AfD-Fans wünschen 14-jährigem Gewalt – Gewaltwünsche: So widerlich hetzen AfD-Anhänger gegen 14-jährigen!

Kurz nach dem Skandal in Thüringen, bei welchem CDU und FDP gemeinsam mit den Faschisten der AfD Kemmerich für kurze Zeit zum Ministerpräsidenten wählten, gab es bundesweit und in allen demokratischen Parteien Empörung. Es wurden viele Demonstrationen aus Protest veranstaltet, viele Tausende beteiligten sich daran. Auch in Nürnberg. In Nürnberg organisierte der bereits politisch engagierte 14-jährige Adrian T. einen Protest gegen die Wahl in Thüringen. Sein Engagement war für einige Medien der Anlass zur Berichterstattung. “Die Wahl-Ergebnisse in Thüringen machen den Siebtklässler so wütend, dass er spontan eine Demo organisiert hat”, berichtet der BR (Quelle).
Das reicht für die AfD um ihn zu hassen Wie die Recherchgruppe DieInsider berichtet, haben zahlreiche AfD-Politiker*innen den BR-Beitrag über die Demo in Nürnberg und Adrian T. verbreitet. Auch in den AfD(-nahen)-Gruppen wurde der Beitrag massiv verbreitet. Dass ein Jugendlicher (gegen eine Handlung der FDP wohlgemerkt) einen Protest organisiert, reicht für diese offenbar, um ihrem typischen Hass freien Lauf zu lassen: Es hagelt widerliche Beleidigungen (“Dummzucht”; “Rotznase”, “unterbelichteter Sprössling”), man spricht ihm ab, eine eigene Meinung zu haben und wünscht ihm, dass er Opfer von Gewalt wird (“Eine auf’s Maul hauen”, “…die Ausländer werden ihm irgendwann seine Dummheit ausprügeln”, “Der Kleine braucht mal ein paar richtige Watschen”). Noch einmal: Gegen einen 14-jährigen! Weil er eine Demo organisiert hat! Unzählige weitere Belege: AfD-Kommentarspalten besteht nur aus Faschisten Völlig egal, wer: Sobald jemand eine andere Meinung hat als die Faschisten von der AfD, wird dieser vogelfrei und massivem Hass ausgesetzt. Man spricht ihm ab, eine eigene Meinung haben zu dürfen, man beleidigt ihn, man wünscht ihm, Opfer von Gewalt zu werden. Und dabei machen die AfD-Anhänger auch nicht vor Kindern halt. Das passiert wohlgemerkt auch in den Kommentarspalten von AfD-Politiker*innen, die diese Kommentare unkommentiert stehen lassen.

via volksverpetzer: Gewaltwünsche: So widerlich hetzen AfD-Anhänger gegen 14-jährigen!

https://twitter.com/karlheinz_e/status/1227588103319293953

#Thüringer #CDU-Fraktionsvize: #Kemmerich-Wahl mit #AfD „nicht schlimm“ – #schauhin #braunzone

Der Thüringer CDU-Fraktionsvize Michael Heym hat nach eigenen Angaben mit den Stimmen der AfD für den FDP-Ministerpräsidentenkandidaten Thomas Kemmerich gerechnet. „Mir war völlig bewusst, dass die AfD für Kemmerich stimmen könnte“, sagte Heym der „Zeit“. Dass es nun so gekommen sei, finde er „nicht schlimm“. Aus seinem Wahlkreis habe er „Bestätigung“ erfahren. Die erregten Reaktionen auf Kemmerichs Wahl hätten ihn nicht überrascht, so Heym. „War klar, dass sich öffentlich alle empören.“ Er kritisierte zugleich die Reaktionen aus der Bundes-CDU. „Wenn sich Frau Merkel aus Südafrika einschaltet und fordert, dass das Ergebnis rückgängig zu machen ist – da habe ich kein Verständnis

via oldenburger onlinezeitung: Thüringer CDU-Fraktionsvize: Kemmerich-Wahl mit AfD „nicht schlimm“

https://twitter.com/suse1603/status/1227667226922225664

Sonneberg: Maskierter mit Waffen und Hakenkreuz-Kleidung

Bewaffnet, mit einer Sturmhaube maskiert und in Kleidung mit Hakenkreuzen und anderen verfassungswidrigen Aufdrucken ist ein Mann durch Sonneberg gelaufen. Beamte hätten den 39-Jährigen in der Nacht von Samstag auf Sonntag kontrolliert, teilte die Polizei am Montag mit. Dabei stießen sie unter anderem auf einen Baseballschläger, einen Schlagring, eine Softair-Waffe und Handschellen aus Stahl. Die Sicherheitskräfte stellten die Waffen und die Kleidung mit den verfassungswidrigen Symbolen sicher.

