Bericht: Twitter-Moderation verstärkt automatisiert, Verstecken statt Löschen

Laut einem Medienbericht setzt Twitters Moderatorenteam verstärkt auf automatisches Erkennen regelwidriger Inhalte. Gelöscht werden soll aber seltener. Nach der Übernahme durch Elon Musk und dessen Firmenumbau setzt der Kurznachrichtendienst Twitter inzwischen verstärkt auf Automation beim Moderieren von Inhalten. Nutzer-Postings, die möglicherweise Regeln der Plattform verletzen, will das Unternehmen hauptsächlich automatisch erkennen und eine Überprüfung durch Menschen seltener einsetzen. Außerdem sollen fragwürdige Inhalte künftig seltener gelöscht und stattdessen besser versteckt (also etwa nicht mehr vorgeschlagen) werden und schwieriger auffindbar sein. Das sagte die Vizepräsidentin für Vertrauen und Sicherheit bei dem Unternehmen, Ella Irwin, der Nachrichtenagentur Reuters. (…) Nachdem Musk zahlreiche gesperrte Konten wieder freigegeben hatte – darunter von Ex-US-Präsident Trump –, hatten Beobachter einen Anstieg regelwidriger Inhalte beobachtet, etwa den Gebrauch rassistischer Schimpfwörter. Das hatte der Plattform zeitweise einen beschädigten Ruf und einen Rückgang von Werbeeinnahmen eingetragen, weil Musks Willen angezweifelt worden war, gegen regelwidrige Inhalte vorzugehen.

via heise: Bericht: Twitter-Moderation verstärkt automatisiert, Verstecken statt Löschen

Bericht: Twitter-Moderation verstärkt automatisiert, Verstecken statt Löschen

Laut einem Medienbericht setzt Twitters Moderatorenteam verstärkt auf automatisches Erkennen regelwidriger Inhalte. Gelöscht werden soll aber seltener. Nach der Übernahme durch Elon Musk und dessen Firmenumbau setzt der Kurznachrichtendienst Twitter inzwischen verstärkt auf Automation beim Moderieren von Inhalten. Nutzer-Postings, die möglicherweise Regeln der Plattform verletzen, will das Unternehmen hauptsächlich automatisch erkennen und eine Überprüfung durch Menschen seltener einsetzen. Außerdem sollen fragwürdige Inhalte künftig seltener gelöscht und stattdessen besser versteckt (also etwa nicht mehr vorgeschlagen) werden und schwieriger auffindbar sein. Das sagte die Vizepräsidentin für Vertrauen und Sicherheit bei dem Unternehmen, Ella Irwin, der Nachrichtenagentur Reuters. (…) Nachdem Musk zahlreiche gesperrte Konten wieder freigegeben hatte – darunter von Ex-US-Präsident Trump –, hatten Beobachter einen Anstieg regelwidriger Inhalte beobachtet, etwa den Gebrauch rassistischer Schimpfwörter. Das hatte der Plattform zeitweise einen beschädigten Ruf und einen Rückgang von Werbeeinnahmen eingetragen, weil Musks Willen angezweifelt worden war, gegen regelwidrige Inhalte vorzugehen.

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AfD-Richter Jens Maier :„Kleiner Höcke“ arbeitslos – #staatsalimentierterHetzer

