Ransbach-Baumbach: Interview mit AfD-Stadtrat sorgt bundesweit für Schlagzeilen

Der mittlerweile ehemalige kommunale Mandatsträger Jo Meurer, der bis vor kurzem für die AfD im Stadtrat Ransbach-Baumbach saß, hat sich in einem Interview mit der “Hessencam” öffentlich unter anderem islamfeindlich und gewaltverherrlichend geäußert. Das Youtube-Video sorgt aktuell weit über den Westerwald hinaus für Aufsehen. Eigentlich sollte am Sonntag (7. Dezember) der Bürgerdialog mit der AfD-Bundestagsabgeordneten in der Stadthalle Ransbach-Baumbach im Zentrum des politischen Austauschs stehen. Stattdessen ist mittlerweile jedoch Jo Meurer in den Fokus gerutscht. Meurer saß bis vor wenigen Tagen noch für die AfD im Stadtrat von Ransbach-Baumbach. Im Kontext der AfD-Veranstaltung am Sonntag hatte er ebenfalls einen Auftritt – allerdings nicht auf der Bühne des Bürgerdialogs, sondern vor der Kamera des Youtube-Formats “Hessencam” vor der Stadthalle. Hier äußerte sich Meurer öffentlich islamfeindlich, Ausländern gegenüber abwertend und gewaltverherrlichend; zudem ließ er Zweifel am Tod von sechs Millionen Juden während des Holocausts anklingen. Das Interview wurde auf Youtube tausendfach angesehen, kommentiert und geteilt. Auch in den sozialen Medien wie Facebook und Instagram macht das Video die Runde. Es zeige “das wahre Gesicht der AfD”, heißt es beispielsweise in einem Youtube-Kommentar. Im Interview erfährt man unter anderem, dass Meurer ehemaliger Lehrer und seit neun Jahren AfD-Mitglied ist. Dass er seine Schüler bis ins zehnte Schuljahr verprügelt hat (“der Direktor wusste das”), seine Enkelin ebenfalls. Moslems seien “primitiv” und “behindert durch Inzucht”. Über die Intelligenz von Afrikanern äußert er sich pauschal abfällig und er zitiert einen Autor, der schreibt, die Juden haben den Holocaust industrialisiert, es habe keine sechs Millionen Tote gegeben. Von der deutschen Erinnerungskultur hält er nichts und vom Klimawandel sowieso nicht. Rund 40 Minuten lang kann man Meurers Ausführungen zuhören. Auffällig ist dabei, wie er als kommunaler Mandatsträger und Stadtrat seine Aussagen öffentlich vertritt.

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Justiz ermittelt wegen Fahrerflucht: Hat ein AfD-Politiker das Auto eines CDU-Mannes gerammt?

Scheinwerfer kaputt, Kotflügel zerschrammt. In Lichtenberg wird der Wagen eines Bezirksverordneten beschädigt, ermittelt wird gegen einen AfD-Vertreter. Berlins Staatsanwaltschaft ermittelt im Lichtenberger Politikkosmos – mal wieder, könnte man sagen. Aktuell geht es nach Tagesspiegel-Informationen um das beschädigte Auto eines CDU-Politikers, heftige Kratzspuren am Wagen eines AfD-Mannes und eine mutmaßliche Fahrerflucht. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte, die Polizei habe ermittelt und das Verfahren nun an die Justiz gegeben. Der AfD-Bezirksverordnete Dietmar Drewes wird verdächtigt, mit seinem Mercedes an einem Septemberabend dieses Jahres den Audi des Christdemokraten Mike Krüger gerammt zu haben: Beim Rangieren auf dem Parkplatz am Rathaus Lichtenberg soll Drewes, so der Verdacht, Kotflügel, Stoßstange und Scheinwerfer beschädigt haben, insgesamt fast 6000 Euro Schaden. Gesehen hat den Vorfall offenbar niemand. Einige Tage nach dieser Episode aber bemerkten Beobachter den am Rathaus geparkten Mercedes des AfD-Mannes Drewes: Gut sichtbar waren Schrammen an der Seite seines Wagens, zudem dunkler Gummi-Abrieb. Ermittelt wird nun wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort, der Aktenlage zufolge ist Drewes verdächtig. Das üblicherweise Fahrerflucht genannte Delikt wird nach Paragraf 142 Strafgesetzbuch mit Geld-, im schlimmsten Fall auch mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren geahndet. Dazu kommen oft Punkte in Flensburg und mögliche Fahrverbote, abhängig von der Schwere des Falls.

