge zwei Männer bei der Tat beobachtet, die etwa 15 bis 20 Jahre alt und schwarz gekleidet gewesen sein sollen. Einer habe eine Tätowierung am linken Unterarm und eine schwarz-weiß-rote Sturmhaube getragen, ein anderer ein Langarm-Shirt mit weißem Aufdruck auf der Brust. Der Brandanschlag ereignete sich während der Christopher-Street-Day-Aktionswochen in Cottbus. Laut Mitteilung von »Zelle 79« hingen am Haus ein CSD-Plakat und eine Regenbogenflagge. »Dieser Brandanschlag ist ein Angriff auf queeres Leben in Cottbus. Es wird wieder einmal deutlich, mit welchem Selbstbewusstsein und mit welcher Skrupellosigkeit die rechte Szene in Cottbus agiert«, sagt Lukas Pellio von der Initiative Sichere Orte Südbrandenburg. Die Initiative hatte sich angesichts zunehmender rechter Anschläge in der Niederlausitz im vergangenen Jahr gegründet. Die Stadt Cottbus gilt als ein Schwerpunkt des Rechtsextremismus in Brandenburg. Im Frühjahr war ein schwarzes Hakenkreuz an die Synagoge in der Fußgängerzone der Stadt geschmiert worden. In den Flur eines anderen alternativen Wohnprojekts wurde eine Leuchtfackel geworfen. Es gab Drohungen unter anderem an der Wohnung eines Studentenpfarrers, der sich gegen Rechtsextremismus engagiert. Ende April hatten mehrere Hundert Menschen in Cottbus gegen rechte Gewalt demonstriert.

via nd: Brandanschlag in Cottbus: Verdacht des versuchten Mordes

siehe auch:_ Woidke nach Anschlag: «Klare Kante gegen rechte Gewalt». Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat sich bestürzt nach dem mutmaßlichen Brandanschlag auf ein Wohnprojekt in Cottbus gezeigt und «klare Kante» gegen rechts angekündigt. «Die jüngsten Ereignisse in Cottbus machen mich fassungslos und entsetzt», erklärte der SPD-Politiker. «Die Landesregierung wird weiterhin klare Kante gegen rechte Gewalt zeigen. Solche Taten müssen mit aller Härte bestraft werden.»Die Polizei ermittelt nach dem mutmaßlichen Brandanschlag auf das alternative Wohnprojekt «Zelle 79» in Cottbus wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Sie geht davon aus, dass die zwei Tatverdächtigen aus dem rechtsextremistischen Spektrum stammen. Im vergangenen Jahr gab es bereits Angriffe auf das Wohnprojekt.

Nach Eskalation am Pizzastand : Staatsschutz ermittelt gegen AfD-Politiker

Ausraster eines bayeri­schen AfD-Stadtrates: Markus Leopold soll nach BILD-Informationen bei der „Italieni­schen Nacht“ in seiner Hei­matstadt Burglengenfeld An­gestellte einer Pizzeria belei­digt, sich mit der Security an­gelegt und dann auch noch ei­nen Polizisten angegriffen ha­ben. Jetzt ermittelt der Staats­schutz – denn laut Sicher­heitsdienst soll der Kommu­nalpolitiker zudem ausländer­feindliche Sprüche gerufen haben! Nach Angaben von Gastwirt Slimen Ben Dhafer (48) eska­lierte die Lage, als Leopold gegen 1:30 Uhr am Stand der Pizzeria „Olive“ kein Bier mehr bekam. „Er war schon öfter unser Gast, ich hatte nie ein Problem mit ihm. Doch diesmal gab es Streit um den Ausschank von Alkohol, er hatte schon zu viel getrun­ken“, schildert Ben Dhafer BILD. „Als er zu schubsen be­gann und ‚weg, weg, nicht an­fassen‘ schrie, hat ihn die Security gepackt und mitge­nommen.“ Die Sicherheitsleute soll Leo­pold als „Rindviech“ und „Arschloch“ tituliert haben. Christian Ach (45), Ge­schäftsführer des gleichnami­gen Sicherheitsdienstes, sag­te BILD: „Meiner Mitarbeiterin sagte er, sie soll dahin gehen, wo sie hergekommen ist.“ (…) „Nachdem er einen polizeili­chen Platzverweis missachte­te und während einer Identi­tätsfeststellung versuchte, auf ein polizeiliches Einsatzmittel zuzugreifen, musste polizeili­cher Zwang angewendet wer­den.“ Offenbar hatte Leopold an den Gürtel eines Beamten gegriffen, wo Schlagstock, Taschenlampe, Reizgas und Ersatzmagazin befestigt sind. Zum Nachweis seiner Identi­tät soll Leopold übrigens sei­nen AfD-Mitgliedsausweis ge­zückt haben. Danach wurde er gefesselt und musste den Rest der Nacht im Polizei-Ge­wahrsam verbringen

