Geplanter Wahlkampfauftritt – Hamburger Wirt erteilt der AfD eine Abfuhr

Die Einladung war schon verschickt. Am kommenden Donnerstag wollte die AfD in Wilhelmsburg eine Wahlkampfveranstaltung abhalten. Als Ehrengast sollte die stellvertretende Parteivorsitzende Beatrix von Storch in der Gaststätte „Kupferkrug“ auftreten. Doch da hatten die Rechten ihre Rechnung nicht mit dem Wirt gemacht: Der hat der AfD nun eine Abfuhr erteilt. Der „Kupferkrug“ ist ein Hotel mit Gaststätte am Niedergeorgswerder Deich. Nur 300 Meter die Straße runter befindet sich eine Sinti-Siedlung, die die Stadt Hamburg der Minderheit als Entschädigung für die während des Nationalsozialismus’ erlittene Verfolgung errichtete. Ausgerechnet hier, ausgerechnet in Wilhelmsburg, wo fast 60 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund hat, wollte die AfD ihr engstirniges und rassistisches Weltbild feiern. Leider habe man keinen Veranstaltungsort in der Nähe des Rathauses gefunden, heißt es in der Einladung der AfD. Man wolle sich aber nicht von den „rotlackierten Faschisten“ vertreiben lassen und freue sich, den „Kupferkrug“ gewonnen zu haben.
Davon kann jedoch keine Rede sein. Wie die Buchung des Raumes in seiner Gaststätte tatsächlich abgelaufen ist, erzählt Wirt Oliver Riege. „Es war jemand hier, der nur seinen Namen genannt hat, aber nicht den Hintergrund oder Zweck der Veranstaltung“, erzählt der Manager. Der Mann habe nur gefragt, ob man am 13. Februar abends einen Raum buchen könne. Erst als die schriftliche Anfrage per E-Mail am Freitagabend einging, habe er gesehen, dass die AfD dahinter steckte. „So etwas kommt für mich nicht in Frage“, sagt Riege. Als er am Wochenende unter der angegebenen Telefonnummer anrief, um abzusagen, habe er niemanden erreicht. Erst am Montagmorgen konnte Riege der AfD eine Abfuhr erteilen.

via mopo: Geplanter Wahlkampfauftritt Hamburger Wirt erteilt der AfD eine Abfuhr

‘Manosphere’ Communities Are Becoming More Toxic, Showing ‘Nihilistic and Extreme Anti-Women Ideologies,’ Study Shows

Members of fringe groups espousing anti-women rhetoric are migrating from milder online communities and becoming more toxic, data research suggests. A recent study into the so-called “manosphere”—a network of Reddit pages, social network accounts, YouTube channels and message boards—used a machine learning tool from Google to help track the “toxicity” of user comments, and detailed a clear rise in hate speech over time. These niche communities do not just shout into the void, their actions have previously sparked online harassment campaigns and violent outbursts. The scattered collection of male supremacy groups is by no means limited to the involuntary celibate (Incel) community, which shot to the mainstream’s attention in 2018 when a man killed 10 people in Toronto after using the term “Incel Rebellion” on social media.
Broadly, members of the incel community gather anonymously to blame women for their lack of sexual relationships, in some cases advocating for physical and sexual violence as a result. But such groups date back years, and fresh analysis indicates a concerning trend: users are moving from tamer communities in favor of groups with “severe toxicity” ratings. Researchers built a dataset of about 7.5 million posts from seven forums and over 30 million posts from 57 Reddit pages, known as subreddits, that are linked to the manosphere. Forums included Incels.is, The Attraction, SlutHate and Rooshv. Reddit groups included Pick Up Artists (PUA), Men’s Rights Activists (MRA) and Men Going Their Own Way (MGTOW).

