“Tag der Ehre” in #Budapest: #Geschichtsrevisionismus und #NS-Verherrlichung mitten in Europa – #BloodHonour #28

Jährlich “gedenken” in Budapest mehrere hundert, oft über tausend Neonazis der deutschen Wehrmacht sowie ihren ungarischen Verbündeten und relativieren die Verbrechen des NS-Regimes (…) Seit 1997 “gedenken” Rechtsextreme aus Ungarn und ganz Europa mit einem jährlichen Aufmarsch der deutschen Wehrmacht, Einheiten der Waffen-SS und ihren ungarischen Kollaborateuren. Seit Beginn ist die Veranstaltung für die rechtsextreme Szene in Europa ein wichtiges Event, das auch zur Vernetzung dient. Mal größer, mal kleiner, versammelten sich besonders in den letzten Jahren zwischen 1000 und 2000 Neonazis in Budapest. Getragen und ausgerichtet wurde das faschistische “Gedenken” zu Beginn durch die Nationalistische Front, seit 2003 übernahm der ungarische Ableger von Blood and Honour (ein in Deutschland bereits im Jahr 2000 verbotenes, rechtsextremes Netzwerk) und Légió Hungária (eine paramilitärisch organisierte rechtsextreme Gruppierung) die Organisation des rechtsextremen Großevents. Hauptorganisatoren der Veranstaltung waren und sind daneben vor allem die Hammerskins Ungarn, der rechtsextreme Verband Jugendbewegung der 64 Grafschaften und die Skinheadgruppe Skins4Skins Ungarn. Wenngleich das “Gedenken” zum “Tag der Ehre” und an den Ausbruchsversuch aus dem Kessel von Budapest von ungarischen Neonazi-Gruppierungen organisiert und getragen wird, ist es nicht allein die außerparlamentarische ungarische Rechte, die versucht die Geschichte umzudeuten. Eine der treibenden Kräfte des Geschichtsrevisionismus in Europa ist die ungarische Regierung. Zusammen mit den baltischen Staaten hat Ungarn 2019 eine Resolution in das europäische Parlament eingebracht, in der der Sowjetunion eine Mitschuld am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges gegeben wird. So kann es nicht überraschen, dass auch staatliche Einrichtungen das Begleitprogramm des “Tag der Ehre” unterstützen, etwa durch die Zurverfügungstellung von Abzeichen und Devotionalien aus dem ungarischen Militärmuseum sowie mittels Förderungen durch Ministerien.

via standard: “Tag der Ehre” in Budapest: Geschichtsrevisionismus und NS-Verherrlichung mitten in Europa

Verfassungsschutz-Versagen bei Band aus dem Neonazi-Umfeld – #weimar #freiwild

Anlässlich der heutigen Enthüllungen des Magazins „Der Spiegel“ erklärt Katharina König-Preuss, Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: „Es ist schon ein starkes Stück, das dem mit 8.500.000 Euro Steuergeldern finanzierten Thüringer Verfassungsschutz durch die Lappen gegangen ist, dass langjährig bekannte Thüringer Neonazis offenbar unter einem neuen Bandnamen demokratiefeindliche, gewaltaffine und antisemitische Texte in Umlauf bringen und es ihnen gelingen konnte, den Vertrieb eines Albums über den größten Musikproduzenten der Welt zu befördern und auf Platz 5 der deutschen Albumcharts zu landen. Es ist ein weiterer Erfolg für die rechte Musikszene nach dem Großkonzert mit 6.000 Teilnehmern 2017 in Themar und das, obwohl nach unserer Kenntnis mehrere der mutmaßlichen Bandmitglieder bereits Gegenstand von Akten des Amtes für Verfassungsschutzes in der Vergangenheit waren. Einer auch als Mitglied einer Thüringer Neonazi-Band, ein anderer als Teil der extrem rechten Vertriebsszene, der den früheren Neonazi-Gruppen „Nationaler Widerstand Weimar“ bzw. „Braune Aktionsfront Weimar“ angehörte und auch Gegenstand einer Razzia 2004 war. Hier gab es eine Reihe von Anhaltspunkten zum militanten „Blood & Honour“ Netzwerk.“  Der Abgeordneten liegen Informationen vor, dass eines der Band-Mitglieder als Gast bei der Hochzeit des militanten Thüringer Neonazis Thorsten Heise eingeladen war: „Es besteht also sowohl ein Bezug zum Unterstützernetzwerk des NSU als auch zur militanten Neonaziszene.“

