Ärger in der Hessen-AfD: Stadtverordneter besucht NPD-nahes Treffen

Der Heusenstammer AfD-Stadtverordnete besucht ein Treffen der NPD-Zeitung Deutsche Stimme. Beim Landesvorstand der Hessen-AfD sorgt die brisante Zusammenkunft für Ärger. Ein Auftritt des Heusenstammer Fraktionsvorsitzenden der Alternative für Deutschland (AfD), Carsten Härle, birgt Brisanz für die rechte Partei und hat erneut den AfD-Landesvorstand auf den Plan gerufen: Laut Dokumenten, die eine Hackerin auf Twitter veröffentlicht hat, war der Heusenstammer Stadtverordnete am 13. Mai dieses Jahres auf einer Veranstaltung der NPD-Zeitung Deutsche Stimme (DS) im hessischen Altenstadt (Wetteraukreis). Ein Bild zeigt den Heusenstammer, wie er mit einem Mikrofon auf der Bühne steht und eine Rede hält. Das Foto hat die Netzaktivistin Nella beim Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlicht, auch ein Mitgliederrundschreiben des AfD-Landesvorstands zu der Angelegenheit und die Antwort Härles machte sie dort öffentlich. Härle habe „einmal mehr eine rote Linie überschritten“, schreibt die Hessen-AfD an ihre Mitglieder. „Wer die Nähe der NPD sucht, hat in der AfD nichts verloren.“ Brisant für die Partei dürfte vor allem die Antwort Härles sein, der das Schreiben als „Hetz-Brief“ des Landesvorstands bezeichnet: Die Parteiprogramme von NPD und AfD seien zu „mindestens 70 bis 80 Prozent“ übereinstimmend, so der Heusenstammer Fraktionsvorsitzende.

via oponline: Ärger in der Hessen-AfD: Stadtverordneter besucht NPD-nahes Treffen

Nach Angriff auf Rechtsextremen: Spezialkräfte nehmen Mann in Jena fest

Ein 24-jähriger Mann soll im März 2021 an einem Angriff auf einen NPD-Funktionär mitgewirkt haben. Bei einer Razzia in Jena nahmen ihn Spezialkräfte der Polizei fest. Er kommt aber nicht in Haft. Eine Razzia hat es am Mittwochabend in der linksradikalen Szene in Jena gegeben. Spezialkräfte der Polizei haben bei einer Razzia im linksradikalen Spektrum am Mittwoch in Jena einen Mann festgenommen. Der 24-Jährige sei aber nicht in Haft, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Dresden MDR THÜRINGEN am Donnerstag mit. Ein Richter hatte den Haftbefehl außer Vollzug gesetzt. Es läuft ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Körperverletzung und der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt dabei wegen Angriffen von mutmaßlichen Angehörigen der linksradikalen Szene auf Vertreter des rechtsextremen Spektrums. Zum Aufklappen: Unterschied zwischen Festnahme und Verhaftung Jenaer soll NPD-Funktionär überfallen haben Der 24-Jährige wird laut sächsischem Landeskriminalamt (LKA) verdächtigt, mit weiteren Personen “aus dem linksextremistischen Spektrum” in Eilenburg einen NPD-Funktionär im März 2021 überfallen zu haben. Dabei sei der damalige Bundesvorsitzenden der NPD-Jugendorganisation auch verletzt worden. Die Angreifer hatten sich als Polizisten ausgegeben und waren vermummt in die Wohnung eingedrungen.

via mdr: Nach Angriff auf Rechtsextremen: Spezialkräfte nehmen Mann in Jena fest

Sulzbacher AfD-Fraktion verlässt die Partei

Die dreiköpfige AfD-Fraktion im Stadtrat Sulzbach ist aus der Partei ausgetreten und nennt sich zukünftig Fraktion “Pro Sulzbach”. Damit will man sich klar von der Parteiarbeit auf Landesebene distanzieren. Fraktionschef Hermann Kreis sagte dem SR, mit dem Austritt aus der AfD reagierten er und seine beiden Fraktionskollegen auf die Zustände insbesondere in der Landtagsfraktion um Josef Dörr. (…) Zudem lasse sich die Fraktion in dem Organstreitverfahren über die Höhe der Fraktionsgelder vor dem Verfassungsgerichtshof von einem NPD-Anwalt vertreten.

