Vernichtungsantisemitismus, Nazi-Tattoos und immer wieder WhatsApp

In einer gro­ßen Anzahl an Pro­zes­sen, über die wir berich­ten, spie­len straf­ba­re Whats­App-Nach­rich­ten eine Rol­le. Der Mes­sen­ger hat damit Face­book-Grup­pen, in denen frü­her reich­lich Brau­nes aus­ge­tauscht wur­de, abge­löst – quer durch alle Alters­grup­pen. Heu­te: ein 59-Jäh­ri­ger, der sich in den „sozia­len Medi­en” aus­ge­tobt hat und ein ca. 80-Jäh­ri­ger auf der Anklagebank. Ein etwa 80-jäh­ri­ger Ange­klag­ter, der nicht weiß, dass der pri­mi­ti­ve Ver­nich­tungs­an­ti­se­mi­tis­mus, der ihm so gefal­len hat, straf­bar ist? Der dümm­li­che Hit­ler-Bild­chen, oft Memes, ver­schickt und den Geschwo­re­nen ver­kli­ckern will, dass das ja nichts ande­res sei als Aus­stel­lun­gen zum Natio­nal­so­zia­lis­mus in Museen? Peter V., der sich am 9.12. wegen § 3g Ver­bots­ge­setz und eigent­lich auch wegen § 50 Waf­fen­ge­setz am Lan­des­ge­richt Wien als Ange­klag­ter ein­fin­den muss­te, hat es mit die­ser Argu­men­ta­ti­on versucht. (…) Von Schuld­ein­sicht ist bei V., der auch als „Don Pedro“ unter­wegs ist, nichts zu bemer­ken. Nur die Flos­kel, dass es ihm leid­tue, kommt ihm über die Lip­pen. Natür­lich mit dem Zusatz, er habe ja nicht gewusst, sich damit straf­bar zu machen. Einem Geschwo­re­nen ist die­ses Gesül­ze zu viel, und er fragt den Ange­klag­ten, ob er denn sein gan­zes Leben zuhau­se ein­ge­sperrt ver­bracht habe – ohne Kon­takt nach außen? Der erklärt, dass ihm sei­ne Freun­de „irgend­wann“ gesagt hät­ten, das sei ver­bo­ten, und dar­auf­hin habe er das eh nicht mehr gemacht. „Irgend­wann“ muss nach dem Dezem­ber 2023 gewe­sen sein, denn zwi­schen August 2019 und Dezem­ber 2023 lie­gen die Vor­fäl­le, die ihm die Staats­an­walt­schaft in der Ankla­ge zur Last leg­te. Dass der Tipp zur Zurück­hal­tung aus sei­nem tief­blau­en Freun­des­kreis gekom­men sein soll, ist über­ra­schend – aber wir glau­ben ja an das Gute in den Menschen. Die Geschwo­re­nen glaub­ten den Mär­chen von Don Pedro nicht und spra­chen ihn schul­dig. Die 18 Mona­te Stra­fe, bedingt auf drei Jah­re, hat der Ange­klag­te akzep­tiert, aber die Staats­an­walt­schaft gab zum Ende der Ver­hand­lung noch kei­ne Erklä­rung ab.

via stoppt die rechten: Vernichtungsantisemitismus, Nazi-Tattoos und immer wieder WhatsApp

Holocaust denier with weapons stash sentenced in Scotland after planning attack on LGBT community – #terror

Alan Edward was handed a 15-year extended sentence, with 10 years in jail and five years on license once released. A high court in Glasgow, Scotland sentenced Alan Edward, 55, for terrorism and firearms-related offenses on Thursday after it was discovered that he promoted a banned neo-Nazi group, incited racial hatred, and police uncovered a weapons stash, Scotland’s Counter Terrorism Unit confirmed on Friday.  Edward was handed a 15-year extended sentence, with 10 years in jail and five years on license (parol) once released.  Officers noted that, in addition to promoting the banned neo-Nazi group, Edward incited Jew-hatred and Holocaust denial. It was while attending Edward’s address in Falkirk in September 2022 to discuss his online activities that police discovered a large number of weapons. The weapons included a crossbow, 14 knives including some featuring Nazi insignia, a machete, a sword, a knuckleduster, a stun gun, and arrowheads, Jewish News reported citing prosecutors. Sky News reported he also had in his possession an air pistol, an SS-style skull mask, goggles, a respirator, fighting gloves with hardened knuckles, pellets, and ball bearings. Discussing an attack on the local LGBT community Over WhatsApp, Edwards had reportedly discussed carrying out an attack on a local LGBT group, Sky News reported.