via die linke thüringen: Verfassungsschutz-Versagen bei Band aus dem Neonazi-Umfeld

siehe auch: Verbindungen in die Neonazi-Szene – Universal Music brachte rechte Rocker in die deutschen Charts. Hinter der Rockband Weimar sollen Männer mit Verbindung in die Neonazi-Szene stecken. Der Rockband „Weimar“ gelingt mit ihrem Album  „Auf Biegen & Brechen“ 2022 ein Chart-Erfolg. Doch hinter der Band sollen einem Medienbericht zufolge Neonazis stecken, die bereits vom Staatsschutz beobachtet werden. Gefördert wurde die Gruppe ausgerechnet vom größten Plattenlabel der Welt. Sie singen von Medien als „gekauften Marionetten“, Deutschland werde „mit voller Wucht an die Wand gefahren“ und bedienen antisemitische Stereotype: Bei der Band Weimar handelt es sich nicht um wirre Dorfrocker aus der Provinz, sondern um eine erfolgreiche Rockband. Beim weltgrößten Musikkonzern der Welt, Universal Music, unter Vertrag, schaffte es ihr Album „Auf Biegen & Brechen“ im vergangenen Jahr auf Platz fünf der Album-Charts. Ein Bericht des „Spiegels“ enthüllt nun, dass hinter den anonymen Bandmitgliedern und ihren weißen Grusel-Masken ein Geflecht mit Verbindungen in die Neonazi-Szene steckt. Ihre wahren Namen wollen sie in der Öffentlichkeit nicht nennen, offenbar aus gutem Grund. Handelt es sich beim „Weimar“-Sänger um einen bekannten Neonazi? Das Magazin sprach von Indizien, dass hinter „Weimar“-Sänger Richard Wegnar der bekannte Neonazi Christian P. stecken soll. Der 37-jährige P. wird seit den 2000er-Jahren von den Sicherheitsbehörden beobachtet, steht in Verbindung mit der verbotenen „Blood&Honour“-Bewegung. Der Vorwurf: „Bildung bewaffneter Gruppen“. 2004 soll er dem verurteilten NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben beim Organisieren einer Demonstration geholfen haben. Christian P. sang auch damals schon hetzerisch über Juden und den Holocaust. In Geschäftsbeziehungen soll er dem Bericht zufolge weitere Aliasnamen nutzen, um unerkannt zu bleiben. Sie leugnen den Holocaust und werden vom Staat beobachtet Bandmitglied Konstantin P., genannt Till Schneider, soll laut Behördenakten bis Ende der 1990er-Jahre Mitglied der Neonazi-Band Dragoner gewesen sein. In ihren Texten leugnete die Gruppe den Holocaust als „Sechs-Millionen-Lügen“, Verräter sollten exekutiert werden und die Demokratie sei eigentlich eine Dikatur. Bandkollege Steffen P., bei „Weimar“ als Kurt Ronny Fiedler bekannt, fiel dem thüringischen Staatsschutz 2005 ins Auge, als er ein rechtsextremes Konzert in Andisleben besuchte. Unter dem Label von Universal Music singen sie heute von Verschwörungstheorien und judenfeindlicher Hetze. Die Vermittlung an den Plattengiganten könnte über einen langjährigen Mitarbeiter gelaufen sein, heißt es in dem Bericht. Nach der Bandgründung von „Weimar“ im Jahr 2016 kaufte das Plattenlabel „Rookies & Kings“ Web-Domains wie weimar.band – weil man anfänglich eine Zusammenarbeit mit der Band erwog. Dazu soll es laut „Spiegel“ aber nicht gekommen sein. Hinter „Rookies & Kings“ steckt ein Ex-Universal-Mitarbeiter und Manager der Band „Frei.Wild“, auch ihr wird rechtsextremes Gedankengut vorgeworfen. „Rookies & Kings“ bekannte sich laut „Spiegel“ dazu, dass dieser Mann „Weimar“ an Universal vermittelt hat – allerdings über seine eigene Firma Harder Entertainment.

