Rechtsextremist gesteht den #Mord an Walter #Lübcke – #terror

Im Prozess um den Mordfall Walter Lübcke hat der Hauptangeklagte Stephan Ernst vor Gericht den tödlichen Schuss auf Kassels Regierungspräsidenten eingeräumt. Gleichzeitig belastete Ernst den Mitangeklagten Markus H., der ebenfalls am Tatort gewesen sei und eine entscheidende Rolle gespielt habe. Der Kasseler Regierungspräsident Lübcke war im Juni 2019 auf der Terrasse seines Wohnhauses im Landkreis Kassel getötet worden. Ernst muss sich wegen der Tat vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgericht Frankfurt verantworten. Der Generalbundesanwalt wirft ihm rechtsextremistische Motive vor. Der zweite Angeklagte, Markus H., wird der Beihilfe beschuldigt. Dass H. mit am Tatort war, hatten die Ermittler Ernst in einer früheren Aussage nicht abgenommen. H. sei in einer schwierigen psychischen Phase von Ernst sein “Mentor” gewesen, ließ der Hauptangeklagte nun erklären: “Er hat mich radikalisiert und aufgehetzt.” Demnach war H. es, der Lübcke als Ziel ins Spiel brachte. Bei Schießübungen habe H. eine Zielscheibe mit dem Bild von Angela Merkel gehabt und erklärt, dass er auch eine Zielscheibe von Lübcke machen wolle. Im Gegensatz zur Kanzlerin “sei Lübcke jemand, an den man rankommen könnte”. Zudem habe H. den Regierungspräsidenten als “Volksverräter” bezeichnet.

via badische zeitung: Rechtsextremist gesteht den Mord an Walter Lübcke

Patriot Front founder arrested

White nationalist leader Thomas Ryan Rousseau, 21, was arrested along with two other men on Saturday in Weatherford, Texas. Thomas Ryan Rousseau, the founder and leader of the white nationalist group Patriot Front, was arrested along with two other men on Saturday in Weatherford, Texas, The Informant has confirmed. Deputies with the Parker County Sheriff’s Office arrested the three on minor charges. Each was accused of criminal mischief, a misdemeanor, for allegedly putting up stickers on county property. One of the arrest reports described the stickers as displaying the words “Reject Poison” along with “images of various drugs.” Patriot Front has been known to use similar stickers in acts of vandalism across the nation. Rousseau, 21, is a rising, though rarely seen, figure in the white nationalist movement. He founded Patriot Front a little more than two years ago while he was still a teenager, and it has since grown to having a few hundred members nationwide. The group hopes one day to carve out an all-white nation from what it describes as the “bleeding carcass” of the United States. Deeply racist and antisemitic, it preaches that only those whose ancestors come from the “European diaspora” should legally be defined as American. As its name implies, Patriot Front cloaks itself in red-white-and-blue patriotism in an effort to soften its toxic racism. But the group’s own manifesto and the statements of Rousseau put it squarely in line with other white nationalist groups in the U.S.