via sz: Sonneberg: Maskierter mit Waffen und Hakenkreuz-Kleidung

White Supremacist Pleads Guilty to Planning Attacks on Gay Bar, Synagogue in Las Vegas

Conor Climo, the Las Vegas man charged in August in federal court for planning to carry out a terrorist attack on a synagogue and gay bar, has pleaded guilty to the charges. The AP reports: “Conor Climo, 24, stood rigidly in yellow jail scrubs, answering, ‘Yes, your honor,”‘ while U.S. District Judge James Mahan questioned him about encrypted internet chats with an FBI informant and his membership in Feuerkrieg Division, an offshoot of a U.S.-based neo-Nazi group called Atomwaffen Division. Climo said he possessed ‘materials required to make a destructive device, your honor.’ He pleaded guilty to felony possession of an unregistered firearm.” The Nevada Department of Justice reported in August: “Conor Climo, 23, of Las Vegas, Nevada, was charged by a criminal complaint with one count of possession of an unregistered firearm – namely, the component parts of a destructive device. Climo was arrested Thursday morning and made his initial appearance on Friday afternoon before United States Magistrate Judge Nancy J. Koppe.” The Nevada DOJ added: “According to the criminal complaint, Climo was communicating with individuals who identified with a white supremacist extremist organization using the National Socialist Movement to promote their ideology. Members believe in the superiority of the white race and have a common goal of challenging the established laws, social order, and government via terrorism and other violent acts. The organization encourages attacks on the federal government, including critical infrastructure, minorities, and members of the LGBTQ community.” The DOJ’s release continued: “The complaint alleges that during encrypted online conversations throughout 2019, Climo would regularly use derogatory racial, anti-Semitic, and homosexual slurs. He discussed attacking a Las Vegas synagogue and making Molotov Cocktails and improvised explosive devices, and he also discussed conducting surveillance on a bar he believed catered to the LGBTQ community located on Fremont Street in Downtown Las Vegas. The criminal complaint also describes that items seized by law enforcement during the execution of an August 8, 2019 search warrant, including a notebook with several hand-drawn schematics for a potential Las Vegas-area attack.

via towleroad: White Supremacist Pleads Guilty to Planning Attacks on Gay Bar, Synagogue in Las Vegas

Ökologie, Rassenlehre und Antisemitismus – Die „Anastasia-Bewegung“ in Hessen

Im ländlichen Raum Nordhessens haben in den letzten Jahren AnhängerInnen der „Anastasia-Bewegung“ als „Familienlandsitze“ benannte Siedlungsprojekte gegründet. Dabei handelt es sich um Strukturen einer zutiefst rassistischen und antisemitischen rechtsesoterischen Bewegung. Die Lehren der „Anastasia-Bewegung“ basieren auf der zwischen 1996 und 2010 erschienenen zehnbändigen Bücherreihe „Klingende Zedern Russlands“ des russischen Geschäftsmanns Vladimir Nikolaevich Megre, die seit 1999 auch auf Deutsch erscheint. Megre hat seit der Veröffentlichung seines ersten Buches die „Anastasia-Bewegung“ zu einem internationalen Netzwerk ausgebaut. Der Ausgangspunkt dieser rechtsesoterischen Lehre bildet der Mythos um die angebliche Begegnung Megres mit einer blonden, weißen Frau mit dem Namen „Anastasia“ in einem sibirischen Wald. Diese entstamme dem „Urvolk“ der „Wedrussen“ und verfüge aufgrund ihrer „Reinheit“ noch über „mystische Urkräfte“ der Menschen. Im Zentrum steht dabei die Idee einer Rückkehr zu einer vermeintlich natürlichen Ordnung in Gesellschaft und Natur. Erreicht werden soll diese, indem patriarchale, heteronormative Familien sogenannte Fami­lienlandsitze bilden, wo sie auf einem Hektar Land als vegane Selbstversor­gerInnen leben. Für das spirituelle Leben ist der Ahnenkult in der Bewegung von großer Bedeutung, da die Ahnen angeblich die Verbindung zum „natürlichen Ursprung“ der Gesellschaft darstellen. Die „Anastasia-Bewegung“ lässt sich auf Grund ihres antidemokratischen, rassistischen und antisemitischen Weltbildes der extremen Rechten zuordnen. Der Gründer Megre bezeichnet die Demokratie als „Dämon Kratie“, eine nur vermeintlich freie Gesellschaft, die in Wahrheit von dunklen Kräften im Hintergrund gelenkt werde. Diese sind dem antisemitischen Grundgedanken nach „die Juden“, die laut Merge nicht nur „die Presse verschiedener Länder“, sondern auch den „Geldfluss in der Welt“ kontrollieren würden. Zudem werden vermeintlich „natürliche“ Geschlechterrollen propagiert und entsprechende Verhaltensweisen gelehrt, nicht-heterosexuelle Beziehungen werden abgelehnt. Hier spielt auch der Glaube an rassistische und klassistische Theorien wie Telegonie eine wichtige Rolle, wonach jeder sexuelle Kontakt einer Frau die Genetik zukünftiger Kinder beeinflusse und ihre Sexualität entsprechend kontrolliert werden müsse. Wie bei fast allen rechtsesoterischen Großprojekten geht es letztlich aber auch um den Verkauf bestimmter Produkte, in diesem Fall um Zedernholzprodukte aus dem Hause Megre, die eine „heilsame“ Wirkung haben sollen. „Familienlandsitze“ in Hessen In Hessen gibt es derzeit zwei aktive Siedlungsprojekte der „Anastasia-Bewegung“. In Jesberg-Densberg im Schwalm-Eder-Kreis gründeten Cornelia und Andreas Kin 2013 einen „Familienlandsitz“, den Familien-Lebensgarten am Quellenwald. (…) Das zweite Projekt befindet sich in Nentershausen-Bauhaus, unweit von Bad Hersfeld. Seit 2006 baut der 53-jährige Konstantin Kirsch einen „Familienlandsitz“ auf, ein zweiteiliges Projekt, das aus dem Wohngebäude WaldGärtnerHaus und dem Gartenprojekt Waldgartendorf besteht