Verfassungsschutz-Versagen bei Band aus dem Neonazi-Umfeld – #weimar #freiwild

Anlässlich der heutigen Enthüllungen des Magazins „Der Spiegel“ erklärt Katharina König-Preuss, Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: „Es ist schon ein starkes Stück, das dem mit 8.500.000 Euro Steuergeldern finanzierten Thüringer Verfassungsschutz durch die Lappen gegangen ist, dass langjährig bekannte Thüringer Neonazis offenbar unter einem neuen Bandnamen demokratiefeindliche, gewaltaffine und antisemitische Texte in Umlauf bringen und es ihnen gelingen konnte, den Vertrieb eines Albums über den größten Musikproduzenten der Welt zu befördern und auf Platz 5 der deutschen Albumcharts zu landen. Es ist ein weiterer Erfolg für die rechte Musikszene nach dem Großkonzert mit 6.000 Teilnehmern 2017 in Themar und das, obwohl nach unserer Kenntnis mehrere der mutmaßlichen Bandmitglieder bereits Gegenstand von Akten des Amtes für Verfassungsschutzes in der Vergangenheit waren. Einer auch als Mitglied einer Thüringer Neonazi-Band, ein anderer als Teil der extrem rechten Vertriebsszene, der den früheren Neonazi-Gruppen „Nationaler Widerstand Weimar“ bzw. „Braune Aktionsfront Weimar“ angehörte und auch Gegenstand einer Razzia 2004 war. Hier gab es eine Reihe von Anhaltspunkten zum militanten „Blood & Honour“ Netzwerk.“  Der Abgeordneten liegen Informationen vor, dass eines der Band-Mitglieder als Gast bei der Hochzeit des militanten Thüringer Neonazis Thorsten Heise eingeladen war: „Es besteht also sowohl ein Bezug zum Unterstützernetzwerk des NSU als auch zur militanten Neonaziszene.“

via die linke thüringen: Verfassungsschutz-Versagen bei Band aus dem Neonazi-Umfeld

siehe auch: Verbindungen in die Neonazi-Szene – Universal Music brachte rechte Rocker in die deutschen Charts. Hinter der Rockband Weimar sollen Männer mit Verbindung in die Neonazi-Szene stecken. Der Rockband „Weimar“ gelingt mit ihrem Album  „Auf Biegen & Brechen“ 2022 ein Chart-Erfolg. Doch hinter der Band sollen einem Medienbericht zufolge Neonazis stecken, die bereits vom Staatsschutz beobachtet werden. Gefördert wurde die Gruppe ausgerechnet vom größten Plattenlabel der Welt. Sie singen von Medien als „gekauften Marionetten“, Deutschland werde „mit voller Wucht an die Wand gefahren“ und bedienen antisemitische Stereotype: Bei der Band Weimar handelt es sich nicht um wirre Dorfrocker aus der Provinz, sondern um eine erfolgreiche Rockband. Beim weltgrößten Musikkonzern der Welt, Universal Music, unter Vertrag, schaffte es ihr Album „Auf Biegen & Brechen“ im vergangenen Jahr auf Platz fünf der Album-Charts. Ein Bericht des „Spiegels“ enthüllt nun, dass hinter den anonymen Bandmitgliedern und ihren weißen Grusel-Masken ein Geflecht mit Verbindungen in die Neonazi-Szene steckt. Ihre wahren Namen wollen sie in der Öffentlichkeit nicht nennen, offenbar aus gutem Grund. Handelt es sich beim „Weimar“-Sänger um einen bekannten Neonazi? Das Magazin sprach von Indizien, dass hinter „Weimar“-Sänger Richard Wegnar der bekannte Neonazi Christian P. stecken soll. Der 37-jährige P. wird seit den 2000er-Jahren von den Sicherheitsbehörden beobachtet, steht in Verbindung mit der verbotenen „Blood&Honour“-Bewegung. Der Vorwurf: „Bildung bewaffneter Gruppen“. 2004 soll er dem verurteilten NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben beim Organisieren einer Demonstration geholfen haben. Christian P. sang auch damals schon hetzerisch über Juden und den Holocaust. In Geschäftsbeziehungen soll er dem Bericht zufolge weitere Aliasnamen nutzen, um unerkannt zu bleiben. Sie leugnen den Holocaust und werden vom Staat beobachtet Bandmitglied Konstantin P., genannt Till Schneider, soll laut Behördenakten bis Ende der 1990er-Jahre Mitglied der Neonazi-Band Dragoner gewesen sein. In ihren Texten leugnete die Gruppe den Holocaust als „Sechs-Millionen-Lügen“, Verräter sollten exekutiert werden und die Demokratie sei eigentlich eine Dikatur. Bandkollege Steffen P., bei „Weimar“ als Kurt Ronny Fiedler bekannt, fiel dem thüringischen Staatsschutz 2005 ins Auge, als er ein rechtsextremes Konzert in Andisleben besuchte. Unter dem Label von Universal Music singen sie heute von Verschwörungstheorien und judenfeindlicher Hetze. Die Vermittlung an den Plattengiganten könnte über einen langjährigen Mitarbeiter gelaufen sein, heißt es in dem Bericht. Nach der Bandgründung von „Weimar“ im Jahr 2016 kaufte das Plattenlabel „Rookies & Kings“ Web-Domains wie weimar.band – weil man anfänglich eine Zusammenarbeit mit der Band erwog. Dazu soll es laut „Spiegel“ aber nicht gekommen sein. Hinter „Rookies & Kings“ steckt ein Ex-Universal-Mitarbeiter und Manager der Band „Frei.Wild“, auch ihr wird rechtsextremes Gedankengut vorgeworfen. „Rookies & Kings“ bekannte sich laut „Spiegel“ dazu, dass dieser Mann „Weimar“ an Universal vermittelt hat – allerdings über seine eigene Firma Harder Entertainment.

