#Hildmann verzweifelt: Nach #Satire-Artikel erhält er hunderte #Wut-Nachrichten seiner Anhänger – #postillon #reiskanzler

Der Vegan-Koch und Verschwörungsmythiker Attila Hildmann ist vor allem seit der Corona-Krise immer wieder durch seine kruden Erzählungen aufgefallen. Mittlerweile ermittelt der Staatsschutz sogar gegen ihn, nachdem er öffentlich die Hinrichtung des Grünen-Politikers Volker Beck gefordert hatte. Doch mit seinen irren, bisweilen antisemitischen Äußerungen erhält Hildmann viel Beifall von Rechtsextremisten und anderen Verschwörungsideologen. Mittlerweile folgen seiner Telegram-Gruppe über 80.000 Menschen. Doch nicht alle davon scheinen sich im Internet gut auszukennen. Und auch die Überprüfung von Quellen dürfte so einigen schwerfallen. “Wird Attila Hildmann in Wahrheit von der Bundeskanzlerin persönlich bezahlt, um die Querdenker-Szene lächerlich zu machen?” Zumindest löste ein Satire-Artikel bei so manchem Hildmann-Anhänger nun offenbar große Wut aus. “Der Postillon” berichtete, dass sich Hildmann zu einem Spaziergang mit Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen habe. Also der Person, die unter den Verschwörungs-Anhängern als Feind Nummer Eins gilt. Die Überschrift des Artikels lautete: “Unglaublicher Verdacht: Wird Attila Hildmann von Merkel bezahlt, um die Querdenker-Szene lächerlich zu machen?” Im Text schreibt “Der Postillon”: “Es klingt zunächst wahnwitzig. Doch wenn man sich alle Puzzle-Stücke ansieht, erhärtet sich ein unglaublicher Verdacht: Wird Attila Hildmann in Wahrheit von der Bundeskanzlerin persönlich bezahlt, um die Querdenker-Szene lächerlich zu machen?” (…) Was viele von Hildmanns-Anhängern offenbar nicht wussten: “Der Postillon” ist ein Satire-Magazin. Das musste Hildmann seinen Anhängern dann erst mal erklären. In seiner Telegram-Gruppe schreibt er etwas verzweifelt: “Da mich hunderte Nachrichten erreichen! “Der Postillon” ist ‘ne Satireseite. Wenn ich eines Tages mit Merkel spazieren gehe, dann von ihrer Zelle zum Militärgericht!” “Der Postillon” veröffentlichte das “Feedback” genüsslich auf Facebook, natürlich nicht ohne eine satirische Bemerkung hinterher zu schieben: “Anmerkung der Redaktion: Hildmann lügt. Er muss natürlich behaupten, dass an unserer Recherche nichts dran sei. Andernfalls dreht ihm Merkel den Geldhahn zu!!!”

via watson: Hildmann verzweifelt: Nach Satire-Artikel erhält er hunderte Wut-Nachrichten seiner Anhänger

screenshot telegram; archive is 8AW0Z

Desinformation – So penetrant empfiehlt Amazon den Kauf von Verschwörungsliteratur