via informant: Patriot Front founder arrested

Neo-Kreuzzügler – Wie Rechtsextreme sich als Erben der Tempelritter inszenieren

Weißes Gewand, rotes Ordenskreuz – ultrarechte Aktivisten knüpfen an die Tradition des mittelalterlichen Templerordens an und wollen damit Hass auf Muslime schüren. Doch die historischen Fakten widerlegen ihre Legenden. Im Kampf gegen Muslime suchen rechtsextreme Propagandisten Vorbilder im Mittelalter. Einer von ihnen, der Ex-Chef der ultrarechten British National Party und frühere Europaabgeordnete Nick Griffin, schlüpft dafür schon mal in ein historisches Kostüm. So ließ er sich in Prag in der Robe eines Ritters des Templerordens fotografieren, in einem weißen Gewand mit rotem Ordenskreuz. Griffin ist Mitglied der ultrarechten islamophoben Knights Templar International (KTI). Auf deren Website lässt er sich als prominentester Aktivist des Ordens interviewen, ruft zum Kampf gegen das “Osmanische Imperium” Erdogans und dessen “monströse Attacke auf die Christen” auf. Damit meint Griffin die umstrittene Umwandlung der Kathedrale Hagia Sophia in Istanbul in eine Moschee. In Großbritannien ist Griffin vorbestraft wegen Aufstachelung zum Rassenhass. Und erregte 2009 weltweit Aufsehen, als er nach seiner Wahl ins Europaparlament vorschlug, Boote mit Flüchtlingen aus Afrika im Mittelmeer zu versenken. Die KTI, größte und älteste Organisation christlich-fundamentalistischer Islamfeinde, bietet Extremisten wie Griffin gern ein Forum. Angeblich stehen in ihren Reihen weltweit 3000 Männer und Frauen, die sich auf den Geist mittelalterlicher Tempelritter berufen. (…) Wie der britische Historiker Rory MacLellan, Mitarbeiter der Historic Royal Palaces, jetzt in einem Aufsatz in der Zeitschrift “The Mediaeval Journal” gezeigt hat, versuchen die KTI und auch verwandte Gruppierungen wie die vor allem in Italien tätige Ordo Militaris Catholicus, auf eine im Internet aktive Subkultur einzuwirken. Die Szene bezieht sich auf literarische Werke wie Dan Browns “The Da Vinci Code” oder auf Kinofilme wie Ridley Scotts “Königreich der Himmel”. MacLellan arbeitet an der Edinburgh Napier University und weist darauf hin, dass die Neo-Tempelritter der KTI mit historischen Fakten auf Kriegsfuß stehen. Zwar hätten die christlichen Ritterorden “tatsächlich gegen Muslime gekämpft”, doch sei ihre Geschichte “komplexer als die eines simplen Ost-West-Zusammenpralls der Kulturen”, so MacLellan. Er erwähnt den arabischen Chronisten Usama Ibn Munqidh (1095-1188), der die Tempelritter als Freunde betrachtete. Christen nutzten damals in Jerusalem einen Teil der Aksa-Moschee als Kirche.

via spiegel: Neo-Kreuzzügler – Wie Rechtsextreme sich als Erben der Tempelritter inszenieren

#Terrorismus – Neue #Gefahr durch #Waffen aus dem #Drucker

Beim Anschlag von Halle hat der mutmaßliche Attentäter Waffen aus einem 3D-Drucker verwendet. In Sicherheitskreisen ist man alarmiert, die Bundesregierung sieht jedoch keinen Handlungsbedarf. Stephan B. schießt auf die Eingangstür der Synagoge von Halle, ein Schuss nach dem anderen. Es wirkt mühsam, immer wieder muss er nachladen. So ist es in dem verstörenden Video zu sehen, das der Rechtsextremist während seiner Tat ins Internet übertragen hat. Die dicke Holztür hält den Schüssen glücklicherweise stand, es kommt nicht zu einem Blutbad. Zwei Menschen aber fallen B. zum Opfer: Eine zufällig vorbeikommende Passantin erschießt er, und einen jungen Mann in einem Döner-Imbiss wenige Straßen entfernt. Die Waffen, mit denen Stephan B. seinen Anschlag am 9. Oktober 2019, dem jüdischen Feiertag Yom-Kippur, verübte, hatte er selbst gefertigt. Es handelt sich um zwei Maschinenpistolen, eine Pistole und eine Schrotflinte einfachster Bauart. B. ist kein Fachmann, kein gelernter Büchsenmacher. Alles, was er für den Waffenbau brauchte, suchte er sich im Internet zusammen – und stellte es mit einem 3D-Drucker her.
3D-Technologie erleichtert illegalen Waffenbau Stephan B. muss sich inzwischen vor dem Oberlandesgericht Naumburg für sein Attentat und den zweifachen Mord vor Gericht verantworten. Am Montag ging es dabei auch um dessen selbstgebaute Waffen. Die Kriminaltechniker des Bundeskriminalamts hatten sie untersucht und Schusstests auf ballistische Gelatineblocks durchgeführt, die menschliches Gewebe nachbilden. Das Ergebnis des Gutachtens: Obwohl die Waffen nicht ganz reibungslos funktionierten und es während des Attentats immer wieder zu Ladehemmungen kam, können sie “potenziell tödliche Verletzungen” hervorrufen. (…) Im Jahr 2013 hatte der US-Amerikaner Cody Wilson, selbsternannter “Krypto-Anarchist”, erstmals eine Waffe präsentiert, die bis auf den eisernen Schlagbolzen komplett aus Kunststoffteilen gefertigt war – hergestellt mit einem 3D-Drucker. Wilson nannte die einschüssige Pistole “The Liberator” (Der Befreier) und stellte die Bauanleitung frei verfügbar ins Internet. Mit seiner Organisation “Defense Distributed” propagierte Wilson die Waffenherstellung und den Waffenbesitz für jedermann. Seine Anhänger verbreiten im Netz Druckvorlagen für Waffenteile und Anleitungen, wie Pistolen oder sogar Sturmgewehre mithilfe von 3D-Druckern produziert werden können. Sie nennen es das “Wiki Waffen Projekt”. Mehrere US-Bundesstaaten versuchen seitdem, die Waffenproduktion per 3D-Druck unter Strafe zu stellen.

