Kultur der Belästigung: Studie zeigt, wie Meta-Brillen gegen Frauen eingesetzt werden

Social-Media-Plattformen werden von Videos geflutet, in denen Frauen von Männern mit Smart-Glasses bedrängt werden. Die Unternehmen sehen sich nicht in der Pflicht. Ungewollt gefilmt zu werden, ist für viele Menschen ein Albtraum. Trotzdem arbeitet ein großer Teil im Silicon Valley gerade an der Idee einer smarten Brille, die neben einer Sprachsteuerung als Hauptfeature eben auch eine Kamera verbaut haben soll. Mit dieser, so die Idee, kann man jederzeit filmen oder Fotos machen. Praktisch, um etwa den eigenen Fahrrad- oder Wanderausflug zu dokumentieren, aber natürlich auch eine Möglichkeit Menschen zu fotografieren, die das gar nicht wollen. Die NGO HateAid hat deshalb vor wenigen Tagen bereits eine Strafanzeige gegen Meta erstattet, da der Konzern von Mark Zuckerberg gerade jenes Unternehmen darstellt, das mit diesem Konzept derzeit für den meisten Wirbel sorgt. “Man muss jederzeit damit rechnen, gefilmt und anschließend im Internet bloßgestellt zu werden”, erklärt die HateAid-Geschäftsführerin Josephine Ballon. Das müsse man verhindern. Dass es sich hier nicht um leere Anschuldigungen handelt, beweist eine aktuelle Studie der University of Sydney. Diese zeigt auf, wie vor allem Frauen von männlichen Trägern der “smarten Brillen” gezielt belästigt werden, um diese Inhalte dann ins Netz zu stellen. Auch welche Nachwirkungen dieser Trend hat, wird in der Studie beschrieben. Inszeniert Es hat sich zu einem unschönen Trend entwickelt. Videos, in denen Männer Frauen auf der Straße ansprechen und sehr offensiv zu flirten beginnen. Meist reagieren die Frauen angewidert oder eingeschüchtert und genau das bringt offenbar Klicks und Verweilzeit. Anders ist es nicht zu erklären, dass vor allem die Meta-Plattformen mittlerweile von solchen Videos überschwemmt werden. Aufgenommen werden die Videos mit einer der mittlerweile vielzähligen Meta-Brillen, die den Upload auf Instagram oder Facebook hürdenlos anbieten. (…) Auffallend für die Studie war, dass je heimlicher die Aufnahmen zu sein schienen, desto schwerwiegender fiel die Belästigung aus. “Die Daten zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen der ‘Heimlichkeit’ der Aufnahmetechnik und dem Ausmaß der Belästigung”, wird erklärt. Man sei sich sicher, dass die meisten Aufnahmen für die betroffene Person im Verborgenen stattfand, also sie sich selten bis nie darüber bewusst war, gefilmt zu werden. Vor allem deshalb, weil viele Besitzer solcher Brillen diese modifizieren, um die Aufzeichnungsanzeige, ein kleines Licht am Brillenrand, zu deaktivieren. Bei Meta ist man sich der Problematik mittlerweile auch bewusst. Instagram-Chef Adam Mosseri erklärte vor wenigen Wochen, dass die Plattform damit beginnen werde, belästigende Inhalte zu entfernen. “Wir wollen nicht, dass Menschen heimlich Videos von anderen aufnehmen, diese belästigen und die Aufnahmen dann auf unserer Plattform veröffentlichen”, erklärte er in einer Stellungnahme. Man werde alle Mittel einsetzen, um gegen diesen Trend vorzugehen. Wie 404 Media berichtet, fanden sich allerdings auch mehrere Wochen nach den Aussagen von Mosseri weiterhin zahlreiche Reels auf Instagram, in denen genau solche Inhalte zu sehen waren. Auch Videos, in denen Frauen ganz klar sagen, dass sie nicht gefilmt werden wollen. Grenzwertig In der Welt der “Pickup-Artists”, so nenne sich die Hersteller und Verbreiter solcher Videos, seien diese Inhalte sowohl unterhaltsam als auch lehrreich, schrieben die Forscher. Die Content Creator würden gegenseitig voneinander lernen und sich zusätzlich anstacheln. Beunruhigend sei zudem, dass es die Brillen tatsächlich in den Mainstream geschafft haben. Das würde auch erklären, wie so viele solcher Inhalte in so kurzer Zeit veröffentlicht werden können.