Das Dienstgericht Leipzig hat entschieden: Der als rechtsextrem eingestufte frühere AfD-Richter Jens Maier muss in den vorzeitigen Ruhestand. Hinterher wollte er alles nicht mehr gewesen sein, gesagt oder gepostet haben: Jens Maier agierte jahrelang als einer der größten Scharfmacher der AfD, hielt rechtsextremistische Reden im Bundestag und in Bierhäusern, wollte politische Gegner entsorgen, verharmloste rechten Terror und nannte sich selbst „kleiner Höcke“. Der 60-Jährige war Obmann des Flügels, gilt dem Verfassungsschutz als Rechtsextremist. Am Donnerstag in Leipzig hingegen erschien er nicht einmal persönlich zu seiner eigenen Verhandlung am Dienstgericht, sondern ließ sich vertreten vom zeitweiligen NSU-Anwalt Jochen Lober und ließ zahlreiche seiner Äußerungen verleugnen. Am Ende half alles nichts. Das Richterdienstgericht entschied nach mehrstündiger Verhandlung in Leipzig, dass Jens Maier nicht mehr Recht sprechen darf. Das sächsische Justizministerium hat den AfD-Richter damit erfolgreich in den Ruhestand versetzt. Eine Revision gegen das Urteil ist zugelassen. Den Streitwert hat das Gericht auf 97.000 Euro festgelegt. Die Kosten des Verfahrens muss Maier tragen. Das Gericht begründete das Urteil mit Maiers Tätigkeit als Obmann des rechtsextremen AfD-Flügels sowie zahlreichen Äußerungen in Social-­Media-Beiträgen, während Wahlkampfauftritten und in Reden. Durch eine Tätigkeit von Maier im Staatsdienst würde das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Justiz in hohem Maße Schaden nehmen. Eine Versetzung in den Ruhestand sei geboten. Seine Bezüge behält Maier dabei. (…) Während der Hauptverhandlung im Leipziger Landgericht machte der Vorsitzende Richter Hanns-Christian John klar: Für Äußerungen im Bundestag oder dessen Ausschüssen bestehe Immunität, aber Maier müsse sich bei der Rückkehr in den Staatsdienst auch Äußerungen anrechnen lassen, die er außerhalb des Bundestags während seiner Abgeordnetenzeit getätigt hat, so John: „Beamte im ruhenden Dienstverhältnis sind stärker aus ihren Pflichten herausgelöst, aber sie sind nicht gänzlich daraus befreit.“ Sie müssten nachweisen, jederzeit die Gewähr zu bieten, im Sinne des Grundgesetzes für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einzutreten. Genau das stellte das sächsische Justizministerium während der Verhandlung im Fall Maier deutlich in Abrede mit einer umfangreichen Sammlung an Zitaten, Social-Media-Posts, Videoaufnahmen von Wahlkampfauftritten und Wirtshausreden. Die Rich­te­r*in­nen hatten diese bereits im Vorfeld gesehen und verzichteten in Absprache mit den Verfahrensbeteiligten auf eine Vorführung im Saal, etwa der berüchtigten Rede im Ballhaus Watzke, worin Maier in Höcke-Manier eine Abkehr von der „Herstellung von Mischvölkern“ und vom angeblichen „Schuldkult“ in Bezug auf die NS-Aufarbeitung forderte. Das Gericht ging jeden vorgelegten Beleg durch: Social-Media-Beiträge, in denen Maier kommentiert haben soll: „Wenn Angeklagte ‚AfD-Richter‘ fürchten, haben wir alles richtig gemacht.“ Einen Tweet, in dem Maier eine Kopftuch tragende Frau als „Schleyereule“ und „Gesindel“ bezeichnet haben soll. Oder Berichte über eine Compact-Veranstaltung, wo er Verständnis für den norwegischen Massenmörder von Utøya geäußert haben soll. AfD-Politiker im Publikum Zu der Verhandlungen waren auch einige AfD-Politiker gekommen. Als es um einen Wahlkampf-Auftritt vor der Dresdener Frauenkirche ging, wo Maier von „linker Schmarotzerideologie“ sprach, die auf den „Müllhaufen der Geschichte“ gehöre und „Volksverräter“-Rufe provizierte, quittierte der sächsische AfD-Landtagsabgeordnete Roland Ulbrich, der zusammen mit Siegbert Droese und weiteren AfD-Politikern im Gerichtssaal saßen, kommentierte die Schilderung der „Volksverräter“-Rufen mit einem trockenem: „Wahlkampf“.