via sr: Sulzbacher AfD-Fraktion verlässt die Partei

Die Rechte und die NPD : Die neuen Kameraden der NPD

Die Neonazipartei Die Rechte ist zu weiten Teilen mit der NPD fusioniert. Nach außen ist davon bislang wenig zu sehen. Doch die Verschmelzung birgt ein Gewaltpotenzial. NPD-Chef Frank Franz hat sich rechts neben einer Reihe Bücher und Zeitschriften positioniert. Sie tragen klingende Namen wie N.S. Heute oder Blutzeuge. Vor dieser Kulisse, dem Lager eines rechtsextremen Buchversands, skizziert er mit zwei anderen Neonazis in einem YouTube-Video, wie seine Partei “wieder eine größere Bewegung werden” und mehr ihrer “politischen Ziele” erreichen will. Franz ist zu Gast im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld, in einem Haus an der vor einigen Jahren als sogenannter Nazi-Kiez bekannt gewordenen Häuserecke Thusneldastraße/Emscherstraße. Hier ist der Buchversand beheimatet. Und hier liegt die Bundeszentrale der Kleinpartei Die Rechte. Deren Dortmunder Kreisverband hat sich, wie Franz im Video erläutert, Anfang 2023 aufgelöst – und die Heimat Dortmund gegründet, einen neuen Kreisverband der NPD. Benachbarte Die-Rechte-Kreisverbände sind mitgezogen, von der Partei ist jetzt nicht mehr viel übrig. “Die Rechte als Partei könnte sich in absehbarer Zeit auflösen oder zumindest inaktiv werden”, sagt Simon Hauer* von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Arnsberg. (…) Früher tummelten sich Neonazis aus dem Ruhrgebiet in Sammelbecken wie der Kameradschaft Hamm und dem Nationalen Widerstand Dortmund. 2012 wurden sie verboten. Eine rechtsextreme Kleinpartei mit Sitz in der eigenen Nachbarschaft bot also ein sicheres Dach für die Angehörigen der Dortmunder Szene. Doch zum Ende hatten sie es schwer, ihre Partei zu halten – nicht, weil sie hätte verboten werden können. Es gab schlicht keine Köpfe mehr, die sie vernünftig leiten konnten. Von ehemals 25 Bewohnern aus dem Nazi-Kiez sind noch sieben da. Seit dem Wegzug einiger Funktionäre wie dem ehemaligen Stadtratsabgeordneten Michael Brück und dem Tod von Siegfried “SS-Siggi” Borchardt 2021 fehle es den Dorstfelder Neonazis an Führungsstrukturen, sagt Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange. Dortmunder könnten die NPD stärken Die etwa sechsmal so große NPD hingegen hat eine deutlich besser strukturierte Parteiführung. Gleichzeitig verliert sie seit Jahren Wähler, vor allem an die AfD. Die Mitgliedszahl hat sich seit 2013 fast halbiert. Dass sich NPD und Rechte nicht schon viel eher zusammengetan haben, hat auch mit dem Parteienprivileg zu tun. Lange fürchtete die NPD, die Aufnahme von den Dortmunder Neonazis könnte ihr im Parteiverbotsverfahren zum Problem werden. Seit das 2017 aber eingestellt worden ist, gibt es keinen Grund mehr für eine Distanz zwischen den Parteien.