Wer sich vom mächtigsten Buchhändler der Welt beraten lässt, bekommt schnell Desinformation vorgeschlagen. Unsere Recherche zeigt: Amazon ist eine Schleuder für Verschwörungsmythen – auch zur Corona-Pandemie. Kein Buchhändler auf der Welt ist so mächtig wie Amazon. Aber wenn es um seriöse Buchempfehlungen geht, ist Amazon alles andere als Spitzenklasse. Die Plattform preist Verschwörungserzählungen, Antisemitismus und Desinformation ebenso an wie wissenschaftlich fundierte Sachbücher. Amazon, eines der wertvollsten Unternehmen der Welt, hat diese Bücher nicht einfach nur im Sortiment, seine Algorithmen setzen sie Kund:innen auch noch prominent vor die Nase. Davon geht eine gesellschaftliche Gefahr aus. Nicht nur Rechtsterroristen wie die von Christchurch und Hanau beziehen sich auf Verschwörungsmythen. Die Mythen verbinden auch die heterogene Gruppe der Coronaleugner:innen, die am vergangenen Wochenende zu Tausenden durch Berlin zogen und offen davon träumten, das Reichstagsgebäude zu „stürmen“. Neben Neonazis und Holocaustleugner:innen gehörten zu den Protestierenden auch Esoteriker:innen und Impfgegner:innen wie der Verschwörungsideologe Robert Kennedy Junior. (…) Welch schwerwiegende Auswirkungen solche Amazon-Empfehlungen haben könnten, legt die Forschung von Sozialpsycholog:innen aus Großbritannien nahe. An der Universität in Kent zeigten Untersuchungen von Daniel Jolley und Karen M. Douglas, dass bereits einmaliger Kontakt mit Verschwörungserzählungen einen Unterschied machen kann. Die Forschenden legten 60 Menschen aus den USA einen Text mit erfundenen Behauptungen zu den negativen Folgen von Impfungen vor. Anschließend sollten sich die Testpersonen vorstellen, ein Kind namens Sophie zu haben, und unter anderem beantworten, ob sie dieses Mädchen impfen lassen würden. Und tatsächlich: Menschen, die mit den Verschwörungserzählungen konfrontiert wurden, waren weniger bereit, Sophie impfen zu lassen als Menschen in einer Kontrollgruppe. Der meiste Zuspruch zum Impfen kam von einer dritten Gruppe, die zuvor einen Text gelesen hatte, der Verschwörungserzählungen von Impfgegner:innen widerlegte. Wie die 2014 veröffentlichte Studie ergab, waren die Impf-Skeptiker:innen zudem misstrauischer im Bezug auf Behörden. Der Sozialpsycholge Jolley warnt gegenüber netzpolitik.org auch vor den Auswirkungen der Amazon-Algorithmen, die Bücher von Impfgegner:innen neben seriösen Sachbüchern empfehlen. „Es ist zweifellos plausibel, dass der Glaube an solche Erzählungen stärker werden kann, wenn Menschen ihnen wiederholt ausgesetzt sind. Das kann sich wiederum auf ihr Verhalten auswirken.“ Empfohlene Bücher könnten zudem eine verschwörungsideologische Weltanschauung von Nutzer:innen bekräftigen. „Es ist gewiss möglich, dass durch die Konfrontation mit mehreren Buchempfehlungen zu einem bestimmten Thema der Eindruck entsteht, es gebe einen Konsens, den tatsächlich viele Menschen und Organisationen teilen.“ Das könne Menschen wiederum ermutigen, sich weiterhin mit solchen Inhalten auseinanderzusetzen. „Amazon hat dieselbe Verantwortung wie andere Social-Media-Plattformen, ethisch zu handeln“, sagt Jolley. Attentate wie das in Hanau am 19. Februar 2020 oder in El Paso am 3. August 2019 zeigen, wie Verschwörungserzählungen bei der Radikalisierung von Terroristen eine Rolle gespielt haben. In diesen und weiteren Fällen haben die Täter ihre Gewalt unter anderem mit Verschwörungsmythen legitimiert. Erzählungen wie QAnon können Menschen zu der Überzeugung bringen, dass diabolische Gruppen im Geheimen Böses gegen die Bevölkerung unternehmen. Eine vermeintliche Bedrohung, die Verschwörungsgläubige unter Druck setzen kann, dagegen zu handeln und eine Gewalttat zu begehen. Auch das FBI warnte davor.

via netzpolitik: Desinformation – So penetrant empfiehlt Amazon den Kauf von Verschwörungsliteratur

#Trump Urges Supporters to Commit Voter #Fraud and Vote Twice, Once by Mail and Once in Person

President Donald Trump suggested Tuesday that those inclined to vote for him should do so twice, once by mail and once in person. During an appearance in North Carolina, the commander-in-chief said, “Let them send it in and let them go vote. If the system is as good as they say it is, then obviously they won’t be able to vote. If it isn’t tabulated, they’ll be able to vote, and that’s the way it is. That’s what they should do.” Voting as the president suggested would constitute voter fraud.

via daily beast: Trump Urges Supporters to Commit Voter Fraud and Vote Twice, Once by Mail and Once in Person

