Torchlit march in Kyiv honors Nazi-linked nationalist

1,000 far-right activists commemorate 111th birthday of Stepan Bandera, whose followers have been linked to the mass murders of Jews. Ukrainian far-right supporters on Wednesday held a torchlight procession in the capital to mark the birthday of a nationalist leader who sided with the Nazis during part of World War II. The march in Kyiv by about 1,000 far-right supporters commemorated the 111th birthday of Stepan Bandera, lauded by nationalists as a hero. Bandera was a leader of Ukraine’s nationalist movement, which included an insurgent army that for one period during the war sided with the Nazis. With the rise of nationalism and anti-Russian sentiment in Ukraine, Bandera is being rehabilitated in the country as a patriotic, anti-Soviet hero. Jewish groups have linked Bandera’s followers to the mass murders of Jews. (…) During World War II, the Bandera served as Providnyk — a title analogous to the German fuehrer — of the Organization of Ukrainian Nationalists, a brutally violent and authoritarian Ukrainian ultranationalist organization that had collaborated with the Nazis. Formed from a merger of fascist and far-right groups, the OUN, as it is known colloquially, had engaged in a sustained campaign of terror and political assassination during the interwar period, when western Ukraine was under Polish control. By 1940, the organization split and the elder Bandera took over the larger faction, OUN-B, which subsequently adopted a 1941 manifesto calling on its members to “liquidate undesirable Poles, Muscovites, and Jews.” The OUN collaborated with the Nazis and its members served in various German formations taking part in the Holocaust, but eventually turned against the Nazis when Berlin refused to recognize its declaration of Ukrainian independence. Bandera was incarcerated in the Sachsenhausen concentration camp (two of his brothers would die in Auschwitz); he was later released and resumed his collaboration.

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Brisanter Deal mit der SS: wie die Schweiz im Zweiten Weltkrieg Baracken für die KZ lieferte

Es war ein Millionengeschäft, von dem auch General Guisans Sohn profitierte. Nach Kriegsende sorgte der Handel mit den Nazis für Empörung. Doch bestraft wurde niemand. Ein Blick zurück. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird auch in der Schweiz abgerechnet – mit Verrätern, Anpassern, Profiteuren. Das Motto der folgenden Monate lautet «Säuberung». Es werden nicht nur Nazi-Sympathisanten an den Pranger gestellt, sondern auch Fälle von Misswirtschaft, etwa Korruption und überhöhte Spesenbezüge in Internierungslagern und der Verwaltung. Im Dezember 1945 kommt ein weiterer Skandal hinzu: Er betrifft das Schweizerische Holzsyndikat, ein im Krieg für den Export gebildetes Konsortium aus Bau-, Schreiner- und Zimmermeistern sowie Holzhändlern. Was die Presse über den Handel mit Holzbaracken berichtet, ist wenig appetitlich: «Hartnäckig wird behauptet, dass trübe Geschäfte mit der SS abgeschlossen worden seien und dass gewisse schweizerische Unterhändler dabei grosszügig verdient hätten. Mit Provisionen, ja sogar Bestechungsgeldern sei nicht gespart worden», schreibt die «Schaffhauser Arbeiterzeitung». Besonders brisant ist, dass im Zusammenhang mit diesen Deals ein berühmter Name fällt – Oberst Henry Guisan, der Sohn des Oberbefehlshabers der Schweizer Armee, Henri Guisan. (…) Eine erste Tranche von 500 Stück wird Ende März 1942 mit leeren Kohlenwagen der SBB geliefert. Gemäss deutschem Auftrag sind 200 nach «Oranienburg bei Berlin» zu spedieren, die übrigen nach «Dachau bei München». Im Herbst folgen weitere 500 Holzbaracken. Die Produktion der zusätzlich vereinbarten 1000 kommt indes nicht mehr zustande, weil die Deutschen der vertraglichen Lieferung von eigenem Holz und von Eisen nicht nachkommen. Insgesamt beträgt der Umsatz des Geschäfts noch 12 Millionen Franken. Problematisch bleibt der Verwendungszweck der Schweizer Fabrikate. Der Historiker Willi Gautschi schreibt im Standardwerk über General Guisan: «Über die Zweckbestimmung der an die Waffen-SS gelieferten Holzbaracken konnten die beteiligten Unterhändler und Lieferanten wohl kaum im Unklaren sein, denn zu diesem Zeitpunkt wusste man auch in der Schweiz bereits Bescheid über die Existenz der Konzentrationslager.» So ist davon auszugehen, dass schlicht das Geschäft über die Moral gesiegt hat. Denn zu viele profitierten damals vom brisanten Deal: das Holzsyndikat, die Behörden, die Betriebe aus dem holzverarbeitenden Gewerbe, die Lausanner Firma Extroc. Meyer und Guisan junior streichen für ihre Dienste mindestens 12 000 beziehungsweise 13 400 Franken ein.