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Geld für AfD-Frau? Was wirklich hinter dem Streit um die „Feuerzangenbowle“ steckt

Fragt man Studierende der Uni Göttingen, ist kein Film so kultig wie „Die Feuerzangenbowle“. Doch über dem auf den ersten Blick unschuldigen Film schweben zwei Schatten. An anderen Unikinos wurde die „Feuerzangenbowle“ deshalb aus dem Programm genommen – in Göttingen ist der Hype ungebrochen. Irgendwann in den 70er-Jahren wechselt die „Feuerzangenbowle“ in Göttingen den Besitzer. Eine junge Studentin, engagiert im Uni-Kino, beweist Geschäftssinn: Sie erwirbt von der Kirch-Gruppe durch „einige tolle Wegbegleiter und Glück“, wie sie heute sagt, die Kino-Aufführungsrechte für den schon damals kultigen Heinz-Rühmann-Film über Hans Pfeiffer (mit drei f, eins vorm ei, zwei hinterm ei), der als erfolgreicher Schriftsteller noch einmal die Schulbank drückt. An diesem Donnerstag läuft „Die Feuerzangenbowle“ wieder im Göttinger Uni-Kino. Zu Hunderten gehen die Eintrittskarten im Vorverkauf im Zentralen Hörsaalgebäude (ZHG) weg. Jede von ihnen bringt Cornelia Meyer zur Heyde, der Studentin von damals, Geld ein. Und damit schwebt ein zweiter Schatten über der legendären Vorführung in den Hörsälen der Georg-August-Universität. „In meinem Ein-Mann-Betrieb entscheide ich das kraft souveräner Willkür“, soll Meyer zur Heyde einmal auf die Frage gesagt haben, wem sie die Aufführung der „Feuerzangenbowle“ erlaube. Ihr „Goldie-Filmverleih“ verleiht genau einen Film. Und den nicht an alle: Wiederholt untersagte Meyer zur Heyde Aufführungen, für die eine kritische Einordnung des Films, der schließlich 1943/44 im nationalsozialistischen Deutschland entstand, vorgesehen war. Das war über viele Jahre ein selten größer diskutiertes Problem. Doch zwei Dinge haben das in der jüngeren Vergangenheit geändert: Das Bewusstsein dafür, wie wichtig es ist, Werke in ihren Entstehungskontext einzuordnen, wurde sehr viel größer. Und Cornelia Meyer zur Heyde wurde AfD-Mitglied. Immer mehr vor allem studentische Organisationen entschieden deshalb in den vergangenen Jahren, die „Feuerzangenbowle“ nicht mehr zu zeigen.

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Prunk, Pathos, Patriotismus: Der tschetschenische Krieger der AfD

In einer hannoverischen Prunk-Villa inszeniert sich der AfD-Mann Noah Krieger als patriotischer Macher. Gleichzeitig unterhält er Beziehungen zum Clan von „Putins Bluthund“. Was hat er vor? von Alexej Hock , Martin Böhmer 09. Dezember 2025 In Hannover ist Noah Krieger für die AfD aktiv und hat mit seiner Firma eine Prunk-Villa bezogen. Gleichzeitig unterhält er Verbindungen nach Tschetschenien – was hat er in Deutschland vor?Collage: Ivo Mayr / CORRECTIV Fotos: Marco Kemp & picture alliance Das Wichtigste in Kürze „Deutschland über alles“, schreibt Noah Krieger zu einem seiner Instagram-Beiträge – die erste Zeile des durch die NS-Zeit belasteten Deutschlandlieds. Das Bild zum Post zeigt fünf Männer vor einer Deutschland-Flagge im Prunk einer Villa, einer von ihnen stützt ein Schwert auf seine Schulter. Dazu ein Sammelsurium der AfD-Vokabeln: Treue, Stärke, Kampf, Ehre, Vaterland. Unter andere Posts schreibt Noah Krieger die Losung „Gott mit uns“, die auch die Wehrmacht nutzte, in einem weiteren Video schießt er mit einem Sturmgewehr in der Schießanlage. Der gebürtige Tschetschene will dem Land, in das er gezogen ist, etwas zurückgeben – so kann man seine Posts verstehen. Er engagiert sich seit einigen Monaten öffentlich aktiv in der Hannoveraner AfD. Mit seinem martialischen Auftreten und den scharfen Aussagen überbietet Krieger viele der bekanntesten radikalen Vertreter der Partei. Mit knapp 440.000 Followern dürfte er auch einer der reichweitenstärksten Influencer der Partei sein. Doch für Beobachter kommt Kriegers Auftritt in der Öffentlichkeit überraschend. Recherchen von CORRECTIV und iStories zeigen, dass vieles an dem Pathos und den Hochglanzfotos bloß Fassade ist. Dahinter verbergen sich Verbindungen zu Gefolgsleuten des tschetschenischen Machthabers Ramsan Kadyrow, dessen Herrschaft von schweren Menschenrechtsverletzungen wie Folter geprägt ist und dessen Kämpfer für Putin in den Ukraine-Krieg zogen.

