Aufruhr im Stadtpark: Tausend „Spaziergänger“ gegen rechte Plakat-Aktion

Europäische „Patrioten“ wollten vor dem Planetarium ein riesiges Banner entrollen – das hat nicht geklappt. Die selbsternannte „erste patriotische europäische Bürgerinitiative“ wollte auf ihrer Foto-Tour durch Europa am Sonntag Halt in Hamburg machen. Das Ziel von „Save Europe Act“, ein eindrucksvolles Foto ihres Riesen-Transparents vor dem Planetarium zu machen, haben rund 1000 „antifaschistische Spaziergänger“ verhindert. Da der Protest nicht angemeldet war, wollte die Polizei die Teilnehmer zunächst von der Fläche vertreiben. Inzwischen haben die Rechten das Feld geräumt. Nach Beobachtung eines Reporters vor Ort sind die wenigen „Patrioten“ inzwischen mit Polizeischutz vom Stadtpark weg eskortiert worden, weil ein sicherer Zugang zu der von ihnen angemeldeten Fläche vor dem Planetarium nicht gewährleistet werden kann: Nach Polizeiangaben hatten sich rund 1000 „Spaziergänger“ trotz des Regens eingefunden und rund um die Fläche aufgestellt. Die Banneraktion im Stadtpark war daraufhin abgeblasen worden. Zu dem „antifaschistischen Spaziergang“ hatte das Hamburger Bündnis gegen Rechts via Social Media aufgerufen. Der Spaziergang ist keine angemeldete Demonstration, weswegen die Polizei zunächst versucht hatte, die Teilnehmer von der Fläche zu vertreiben. Die Menschen hatten sich daraufhin in Bewegung gesetzt und sind singend um die Absperrung gezogen. Kurz darauf zogen die wenigen Rechten mit Polizeieskorte ab.

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Police investigate Reform mayor for allegedly sharing ‘naked and sexualised’ images of himself

Female colleague says she was forced out shortly after incident with Luke Campbell, Hull and East Yorkshire mayor. A Reform UK mayor is under police investigation for allegedly showing “naked and sexualised” images of himself to a female member of staff. Luke Campbell, a former Olympic boxing champion and the mayor of Hull and East Yorkshire, is understood to have been questioned under caution by Humberside police earlier this month. In an incident first reported by the Observer on Sunday, Campbell allegedly showed a senior female colleague four fully naked and sexualised images of himself in May. The woman said she had felt “shocked, embarrassed and humiliated” and claimed she had been forced out of her job soon after, according to documents submitted as part of an internal grievance procedure at Hull and East Yorkshire combined authority (Heyca). Campbell, who was elected last May, has not responded to requests to comment. It is understood that he has not been arrested in relation to the allegations, which Reform UK has said he “firmly denies”. A Reform UK spokesperson said: “Luke firmly denies the allegations. They come from a disgruntled employee attempting to leverage a settlement in a meritless workplace dispute.” The allegations against Campbell came to light after a year-long ITV investigation uncovered racist comments from a number of Reform UK councillors and a prospective MP. An aspiring Reform UK MP was suspended after telling an undercover reporter that Muslims could not be British and asylum seekers crossing the English channel should be put in “concentration camps”, in footage due to be broadcast on Sunday night.

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Hajduk Split fans under police investigation for ‘glorified Nazi chants’ before Ajax Conference League match

Croatian police have arrested a number of Hajduk Split supporters over antisemitic chants and praise for Nazi leader Adolf Hitler before the club’s UEFA Conference League match against Ajax. The incident took place during a procession through Split ahead of the game on Thursday, October 15 and police have said the investigation remains ongoing, with more people being identified from available footage. Hajduk Split fans face action over antisemitic chants Thousands of supporters from Hajduk’s Torcida fan group marched through the city before the game, shouting antisemitic slogans and chanting in praise of Hitler. The procession included a car carrying a mock coffin bearing Ajax’s name, with the Dutch club having a longstanding association with Amsterdam’s Jewish community. Police have now arrested at least 12 fans on suspicion of inciting violence and hatred. The incident drew widespread condemnation from Croatian political leaders and officials, with the Croatian government saying: “We strongly condemn the unacceptable chants glorifying the Nazi regime that were recorded among a portion of fans before today’s match in Split.