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Rechtsextreme Chats: Polizistin zieht wegen Suspendierung vor OVG

Das Oberverwaltungsgericht in Münster entscheidet über die Suspendierung einer Polizeibeamtin. Diese war Mitglied einer Chat-Gruppe in der rechtsextreme Inhalte geteilt wurden. Nach einer Reihe von Suspendierungen von Polizisten im Zusammenhang mit rechtsextremen Chat-Gruppen hat ein erster Fall das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster erreicht. Nachdem das Verwaltungsgericht Düsseldorf Mitte Dezember per Eilverfahren die Suspendierung einer Beamtin bestätigt hatte, legte die Polizistin nach Angaben des OVG von Dienstag jetzt Beschwerde gegen diese Entscheidung in der nächsten Instanz ein. Das Düsseldorfer Polizeipräsidium hatte der Beamtin die Amtsführung wegen des Verdachts entzogen, dass sie eine Gesinnung teile, die der demokratischen Grundordnung entgegenstehe. Diese Sicht bestätigte das Verwaltungsgericht. Holocaustverharmlosung und rassistische Inhalte auf dem Handy Demnach erhielt die Beamtin monatelang auf ihrem Mobiltelefon in vier Chat-Gruppen Bilder, die „ebenso eindeutige wie unerträglich geschmacklose Anspielungen auf Akteure und Geschehnisse während der nationalsozialistischen Herrschaft enthielten“. Der Holocaust sei verharmlost und NS-Opfer wie Anne Frank in unerträglicher Weise der Lächerlichkeit preisgegeben worden. Andere Inhalte seien rassistisch. Die Polizistin soll die Inhalte zwar nicht selbst verbreitet, aber zum Teil mehr als zehn Monate auf ihrem Mobiltelefon belassen haben, ohne sich von diesen zu distanzieren.

via dorstenerzeitung: Rechtsextreme Chats: Polizistin zieht wegen Suspendierung vor OVG

Logo der Polizei Nordrhein-Westfalen
Von <a href=”//commons.wikimedia.org/w/index.php?title=User:Hellboy3690&amp;action=edit&amp;redlink=1″ class=”new” title=”User:Hellboy3690 (page does not exist)”>Hellboy3690</a> – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, CC BY-SA 3.0, Link