#BRAUNAU AM INN – #Kerzen-Aktion an #Hitlers Geburtshaus: Drei Jahre #Haft für Neonazis – #LockThemUp

Weil sie am Geburtsort Adolf Hitlers den „Führergeburtstag“ feiern wollten, sollen zwei Neonazis längere Zeit ins Gefängnis. Die Geschworenen sahen es als gegeben an, dass die beiden den Diktator ehren und dessen Taten gutheißen wollten. Der Richter brachte die windigen Verteidigungsstrategien schnell zum Einsturz. „In Österreich sind die Strafen härter als in Deutschland“, mit diesen Worten wollte der jüngere der beiden Angeklagten, Marco H., geboren 1998, seinen deutlich älteren Gesinnungsgenossen Peter Meidl, noch warnen. Gemeint war damit der Umstand, dass auf „Wiederbetätigung“ (in Deutschland ähnlich dem Straftatbestand Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen, Anmerkung der Redaktion) eine Mindeststrafe von einem Jahr steht, in schwerwiegenden Fällen können bis zu 20 Jahre verhängt werden, während in Deutschland der Strafrahmen mit Geldstrafe beginnt.   Die beiden einschlägig vorbestraften Neonazis hatten sich am 20. April 2022, dem Geburtstag Adolf Hitlers, in dessen Geburtsstadt Braunau am Inn verabredet und in einem Supermarkt zwei Grabkerzen und Feuerzeuge gekauft. Beide hatten dafür eine längere Anreise in Kauf genommen, der 69-jährige Meidl aus dem Raum Rosenheim und Marco H. aus Vorarlberg. (…) Beide bemühten sich zudem darum, das Gericht und die Geschworenen zu überzeugen, dass nie geplant gewesen sei, die Kerzen auch anzuzünden. Sie konnten dabei nicht erklären, warum sie sich extra Feuerzeuge besorgt hatten. Der stetig nachfragende Vorsitzende Richter brach die Verteidigungsstrategie dann vollends, als er fragte, ob es denn für die Glorifizierung der Person Hitlers einen Unterschied mache, ob die Kerzen hinter oder vor dem Haus abgestellt seien und ob die Frage des Entzündens noch von Belang sei. Meidl versuchte hier noch, mit dem bekannten Klischee zu spielen, sie hätten am Haus weder Parolen geschwungen noch Spingerstiefel getragen oder schwarz-weiß-rote Fahnen geschwenkt, worauf die Staatsanwältin trocken entgegnete, für den Straftatbestand sei es nicht nötig, „sich als Skinhead zu verkleiden“.    Einschlägige Vorstrafen Die Entscheidung, ob schuldig oder nicht oblag in dem Prozess allerdings den acht Geschworenen. Die stimmten nach einer Beratungszeit hier einstimmig bei beiden für schuldig. Da das Gericht kaum mildernde Umstände erkennen konnte, gab es auf die Mindeststrafe von einem Jahr noch jeweils weitere 24 Monate zusätzlich. Beide waren einschlägig vorbestraft und hatten schon Haftstrafen hinter sich. Marco H. hatte um das Jahr 2015 eine Reihe von Schildern und Gebäuden, darunter auch jüdische und muslimische Einrichtungen, mit Hakenkreuzen, Szenecodes sowie NS-Parolen beschmiert, darunter auch „Wir brauchen keine Judenschweine“, „Juda verrecke“, „Asylflut stoppen“ und „Deutschland erwache“. Auf seiner Facebook-Seite hatte er den 70. Todestag Hitlers bedauert, dessen Werk aber in die Ewigkeit bestehen bleiben würde. Hinzu kamen zwei Waffendelikte. Die Strafe hierfür war zwar abgegolten, fand aber Eingang in die Bewertung. Meidl hatte 2012 mit einer rassistischen Beleidigung begonnen und es seitdem auf fünf Verurteilungen gebracht, meist wegen Volksverhetzung und der Verwendung von verbotenen Kennzeichen.

