New Neo-Nazi Web Forum “Fash Front” Reinvigorating Violent Accelerationist Movement – #terror

“Young people should be ready to fight for what is right. The race war is inevitable, and it will begin soon.” As the U.S. continues to dismantle its domestic security infrastructure and ignore the threat posed by far-right extremists, the followers of a virulently racist and violent form of neo-Nazi ideology, part of a global extremist network responsible for multiple plots and attacks, are gathering on a growing web forum. The forum emerged in 2025 and has positioned itself as the latest successor to a defunct extremist web forum known as “Iron March,” which from 2011 to 2017 was a central networking space where one of the most influential and extreme strains of militant neo-Nazism emerged. Built with a dark aesthetic similar to its predecessor, the newer “Fash Front” web forum is emerging as a digital home for militant accelerationism. This is a violent far-right ideology rooted in the idea that societal collapse is not only inevitable, but desirable and necessary for building a fascist ethnostate. Its followers believe that this process can be sped up, or accelerated, through acts of violence that increase existing social divisions. This includes racist terrorist attacks like those carried out by mass murderers such as Anders Behring Breivik, a white supremacist who killed 77 people in a 2011 attack in Oslo, Norway, or Brenton Tarrant, an Australian-born shooter who killed 51 people in attacks on two New Zealand mosques in 2019. Both are venerated as having struck out against a system they believe is systematically replacing people of European descent with people of color. Each time a user accesses the main page of “Fash Front,” they are shown an image and a quote from a fascist organizer or politician. Figures featured include historic fascists such as Italian dictator Benito Mussolini, antisemitic British politician Sir Oswald Mosley, and more modern ideologues like James Nolan Mason, the author of the neo-Nazi terrorism manual Siege. “The whining about concentration camps is a peacetime, parlor luxury which will fade fast when hell breaks loose, and people are looking for killers to be on their own side,” one line attributed to Mason reads.

via globalextremism: New Neo-Nazi Web Forum “Fash Front” Reinvigorating Violent Accelerationist Movement

„Lange kein Auto mehr in eine Menschenmenge gefahren“: Amokfahrer von #Leipzig soll seine Tat angekündigt haben

Der mutmaßliche Amokfahrer von Leipzig hat bereits im April in einer Chatnachricht eine Fahrt in eine Menschenmenge beschrieben. Seine von ihm getrennt lebende Frau soll den 33-Jährigen zudem mehrfach angezeigt haben, unter anderem wegen Bedrohung. Der mutmaßliche Amokfahrer von Leipzig hat bereits im April seine Tat angekündigt. Nach Informationen der „Zeit“ schrieb der 33 Jahre alte Jeffrey K. in einer Chatnachricht an seine Frau, es sei „lange kein Auto mehr in eine Menschenmenge gefahren“. Auf Anfrage der Zeitung bestätigte ein Sprecher der Leipziger Polizei, dass die Nachricht seiner Behörde vorliege, allerdings „erst am Abend des Tatgeschehens“. Sie sei im Zuge der Ermittlungen nach der Amokfahrt aufgetaucht. Vor der Tat lebten Jeffrey K. und seine Ehefrau bereits getrennt. Nach Recherchen der „Zeit“ hatte sie sich offenbar bereits im März an das Jugendamt gewandt. Im April erstattete sie zudem mehrere Anzeigen gegen ihren Ehemann wegen Bedrohung, Verleumdung und Beleidigung. Mindestens einmal hatte Jeffrey K. demnach gedroht, andere Mitglieder der Familie zu töten. (…) Nachdem er die Chatnachricht versandt hatte, begab sich Jeffrey K. am 17. April freiwillig in ein psychiatrisches Krankenhaus. Am 29. April verließ er die Klinik wieder. Noch am selben Abend kam es den Recherchen der „Zeit“ zufolge zu einem weiteren Polizeieinsatz bei der Ehefrau und dem gemeinsamen Kind. Das bestätigte der Sprecher der Leipziger Polizei ebenfalls auf Anfrage.

via tagesspiegel: „Lange kein Auto mehr in eine Menschenmenge gefahren“: Amokfahrer von Leipzig soll seine Tat angekündigt haben