„Ein begnadeter Techniker“ – Spirit of Bayon-Gym erinnert an Rukeli #Trollmann

Johann Wilhelm „Rukeli“ Trollmann war ein Star der deutschen Boxszene. Seine Sinti-Herkunft brachte ihn ins Visier des NS-Regimes. Seit 2012 erinnert ein Denkmal vor dem Festspielhaus Hellerau an das Leben des Sportlers. Ein Dresdner Sportverein, das Sprit of Bayon-Gym, übernimmt nun eine Patenschaft für das Denkmal und will künftig die Erinnerung an Trollmann stärken. Wir haben mit Eric und Kevin vom Spirit of Bayon-Gym gesprochen, um mehr über Trollmann, sein Leben und die Pläne des Gyms zu erfahren. addn.me: Johann Wilhelm „Rukeli“ Trollmann galt in den 1930ern als Star der deutschen Boxszene. Was hat ihn so bekannt gemacht? Eric: An sich müsste man da schon früher ansetzen. Denn bereits in den 1920er Jahren konnte Johann Wilhelm Trollmann, genannt Rukeli, erste Erfolge erzielen. So wurde er viermal Regionalmeister und auch norddeutscher Meister. Sein Können blieb nicht unbemerkt, dennoch wurde Rukeli Trollmann 1928 aus fadenscheinigen Gründen nicht mit zu den Olympischen Spielen nach Amsterdam genommen. Der große Durchbruch sollte dann aber in den 1930er Jahren erfolgen. Dies hatte auch mit dem hohen Stellenwert zu tun, den das Boxen in der Weimarer Republik besaß. Kevin: Genau, denn nach der Nichtnominierung für die Olympischen Spiele entschloss sich Rukeli Trollmann, Profiboxer zu werden. Seinen ersten Kampf gegen Willi Bolze gewann er durch k. o. Es folgten viele weitere Kämpfe. 1930 bestritt er in Deutschland 13 Kämpfe und zwei Jahre später boxte er nur noch gegen die Besten der Welt – im Welter-, Mittel- und Halbschwergewicht (z.B. gegen Baisley, de Boer, Russo oder Witt). Neben den Erfolgen war es vor allem sein Kampfstil, der ihn zum Star machte. Oder in den Worten des Trollmann e.V.: „Der Boxsport hatte auf einen wie Rukeli gewartet, ein eleganter Boxer, ein echter Fighter, ein gutaussehender Mann […]; aus solchem Holz werden Stars geschnitzt.“ (…) 1933 endete Trollmanns Karriere unter dem Einfluss der nationalsozialistischen Sportfunktionäre. Die NSDAP baute ihre Macht weiter aus, später folgten die Nürnberger Rassegesetze, mit dem Überfall auf Polen der Auftakt zum Zweiten Weltkrieg. Wie erging es Trollmann, der sich dagegen aufgelehnt hatte? Kevin: Wie bei der letzten Frage schon erwähnt, hat Rukeli Trollmann bei seinem letzten Kampf, der einer Farce glich, gezeigt, was er von den rassistischen Einstellungen und der vermeintlichen „arischen“ Überlegenheit der Nationalsozialisten hielt. Nach seinem erzwungenen Karriereende fand der ehemalige Boxer zunächst zumindest privat sein Glück. 1935 wurde er Vater und heiratete Olga Frieda Bielda. Doch leider zeigte noch im selben Jahr das nationalsozialistische Regime sein antiromaistisches Gesicht: Ein Amtsgericht bestätigte die „Diagnose“ von „angeborenem Schwachsinn“ – mit der Folge, dass er (wahrscheinlich) kurz vor Weihnachten 1935 zwangsterilisiert wurde. Eric: Ja, und trotz der Geschichte um das Ende seiner Karriere und Zwangssterilisation wurde er 1939 zum Kriegsdienst eingezogen – als Kanonenfutter. Im Zuge einer rassistischen Verordnung, die Sinto für wehrunfähig erklärte, wurde Rukeli Trollmann aus dem Militärdienst entlassen. 1942 verhaftete ihn die Gestapo und im September wurde er ins Konzentrationslager Neuengamme bei Hamburg gebracht. Viele erkannten den ehemaligen Boxer wieder. Er musste die SS-Männer im Boxsport unterrichten und zur Belustigung der Wachmannschaft Boxkämpfe bestreiten. Im März 1944 endete das Leben von Johann Wilhelm Trollmann in eben jenem KZ. Die genauen Umstände seines Todes sind nicht bekannt, aber wahrscheinlich wurde er nach einem Boxkampf im KZ totgeschlagen. Der Kapo Emil Cornelius boxte gegen Rukeli Trollmann, verlor und erschlug den Sinto hinterrücks.