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siehe auch: Researchers Show How Meta’s ‘Pervert Glasses’ Are Used to Harass Women. A new study shows how pickup artist influencers use smart glasses to create content, and the connection between covert recording and harm. Instagram is full of first-person videos of men harassing women in public. They follow a similar script: A man walks up to a woman or group of women in a store, sitting outside a cafe, or walking home from a bar, and delivers a pickup line. The women almost always nervously laugh, react with barely-veiled disgust, or say “fuck off” while he stalks her or refuses to walk away. The men recording these videos capture them with Meta’s smart glasses, which are designed to discreetly capture interactions like these and upload the videos to Meta’s platforms where the women in the videos are turned into content for “pickup artist” accounts.   New research reveals this ecosystem works, and how pickup artists (PUA) influencers are using Meta’s products, including its smart glasses and social media platforms, to perpetuate a culture of harassment against women.   University of Sydney researchers Joanne Gray, Milica Stilinovic, Marcus Carter, and Ben Egliston watched hundreds of these videos to learn how pickup artist content creators use smart glasses, and what specific forms of gendered harms these recordings cause. They published their research paper, “Harm Through the ‘#RizzCam’: Smart Glasses, Ambient Capture and Invisible Harassment,” online this week as a preprint article.

Studie: Harm Through the “#RizzCam”: Smart Glasses, Ambient Capture and Invisible Harassment

siehe dazu auch: NGO HateAid erstattet Strafanzeige gegen Meta wegen Smart-Brillen Auch gegen verschiedene Optikerketten geht die Organisation rechtlich vor. Deutsche Verbraucherschützer haben nach eigenen Angaben Strafanzeige gegen die Facebook-Mutter Meta erstattet. Die KI-Brille “Ray-Ban Meta Wayfarer” verstoße gegen Datenschutzgesetze, teilte die Organisation HateAid am Mittwoch mit. “Vor Smart-Brillen gibt es kein Entkommen”, sagte HateAid-Geschäftsführerin Josephine Ballon. “Man muss jederzeit damit rechnen, gefilmt und anschließend im Internet bloßgestellt zu werden.” Weitere Anzeigen Neben Meta habe ihre Organisation auch gegen den Brillen-Hersteller EssilorLuxottica, die Optikerketten Fielmann, Apollo und Mister Spex sowie den Elektronik-Einzelhändler MediaMarkt Anzeige erstattet. HateAid stütze sich dabei auf ein Gesetz, das den Verkauf von Kommunikationsgeräten verbietet, die dazu bestimmt sind, Personen unbemerkt zu filmen.

Ray-Ban Meta Gen 1 smart glasses with charging case.jpg
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“Letzte Verteidigungswelle” Verurteilte Rechtsextreme wollen Urteil prüfen lassen – #terror

Der Bundesgerichtshof wird sich mit dem Urteil gegen Mitglieder und Unterstützer der Gruppierung “Letzte Verteidigungswelle” beschäftigen. Mehrere Verurteilte haben Revision gegen die Entscheidung des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Hamburg eingelegt. Das teilte das Gericht dem rbb aus Anfrage mit. Demnach haben bislang mindestens drei Angeklagte Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt. (…) Mit einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs, ob eine Revision des Urteils zugelassen wird, ist erst in einigen Monaten zu rechnen. Vor knapp einer Woche hatte das Hanseatische Oberlandesgericht alle acht Angeklagten wegen Mitgliedschaft beziehungsweise Unterstützung einer terroristischen Vereinigung zu Jugendstrafen zwischen anderthalb und fünf Jahren verurteilt. Außerdem wegen versuchten Mordes, Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung. In dem Prozess wurde die “Letzte Verteidigungswelle” zum ersten Mal von einem deutschen Gericht als terroristische Vereinigung eingestuft.