via endstation rechts: BRAUNAU AM INN Kerzen-Aktion an Hitlers Geburtshaus: Drei Jahre Haft für Neonazis

#BRAUNAU AM INN – #Kerzen-Aktion an #Hitlers Geburtshaus: Drei Jahre #Haft für Neonazis – #LockThemUp

Weil sie am Geburtsort Adolf Hitlers den „Führergeburtstag“ feiern wollten, sollen zwei Neonazis längere Zeit ins Gefängnis. Die Geschworenen sahen es als gegeben an, dass die beiden den Diktator ehren und dessen Taten gutheißen wollten. Der Richter brachte die windigen Verteidigungsstrategien schnell zum Einsturz. „In Österreich sind die Strafen härter als in Deutschland“, mit diesen Worten wollte der jüngere der beiden Angeklagten, Marco H., geboren 1998, seinen deutlich älteren Gesinnungsgenossen Peter Meidl, noch warnen. Gemeint war damit der Umstand, dass auf „Wiederbetätigung“ (in Deutschland ähnlich dem Straftatbestand Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen, Anmerkung der Redaktion) eine Mindeststrafe von einem Jahr steht, in schwerwiegenden Fällen können bis zu 20 Jahre verhängt werden, während in Deutschland der Strafrahmen mit Geldstrafe beginnt.   Die beiden einschlägig vorbestraften Neonazis hatten sich am 20. April 2022, dem Geburtstag Adolf Hitlers, in dessen Geburtsstadt Braunau am Inn verabredet und in einem Supermarkt zwei Grabkerzen und Feuerzeuge gekauft. Beide hatten dafür eine längere Anreise in Kauf genommen, der 69-jährige Meidl aus dem Raum Rosenheim und Marco H. aus Vorarlberg. (…) Beide bemühten sich zudem darum, das Gericht und die Geschworenen zu überzeugen, dass nie geplant gewesen sei, die Kerzen auch anzuzünden. Sie konnten dabei nicht erklären, warum sie sich extra Feuerzeuge besorgt hatten. Der stetig nachfragende Vorsitzende Richter brach die Verteidigungsstrategie dann vollends, als er fragte, ob es denn für die Glorifizierung der Person Hitlers einen Unterschied mache, ob die Kerzen hinter oder vor dem Haus abgestellt seien und ob die Frage des Entzündens noch von Belang sei. Meidl versuchte hier noch, mit dem bekannten Klischee zu spielen, sie hätten am Haus weder Parolen geschwungen noch Spingerstiefel getragen oder schwarz-weiß-rote Fahnen geschwenkt, worauf die Staatsanwältin trocken entgegnete, für den Straftatbestand sei es nicht nötig, „sich als Skinhead zu verkleiden“.    Einschlägige Vorstrafen Die Entscheidung, ob schuldig oder nicht oblag in dem Prozess allerdings den acht Geschworenen. Die stimmten nach einer Beratungszeit hier einstimmig bei beiden für schuldig. Da das Gericht kaum mildernde Umstände erkennen konnte, gab es auf die Mindeststrafe von einem Jahr noch jeweils weitere 24 Monate zusätzlich. Beide waren einschlägig vorbestraft und hatten schon Haftstrafen hinter sich. Marco H. hatte um das Jahr 2015 eine Reihe von Schildern und Gebäuden, darunter auch jüdische und muslimische Einrichtungen, mit Hakenkreuzen, Szenecodes sowie NS-Parolen beschmiert, darunter auch „Wir brauchen keine Judenschweine“, „Juda verrecke“, „Asylflut stoppen“ und „Deutschland erwache“. Auf seiner Facebook-Seite hatte er den 70. Todestag Hitlers bedauert, dessen Werk aber in die Ewigkeit bestehen bleiben würde. Hinzu kamen zwei Waffendelikte. Die Strafe hierfür war zwar abgegolten, fand aber Eingang in die Bewertung. Meidl hatte 2012 mit einer rassistischen Beleidigung begonnen und es seitdem auf fünf Verurteilungen gebracht, meist wegen Volksverhetzung und der Verwendung von verbotenen Kennzeichen.