via addn: „Ein begnadeter Techniker“ – Spirit of Bayon-Gym erinnert an Rukeli Trollmann

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Von Hans Firzlaff – <a rel=”nofollow” class=”external text” href=”http://www.sintiundroma.de/content/index.php?aID=94″>sintiundroma.de</a>, Gemeinfrei, Link

Jüdisches Mahnmal in Stralsund geschändet

Die Gedenkstele erinnert an die Opfer der Pogrome während der NS-Zeit. Unbekannte haben die jüdische Gedenkstele in Stralsund beschmiert. Zwischen Dienstag und Donnerstag sei ein nicht bestimmbares schwarzes Schriftzeichen auf das Mahnmal aufgetragen worden, teilte die Polizei der Hafenstadt in Mecklenburg-Vorpommern am frühen Donnerstagmorgen mit. Außerdem sei vermutlich gegen die Stele getreten worden. Die Gedenkstele im Hof des Johannisklosters war 1988 in der Nähe der früheren Synagoge von Stralsund errichtet worden, um an die Opfer der Pogrome zu erinnern.

via jüdische allgemeine: Jüdisches Mahnmal in Stralsund geschändet

Alfred Landecker Foundation gave 250 million euros to cause – Family firm with Nazi past funds effort to use AI to detect online anti-Semitism

According to creators of ‘Decoding anti-Semitism,’ a collaborative approach is required to combat anti-Semitism on the Internet. But experts wonder: Is the technology there yet? As social media platforms take steps to block Holocaust denial, an interdisciplinary project is harnessing artificial intelligence (AI) in the battle against online anti-Semitism. “Decoding anti-Semitism” is a collaboration between King’s College London and the Technical University of Berlin’s Center for Research on anti-Semitism. The project is funded by the Alfred Landecker Foundation, which is contributing 250 million euros over 10 years. (…) The newly minted Landecker Foundation’s central mission is to share the history of the Holocaust and fight anti-Semitism, particularly on the Internet. Through the foundation’s “Decoding anti-Semitism” project, an open-source detection tool is being created to align with social media platforms, said lead designer David Allington. (…) “Decoding anti-Semitism” is hardly the first effort to fight hate speech online. In the past few years, dozens of foundations and organizations have attempted to address increases in hate speech against Jews and other groups. “Whatever these organizations are doing, it isn’t working,” said Andreas Eberhardt, founding director and CEO of the Alfred Landecker Foundation. “That is why we have adopted such a collaborative approach and over the coming weeks, months and years the partnership will see discourse analysts, computational linguists and historians come together, combining their expertise for one common goal,” said Eberhardt in an interview with The Times of Israel.

via timesofisrael: Alfred Landecker Foundation gave 250 million euros to cause – Family firm with Nazi past funds effort to use AI to detect online anti-Semitism