via rbb: “Letzte Verteidigungswelle” Verurteilte Rechtsextreme wollen Urteil prüfen lassen

Vorwurf: Maja T. in Haft wegen Tragens eines Kleides von Wärtern misshandelt – #polizeigewalt

Die unter dubiosen Umständen nach Ungarn ausgelieferte und dort zu einer langen Haftstrafe verurteilte nichtbinäre Person Maja T. soll von einer Horde aggressiver Wärter misshandelt worden sein. Die nichtbinäre deutsche Person Maja T. beklagt, von Wärtern wegen ihrer Geschlechts­identität misshandelt worden zu sein. Wie die Zeitung “nd” berichtet, berichtete eine Unterstützergruppe von einem gewaltsamen Übergriff durch ausschließlich männliche Justizvollzugsbeamte in einem Männergefängnis in Budapest. Grund für den Vorfall sei gewesen, dass Maja T. ein Kleid trug. Fünf Wärter entkleideten die inhaftierte Person daraufhin gewaltsam, heißt es. Zur Begründung habe es vonseiten der ungarischen Behörden geheißen, dass “Frauenkleidung” im Männerstrafvollzug verboten sei. Nun droht Maja T. wegen des Vorfalls sogar ein Disziplinarverfahren, was zu erneuter Isolationshaft führen könnte. Menschenrechts­organisationen kritisieren derartige Maßnahmen als “Vernichtungshaft”, die nur dazu diene, den Lebenswillen einer inhaftierten Person zu brechen. Maja T. beklagte schon seit längerem, als nichtbinäre Person in ungarischer Haft diskriminiert zu werden. Rechtspolitiker*­innen mehrerer Bundestagsfraktionen haben Außenminister Johann Wadephul (CDU) erst im Juni in einem offenen Brief aufgefordert, sich für die Überstellung einzusetzen – bislang aber erfolglos (queer.de berichtete). (…) Eigentlich hätte T. gar nicht von Deutschland nach Ungarn ausgeliefert werden dürfen. Das Bundesverfassungsgericht hatte dies in einer einstweiligen Anordnung untersagt. Die deutschen Behörden wollten T. laut ihren Anhänger*innen aber schnell in einer “Nacht-und-Nebel-Aktion” loswerden, so erreichte die Anordnung aus Karlsruhe die verantwortliche Behörde 50 Minuten, nachdem T. an Ungarn übergeben worden war (queer.de berichtete). Später beurteilte das Gericht die Auslieferung als unzulässig – das Kammergericht habe weder allgemeine Mängel in ungarischen Haftanstalten näher beleuchtet noch Bedenken zu Sicherheit und Diskriminierung der nichtbinären Person (queer.de berichtete). Die Bundesregierung hat seither keine öffentlich bekannten Anstrengungen unternommen, dieses Unrecht wieder gutzumachen

via queer: Vorwurf: Maja T. in Haft wegen Tragens eines Kleides von Wärtern misshandelt

Polizeigewerkschafter Ostermann klagte Böhmermann gewinnt gegen “selbst radikalisierten Michel”