via taz: AfD-Richter Jens Maier :„Kleiner Höcke“ arbeitslos

siehe auch: AfD-Politiker muss in vorzeitigen Ruhestand Jens Maier darf nicht wieder Richter sein. Maier ist “zwingend” in den Ruhestand zu versetzen, so das Dienstgericht. Der ehemalige AfD-Bundestagsabgeordnete darf nicht als Richter in die sächsische Justiz zurückkehren. Das Dienstgericht am LG Leipzig gab einem Antrag des Justizministeriums auf die Versetzung Maiers in den vorzeitigen Ruhestand statt. Das Dienstgericht am Landgericht (LG) Leipzig hat entschieden, dass der AfD-Politiker Jens Maier nicht mehr als Richter in die sächsische Justiz zurückkehren darf (Urt. v. 01.12.2022, Az. 66 DG 2/22). Es ist “zwingend geboten”, ihn in den Ruhestand zu versetzen, sagte der Vorsitzende Richter Hanns-Christian John am Donnerstag bei der Begründung des Urteils. Das vom sächsischen Justizministerium angestrengte Verfahren nach § 31 des Deutschen Richtergesetzes hat keinen Sanktionscharakter, soll Maier also nicht bestrafen, sondern als eine Art Gefahrenabwehrrecht Schäden von der Rechtspflege abwenden. Maier müsste deshalb für seinen Ruhestand auch keine Kürzungen seiner Bezüge in Kauf nehmen. (…) Besonders gewichtig für die Entscheidung des Gerichts schien ein Tweet unter Maiers Namen aus März 2019, dort hieß es: “Wenn Angeklagte ‘AfD-Richter’ fürchten, haben wir alles richtig gemacht.” Der Tweet fiel aus Sicht des Dienstgerichts besonders ins Gewicht, weil Maier hier seine eigene Rolle als Richter zum Gegenstand mache und seine Nachricht den Eindruck erweckt, dass solche Richter ein eigenes Programm verfolgen, mit dem Rechtsschutzsuchende, die sich ihren Richter nicht aussuchen können, unweigerlich konfrontiert sind. Daneben befand das Gericht Aussagen als “rassistisch und menschenverachtend”, etwa wenn ein Post dazu aufrief, die ZDF-Moderatorin Marietta Slomka zu “entsorgen”. Bei zahlreichen Aussagen zog Maiers Anwalt Jochen Lober in Zweifel, ob sie von Maier oder einem Mitarbeiter stammten, wollte in ihnen Zuspitzung und Ironie sehen und gab sich zunehmend genervt von den Ausführungen der Ministeriumsseite.

Jens Maier, ex-MdB.jpg
Von Max Gerlach – <a rel=”nofollow” class=”external free” href=”https://www.flickr.com/photos/jmaxgerlach/46508611032/”>https://www.flickr.com/photos/jmaxgerlach/46508611032/</a>, CC BY-SA 2.0, Link

Aktionstag der #Polizei: #Razzien gegen Rassismus und Gewalt im #Internet

Wer im Internet anderen Menschen mit Gewalt oder dem Tod droht, fühlt sich in der Anonymität des Netzes oft sicher. Das kann ein Irrtum sein.​ Ein Mann twitterte antisemitische Kommentare, ein anderer postete im Internet Bilder einer Hakenkreuzfahne und ein dritter rassistische Beleidigungen von Muslimen: Diese Beispiele von Hassbotschaften veröffentlichte die Berliner Polizei anlässlich von zahlreichen Durchsuchungen am Mittwoch bei Twitter. Viele Verfasser derartiger Kommentare gehen möglicherweise davon aus, dass ihnen in den anonymen Weiten des Internets nicht viel passieren könne. Das kann sich als Irrtum herausstellen, wenn die Polizei sich über Internetanbieter die sogenannten IP-Adressen und die Personalien der Täter besorgt. Dann steht eines Morgens die Kripo mit einem Durchsuchungsbeschluss vor der Tür und nimmt Handy und Computer mit, um Beweise für eine Anklage zu haben. Am Mittwoch ging die Polizei im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages gezielt gegen Verfasser solcher Hassbotschaften vor. In 14 Bundesländern wurden seit 6.00 Uhr in 91 Fällen Wohnungen durchsucht und Verdächtige befragt, wie das Bundeskriminalamt (BKA) mitteilte. Beschlagnahmt wurden Computer und Handys. (…) “Hatespeech ist keine freie Meinungsäußerung. Beleidigung, Volksverhetzung & rassistische Kommentare sind strafbar und werden verfolgt”, teilte die Polizei mit. “Teams von bis zu 6 Einsatzkräften überreichen die Durchsuchungsbeschlüsse, erläutern die Maßnahmen und belehren die Beschuldigten”, hieß es weiter. “Die Beweismittel können freiwillig herausgegeben werden, andernfalls wird durchsucht. Unsere Kolleg. machen außerdem das Angebot einer Vernehmung.”