via correctiv. Prunk, Pathos, Patriotismus: Der tschetschenische Krieger der AfD

‘Ruthless neo-Nazi terrorist’ grooms new attackers from inside jail: feds

While awaiting sentencing in a county jail in the Sierra Nevada foothills, a 36-year-old woman described as a leader of a “transnational terrorist group” has “continued to coordinate” with members of her group “and other white supremacist attackers via letters, phone calls and video calls,” the U.S. government says. Dallas Erin Humber, who led Terrorgram Collective alongside codefendant Matthew Robert Allison from July 2022 until her arrest in September 2024, is scheduled to be sentenced in federal court in Sacramento, Calif. on Dec. 17. Humber pleaded guilty to multiple charges, including conspiracy, solicitation to murder federal officials, and distribution of information relating to explosives and destructive devices. The U.S. Department of Justice accuses the 36-year-old of seeking to establish a white ethnostate by igniting a race war and “accelerating” the collapse of the federal government. Humber, the DOJ says, aimed to achieve her goals by “targeting and radicalizing vulnerable teenagers; by grooming them to commit hate crimes; terrorist attacks on infrastructure, and assassinations; and by providing them technical, inspirational, and operational guidance to plan, prepare for, and successfully carry out those attacks.” Humber describes herself as a “ruthless neo-Nazi terrorist” and “accelerationist martyr and icon,” according to a sealed presentence report cited in the government’s sentencing memorandum.

via rawstory: ‘Ruthless neo-Nazi terrorist’ grooms new attackers from inside jail: feds

‘Neo-Nazi’ group joins protest outside asylum hotel

A racist far-right group has confirmed it is attending protests outside a former hotel in Falkirk, which is being used to house asylum seekers. The latest demonstration outside the Cladhan Hotel took place on Saturday. Police charged one 18-year-old man in connection with culpable and reckless conduct. Among those who attended the demonstration, organised by local campaign group Save Our Future and Our Kids Future, were members of the Patriotic Alternative Scotland branch. Patriotic Alternative (PA) is a white nationalist group founded by former BNP youth leader Mark Collett. In a documentary, released by Channel 4 in 2002, Collett was caught on camera referring to Africans and homosexuals who died due to HIV-AIDS as “AIDS monkeys”. The far-right group opposes all immigration unless they share the same ethnic background or can prove British ancestry. According to PA, “white South Africans” would be among the groups granted asylum due to their “descent from European nations”. In a post on its Telegram, the group said: “Patriotic Alternative Scotland continues to attend the Falkirk Protest outside the Cladhan hotel.” A photo shows members holding a “deport all illegal immigrants” banner and with leaflets regarding the Great Replacement conspiracy theory.

via stv news: ‘Neo-Nazi’ group joins protest outside asylum hotel

Homeschooling for neo-Nazis

Australia’s neo-Nazis are forming secret mothers’ groups – and have plans for a network of homeschools for their children. And when a government minister expressed concern, she was threatened – the latest in a string of threats against female politicians by neo-Nazis. Now, the federal police have raised the alarm, raising questions about the risk of further political violence – and why neo-Nazis have been allowed to build their movement.

via thenewdaily: Homeschooling for neo-Nazis