Bill Kaulitz legt sich mit der AfD an

»Wenn ihr so was postet, dann bekommt ihr öfters Post von mir«: Wegen eines homophoben Posts ging Popstar Bill Kaulitz juristisch gegen einen Berliner AfD-Politiker vor. Und hatte Erfolg. Das Thema ist den Kaulitz-Brüdern kaum drei Minuten wert. Fast beiläufig erzählen sie in ihrem Podcast »Kaulitz Hills« , wie Bill Kaulitz wegen eines diffamierenden Posts auf der Plattform X gegen einen Berliner AfD-Politiker vorging. »Wenn ihr so was postet, dann bekommt ihr öfters Post von mir«, sagt der Popstar Kaulitz noch. Dann geht es weiter im Programm. Weit weniger gelassen blieb der Mann, der die Post von Kaulitz’ Anwälten bekommen hatte: der Berliner AfD-Politiker Julian Adrat. Die Meinungsfreiheit sei in »großer Gefahr! Inakzeptabel!«, schrieb er auf X. Rechte Blogs sprangen Adrat bei. Worum geht es? Die beiden Kaulitz-Brüder wurden einst mit ihrer Band Tokio Hotel bekannt und leben heute in Los Angeles. Adrat hatte sich Mitte März auf X über eine Haarpflegewerbung von Bill Kaulitz lustig gemacht. In einem Post bezeichnete er die Werbung als »zivilisatorischen Totalschaden« und »unmittelbare Folge des sogenannten ›Feminismus‹«. In einem zweiten Post wurde er deutlich persönlicher und zog über Kaulitz’ Homosexualität her. Eine von Kaulitz beauftragte Rechtsanwaltskanzlei forderte Adrat wegen des zweiten Posts zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung auf. Als dieser ablehnte, beantragte die Kanzlei eine einstweilige Verfügung gegen Adrat, die das Landgericht Hamburg auch erließ. Die Äußerung des AfD-Politikers beinhalte eine »massive Abwertung des Antragstellers, die sich an dessen sexueller Orientierung ausrichtet und den Antragsteller gezielt diffamiert«, heißt es in dem Beschluss des Gerichts, der dem SPIEGEL vorliegt. Adrat wurde untersagt, seine Äußerung zu verbreiten. Bei einem Verstoß kann nun ein Ordnungsgeld fällig werden. Der AfD-Politiker löschte daraufhin den Post. Adrat ist schon länger für schwulenfeindliche Hasskommentare bekannt. Im Netz und in Podcasts zieht er über queere Personen her, verlangte unter anderem die Ausrottung von »Transgenderismus«. Für die Aussage wurde er 2024 zu einer Geldstrafe von 2000 Euro verurteilt. (…) Die juristische Auseinandersetzung zwischen Kaulitz und Adrat sorgte in rechten Kreisen für Aufregung. So berichtete Rechts-außen-Blogger Alexander Wallasch zunächst darüber. Wallasch gab die diffamierenden Äußerungen wieder und unterstellte Kaulitz Zensur. »Ein Prominenter, der seine queere Inszenierung jahrelang vermarktet, zieht plötzlich die Persönlichkeitsrechts-Karte, sobald Kritik von der ›falschen‹ Seite kommt«, urteilte Wallasch. Auch auf dem rechtspopulistischen Kanal »Tichy’s Einblick« wurde der Artikel veröffentlicht. Doch nun, gut einen Monat später, sind die Artikel auf den beiden rechten Blogs gelöscht, auch zugehörige Social-Media-Einträge auf X und Facebook sind nicht mehr auffindbar. Offenkundig sei das eine Reaktion auf die Entscheidung des Landgerichts Hamburg, heißt es von Kaulitz’ Anwalt. Weder Adrat noch »Tichy’s Einblick« äußern sich auf SPIEGEL-Nachfrage. Lediglich Wallasch reagierte, Grammatikfehler und Höflichkeiten inklusive: »Macht es doch mit Eurem Fotzenblatt wie immer: Saugt Euch was aus den Finger.« (…) Kaulitz selbst gab sich in seiner Podcastfolge betont locker. »Ich mahne so was eigentlich gar nicht ab«, behauptete er, »aber da dachte ich halt, das ist so ein AfD-Vollidiot.« Der schreibe ausgerechnet als Politiker so freche Sachen, »dem kann man mal einen reinwürgen«.