via bild: Nach Eskalation am Pizzastand : Staatsschutz ermittelt gegen AfD-Politiker

VOR DEM AFD-PARTEITAG IN ERFURT – Gewalt wird herbeigeredet

Beginn des AfD-Parteitags in Erfurt Stimmung. Die Partei dürfte von Eskalationsrhetorik profitieren. Kurz vor dem Beginn des AfD-Parteitags am Sonnabend in der Landeshauptstadt Thüringens wird von verschiedenen Akteuren in auffallender Weise eine Eskalation im Zusammenhang mit den geplanten Protesten herbeigeredet. Die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch sprach am Montag vom »Countdown zum Bürgerkrieg in Erfurt«, Bild warnte am Tag darauf vor »enthemmter Gewalt« am kommenden Wochenende und beschwor Szenarien herauf wie bei den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg 2017, als »linksautonome Gewalttäter aus ganz Europa das Schanzenviertel verwüsteten« – und vor allem die Polizei, was Bild nicht erwähnte, durch enthemmte Gewalt auffiel. Und auch dadurch, dass sie offenbar Aktionen zuließ, die jene Bilder lieferten, mit denen sich dann der Protest gegen den Gipfel diskreditieren und die Polizeigewalt legitimieren ließ. Laut Bild wollen nun wieder »Linksextreme« von Dächern aus angreifen, und wie damals hätten sich »linksautonome Gewalttäter« aus dem Ausland angekündigt, die zum AfD-Parteitag anreisen wollten. Dem Blatt habe ein Staatsschützer erklärt, dass »deutsche Linksextremisten« auch »antifaschistische Gruppen aus Italien, Frankreich und der Schweiz nach Erfurt eingeladen haben«. Man nehme das sehr ernst, vor allem da »Autonome« häufig gewalttätig gegenüber Einsatzkräften vorgingen, »auch mit Brandsätzen und Pyrotechnik«. Eine Rolle spielen hier offenkundig wieder einmal obskure anonyme Erklärungen, die seit einigen Tagen auf dem Portal »Indymedia« veröffentlicht werden. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DpolG) warnte am Montag vor »massiven Ausschreitungen« und Gewalttaten gegen Einsatzkräfte. Die Polizei rechne mit rund 50.000 Demonstranten, darunter 2.000 bis 2.500 »Gewaltbereite«. Der DPolG-Vorsitzende Heiko Teggatz erklärte, er gehe davon aus, dass neben dem »legitimen friedlichen Protest« auch Aktivisten »aus dem linken und linksextremen Milieu« vor Ort seien, die Gewalttaten gegen Polizisten planten. Teggatz verlangte, am Wochenende genügend Staatsanwälte und Richter in den Bereitschaftsdienst zu versetzen.