via newsweek: ‘Manosphere’ Communities Are Becoming More Toxic, Showing ‘Nihilistic and Extreme Anti-Women Ideologies,’ Study Shows

https://twitter.com/FFRAFAction/status/1227693390369828864

Seniorin heizt Politiker ein: „AfD größte Lüge“

Eine deutsche Seniorin hat dem AfD-Chef von Hamburg auf einem Wahlkampfstand in der Hansestadt ordentlich die Leviten gelesen „Ihre Partei ist die größte Lüge, die es überhaupt gibt!“, schimpfte die rüstige Pensionistin. Das Video ist mittlerweile der Hit im Netz und verzeichnete auf YouTube bereits mehr als 30.000 Klicks. „Ich kann das aus eigener Erfahrung sagen: Freunde von meinen Eltern sind in Buchenwald geblieben“, hielt die Dame dem Rechtsaußen-Politiker Dirk Nockemann vor. Das KZ Buchenwald war in der Nazi-Zeit eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden. „Und jetzt sollen Sie noch meinen, das sei ein Vogelschiss. Das ist eine unverschämte Frechheit.“ Die rüstige Pensionistin bezog sich damit auf eine Aussage von AfD-Chef Alexander Gauland, der die Nazi-Zeit als „nur einen Vogelschiss in der über tausendjährigen deutschen Geschichte“ bezeichnete. „Ihre Partei zu wählen, ist unmöglich!“ Die wütende Seniorin unterbrach den AfD-Mann in seinen Erklärungsversuchen immer wieder lautstark: „Ihre Partei ist die größte Lüge, die es überhaupt gibt.“ Nockemann hielt ihr eine Broschüre mit dem Titel „Hamburg braucht mehr AfD“ entgegen, doch das beeindruckte die Seniorin keineswegs: „Glauben Sie wirklich, dass Sie so demokratisch bleiben, wie Sie jetzt erzählen? Ihre Partei zu wählen, ist unmöglich!“ „Wähler im Osten möchte eine Diktatur“ Nockemann sagte der Frau stolz, dass die AfD derzeit einen Zustrom an Wählern erlebe. Die Seniorin darauf: „Ja, leider. Weil sie noch nicht aufgewacht sind. Und weil sie Adolf Hitler nicht erlebt haben! Im Osten kommt die AfD an, weil dort viele Wähler eine Diktatur möchten.“

via krone: Seniorin heizt Politiker ein: „AfD größte Lüge“

https://twitter.com/kattascha/status/1226782005628719104?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.krone.at%2F2096529

Als Berater für Stadträte – Thüringer AfD-Politiker beruft Rechtsextremisten zum „sachkundigen Bürger“

Der Kommunalpolitiker verstößt offenbar gegen die „Unvereinbarkeitsliste“ seiner Partei. Dem MDR zufolge hat er weitere Kontakte zu Rechtsextremen Ein Thüringer AfD-Kommunalpolitiker steht laut einem Medienbericht mit mehreren Organisationen in Verbindung, die auf der offiziellen „Unvereinbarkeitsliste“ seiner Partei stehen. Markus Klimpel, AfD-Fraktionschef im Stadtrat von Arnstadt, ist etwa bei Kundgebungen der rechtsextremen „Freien Kräfte“ in Erfurt zu sehen, wie MDR Thüringen berichtet. Dem Sender liegen nach eigenen Angaben entsprechende Fotos und Social Media Chats vor. Die Veranstaltungen der rechtsextremen „Freien Kräfte“ hatten im Juni und September 2012 stattgefunden. Damals waren Kameradschaftsmitglieder aus mehreren Bundesländern, „Autonome Nationalisten“, Hooligans sowie Aktivisten des von NPD-Mitgliedern gegründeten und inzwischen aufgelösten Vereins „Pro Erfurt“ nach Erfurt gekommen. Die AfD wurde im Jahr darauf gegründet.
Der Verein „Pro Erfurt“, den der Thüringer Verfassungsschutz als rechtsextrem einstufte, ist auf der „Unvereinbarkeitsliste“ der AfD verzeichnet. Ebenso die rechtsextremen „Freien Kräfte“. Klimpel soll dem MDR zufolge zudem enge Kontakte zu einer Führungsfigur der Organisation „Schlesische Jugend“ haben. Deren Vorsitzenden Fabian Rimbach hat Klimpels Fraktion in Arnstadt im vergangenen Jahr zum „sachkundigen Bürger“ berufen. In dieser Funktion soll der Rechtsextremist demnach die Stadträte im Finanzausschuss beraten. Laut Thüringer Gemeindeordnung ist das möglich. Der Thüringer Verfassungsschutz stuft die „Schlesische Jugend“ als rechtsextrem ein und teilte mit, die Organisation werde „von aktiven Rechtsextremisten für Bestrebungen missbraucht, die gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichtet sind.“
AfD-Landesvorstand ist Berufung eines Rechtsextremisten bekannt Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Torben Braga, teilte MDR Thüringen mit, dass dem AfD-Landesvorstadt die Berufung Rimbachs „seit Ende 2019 bekannt und seitdem auch Gegenstand einer Prüfung durch den Kreisverband und den Landesvorstand“ sei.