via spiegel: Bill Kaulitz legt sich mit der AfD an

siehe auch: Bill Kaulitz über AfD-Klage: „Dann bekommt ihr Post von mir“. Nach queerfeindlichen Angriffen auf X handelte Kaulitz – und bekam vom Landgericht Hamburg recht. (…) Auslöser waren mehrere Beiträge auf X, in denen der Politiker zunächst eine Haarpflegekampagne des Tokio-Hotel-Sängers verspottete und anschließend persönliche Angriffe gegen dessen sexuelle Orientierung richtete. Kaulitz reagierte darauf mit juristischen Schritten. Das Landgericht Hamburg erließ schließlich eine einstweilige Verfügung gegen den AfD-Abgeordneten, der nicht weiter namentlich genannt wurde in der Podcastfolge. Nach Auffassung des Gerichts und laut Kaulitz zielten die Aussagen auf eine gezielte Herabwürdigung von Bill Kaulitz ab und überschritten die Grenzen zulässiger Meinungsäußerung deutlich. Der betreffende Beitrag wurde inzwischen gelöscht; für den Fall weiterer Verstöße drohen Ordnungsgelder. Klare Haltung gegen Rechts Im Podcast machte Bill Kaulitz zudem deutlich, warum er in diesem Fall nicht schweigen wollte. Zwar gehe er gegen solche Online-Attacken angeblich normalerweise nicht konsequent vor, bei einem AfDler habe er jedoch bewusst reagieren wollen. Besonders deutlich wurde der Sänger mit Blick auf die politische Dimension der Äußerungen. Plus: Bereits in der Vergangenheit hatten die Twins ihre Fans dazu aufgerufen, wählen zu gehen und sich klar gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck zu stellen.

»Der Nationalsozialismus war wunderschön«: AfD-Gemeinderat droht Parteiausschluss

Der Stuttgarter Stadtrat Niels Foitzik (AfD) hat auf seinem TikTok-Kanal Aussagen getätigt, die den Nationalsozialismus verherrlichen und verharmlosen. Die Videos hat er gelöscht, seine Fraktion spricht von einer »manischen Störung«. Nun droht ihm der Parteiausschluss. Auf Youtube sind Zusammenschnitte abrufbar, die die inzwischen gelöschten Aufnahmen auf dem früheren TikTok-Kanals des AfD-Politikers zeigen. Darin sagt Foitzik unter anderem: »Der Nationalsozialismus war wunderschön, alle wurden mitgenommen« und: »Jeder war willkommen und jeder war wertgeschätzt unter Adolf Hitler.« Der AfD-Politiker erklärt zudem: »In Adolf Hitlers System wurde der Versuch unternommen, die Menschen so zu sehen, wie sie sind, und sie dann als festen Bestandteil der Gesellschaft ins Volk zu integrieren. Dazu gab es die Hitlerjugend, um früh anzufangen, ihnen Patriotismus beizubringen. Das war gut.« Die Aussagen widersprechen den historischen Fakten über die NS-Diktatur: Millionen Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen und viele weitere Opfergruppen wurden entrechtet, verfolgt und systematisch ermordet. AfD Baden-Württemberg entzieht Mitgliedsrechte Auf Nachfrage bestätigte der Landesverband der AfD Baden-Württemberg, ihm seien die Aufnahmen seit Anfang Januar 2026 bekannt. Am 13. Januar 2026 wurden Foitzik die Mitgliedsrechte mit sofortiger Wirkung entzogen. Dieser Schritt wurde inzwischen durch das Landesschiedsgericht bestätigt. Das damit verbundene Parteiausschlussverfahren ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Der Landesvorstand teilte außerdem mit, die Aussagen seien »völlig inakzeptabel und mit den Grundsätzen sowie der Ordnung unserer Partei unvereinbar«. Weiterhin Gemeinderat in Stuttgart Foitzik ist weiterhin Mitglied der AfD-Fraktion im Stuttgarter Stadtparlament und hat sein Mandat als Gemeinderat inne. Laut Angaben auf der offiziellen Seite der Stadt Stuttgart sitzt er unter anderem im Schlubeirat, im Beirat für Menschen mit Behinderung sowie in der Jury eines Förderprogramms für benachteiligte Stuttgarter Kinder und Jugendliche.