Knapp anderthalb Jahre nach einer brisanten Böhmermann-Sendung über die Bundespolizei in Pakistan ist der Streit entschieden: Polizeigewerkschafter Manuel Ostermann muss Böhmermanns Attacken hinnehmen. Ein Urteil im Streit zwischen zwei Männern, die beide oft Kontroversen auslösen, steht fest: Jan Böhmermann siegt über Manuel Ostermann – der Moderator und Satiriker geht mit dem ZDF als Gewinner aus einem Prozess hervor, den der Gewerkschaftsfunktionär der Bundespolizei und Bestsellerautor angestrengt hatte. Das Landgericht München I hatte über die Sendung des “ZDF Magazin Royale” vom 28. März 2025 zu entscheiden, die politisch einige Sprengkraft hatte. Es ging um mögliche Sicherheitsprobleme bei der Aufnahme von Menschen aus Afghanistan und um die sogenannte Visa-Affäre. (…) Böhmermann wählte für Ostermann in der Sendung Bezeichnungen wie “Herrenmensch im Skoda”, “selbst radikalisierten Michel” und “dreiviertel gefüllten Boxsack mit Blitzkriegsfrisur”. Der Polizeigewerkschafter hatte sich dadurch herabgewürdigt und zu Unrecht in die Nähe des Rechtsextremismus gerückt gesehen. Mit der Rechtsanwaltskanzlei Höcker hatte er Programmbeschwerde beim ZDF-Fernsehrat eingelegt. Ralf Höcker kündigte auf X an, dem “Hetzer Böhmermann” einzuheizen. Den Antrag bei Gericht, diese Aussagen zu untersagen, zog Ostermann dann aber zurück. Der Rechtsstreit drehte sich nun um die grundsätzlichere Frage, wie die Vorgänge in Pakistan und die Rolle der Bundespolizei dabei zu bewerten sind. (…) Das Gericht gestand Ostermann zu, selbst in seinem allgemeinen Persönlichkeitsrecht berührt zu sein: Den Zuschauern werde er als Teil der Bundespolizei präsentiert, die nach der Darstellung missbraucht werde, “um Politik zu machen”. Sein eigenes Auftreten fiel aber auch aus Sicht des Gerichts auf ihn zurück.

via t-online: Polizeigewerkschafter Ostermann klagte Böhmermann gewinnt gegen “selbst radikalisierten Michel”Polizeigewerkschafter Ostermann klagte Böhmermann gewinnt gegen “selbst radikalisierten Michel”

Offene Prozesskosten nach Streit mit Jan Böhmermann – Haft­be­fehl gegen AfD-Poli­tiker Krah erlassen

Ein Streit über 200 Flaschen Champagner hat für Maximilian Krah weitere juristische Folgen: Weil er Prozesskosten nicht vollständig gezahlt und einen Termin zur Vermögensauskunft versäumt haben soll, liegt nun ein Haftbefehl vor. Das Amtsgericht (AG) Chemnitz hat einen Haftbefehl gegen den AfD-Bundestagsabgeordneten Maximilian Krah erlassen. Eine am Verfahren beteiligte Person bestätigte der Deutschen Presse-Agentur entsprechende Angaben des Spiegel. Ausgangspunkt ist Krahs verlorener Rechtsstreit gegen den Satiriker Jan Böhmermann. Böhmermann hatte in einem Podcast die Behauptung aufgestellt, Krah habe auf dem Münchner Oktoberfest 200 Flaschen Champagner für das gesamte Festzelt bestellt. Krah wollte ihm diese Äußerung gerichtlich verbieten lassen. Das Landgericht (LG) Düsseldorf wies seine Unterlassungsklage jedoch zurück. Weil er das Verfahren verlor, musste Krah damit für die Kosten des Verfahrens aufkommen. Laut Spiegel sind daraus noch Forderungen offen. Mitte Juli soll der Politiker zudem einem Termin zur Abgabe einer Vermögensauskunft ferngeblieben sein. Daraufhin erließ das AG Chemnitz den Haftbefehl. Der Haftbefehl ist Teil des zivilrechtlichen Zwangsvollstreckungsverfahrens. Er soll Krah dazu bewegen, Auskunft über sein Vermögen zu geben. Nach § 802g Abs. 1 Zivilprozessordnung (ZPO) kann das Amtsgericht auf Antrag des Gläubigers einen Haftbefehl erlassen, wenn ein Schuldner unentschuldigt nicht zur Vermögensauskunft erscheint oder die Auskunft ohne Grund verweigert. Der Haftbefehl dient dazu, die Abgabe der Auskunft zu erzwingen. Gibt der Betroffene sie ab, ist er aus einer möglichen Haft wieder zu entlassen. Für den Erlass des Haftbefehls war die Zustimmung des Bundestages nicht erforderlich. Sollte er aber tatsächlich vollstreckt werden, sieht es anders aus: Weil Krahs persönliche Freiheit dadurch beschränkt würde, bedarf es nach Art. 46 Abs. 3 Grundgesetz (GG) der Genehmigung des Bundestages. Nach dpa-Informationen, wird derzeit geprüft, ob die dafür erforderliche Aufhebung von Krahs Immunität beantragt werden soll. Das AG Chemnitz sei zuständig, weil der Wahlkreis des Bundestagsabgeordneten dort liege.