via tagesschau: Terrorismus Neue Gefahr durch Waffen aus dem Drucker

siehe auch: Attentat in Halle:Tod aus dem 3D-Drucker. Stephan B. hat das Attentat in Halle mit selbstgebauten Waffen verübt – ein Novum in Deutschland. Die Behörden sind alarmiert, die Regierung sieht keinen Handlungsbedarf. Er wolle beweisen, dass es möglich ist. So schrieb Stephan B. in seinem Manifest, das er im Internet hochgeladen hatte, bevor er seinen Anschlag auf die Synagoge von Halle verübte. Beweisen, dass er ganz alleine mit selbstgebauten Waffen eine solche Tat ausführen kann. Die Dokumente, die B. im Netz hinterließ, sind daher auch nicht nur ein antisemitisches, rassistisches Pamphlet, sondern vor allem eine Anleitung zum Waffenbau. Das Blutbad, das Stephan B. am 9. Oktober 2019 verüben wollte, blieb glücklicherweise aus. Seine Waffen hatten immer wieder Ladehemmungen – und die schwere Holztür der Synagoge hielt stand. Zwei Menschen aber ermordete der Rechtsextremist, der sich inzwischen vor dem Oberlandesgericht Naumburg für seine Tat verantworten muss: eine Passantin, die zufällig vorbeikam, und einen jungen Mann in einem nahe gelegenen Döner-Imbiss. Seine Waffen hatte Stephan B. selbstgebaut. Mit Bauanleitungen aus dem Internet, aus Metallkomponenten, die er in Onlineshops und über Ebay erwarb – und aus Kunststoffteilen, die er mit einem 3-D-Drucker anfertigte. Den Drucker, Modell “Anet A8”, stellten die Ermittler später in einem Wandschrank im Haus von B.s Vater als Beweismittel sicher.

Racist rant caught on video at Edmonton liquor store started with complaints about mask policy

A man who launched a racist, anti-immigrant tirade at an Edmonton liquor store caught on video Sunday entered the store ranting about masks, according to an employee. In a video circulating on social media that has since been deleted from Facebook, an older white man not wearing a mask is seen yelling at two men wearing masks at Olympia Liquor on 137 Avenue. The man walks close to them, pointing and yelling, making xenophobic remarks about “you people” moving to Canada. “Canadians are the nicest f—— people in the world, and your belief system is not better than our f—— lives,” the man yelled. Navdeep Singh, a store supervisor, told Postmedia Monday the man started screaming the moment he walked in the door. He said there is a sign at the entrance that asks customers to wear a mask. As of last Saturday, masks are mandatory in most publicly-accessible buildings, including transit and taxis, in Edmonton.

via edmontonjournal: Racist rant caught on video at Edmonton liquor store started with complaints about mask policy

Study: Facebook Allows And Recommends White Supremacist, Anti-Semitic And QAnon Groups With Thousands Of Members