via ja: »Der Nationalsozialismus war wunderschön«: AfD-Gemeinderat droht Parteiausschluss

Streit um 2,35 Millionen Euro : AfD verliert Verfahren um Millionenspende gegen Bundestag

Die AfD erleidet vor dem Verwaltungsgericht Berlin eine Niederlage: Die Bundestagsverwaltung muss der Partei eine einbehaltene Spende in Millionenhöhe nicht zurückzahlen. In einem Verfahren um die Rückforderung einer vom Bundestag eingezogenen Spende im Wert von rund 2,3 Millionen Euro ist die AfD vor dem Verwaltungsgericht Berlin gescheitert. Die zuständige Kammer wies den von der Partei eingebrachten Antrag auf Rückzahlung ab. Die Partei hätte die Spende nicht annehmen dürfen, weil der tatsächliche Spender nicht bekannt gewesen sei, hieß es zur Begründung. Gegenstand des Streits waren Plakate, mit denen die AfD im Bundestagswahlkampf 2025 als “bürgerliche Alternative” zu anderen Parteien empfohlen wurde. Finanziert worden sein soll die Kampagne vom Österreicher Gerhard Dingler, ein früherer Regionalpolitiker der Rechtsaußenpartei FPÖ

via zdf: Streit um 2,35 Millionen Euro : AfD verliert Verfahren um Millionenspende gegen Bundestag

siehe auch: Dubiose Spende aus Österreich: AfD streitet vor Gericht um 2,3 Millionen Euro. Im Wahlkampf 2025 hat die AfD eine 2,3‑Millionen-Spende erhalten. Der Bundestag forderte das Geld wegen einer „Strohmann“-Konstellation zurück. Nun wird verhandelt. Die AfD steht am Donnerstag (7. Mai) in Berlin vor Gericht – die Partei fordert 2,3 Millionen Euro Spendengeld vom Bundestag zurück. Das Geld hatte die AfD unter Vorbehalt an den Bundestag überwiesen, weil dieser von einer nicht zulässigen Spende durch einen „Strohmann“ ausging. Nun fordert die Partei das Geld zurück. Die AfD geht von einer zulässigen Spende durch den ehemaligen österreichischen Politiker Gerhard Dingler aus. Im Bundestagswahlkampf 2025 hatte die AfD eine Spende von 2.349.906,62 Euro vom ehemaligen FPÖ-Landesgeschäftsführer Dingler angenommen. Über die viel beachtete Spende berichteten damals mehrere deutsche Medien, unter anderem die Tagesschau. Das Geld sollte 6395 Plakate der AfD finanzieren, die die Partei als „bürgerliche Alternative“ zu anderen Parteien empfahl. Schon damals gab es Fragen über die wahre Identität des Spenders und die Herkunft des Geldes. Der Österreicher hat laut den Berichten keine ersichtlichen Beziehungen zur deutschen Bundespolitik oder der AfD. Dingler gab damals gegenüber der Tagesschau an, das Geld stamme aus seinem Privatvermögen. Er sorge sich um eine Eskalation des Ukraine-Kriegs, fehlende Sicherheit in Deutschland und falsche Energiepolitik. Daher habe er sich entschlossen, die AfD „trotz einiger Aussagen, mit denen ich nicht übereinstimme, mit einer Plakataktion zu unterstützen.“ Nach Angaben der Bundestagsverwaltung gibt es jedoch Hinweise, dass das Geld eigentlich vom deutschen Milliardär Henning Conle stammt. Sie habe den Hinweis bekommen, dass Dingler zuvor „eine Überweisung eines noch höheren Betrages von Henning Conle erhalten habe, der als Unterstützer der AfD hier aktenkundig ist“.