via lto: Offene Prozesskosten nach Streit mit Jan Böhmermann Haft­be­fehl gegen AfD-Poli­tiker Krah erlassen

siehe auch: Streit über Prozesskosten Haftbefehl gegen AfD-Abgeordneten Krah wegen Jan Böhmermann Der AfD-Bundestagsabgeordnete wollte dem Satiriker bestimmte Aussagen gerichtlich untersagen. Doch er verlor und muss die Kosten tragen. Weil er diese nicht komplett zahlt, hat das Amtsgericht Chemnitz nach SPIEGEL-Informationen Konsequenzen gezogen. (…) Doch der AfD-Mann zahlt die Prozesskosten nicht. Zunächst musste Böhmermann rund 5000 Euro mittels eines Vollstreckungsverfahrens eintreiben, die Krah dann Anfang des Jahres über das Konto seines Sohnes überwies. »Ich habe gezockt«, sagte Krah damals auf Anfrage von »T-Online«, er habe so spät wie möglich zahlen wollen. Aktuell sind weitere 296,26 Euro offen. »Deutschland ist ein Rechtsstaat, und es kann nicht sein, dass sich ein Bundestagsabgeordneter und Volljurist seinen gesetzlichen Verpflichtungen entzieht«, sagt Böhmermanns Anwalt Sebastian Gorski. Krah versetzte Gerichtsvollzieherin Eine Gerichtsvollzieherin hatte Mitte Juli einen Termin zur Vermögensauskunft mit Krah angesetzt, doch der AfD-Politiker erschien nicht. Danach legte sie den Antrag auf Erlass eines Haftbefehls bei Gericht vor. Das Amtsgericht Chemnitz bestätigt, dass dies geprüft wurde, will sich zum Ergebnis aber nicht äußern, da es sich um ein nicht öffentliches Verfahren handle, wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilt; Offene Prozesskosten nach Streit mit Jan Böhmermann Haft­be­fehl gegen AfD-Poli­tiker Krah. Ein Streit über 200 Flaschen Champagner hat für Maximilian Krah weitere juristische Folgen: Weil er Prozesskosten nicht vollständig gezahlt und einen Termin zur Vermögensauskunft versäumt haben soll, liegt nun ein Haftbefehl vor. Das Amtsgericht (AG) Chemnitz hat einen Haftbefehl gegen den AfD-Bundestagsabgeordneten Maximilian Krah erlassen. Eine am Verfahren beteiligte Person bestätigte der Deutschen Presse-Agentur entsprechende Angaben des Spiegel. Ausgangspunkt ist Krahs verlorener Rechtsstreit gegen den Satiriker Jan Böhmermann. Böhmermann hatte in einem Podcast die Behauptung aufgestellt, Krah habe auf dem Münchner Oktoberfest 200 Flaschen Champagner für das gesamte Festzelt bestellt. Krah wollte ihm diese Äußerung gerichtlich verbieten lassen. Das Landgericht (LG) Düsseldorf wies seine Unterlassungsklage jedoch zurück. Weil er das Verfahren verlor, musste Krah damit für die Kosten des Verfahrens aufkommen. Laut Spiegel sind daraus noch Forderungen offen. Mitte Juli soll der Politiker zudem einem Termin zur Abgabe einer Vermögensauskunft ferngeblieben sein. Daraufhin erließ das AG Chemnitz den Haftbefehl.