Despite efforts to curb hate speech and misinformation, Facebook still hosts a number of hateful and conspiratorial groups, including anti-Semitic and white supremacist groups with hundreds of thousands of members, and regularly recommends users join them, according to a study published Tuesday by the Anti-Defamation League. Though Facebook groups can be banned for repeatedly posting items flagged as false news, it’s possible to circumvent the regulations, leaving Facebook groups as largely self-moderated spaces ripe for bigotry and misinformation. Among the groups profiled in the study are “QAnon News & Updates” and “Official Q / QAnon Public Group,” whose over 200,000 combined members believe the conspiracy theory that a “deep state” of federal bureaucrats, Democrats and celebrities are plotting against President Trump and his supporters, while running an international sex-trafficking ring. In the groups, members frequently make anti-Semitic posts, theorize that the coronavirus pandemic is a hoax and speculate that the Black Lives Matter protests following George Floyd’s death were paid for by outside actors like China, the Democrats or George Soros. White supremacist and racist groups also continue to run rampant on Facebook, according to the study, where racist memes and calls to “preserve our Race” are commonplace and over 20 groups are using the name “White Lives Matter”—though “only some are full of racist or white supremacist content.” Neo-Confederate and anti-Semitic groups with tens of thousands of members also remain uncensored on the platform, such as an anti-Semitic and broadly hateful private group entitled “Exposing the Rothschilds,” which has over 130,000 members. Moreover, the study notes Facebook’s recommendation feature often drives individuals toward hateful and conspiratorial groups, with 2016 internal research finding 64% of all individuals in extremist groups joined based on a suggestion from Facebook.

via forbes: Study: Facebook Allows And Recommends White Supremacist, Anti-Semitic And QAnon Groups With Thousands Of Members

siehe auch: Hateful and Conspiratorial Groups on Facebook. Facebook Groups play a key role on the Facebook platform. Groups are essentially discussion forums organized around an endless number of possible subjects, allowing individuals to pursue their interests and communicate around shared interests. Groups can be public (posts are visible to all Facebook users) or private (individuals must be approved by the group administrator to join and see the posts). Despite public announcements of efforts to curb hateful speech and misinformation across its platform, Facebook still hosts many spaces in which this content propagates and thrives. While some of these problematic activities occur in small groups, a number of problematic Facebook groups have grown to a significant membership size, yet are still allowed to exist by Facebook. This is not by accident. Groups are largely self-moderated spaces overseen by specific users with administrative or moderator rights. Facebook states that groups can be banned for repeatedly reposting items that have been flagged as false news, but the system can be circumvented. While posts that break Facebook’s guidelines can be flagged to the platform by members in the group, some moderators actively warn their members not to report problematic content to Facebook. For example, the rules for the group “#RedneckIII%”, a nearly 2,000-member group associated with the militia movement (discussed more below), say “NO REPORTING If you dont like a post keep scrolling. Simple as that. Reporting to facebook is an automatic boot. You can contact an admin and we will check out your claim.”[sic] In many other instances, racist, homophobic, and other hateful posts are not deemed offensive enough by Facebook’s standards to warrant intervention. Facebook has a history of overlooking this kind of behavior, arguing that some hateful content does not go against their Community Standards.

Fact check: “#Clovergender” is an alt-right #hoax

Posts on social media claim that people identifying as “Clovergender” are attempting to justify pedophilia. This damaging claim stems from an alt-right hoax intended to slur members of the LGBT community. According to one of the posts, the premise of the term “clovergender” is that “a person is a younger age at heart and therefore it’s okay for them to be with someone much younger, even if they’re an adult and the person they want to be with is a minor.” According to The Advocate, a magazine that focuses on gay, lesbian, bisexual, transgender and queer news and politics, former pharmaceutical executive Martin Shkreli began “promoting ‘clovergender,’ an identity concocted by trolls to mock LGBT people” on January 4, 2017 (…) The 2017 Snopes article shows screenshots of posts on 4chan, the image-based Internet bulletin board where “many of the recruitment techniques of the so-called alt-right were piloted,” according to Wired ( here ). On December 31, 2016, a 4chan submission read: “We’re creating a new gender to troll SJWs (Social Justice Warriors) with. Clovergender: a child trapped in a man’s body who is attracted to other children. Pronouns: Cl/Clir/Climself We will be trolling on tumblr and facebook.” A thread of subsequent 4chan submissions, archived by Snopes, can be found archive.is/6VSzZ . Since the Clovergender hoax resurfaced on Facebook in July 2020, many users have taken the claim seriously, leaving comments like: “First off if you are grown enough to have a relationship on top of that something sexual you ARE NOT A CHILD IN AN ADULT BODY Kids don’t think sexual” and “Pedophiles are the most disgusting animals on the planet. There is absolutely nothing normal or right about it.” Some of the posts use comments or hashtags to falsely suggest that “Clovergender” is endorsed by the LGBT community.

via reuters: Fact check: “Clovergender” is an alt-right hoax