via tagesspiegel; Als Berater für Stadträte Thüringer AfD-Politiker beruft Rechtsextremisten zum „sachkundigen Bürger“

siehe auch: Unvereinbarkeitsliste – AfD Thüringen geht auf Distanz zu Arnstädter Stadtrat Klimpel. Markus Klimpel ist erster Mann der AfD-Stadtratsfraktion in Arnstadt und Vize-Fraktionschef seiner Partei im Ilm-Kreistag. Auch außerhalb der Parlamente war und ist er ein aktiver Mann. Klimpel sympatisiert beispielsweise mit einer Holocaust-Leugnerin und pflegt Kontakte zu Islamfeinden und Rechtsextremisten. Es gibt Verbindungen, die selbst für die AfD problematisch sind. Denn die betreffenden Gruppen stehen auf der offiziellen “Unvereinbarkeitsliste” der Partei. (…) “Linkes Gezeter, 9 Millimeter”, skandierten sie. Kurz darauf schallte die Parole “Ein Baum, ein Strick, ein Antifa-Genick” über den Platz vor dem Erfurter Hauptbahnhof. Die Stimmung war aggressiv an diesem 29. September 2012. Rund 80 Rechtsextremisten waren einem Aufruf der rechtsextremen Vereinigung “Freie Kräfte Erfurt” gefolgt, die auf der “Unvereinbarkeitsliste” der AfD zu finden ist (“Freie Kräfte mit allen Regionalgruppen”). Kameradschaftsmitglieder aus mehreren Bundesländern, “Autonome Nationalisten”, Hooligans sowie Aktivisten des von NPD-Mitgliedern gegründeten und inzwischen aufgelösten Vereins “Pro Erfurt” waren an diesem Samstag vor den Bahnhof in der Erfurter Innenstadt gekommen. Mittendrin: der heutige AfD-Fraktionschef in Arnstadt und stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Ilmkreis Markus Klimpel.

Werteunion-Vorsitzender Mitsch spendete Geld an die AfD

Als der FDP-Mann Thomas Kemmerich mit den Stimmen der AfD zum Thüringer Ministerpräsidenten gewählt wurde, hatte die konservative Werteunion dies begrüßt. Deren Vorsitzender wirbt seit Längerem für einen rechteren Kurs in der CDU. Nun wird bekannt, dass er vor einigen Jahren Geld an die AfD gespendet hat. Der Bundesvorsitzende der konservativen Werteunion, Alexander Mitsch, hat der AfD in den Jahren 2014 und 2016 Geld gespendet. Das berichtet das ARD-Magazin “Monitor”. Mitsch bestätigte dies dem Magazin und sagte auch, er habe über einen Eintritt in die Partei nachgedacht. Es handelt sich demnach um eine Spende in Höhe von 100 Euro im Dezember 2016 und eine in Höhe von 20 Euro. (…) Auf die Spende gestoßen war laut “Monitor” das Recherchenetzwerk Exif. (…) Der CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias Hauer schrieb auf Twitter: “Die Loyalität der sogenannten #WerteUnion gilt nicht #CDU und #CSU. Es wundert überhaupt nicht und ist sogar konsequent, dass Herr #Mitsch mindestens 2x an die rechtsradikale #AfD spendete.”