via jw: VOR DEM AFD-PARTEITAG IN ERFURT Gewalt wird herbeigeredet

siehe auch: Erfurt vor Ausnahmezustand: Wie Demonstranten den AfD-Parteitag blockieren wollen Zum AfD-Parteitag in Erfurt werden Zehntausende Gegendemonstranten in der Stadt erwartet. Ein Teil von ihnen will den Parteitag verhindern. Zum AfD-Parteitag am Wochenende in Erfurt werden Zehntausende Demonstranten, Blockaden, Gewalt und ein Großeinsatz der Polizei erwartet. Eine der größten Gruppen, die am Wochenende auf die Straße gehen, ist das Bündnis „Widersetzen“, das den Parteitag mit Sitzblockaden auf den Zufahrtsstraßen zur Erfurter Messe verhindern will. Unmöglich, argumentieren die einen – immerhin gelte auch für die AfD als nicht verbotene Partei die Versammlungsfreiheit. Notwendig, sagen die anderen. Wie begründen die Organisatoren ihr Vorgehen? „Unser Ziel ist, den AfD-Parteitag zu verhindern“, sagte Suraj Mailitafi, Sprecher von „Widersetzen“, im Gespräch mit dem Tagesspiegel. „Dabei ist jede Minute Verzögerung ein Gewinn, weil das signalisiert, dass diese Rechtsextremisten nicht ungehindert agieren können.“ Das Ziel: eine kritische Masse zu erreichen, sodass die Polizei Blockaden nicht mehr auflösen kann und der Parteitag schließlich ausfallen muss. Dazu, so Mailitafi, reisten Teilnehmer aus mehr als 80 Städten in mehr als 200 Bussen und Zügen an. „Wir werden Zehntausende aus ganz Deutschland sein, die sich mit ihrem Körper dem Faschismus entgegenstellen“, kündigte Mailitafi an.

Prozess gegen Ex-NPD-Funktionär aus dem Landkreis Bautzen: BGH bestätigt Urteil

Vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat am Mittwoch die Revisionsverhandlung im Fall des verurteilten Ex-NPD-Funktionärs aus dem Landkreis Bautzen stattgefunden. Der Mann war im vergangenen Jahr durch das Landgericht Görlitz wegen Vergewaltigung seiner Stieftochter zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Der BGH gab dem Revisionsantrag der Staatsanwaltschaft statt. Diese wollte eine zusätzliche Sicherungsverwahrung für den Angeklagten durchsetzen. Darüber muss nun das Landgericht erneut entscheiden, wie ein Gerichtssprecher MDR SACHSEN mitteilte. Die Revision der Verteidigung, die die Höhe des Strafmaßes betraf, wies der BGH hingegen ab. Laut Gerichtssprecher habe man lediglich “geringfügige Änderungen” am Urteil des Landgerichts vorgenommen. Strafmaß und Schuldspruch blieben davon unberührt. Eine vollständige Urteilsbegründung steht noch aus. 25-fache Vergewaltigung Die Richter in Görlitz sahen es laut ursprünglicher Urteilsbegründung als erwiesen an, dass der damals 40-Jährige sich wegen Vergewaltigung in 25 Fällen, sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener in 34 Fällen, Betruges in 233 Fällen sowie wegen des Erstellens kinderpornografischer Inhalte strafbar gemacht habe. Angeklagter und Staatsanwaltschaft legten Revison ein Gegen das Urteil des Landgerichtes Görlitz hatten der Angeklagte sowie auch die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt. Wie ein Gerichtssprecher damals mitteilte, halte die Verteidigung die verhängte Haftstrafe für zu hoch und erhoffe sich von der Revision ein milderes Urteil. Die Staatsanwaltschaft wolle dagegen eine zusätzliche Sicherungsverwahrung durchsetzen, da sie den Mann weiterhin als eine Gefahr für die Allgemeinheit ansehe.

via mdr: Prozess gegen Ex-NPD-Funktionär aus dem Landkreis Bautzen: BGH bestätigt Urteil