via jpost: Holocaust denier with weapons stash sentenced in Scotland after planning attack on LGBT community

World War II soldier recalls how allure of pint of Guinness saved life from Nazi rocket attack

Ken Pusey, now 98, considered going to the cinema on December 16, 1944 in Belgium, where he was serving – but he made a late decision to go instead to a new club after hearing it was serving draught Guinness. Bookmark Comments 2 NEWS ByIrishmirror.ie 05:00, 16 DEC 2024 Ken Pusey, now 98, had planned to spend the day at a cinema in Belgium on 16th December 1944 – the first day of the “Battle of the Bulge”. But at the very last minute he changed his mind and headed to a new club after hearing it was serving draught Guinness. A second World War soldier has recalled how the toss of a coin and the allure of a pint of Guinness saved his life from a Nazi rocket attack exactly 80 years ago. Ken Pusey, now 98, considered going to the cinema on December 16, 1944 in Belgium, where he was serving. But he made a late decision to go instead to a new club after hearing it was serving draught Guinness. While Ken supped a pint of the black stuff, the nearby Cinema Rex in Antwerp was hit by a Nazi V2 rocket. More than 1,000 people were inside and the blast killed 567, including 296 Allied service personnel.

via irish mirror: World War II soldier recalls how allure of pint of Guinness saved life from Nazi rocket attack

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By Gerd EichmannOwn work, CC BY-SA 4.0, Link

The Nazi ‘Arab Ratline’: How Hitler’s WWII monsters found refuge in Syria and Egypt after escaping Germany

Alois Brunner, Franz Stangl, Gustav Wagner, Aribert Heim – all of them Nazi monsters who deserved the worst of punishments. But these men were just four of the many war criminals of the Holocaust who found refuge in Syria and Egypt after escaping justice following the Second World War.  Whether it was aiding the missile programme of Egypt’s leader Gamal Abdel Nasser, or advising the Syria’s Assad regime on torture, many proved to be useful.  But there were many other, less talented, apparatchiks who simply benefited from the Middle East’s dictatorial regimes’ willingness to give them a new home.    ‘These people helped the regimes in Syria and Egypt to build their capacities for torture, for surveillance, but we shouldn’t exaggerate their contributions,’ Israeli historian Professor Danny Orbach told MailOnline.  He added: ‘All sorts of charlatans could pretend to be experts when they were not. Very few were actually helpful. Most of them were third or fourth grade experts.’  Among those who proved less useful was ‘murderous’ former concentration camp doctor Hans Eisele, who became a ‘wreck’ of a drug addict in Cairo.  But, regardless of whether or not they were helpful to their new benefactors, dozens of Nazis – many of them war criminals – found refuge in the Middle East.

via daily mail: The Nazi ‘Arab Ratline’: How Hitler’s WWII monsters found refuge in Syria and Egypt after escaping Germany

AfD-Europapolitiker Krah wird Direktkandidat für Bundestagswahl

Der wegen seiner Verbindungen nach Russland und China in Ungnade gefallene Europaabgeordnete Maximilian Krah möchte in den Bundestag einziehen. Seine Wahl geriet Anwesenden zufolge zur Inszenierung. Seit der Spionageaffäre ist er innerhalb der eigenen Partei umstritten, für den Bundestag kandidiert Maximilian Krah trotzdem. Der AfD-Europaabgeordnete hat sich am Mittwochabend als Direktkandidat für die kommende Bundestagswahl aufstellen lassen, wie die AfD bestätigte. »Zeit Online« und »Sächsische Zeitung« hatten darüber berichtet. Die Wahl des Direktkandidaten geriet Anwesenden zufolge zu einer »Inszenierung«. Krah tritt im Bundestagswahlkreis Chemnitzer Umland – Erzgebirgskreis II an. »Meine Heimat braucht keinen Auswärtigen, der sich lieber um Belange von Russland und China kümmert, anstatt um die Menschen vor Ort«, sagte Carlos Kasper, der dortige SPD-Bundestagsabgeordnete, dem SPIEGEL. »Ich bin hier verwurzelt, Stadt- und Kreisrat und habe mich bereits die letzten drei Jahren im Bundestag für meine Region eingesetzt. Statt auf ausländisches Geld setze ich auf eine Kleinspendenkampagne, um Krah aus dem Bundestag zu halten.« (…) In einem von »Zeit«-Redakteur Tilman Steffen veröffentlichten Video ist zudem zu hören, wie Krah in einer Rede vor den Anwesenden in Rochlitz einmal mehr auf seine Vorfahren zu sprechen kommt. »Wir wollen unsere Eltern respektieren, wir wollen unsere Vorfahren ehren. Die waren keine Verbrecher«, sagte er demnach. »Und wir sind stolze Sachsen und Deutsche.« Im April hatte das ZDF unter Berufung auf Akten des Bundesarchivs berichtet, dass Krahs Großvater seit 1937 Mitglied in der NSDAP  war und sich »aktiv im Sinne der Bewegung betätigt« hatte. Außerdem war Krahs Großvater freiwillig als Arzt der Hitlerjugend tätig