Corona-Demo Wien: Lückenpresser und Rückeinatmer als Querdenker

Am Samstag, 29. August, fand auch in Wien eine „Corona“-Demonstration statt. Statt der von den Veranstaltern erwarteten 15.000 Menschen kamen zwar nur – laut Polizei – an die 400, während die veranstaltende Initiative „Querdenken“ an die 3.000 Menschen gezählt haben will. Aber wer, wen und was repräsentiert die Initiative „Querdenken“ eigentlich und wer durfte auf der Demo sprechen? Die inständige Bitte von Björn K., „bitte in Tracht kommen“ wegen der „unübersehbaren Signalwirkung nach außen“, verhallte ungehört. Stattdessen gab’s als musikalisches Intro zur Eigenpräsentation viel passender „Highway to Hell“ von AC/DC. Hannes Brejcha begrüßte im Namen der Veranstalter, schimpfte auf den „korrupten Haufen Regierung“, warnte vor den Totengräbern, die unser Land vernichten und erklärte dann die Pandemie für beendet. Der Wiener Hannes Brejcha ist ein neues Gesicht in der Szene derer, die gegen den „Corona-Wahnsinn“ demonstrieren. Die österreichische Initiative „Querdenken“ ist ein Ableger der deutschen, die Veranstalterin der völlig entgleisten Berliner Demo war. Brejcha ist nicht nur auf Facebook mit zwei Konten präsent (in martialischer Pose etwa vor einem Panzer), sondern auch auf dem russischen Netzwerk vk.com. Dort präsentiert er sich mit nacktem Oberkörper, Schoßhündchen und als Mitglied der Gruppe „Patrioten“. Die besteht allerdings nur aus 7 Mitgliedern.

via stopptdierechten: Corona-Demo Wien: Lückenpresser und Rückeinatmer als Querdenker

#AfD ist über #Gewerkschaft empört

Abgeordneter Mannes nennt DGB-Aussagen „diffamierend“. Der Leipheimer AfD-Landtagsabgeordnete Gerd Mannes verwahrt sich entschieden gegen, wie er schreibt „diffamierende Unterstellungen des DGB Günzburg“. Der DGB-Kreisvorsitzende Werner Gloning, sowie dessen Stellvertreterin Gabriele Brenner werfen in ihrer Pressemitteilung aus Anlass des Überfalls auf Polen vor 85 Jahren der AfD die Relativierung des Zweiten Weltkriegs vor und stellen einen direkten Vergleich her zwischen AfD und der NSDAP. (…) Mannes bedauert, dass sich Gloning auf keinerlei seriöse, sach- und zukunftsorientierte Diskussion einlasse und erinnert an den Rauswurf von Walter Metzinger als Vize im DGB-Kreisvorstand Günzburg. Dieser wurde wegen seines AfD Engagements „mittels DDR-Methoden als nicht linientreues Mitglied, seines Amts enthoben“.

via augsburger allgemeine: AfD ist über Gewerkschaft empört

Gewaltsame #Proteste gegen #Rassismus – #Trump droht „gesetzlosen“ demokratischen Städten mit #Geldentzug – #schauhin #absolutismus #diktator

Der US-Präsident heizt seinen Wahlkampf um Recht und Ordnung weiter an. Städten, in denen es Ausschreitungen gibt, will er die staatliche Förderung streichen. US-Präsident Donald Trump will mehreren Städten wegen anhaltender Demonstrationen und Ausschreitungen den Geldhahn zudrehen. “Meine Regierung wird nicht zulassen, dass Steuergelder Städte finanzieren, die sich in gesetzlose Zonen verwandeln”, sagte Trump in dem vom Weißen Haus veröffentlichten Memo am Mittwoch. Russel Vought, verantwortlich für den Haushalt des Weißen Hauses, solle nun prüfen, wie der Erhalt von Bundeszuschüssen für Städte wie New York, Portland, Washington und Seattle eingeschränkt werden könne oder sie auf andere Weise, soweit gesetzlich zulässig, benachteiligt werden könnten. (…) Barr hatte zuvor bestritten, dass in den USA viele unbewaffnete Afroamerikaner von weißen Polizisten erschossen würden. Er glaube, dass Berichte über eine “seuchenähnliche” Zunahme von Tötungen durch Polizisten ein falsches Bild abgeben würden, sagte Barr in einem Interview mit dem Sender CNN. “Tatsache ist, dass es sehr selten vorkommt, dass ein unbewaffneter Afroamerikaner von einem weißen Polizisten erschossen wird.” Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, schrieb bei Twitter, Trump versuche Mittel zu kürzen, die Staaten und Städte dringend bräuchten, um sich von der Coronavirus-Pandemie zu erholen. “Er ist kein König. Er kann New York City nicht die Mittel wegnehmen”, sagte Cuomo. Es sei ein illegaler Schachzug Trumps.

via tagesspiegel: Gewaltsame Proteste gegen Rassismus Trump droht „gesetzlosen“ demokratischen Städten mit Geldentzug