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Urlauber-Ansage: „Die Wiedervereinigung wurde nicht gemacht, damit der gesamte Osten AfD wählt“

Nach dem AfD-Wahlsieg gingen negative Reaktionen im Schweriner Rathaus und bei Tourismuseinrichtungen der Region ein, manchmal auch unter der Gürtellinie. So wurde geantwortet. Der Wahlsieg der AfD bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat außerhalb des Landes für eine Welle der Empörung gesorgt. Das bekommen auch das Schweriner Rathaus sowie Tourimusinformationen und – verbände zu spüren. Angesichts des guten Abschneidens der Rechtspopulisten als stärkste Kraft drohen potenzielle Gäste mit Boykott und wollen dem Land Mecklenburg-Vorpommern und seiner Landeshauptstadt fernbleiben. (…) Die Landeshauptstadt stellte unserer Redaktion zwei Schreiben anonymisiert für eine Veröffentlichung zur Verfügung. Ein Schreiber findet das starke Abschneiden der AfD „zum … Davonlaufen“ und kündigt an, deswegen nie wieder nach MV zu fahren. Die Folgen würden die Menschen im Land noch „heftig zu spüren“ bekommen. „Die Wiedervereinigung wurde nicht gemacht, damit der gesamte Osten mehrheitlich AfD wählt.“ Ein seit zwei Jahrzehnten treuer Gast sendet herzliche Grüße „in die Urlaubsregion unseres Herzens“. Nach den Wahlergebnissen bei der Landtagswahl würden seine Familie, Eltern und Schwiegereltern das Bundesland touristisch nicht mehr besuchen. „Ich persönlich möchte niemanden unterstützen (auch nicht monetär), der solche Werte der AfD vertritt.“ Er wünscht MV als Land „Einsicht, Zivilcourage und Moral“.

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FLASCHENWÜRFE UND HITLERGRUSS: SO LIEF DER DEMO-TAG IM ERZGEBIRGE

Demo-Tag im Erzgebirge: Am gestrigen Samstag hatte das Bündnis “Schwarzenberg Ungebrochen” zu Protesten aufgerufen. Nun zieht die Polizei, die mit rund 330 Einsatzkräften vor Ort war, Bilanz. (…) “In der Spitze waren 450 Teilnehmer im Aufzug. Nach der Zwischenkundgebung hatte sich die Teilnehmerzahl bereits verringert”, so eine Polizeisprecherin. An der Bahnhofstraße hatten sich etwa 75 Gegendemonstranten versammelt, die dem eigentlichen Aufzug mit Abstand folgten. Als die beiden Gruppen in der Bahnhofstraße aufeinander trafen, flogen von beiden Seiten Flaschen. Ein Verdächtiger (24, deutsch) kassierte eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung. Ein 35 Jahre alter Deutscher, der an der Gegenveranstaltung teilnahm, attackierte in der Karlsbader Straße einen Fotografen. Ein anderer Deutscher (45) zeigte in der Bahnhofstraße den Einsatzkräften den Hitlergruß. Beide Männer erhielten entsprechende Anzeigen.

via tag24: FLASCHENWÜRFE UND HITLERGRUSS: SO LIEF DER DEMO-TAG IM ERZGEBIRGE

Antisemitischer Kommentar im JU-Chat: Mitglied aus Nordthüringen tritt aus

Ein Mitglied der Jungen Union aus Nordthüringen hat eine jüdische Funktionärin in einem internen Chat antisemitisch und frauenfeindlich beleidigt. Thüringens JU-Landeschef verurteilte die Äußerung scharf. Der Verfasser ist inzwischen aus der Nachwuchsorganisation ausgetreten. Nach einer antisemitischen Beleidigung ist ein Nordthüringer Mitglied aus der Jungen Union ausgetreten. Das wurde MDR THÜRINGEN aus Kreisen der CDU-Nachwuchsorganisation bestätigt. Anlass ist der Kommentar des JU-Mitglieds in einem internen Chat der Jungen Union. Darin hatte er die scheidende Bundesschatzmeisterin der Jungen Union, Clara von Nathusius, auch frauenfeindlich beleidigt. Das Mitglied schrieb, das passiere, wenn man Frauen in Vorstände wähle. Und wörtlich: “Aber jetzt mal ganz ehrlich: Clara ist Jüdin, die können mit Geld umgehen, es kann sich also nicht um ein Versehen handeln”. Probleme der JU Deutschlands als Hintergrund Hintergrund des Vorfalls sind finanzielle Probleme der Jungen Union Deutschlands. Nach einem Bericht des Focus muss die JU rund 350.000 Euro an staatlichen Fördermitteln zurückzahlen. Dafür musste sie sich demnach etwa 300.000 Euro bei der CDU leihen.

via mdr: Antisemitischer Kommentar im JU-Chat: Mitglied aus Nordthüringen tritt aus