85-Jährige scheinbeschäftigt?: AfD-Politiker löst Vertrag mit Mitarbeiterin auf – #vetternwirtschaft

Der AfD-Abgeordnete Klaus Esser beendet das Arbeitsverhältnis mit der betagten Ehefrau eines Parteikollegen. Den Vorwurf der Vetternwirtschaft weist der Politiker jedoch weiter zurück. Nach Vetternwirtschaftsvorwürfen gegen die AfD in mehreren Bundesländern endet ein besonderer Fall in NRW: Der Landtagsabgeordnete Klaus Esser löst nach eigenen Angaben das Beschäftigungsverhältnis mit einer 85-Jährigen in beiderseitigem Einvernehmen auf. AfD-Politiker Esser betont, dass es sich um keine Vetternwirtschaft gehandelt habe. Der Landtag konnte die ältere Dame allerdings nicht wie geplant selbst befragen. Esser sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, seine Mitarbeiterin habe sich auf seine „Rückfrage hin dazu entschieden, dass wir das Anstellungsverhältnis auflösen – was in Kürze geschehen wird.“ (…) Tatsächlich hatte der Landtag nach einem „Spiegel“-Bericht, in dem auch die 85-jährige Ehefrau eines AfD-Politikers aus dem Sauerland aufgetaucht war, Ende Januar die Zahlungen für die Frau zunächst gestoppt. Die Parlamentsverwaltung wollte die Seniorin dann selbst treffen. Anlass sei die Berichterstattung gewesen, „nach der der Abgeordnete eine Mitarbeiterin beschäftigt, bei der fraglich sei, ob sie überhaupt Arbeitsleistungen für das Abgeordnetenbüro erbringt“, so ein Landtagssprecher.

via tagesspiegel: 85-Jährige scheinbeschäftigt?: AfD-Politiker löst Vertrag mit Mitarbeiterin auf

Drohungen und Anzeigen: Wie die AfD ihre Kritiker bekämpft – #LügenAfD

Die AfD betont immer wieder die Meinungsfreiheit. Doch wie tolerant ist die AfD, wenn es um sie selbst geht? Eine SWR-Doku zeigt, mit welchen Methoden Kritiker bekämpft werden. In der Öffentlichkeit lobt die AfD-Parteichefin Alice Weidel schon seit vielen Jahren den guten Umgang miteinander in der Partei. Von “wohltuender Streitkultur” ist da die Rede, von der AfD als Ort, “wo das Gut der Meinungsfreiheit und der freien Meinungsäußerung geschützt und gepflegt wird.” Doch Recherchen für die SWR-Story “Inside AfD – Der Umgang mit Kritikern” zeichnen ein anderes Bild: Wer widerspricht, wer intern unbequeme Fragen stellt oder öffentlich Kritik übt, könne unter Druck geraten – in Parteigremien, als Journalist oder als normaler Bürger im Alltag. Die SWR-Story hat AfD-Insider, Zeitungsreporter und ein ganzes Dorf begleitet. Sie berichten von Drohungen, Einschüchterungsversuchen und Strafanzeigen. (,,,) Eine offene Kultur, sagt Spaniel in der SWR-Story, existiere in der AfD praktisch nicht. Kritik werde sofort als “parteischädigend” etikettiert und mit Drohungen, Abmahnungen und Parteiausschlussverfahren beantwortet. Er selbst habe massive Drohungen erhalten, ihm seien sogar Prügel angedroht worden. (…) Doch auch wer über die AfD berichtet, kann ins Visier geraten: Das erlebt Alexander Roth seit Jahren. Der Lokalredakteur des Zeitungsverlags Waiblingen erhielt im Internet explizite Drohungen – von der “Kugel in den Kopf” bis zu Folter- und Lagerfantasien. Zeitweise war der Reporter nur mit Polizeischutz unterwegs. (…) Wie die AfD zu Meinungsfreiheit und ganz allgemein zu Grundrechten steht, ist nun auch wissenschaftlich untersucht worden. In einer umfangreichen Datenanalyse hat der Kommunikationswissenschaftler Pascal Jürgens von der Universität Trier insgesamt 17.000 Beiträge führender AfD-Politiker in den sozialen Medien aufgelistet und mit den Grundrechten des Grundgesetzes abgeglichen. Die Beiträge stammten unter anderem von Alice Weidel, Markus Frohnmaier oder Jan Bollinger. Der Befund von Jürgens: Die Partei differenziere systematisch, wem Grundrechte zustünden und wem nicht. Im Zentrum der Anfeindungen seien Migranten und alle, die aus Sicht der AfD als politisch links eingestuft würden, von Journalisten bis hin zu Politikern.

via swr: Drohungen und Anzeigen: Wie die AfD ihre Kritiker bekämpft