via spiegel: AfD-Europapolitiker Krah wird Direktkandidat für Bundestagswahl

siehe auch: AFD-POLITIKER Maximilian Krah sichert sich Direktkandidatur für den Bundestag. Maximilian Krah ist auch in seiner eigenen Partei umstritten Im Juni wurde der Skandalpolitiker ins Europaparlament gewählt, darf dort aber nicht der Fraktion seiner Partei angehören – nun will AfD-Mann Maximilian Krah nach Berlin wechseln. In Sachsen ließ er sich als Direktkandidat für die Bundestagswahl aufstellen.

Studie: Rechtsextremismus häufigste Ursache für Antisemitismus

Die meisten antisemitisch motivierten Vorfälle können Rechtsextremen zugeordnet werden. Das geht aus einer Studie der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus hervor. Auch der Angriff der Hamas auf Israel werde von ihnen instrumentalisiert. Der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Rias) hat von 2019 bis 2023 über 7.600 antisemitische Vorfälle in Deutschland erfasst. Davon hatten 44 Prozent einen klar erkennbaren politischen Hintergrund gehabt. Das geht aus der Studie “Rechtsextremismus und Antisemitismus. Historische Entwicklung und aktuelle Ausdrucksformen” hervor, die am Mittwoch im Potsdamer Landtag vorgestellt wurde. Rechtsextremismus häufigster Hintergrund Insgesamt 2.284 Fälle und damit 17 Prozent seien dem Rechtsextremismus zuzuordnen. Damit ist er der häufigsten erfasste politische Hintergrund antisemitischer Vorfälle. Sechs Vorfälle extremer Gewalt, die Rias gemeldet wurden, hatten einen rechtsextremen Hintergrund, zum Beispiel der Anschlag auf die Synagoge in Halle 2019. Zwölf Prozent der gemeldeten Fälle hätten einen “verschwörungsideologischen Hintergrund”, neun Prozent gingen auf israelfeindlichen Aktivismus zurück. Zwei Prozent der Fälle werden “islamisch-islamistischen Akteuren” zugeschrieben. Rechtsextreme instrumentalisieren 7. Oktober Zwar sei seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 die Zahl von israel-bezogenem Antisemitismus in Bayern um über 1.000 Prozent gestiegen, so Rias Bayern. Laut Studie versuchen aber auch Rechtsextreme den 7. Oktober für sich zu nutzen. Sie wollen die Wahrnehmung von antisemitischen Tätern auf muslimische Migranten verlagern – “in der Hoffnung, Debatten um eine restriktivere Migrationspolitik anzustoßen und zu beeinflussen”, so die Autoren der Studie. Außerdem werde “das Sprechen über den 7. Oktober und über den arabisch-israelischen Konflikt zur Erinnerungsabwehr der Schoa genutzt, indem die Haltung der Bundesregierung in diesem Konflikt als Ausdruck eines angeblichen Schuldkults interpretiert wird.”

via br24: Studie: Rechtsextremismus häufigste Ursache für Antisemitismus

siehe auch: STUDIE ÜBER JUDENHASS: Warum die AfD sich lieber an Russland orientiert. Antisemitische Einstellungen sind in der extremen Rechten tief verwurzelt. Die AfD ist da keine Ausnahme. Das zeigt eine Studie des Bundesverbands RIAS. Teilen Merken Drucken Anhören Auch wenn sie es selbst immer wieder entschieden abstreitet: Der Antisemitismus ist in der AfD tief verankert. Das geht aus der neuesten bundesweiten Studie des Bundesverbandes der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) hervor, die am Mittwoch in Potsdam vorgestellt wurde. Zum ersten Mal wurden mehr als 2000 antisemitische Vorfälle mit rechtsextremem Hintergrund ausgewertet. Die Ergebnisse belegen laut RIAS eine hohe Affinität zu Gewalt bei rechtsextremen Akteuren. Die Zahl rechtsextremer antisemitischer Vorfälle bleibt im Jahresvergleich konstant hoch. Der Antisemitismus der extremen Rechten drehe sich vor allem „um Geschichtsrevisionismus und die Abwehr der Erinnerung an die Schoa“. Dieser sei auch bei der AfD zu finden. So heiße es im Grundsatzprogramm der Partei aus dem Jahr 2016 im Abschnitt „Kultur, Sprache, Identität“: „Die aktuelle Verengung der deutschen Erinnerungskultur auf die Zeit des Nationalsozialismus ist zugunsten einer erweiterten Geschichtsbetrachtung aufzubrechen, die auch die positiven, identitätsstiftenden Aspekte deutscher Geschichte mit umfasst“. Revanchistische Äußerungen seien bei den Funktionären der AfD so gut wie durchgängig zu finden.