via rnd: Werteunion-Vorsitzender Mitsch spendete Geld an die AfD

Polizeischüler wegen rechtsextremer Äußerungen suspendiert – #schauhin

Weil sie sich nationalsozialistische und antisemitische Inhalte geschickt haben sollen, mussten sieben Polizeischüler in Baden-Württemberg sofort den Dienst verlassen. Zudem wurden Verfahren gegen sie eingeleitet. Die Polizeihochschule in Baden-Württemberg hat sieben Schüler vom Dienst suspendiert, weil sie rechtsextremes Gedankengut in einer geschlossenen WhatsApp-Gruppe ausgetauscht haben sollen. Es habe sich um nationalsozialistische, antisemitische und frauenfeindliche Äußerungen gehandelt, teilte die Hochschule für Polizei am Mittwoch mit. Die beschuldigten Schüler hätten sich seit September 2019 in Lahr (Ortenaukreis) in der Ausbildung zum mittleren Polizeivollzugsdienst befunden. Wegen ihrer „erheblichen charakterlichen Mängel“ seien sie mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert und damit von der Ausbildung ausgeschlossen worden. Da auch Polizeischüler in einem Dienstverhältnis mit dem Land stehen, seien zudem Verfahren eingeleitet worden, um sie endgültig aus dem Polizeidienst zu entfernen. Die Staatsanwaltschaft Offenburg sei eingeschaltet worden, um die strafrechtliche Relevanz der Vorfälle zu prüfen, teilte die Hochschule weiter mit. Innenminister Thomas Strobl (CDU) informierte am Mittwoch auch den Innenausschuss des Landtags über die Vorfälle:

via faz: Polizeischüler wegen rechtsextremer Äußerungen suspendiert

Wie die Union trotz gegenteiliger Beschlüsse mit Linken und AfD kooperiert : Die Brandmauer bekommt Löcher

Berlin Wie die Union trotz gegenteiliger Beschlüsse mit Linke und AfD kooperiert. Vor allem im Osten gibt es einige Beispiele. Keine Zusammenarbeit sowohl mit der Linkspartei als auch mit der AfD – so hatte es schon Ende 2018 ein Bundesparteitag der CDU beschlossen. Vor dem aktuellen Hintergrund des Wahl-Eklats im Thüringer Landtag bekräftigte das Bundespräsidium der Christdemokraten jetzt noch einmal diese Position: „Von der CDU gibt es keine Stimmen für einen Kandidaten der AfD oder der Linkspartei“, heißt es in einer am vergangenen Freitag verabschiedeten Vorlage. Die Praxis allerdings ist vielschichtiger. Im kommunalen Bereich gibt es mitunter wenige Berührungsängste zwischen CDU und Dunkelroten beziehungsweise Rechtsaußen-Partei. Und im Bundestag ist die Haltung der Union zumindest gegenüber den Linken ambivalent. Als spektakulärer Fall auf örtlicher Ebene gilt die Gemeinde Eilsleben in Sachsen-Anhalt. Hier bildete die CDU eine gemeinsame Fraktion mit einem AfD-Ratsmitglied, das laut ARD an mehreren Nazi-Aufmärschen teilgenommen hatte. Die öffentliche Empörung sorgte dafür, dass die CDU die Zusammenarbeit im vergangenen September aufkündigen musste. Im sächsischen Görlitz sorgte im Sommer letzten Jahres ein ähnlicher Vorgang für Aufmerksamkeit. Dort wählten CDU-Stadträte ein AfD-Mitglied in den Umweltausschuss, das als Anhänger der rechtsextremen identitären Bewegung gilt.

via saarbrücker zeitung: Wie die Union trotz gegenteiliger Beschlüsse mit Linken und AfD kooperiert : Die Brandmauer bekommt Löcher