via endstation rechts: BRAUNAU AM INN Kerzen-Aktion an Hitlers Geburtshaus: Drei Jahre Haft für Neonazis

„Juden-Plakat“: #Geldstrafe für Grafinger (41) – #LockHimUp

Vor dem Landgericht München II wollte der Angeklagte für sich einen Freispruch herausholen. Ohne Erfolg. Er war am Amtsgericht wegen Volksverhetzung verurteilt worden. Ein Grafinger Ex-Mesner scheiterte in der Berufungsverhandlung mit seinem Wunsch nach Freispruch. Das Landgericht München II hat den Schuldspruch der Volksverhetzung gegen einen 41-jährigen Grafinger größtenteils bestätigt. Der Mann hatte im Oktober 2020 an vier Geschäften in Grafing und Glonn das Foto eines Schildes aus der NS-Zeit mit der Aufschrift „Juden werden hier nicht bedient“ geklebt. Dafür und für die Verbreitung des Fotos in einem Internet-Chat war er im August 2021 vom Amtsgericht Ebersberg zu einer Geldstrafe von 8100 Euro (270 Tagessätze) verurteilt worden. Dagegen hatten der Angeklagte wie die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Angeklagter: Ich „plädiere auf einen Freispruch“ „Ich plädiere auf einen Freispruch“, antwortete der Angeklagte auf die Frage des Vorsitzenden Richters nach dem Berufungsziel. Der Mann, der acht Jahre als Benediktinermönch gelebt hatte, kam ohne einen Verteidiger zur Verhandlung. Für das Aufhängen der Bilder hatte er eine ganz eigene Erklärung parat. Es sei ihm darum gegangen, die Menschen sensibel für Ausgrenzungen zu machen, so wie sie in der NS-Zeit an der Tagesordnung gewesen seien. (…) Der Polizeibeamte, der in diesem Fall ermittelt hatte, berichtete, dass der Angeklagte über einen Kommentar auf Merkur-Online überführt werden konnte. Der passte zu dem Beitrag im „Querdenken 089“-Chat. Außerdem gab es seine Fingerabdrücke auf der aufgehängten Fotokopie. Die Tatbeteiligung räumte der Angeklagte ein. Seine Spezln, die mitgemacht hatten, verriet er nicht.

via merkur: „Juden-Plakat“: Geldstrafe für Grafinger (41)

siehe dazu auch: Grafinger wegen antisemitischer Plakate verurteilt (2021). Weil er an mehreren Stellen im Landkreis antisemitische Plakate aufgehängt hatte, musste sich ein Grafinger nun vor dem Ebersberger Amtsgericht verantworten. Grafing – Im Oktober hatte ein Grafinger (40) an fünf verschiedenen Geschäften im Landkreis Kopien eines Schildes aufgehängt, das in einem Museum abfotografiert worden war. Die Aufschrift: „Juden werden hier nicht bedient“. Jetzt musste sich der Arbeitslose deshalb vor dem Amtsgericht Ebersberg verantworten. Das Bild hatte er außerdem über mehrere Gruppen in den Sozialen Medien verbreitet, die Mitgliederzahl der größten davon schwankt laut Polizei zwischen 5000 und 7000 Mitgliedern.

#MecklenburgVorpommern – Rechtsextremistische Schmiererei an Jüdischem #Friedhof? – #WarenMüritz

An einer Mauer des Jüdischen Friedhofs in Waren (Müritz) ist ein mutmaßlich rechtsextremes Symbol entdeckt worden. Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt. Unbekannte haben ein mutmaßlich rechtsextremes Symbol an eine Mauer des Jüdischen Friedhofs in Waren (Müritz) gesprüht. In der Zeit zwischen 4.00 Uhr und 18.30 Uhr sei am Samstag das Symbol “192” mit schwarzer Farbe an die Mauer gesprüht worden, wie die Polizei am späten Abend mitteilte.

via t-online: Mecklenburg-Vorpommern Rechtsextremistische Schmiererei an Jüdischem Friedhof?

siehe dazu auch: Belltower zu Zahlencodes