Urteil in Restitutionsfall – Familie muss Grundstück in Wandlitz an jüdische Organisation zurückgeben

In Wandlitz lebt seit Jahrzehnten eine Familie in einem Haus, das einst zwei Jüdinnen gehörte. Der NS-Staat hatte sie zwangsenteignet. Jetzt hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in dem Fall entschieden. Eine Familie in Wandlitz (Barnim) muss ihr Grundstück wegen Rückübertragungsansprüchen zurückgeben. Eine Revision in dem Fall ist am Mittwoch vor dem Leipziger Bundesverwaltungsgericht zurückgewiesen worden. Die Rückübertragung an den Rechtsnachfolger der ursprünglichen Besitzer sei rechtens, hieß es in der Begründung. Der NS-Staat hatte das Areal, das zwei Jüdinnen gehörte, zwangsenteignet. Die jüdischen Eigentümer hatten das Grundstück 1932 erworben und ein Feriendomizil für jüdische Kinder betrieben. Von den Nazis wurden sie schließlich zum Verkauf gezwungen. Der Großvater der heutigen Besitzerin hatte es 1939 von einem Makler gekauft. Nun muss das Grundstück an die Jewish Claims Conference, einem Zusammenschluss von 23 jüdischen Organisationen, als Rechtsnachfolgerin der zwei in Auschwitz ermordeten Jüdinnen gehen. rbb Restitutions-Prozess Bundesverwaltungsgericht verhandelt über Grundstücksrückgabe in Wandlitz “Wir wissen nicht, wohin” Die Familie Lieske lebt seit mehreren Generationen in dem Haus in Wandlitz. 2015 erhielt die Familie einen Brief des Bundesamtes für Offene Vermögensfragen. Weil es keine lebenden Nachfahren der im Konzentrationslager ermordeten jüdischen Frauen – Alice Donat und Helene Lindenbaum – mehr gebe, sollten Haus und Grundstück an die Jewish Claims Conference zurückgegeben werden. Dagegen klagte die Familie – und hat nun vor dem Bundesverwaltungsgericht verloren.

via rbb: Urteil in Restitutionsfall Familie muss Grundstück in Wandlitz an jüdische Organisation zurückgeben

siehe auch: Nach 85 Jahren Gericht: Familie verliert Grundstück. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig (Archivbild): Die Nazis zwangen die jüdischen Eigentümer, das Grundstuck zu verkaufen. (Quelle: Jan Woitas/dpa) News folgen Artikel teilen Eine Frau und ihr Sohn leben in einem Brandenburger Haus. Dieses gehörte ursprünglich Juden – bis die Nazis kamen. Nun müssen es die aktuellen Bewohner abtreten. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat entschieden, dass eine Familie aus Brandenburg ihr in der Nazizeit erworbenes Wohnhaus aufgeben muss. Die Rückübertragung an den Rechtsnachfolger des ursprünglichen Besitzers sei rechtens, erklärte das Gericht. Die Revision der 84 Jahre alten Klägerin und ihres 61-jährigen Sohnes wurde als unbegründet abgewiesen. Es spiele auch keine Rolle, dass die Mutter der Klägerin ihr das Grundstück 1993 schenkte. Damit ist die Entscheidung rechtskräftig. Ihr ging ein jahrelanger Rechtsstreit voraus. Das Haus in Wandlitz nördlich von Berlin soll nun an die Jewish Claims Conference (JCC) gehen, einem Zusammenschluss von 23 jüdischen Organisationen. Es handelt sich um einen der letzten Fälle von Rückübertragungs- und Entschädigungsansprüchen in Brandenburg im Rahmen der Wiedergutmachung für Vermögensverluste aus der NS-Zeit.

Reichsgerichtsgebäude 2024.jpg
Von Tobiasi0Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link