SACHSEN-ANHALT Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr besuchen AfD-Stand mit Siegmund – Bürgermeister „fassungslos“

Die Kameraden kamen zum AfD-Stand nach einem Einsatz – in Uniform und mit Dienstfahrzeug. Dabei posieren sie auch für Fotos mit Spitzenkandidat Siegmund. Der Bürgermeister kritisiert die Feuerwehrleute scharf und droht mit Konsequenzen. ufregung im beschaulichen Egeln im Salzlandkreis (Sachsen-Anhalt): Auf dem Marktplatz der 3000-Einwohner-Stadt, in der Ulrich Siegmund am vergangenen Freitag mit einem AfD-Infostand vertreten war, fuhr plötzlich ein Einsatzfahrzeug der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr vor. Mehrere Männer in Einsatzkleidung stiegen aus und gingen direkt auf den AfD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl zu. Unter anderem der rechte YouTuber „Weichreite TV“ filmte die Begegnung. Die Begrüßung fiel kumpelhaft aus. Siegmund gab den Kameraden Handschläge und sagte: „Jungs, macht Feierabend, habt ihr euch verdient. Danke für euren Einsatz.“ Nachdem er jeden der Männer begrüßt hatte, fragte Siegmund: „Kann ich noch was für euch tun?“ Einer antwortete: „Wir wollten nur mal gucken, wir wollten uns mal persönlich treffen.“ Dann posierte die Runde noch für Foto- und Videomaterial vor dem Dienstfahrzeug. „Ulrich Siegmund hat überall seine Freunde“, kommentierte der YouTuber die Szene aus dem Off. Die eigentliche Aufregung folgte jedoch im Anschluss. An dem Besuch gibt es Kritik. Denn offenbar kamen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr gerade von einem Einsatz – und besuchten den AfD-Stand in voller Montur. Michael Stöhr (Unabhängige Wählergemeinschaft Egeln), seit 16 Jahren der Verbandsgemeindebürgermeister, ist angesichts der Videoaufnahmen „fassungslos“. Stöhr selbst machte den Vorgang auf seiner Facebook-Seite in einem langen Beitrag öffentlich und unterstellte den freiwilligen Helfern, dass die Bürger ihnen im Notfall nicht mehr vertrauen könnten. Zudem habe das Ehrenamt durch das Handeln der Feuerwehrleute enormen Schaden erlitten.

via welt: SACHSEN-ANHALT Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr besuchen AfD-Stand mit Siegmund – Bürgermeister „fassungslos“

Europol: Vi har samarbejdet med dansk politi i ‘dusinvis af sager’, der knytter sig til sadistiske netværk

Dansk politi er involveret i flere sager, der har tilknytning til NVE-netværk, fortæller Europol-chef. Det planlagte terrorangreb på Hadsten Skole var et enkelt grelt eksempel på tilfælde af kriminalitet, hvor myndighederne ifølge DR’s oplysninger mistænker, at gerningspersonerne har tråde til de sadistiske NVE-netværk på internettet. Men Europol fortæller i et interview med DR Nyheder, at man har samarbejdet med dansk politi i “dusinvis” af sager, der knytter sig til netværkene, hvor videoer af overfald, selvskade og i værste fald skoleangreb er i ekstremt høj kurs.  – Vi har et meget tæt samarbejde med Danmark, siger Anna Sjöberg, der er chef for Europols antiterror-enhed.  Så Europol og Danmark arbejder sammen om sager, hvor ofre og gerningsmænd er fra Danmark?  – Ja, siger Anna Sjöberg.  Det er dog ikke samtlige af de sager, som dansk politi har været involveret i, der nødvendigvis har et dansk offer eller dansk gerningsmand. Anna Sjöberg vil ikke svare på, præcis hvor mange sager, der involverer danskere. Europol begyndte for omkring tre år siden at blive opmærksom på udviklingen. Anna Sjöberg slår også fast, at den trussel, NVE-netværkene udgør, kun er stigende.  – Det er farligt for de ofre, der groomes i grupperne, men det er også farligt for hele samfundet, siger Europol-chefen med henvisning til, at flere af NVE-grupperne betegnes som deciderede terrororganisationer.  Flere steder i netværkene hyldes for eksempel skoleangreb, som det vi så planlagt på Hadsten Skole.

via dr.dk: Europol: Vi har samarbejdet med dansk politi i ‘dusinvis af sager’, der knytter sig til sadistiske netværk