Nach Interview mit Björn Höcke – Gericht erlässt Strafbefehl gegen Diether Dehm

Der frühere Bundestagsabgeordnete Diether Dehm fungiert als Scharnier zwischen AfD und BSW in Sachsen-Anhalt. Wegen der Verwendung eines NS-Spruchs wurde nach SPIEGEL-Informationen jetzt ein Strafbefehl gegen ihn erlassen. Das Amtsgericht Tiergarten hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Berlin Strafbefehl gegen den früheren Linkenabgeordneten Diether Dehm erlassen, wie eine Gerichtssprecherin dem SPIEGEL auf Anfrage sagte. »Der Tatvorwurf betrifft das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen«, so die Sprecherin. Hintergrund ist ein gemeinsames Interview, das Dehm und der Thüringer AfD-Landesvorsitzende Björn Höcke im Oktober 2025 einem lokalen TV-Sender aus Erfurt gegeben hatten. Dabei kam auch zur Sprache, dass Höcke verurteilt worden war, weil er im Landtagswahlkampf 2021 in Sachsen-Anhalt die SS-Parole »Alles für Deutschland« verwendet hatte. Im Interview solidarisierte sich Dehm mit Höcke und wiederholte den Spruch. »Sollen die mal kommen«, forderte Dehm die Strafbehörden heraus. Nun wurde gegen Dehm eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 150 Euro festgesetzt. Dehm selbst sagte, er äußere sich nicht zu laufenden Verfahren. Da er Einspruch eingelegt hat, ist die Entscheidung des Gerichts noch nicht rechtskräftig. Wagenknecht nannte ihren Ex-Freund »geistesgestört« Dehm spielte in den vergangenen Monaten eine entscheidende Rolle bei der Annäherung von AfD und BSW in Sachsen-Anhalt. In der Linkspartei galt er einst als enger Verbündeter von Sahra Wagenknecht. Er wurde aber nicht in das BSW aufgenommen, weil er sich mit einem Teil der Parteigründer überworfen hatte. Dehm hatte auch Wagenknecht verklagt, weil diese ihn als »geistesgestört« bezeichnete. Das Gericht wies die Klage ab, weil es sich um eine Meinungsäußerung handle. In der Linkspartei waren beide vor vielen Jahren ein Paar. Dehm war kürzlich Ehrengast beim umstrittenen Dinner des rechtsextremen Magazins »Compact« in Magdeburg, wo Vertreter von AfD und BSW auf ihre Zusammenarbeit angestoßen hatten. Dort warb Dehm nachdrücklich für eine Zusammenarbeit der beiden Parteien. Es solle ein »Friedenspakt, wie mein guter Bekannter Björn Höcke empfiehlt«, geschlossen werden, so Dehm. Wagenknecht distanzierte sich von dem Dinner, die BSW-Politikerin Claudia Wittig bezeichnete ihre Teilnahme als »Fehler«.

via spiegel: Nach Interview mit Björn Höcke Gericht erlässt Strafbefehl gegen Diether Dehm

siehe dazu auch: DIETER DEHM Von links nach rechts (01(2026) Politische Überläufer von links nach rechts hat es immer gegeben. Seit langem keine Berührungsängste nach rechtsaußen zeigt auch der langjährige Linken-Politiker und Putin-Versteher Diether Dehm. Am 31. Januar soll in Magdeburg der 15. Geburtstag des Monatsmagazins „Compact“ von Jürgen Elsässer gefeiert werden. Elsässer war früher Mitglied des Kommunistischen Bundes (KB) und schrieb als Autor für linke Zeitungen. Doch seit Langem bereits ist er in der rechtsextremen Szene verortet und wünschte sich schon den AfD-Rechtsextremisten Björn Höcke als „Reichskanzler“. Mit monatlich – laut Eingenangabe – 40.000 verkauften Magazinen und über einer halben Million Youtube-Abonnenten will „Compact“ das „bei Weitem reichweitenstärkste Medium der Opposition“ sein. Ziel von Compact sei es, „die Patrioten und Freiheitskämpfer aus verschiedenen Lagern zusammen zu bringen“, wird von dem Blatt postuliert. „Compact“ steht für Rechtsextremismus, Antisemitismus und Reichsbürgerfantasien. Als Redner der „Compact“-Feier sind neben dem Thüringer AfD-Landesvorsitzenden  Björn Höcke, Markus Krall, einem rechtslibertären Crash-Propheten, Kayvan Soufi-Siavash, der unter dem Namen Ken Jebsen als Verschwörungsmysthiker bekannt wurde, auch das „linke Polit-Schlachtross“ („Compact“) Diether Dehm angekündigt.

siehe dazu auch: Wie Diether Dehm „Lerryn, das Arschloch“ wurde. Im niedersächsischen Holzminden wendet sich Diether Dehm am Ostersamstag 2012 an die Protestierenden. Für den Linkspartei-Bundestagsabgeordneten Diether Dehm gibt es keinen Antisemitismus jenseits der Shoah, Außenminister Heiko Maas ist für ihn ein gut gestylter Nato-Strichjunge und der Israelkritiker Dehm ist ein glühender Freund der Querfront-Mahnwachen. Doch seinen Spitznamen „Lerryn, das Arschloch“ erwarb sich der Musikant in Frankfurt aus anderen Gründen.