Der wegen seiner Verbindungen nach Russland und China in Ungnade gefallene Europaabgeordnete Maximilian Krah möchte in den Bundestag einziehen. Seine Wahl geriet Anwesenden zufolge zur Inszenierung. Seit der Spionageaffäre ist er innerhalb der eigenen Partei umstritten, für den Bundestag kandidiert Maximilian Krah trotzdem. Der AfD-Europaabgeordnete hat sich am Mittwochabend als Direktkandidat für die kommende Bundestagswahl aufstellen lassen, wie die AfD bestätigte. »Zeit Online« und »Sächsische Zeitung« hatten darüber berichtet. Die Wahl des Direktkandidaten geriet Anwesenden zufolge zu einer »Inszenierung«. Krah tritt im Bundestagswahlkreis Chemnitzer Umland – Erzgebirgskreis II an. »Meine Heimat braucht keinen Auswärtigen, der sich lieber um Belange von Russland und China kümmert, anstatt um die Menschen vor Ort«, sagte Carlos Kasper, der dortige SPD-Bundestagsabgeordnete, dem SPIEGEL. »Ich bin hier verwurzelt, Stadt- und Kreisrat und habe mich bereits die letzten drei Jahren im Bundestag für meine Region eingesetzt. Statt auf ausländisches Geld setze ich auf eine Kleinspendenkampagne, um Krah aus dem Bundestag zu halten.« (…) In einem von »Zeit«-Redakteur Tilman Steffen veröffentlichten Video ist zudem zu hören, wie Krah in einer Rede vor den Anwesenden in Rochlitz einmal mehr auf seine Vorfahren zu sprechen kommt. »Wir wollen unsere Eltern respektieren, wir wollen unsere Vorfahren ehren. Die waren keine Verbrecher«, sagte er demnach. »Und wir sind stolze Sachsen und Deutsche.« Im April hatte das ZDF unter Berufung auf Akten des Bundesarchivs berichtet, dass Krahs Großvater seit 1937 Mitglied in der NSDAP war und sich »aktiv im Sinne der Bewegung betätigt« hatte. Außerdem war Krahs Großvater freiwillig als Arzt der Hitlerjugend tätig
via spiegel: AfD-Europapolitiker Krah wird Direktkandidat für Bundestagswahl
siehe auch: AFD-POLITIKER Maximilian Krah sichert sich Direktkandidatur für den Bundestag. Maximilian Krah ist auch in seiner eigenen Partei umstritten Im Juni wurde der Skandalpolitiker ins Europaparlament gewählt, darf dort aber nicht der Fraktion seiner Partei angehören – nun will AfD-Mann Maximilian Krah nach Berlin wechseln. In Sachsen ließ er sich als Direktkandidat für die Bundestagswahl aufstellen.