Wie Facebook beim Hass im Netz versagt

Zwei bis drei Wochen lang zweifelt Michael* am Holocaust. An Geschichte, wie sie in Schulbüchern steht. Aus dem industriellen Massenmord des Nationalsozialismus wird für ihn ein Ereignis, das eigentlich die Juden und die Amerikaner mitorganisiert hätten. In einer privaten Facebook-Gruppe, der Michael 2015 beigetreten ist, gilt diese unter Neonazis beliebte Verschwörungserzählung als Realität. Die Medien lügen, lenken ihn von der Wahrheit ab, denkt Michael und will mehr Gruppen finden, in denen solche Themen diskutiert werden. Er muss nicht lange suchen. Facebook hilft ihm. In den folgenden Wochen und Monaten wird Michael fast 200 Gruppen beitreten – nach eigenen Angaben geleitet durch Vorschläge des Facebook-Algorithmus. Anfangs ist er fasziniert, bald entsetzt, dann angewidert von dem Hass und der Verachtung, die er dort findet. Heute bilden die Gruppen, in denen er Mitglied war, die Grundlage für den bisher tiefsten Einblick in eine rechte, mitunter rechtsextreme Schattenwelt im weltweit größten Netzwerk. Denn Michael teilt die Gruppenliste mit Reporter*innen von BR, NDR und WDR. Diese werten viele der meist privaten Gruppen, oft mit vielen Tausenden Mitgliedern, systematisch aus. Mit einer einfachen Schlagwortsuche finden sie weit mehr als tausend mutmaßlich strafbare Inhalte: Von Holocaustleugnung, bis zu hundertfachen Aufrufen zu Mord und Vergewaltigung. Auch Terrorverdächtige waren in den Gruppen aktiv.
Alle Beispiele, die in diesem Artikel gezeigt werden, stammen aus den analysierten Facebook-Gruppen. Sie blieben jahrelang unwidersprochen stehen, teilweise bis heute. Viele der Darstellungen und Äußerungen sind derart grenzüberschreitend, dass die extremsten Inhalte hier nicht auftauchen. Beispielsweise wird der elektrische Stuhl als „neuer Bürostuhl“ einer Politikerin bezeichnet und in einer Karikatur mit einem Hammer ausgeholt, um auf Genitalien von Menschen einzuschlagen. Klaus Gorny, der Sprecher von Facebook Deutschland, sagt im Interview mit BR, NDR und WDR: „Wir möchten Hassrede natürlich löschen. Und wir haben im Kampf gegen Hassrede in den letzten Jahren sehr große Fortschritte gemacht.“ Doch die Recherche wirft Fragen auf, ob der Konzern wirklich genug unternimmt. Es ist das Jahr 2017, als Michael beschließt, gegen die Hetze vorzugehen. Er beginnt, in der ersten Gruppe systematisch nach Hass-Beiträgen zu suchen, und meldet sie an Facebook. Von Facebook bezahlte Moderatorinnen prüfen, ob die von Michael gemeldeten Beiträge auch wirklich gegen die Regeln des Netzwerks, die sogenannten Gemeinschaftsstandards, verstoßen. In diesen ist festgelegt, was auf Facebook erlaubt ist und was nicht. Tatsächlich löscht Facebook einige gemeldete Beiträge. Doch manches bleibt stehen: Nicht gelöscht wurde etwa ein antisemitisches Propagandavideo, in dem unter anderem Adolf Hitler glorifiziert wird, das Hakenkreuz gezeigt und Juden als Verantwortliche für Migrationsbewegungen in Europa dargestellt werden. Michael entschließt sich, eine Liste mit 180 Gruppennamen zu erstellen. Er wendet sich an die Reporterinnen.
Sie beantragen mit erfundenen Identitäten selbst Zutritt zu den Gruppen. Nicht immer dürfen sie eintreten, doch meist dauert es nicht lange, bis ein Administrator sie hereinlässt, ohne weitergehende Prüfung. Insgesamt können sie 138 Gruppen einsehen und die darin enthaltenen Inhalte sichern. Wochenlang erfassen sie automatisiert alle in den Gruppen geposteten Beiträge. So entsteht eine Datenbank mit mehr als 2,6 Millionen Posts und Kommentaren. Die ältesten reichen zurück bis ins Jahr 2010, die aktuellsten stammen vom November 2019. (…) Wie das Wall Street Journal kürzlich berichtete, analysierte eine Facebook-Mitarbeiterin schon im Jahr 2016 deutsche Facebook-Gruppen mit politischen Inhalten. Das Ergebnis: Jede dritte Gruppe sei voll von rassistischen oder verschwörungsideologischen Beiträgen. Die Zeitung zitiert aus einer internen Präsentation. Dort heißt es: „64% aller Beitritte in extremistischen Gruppen gehen auf unsere Empfehlungswerkzeuge zurück.“ Und weiter: „Unsere Empfehlungssysteme vergrößern das Problem.“ Darauf angesprochen, verweist Facebook darauf, in den vergangenen drei Jahren Maßnahmen gegen polarisierende Inhalte getroffen zu haben.

via br: Wie Facebook beim Hass im Netz versagt

https://twitter.com/BR_Recherche/status/1342394697734647809