via zeit: Die Rechte und die NPD : Die neuen Kameraden der NPD

Hessen: Rechtes Kadertreffen in Altenstadt – Lokalpolitik machtlos

Die NPD-Parteizeitung „Deutsche Stimme“ lädt zu einer Strategiekonferenz ins mittelhessische Altenstadt ein. Die Lokalpolitik ist wenig begeistert. Es soll ein Vernetzungstreffen der ganz besonderen Art werden. Am 13. Mai wollen rechtsextreme Kader aus ganz Deutschland ins beschauliche Altenstadt in der Wetterau reisen, um am dritten „Netzwerktag“ der „Deutschen Stimme“ teilzunehmen, der Parteizeitung der rechtsextremen NPD. Der NPD-Bundesvorsitzende Frank Franz und sein Stellvertreter Sebastian Schmidtke werden erwartet, die rechte Szeneanwältin Nicole Schneiders, der bundesweit bekannte Neonazistreamer Patrick Schröder, die Neonaziaktivistin Melanie Dittmer und Martin Kohlmann von den rechtsextremen „Freien Sachsen“, die aus den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen hervorgegangen sind. Man wolle „über Partei- und Organisationsgrenzen hinweg“ über die Schaffung einer „heimattreuen Gegenkultur“ diskutieren, kündigt Peter Schreiber begeistert an, der Chefredakteur der „Deutschen Stimme“. Das Stelldichein rechtsextremer Akteure aus der ganzen Republik soll im „Gemeinschaftshaus Waldsiedlung“ stattfinden, einem Bürgertreff im ruhigen Altenstädter Ortsteil Waldsiedlung. Dass die „Deutsche Stimme“ ausgerechnet nach Mittelhessen einlädt, nachdem ihre ersten beiden Netzwerktage in Thüringen und Brandenburg über die Bühne gegangen sind, ist dabei kein Zufall: Stefan Jagsch, Landesvorsitzender der NPD Hessen und einer ihrer wenigen verbliebenen Köpfe, wohnt selbst in der Waldsiedlung.

via fr: Hessen: Rechtes Kadertreffen in Altenstadt – Lokalpolitik machtlos

Die NPD tritt nicht zur Landtagswahl in Hessen an

Die rechtsextreme NPD will nicht zur hessischen Landtagswahl antreten. Die seit langem schwächelnde Neonazi-Partei gesteht damit ihr politisches Scheitern ein. Wiesbaden – Die rechtsextreme NPD will nicht zur hessischen Landtagswahl am 8. Oktober antreten. Wie Daniel Lachmann, stellvertretender Vorsitzender des NPD-Landesverbandes, der Frankfurter Rundschau auf Anfrage mitteilte, wolle man stattdessen „den Wahlkampf der links-grünen Parteien kritisch mit Aktionen begleiten“. Ihren Wahlvorschlag müssen die Parteien bis Ende Juli beim hessischen Landeswahlleiter einreichen. Für die NPD Hessen bedeutet die Entscheidung, den Einzug in den Hessischen Landtag nicht einmal mehr zu versuchen, einen politischen Einschnitt. Der hessische Landesverband der Neonazi-Partei kämpft zwar seit vielen Jahren mit personellen Problemen und vermag es schon lange nicht mehr, größere Aktionen zu starten oder eigene politische Akzente zu setzen. Dennoch war die NPD in den vergangenen 15 Jahren stets zu allen Wahlen auf kommunaler oder Landesebene mit ausreichend eigenen Kandidat:innen angetreten.

via fr: Die NPD tritt nicht zur Landtagswahl in Hessen an

#ATTACKEN AUF #PRESSEVERTRETER: #ANKLAGE NACH RECHTER DEMO IN #DRESDEN

Am Mittwoch demonstrierte NPD-Kader Max Schreiber (35) wieder gegen die Flüchtlingsunterkunft in Dresden-Sporbitz, macht sich vorgeblich Sorgen um steigende Kriminalität. Gegen ihn selbst hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage erhoben, weil er mit anderen auf einer Demo auf Journalisten losging. Max Schreiber organisiert mittlerweile für die “Freien Sachsen” die Proteste gegen die Flüchtlingsunterkunft in Sporbitz.  © Steffen Füssel Am 13. Februar 2022 sicherte ein riesiges Polizeiaufgebot die Situation rund um den Neonazi-Aufmarsch in der Dresdner Innenstadt ab. Weniger im Blick war die zu diesem Zeitpunkt wöchentlich stattfindende Demo aus dem “Querdenker”-Spektrum in Laubegast. Auch eine Gruppe Pressevertreter war dort unterwegs. Das passte offenbar den Brüdern Max und Moritz (32) nicht: Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen nach TAG24-Informationen vor, auf die Journalisten mit den Worten “Macht die Kamera aus!” zugestürmt und sie so abgedrängt zu haben.

via tag 24: ATTACKEN AUF PRESSEVERTRETER: ANKLAGE NACH RECHTER DEMO IN DRESDEN