via lotta: Die „Anastasia-Bewegung“ in Hessen

Wippel darf “Faschist” genannt werden

Im Rechtsstreit zwischen den Görlitzer Stadträten Mirko Schultze (Linke) und Sebastian Wippel (AfD) hat jetzt das Landgericht gesprochen. AfD-Stadtrat und Landtagsabgeordneter Sebastian Wippel ist mit seiner Unterlassungsklage gegen seinen Stadtrats- und Landtagskollegen Mirko Schultze (Die Linke) auch in zweiter Instanz gescheitert. Demnach darf Mirko Schultze Sebastian Wippel auch weiterhin als Faschist bezeichnen. Mirko Schultze hatte während des Görlitzer OB-Wahlkampfes im Frühjahr in den sozialen Netzwerken dazu aufgerufen, Sebastian Wippel nicht zu wählen und ihn und seine Anhänger „neue faschistische Bewegung“ genannt. Sebastian Wippel hatte dagegen geklagt. Nachdem bereits das Amtsgericht Görlitz im Oktober in der Bezeichnung als „Faschist“ keine Schmähkritik erkennen konnte, hat das Landgericht Görlitz diese Entscheidung nun bestätigt. Die Bezeichnung sei von dem Grundrecht auf Meinungsfreiheit gedeckt.

via sächsische: Wippel darf “Faschist” genannt werden

„Heiliger Krieg“ im Baltikum

Am 22. Februar findet in Tallinn anlässlich des estnischen Unabhängigkeitstages am 24. ein Rechtsrock-Konzert mit Bands aus Estland, Litauen und Deutschland statt. Der als Nationalfeiertag begangene Unabhängigkeitstag in Estland, der sich dieses Jahr am 24. Februar zum 102. Mal jährt, wird seit einigen Jahren auch von der rechten Szene zum Anlass genommen, zu einem Rechtsrock-Konzert einzuladen. So wird Werbetrommel für einen Auftritt am 22. Februar gerührt. Ganz offenkundig steckt dabei der estnische „Blood&Honour-Ableger eine maßgebliche Rolle. Man muss nicht lange suchen, um Bildmaterial der auch diesmal beteiligten einheimischen Bands „P.W.A.“ und „Revalers“ zu entdecken. Auf dem ist zu sehen, dass diese Combos vor B&H-Bannern aufspielen.
„P.W.A.“-Tonträger in Deutschland indiziert „Revalers“ gelten dieses Jahr als offizieller Gastgeber für das braune musikalische Meeting in Tallinn. Das Quartett existiert seit 2006. Der Bandname „P.W.A.“ steht als Abkürzung für „Preserve White Aryans“. Die Combo trat 2009 auch beim von der NPD angemeldeten „Fest der Völker“ im thüringischen Pößneck (Saale-Orla-Kreis) auf. Bereits 2006 wurde ihr Tonträger „It’s Time To Awake“ in Deutschland indiziert. Eine Wiederveröffentlichung landete dann auch 2017 noch einmal auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien.

via bnr: „Heiliger Krieg“ im Baltikum