via heise: Aktionstag der Polizei: Razzien gegen Rassismus und Gewalt im Internet

siehe auch: Razzien wegen Hasskommentaren: Polizei stößt auf Waffenarsenal in Sachsen. Bundesweit wurden am Dienstag Wohnungen augrund von Hasspostings im Internet durchsucht. Bei Razzien in Sachsen haben Ermittler mehrere Waffen und eine Hakenkreuzfahne gefunden.  Bei einer koordinierten Aktion von Bundeskriminalamt (BKA) und Landeskriminalämtern gegen Hasskommentare im Internet sind Polizisten in Sachsen auf ein kleines Waffenarsenal gestoßen. In der Wohnung eines Beschuldigten in der Region Zwickau seien vier Gewehre und neun Pistolen unterschiedlichster Art und mehrere Waffen, Waffenteile und Munition sichergestellt worden, ebenso verschiedene Hieb- und Stichwaffen und strafrechtliche Devotionalien wie eine Hakenkreuzfahne, teilte das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen am Mittwochnachmittag mit.

semi opened laptop computer turned on on table
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Rechte #Kampfsportgruppe – “#Bullenschwein”: Diese Gruppe machte Jagd auf #Polizisten – #AWD #AtomWaffenDivision #Terror

Sie bedrohten Polizisten und planten in Eisenach einen “Nazi-Kiez”. Dokumente zeigen, wie straff organisiert und brutal eine rechtsextreme Kampfsportgruppe war. Es ist der Abend des 4. Februar 2022, als sich zwei Männer auf den Weg machen zu einem Eisenacher Garagenhof. Ihre Haare sind kurz, sie sind durchtrainiert und im Faustkampf erfahren. Eric K. und sein Freund sind stadtbekannte Rechtsextreme. In dem Garagenhof findet eine Party statt, unter den Gästen ist ein junger Polizist – privat. Das wissen Eric K. und sein Freund, auf ihn haben sie es abgesehen. Auf das “Bullenschwein”, wie sie ihn nennen. Im Garagenhof gehen sie gezielt auf den Polizisten zu, schubsen ihn aus der Garage. Eric K. schlägt ihm fünfmal kräftig ins Gesicht, bricht ihm den Kieferknochen, das Jochbein und die Augenhöhle. Im Weglaufen sieht der Polizist noch, wie Eric K. ein Messer zückt, ihm hinterherruft, er werde ihn finden und dafür sorgen, dass er wegziehe. Nur mit einer Leiter kann der Polizist über einen Zaun fliehen. Sollte sich die Darstellung des Generalbundesanwalts bestätigen, dann hat sich diese Jagd auf einen Polizisten in Eisenach so abgespielt. Bekannt wurde sie jetzt durch eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs. Denn Eric K. ist angeblich Mitglied einer rechtsextremen Kampfsportgruppe aus Eisenach, die Verbindungen zu einer mutmaßlich internationalen Terrorgruppe haben soll, der “Atomwaffendivision Deutschland”. Seit April sitzt K. in Untersuchungshaft. Das höchste deutsche Gericht hat die Untersuchungshaft für ihn und drei weitere Verdächtige Anfang November verlängert. Aus der Entscheidung gehen Details über Strukturen und weitere mutmaßliche Taten der Kampfsportgruppe hervor. Demnach zählten Polizeibeamte offenbar zu den Hauptfeinden der Gruppe. Einige dieser Taten waren ursprünglich der linken Szene zugeordnet worden. (…) Auch Leon R. sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Er trommelte den Gerichtsunterlagen zufolge damals weitere Mitglieder von “Knockout 51”, wie sich die Kampfsportgruppe nannte, zusammen und fuhr mit ihnen zu der Halle. Dort verprügelten sie die Jugendlichen. Mindestens einer soll laut Bundesgerichtshof bewusstlos zu Boden gegangen sein und mehrere Knochenbrüche erlitten haben. “Knockout 51” bei Demos gegen Corona-Maßnahmen Bekannt wurde nun auch, dass sich die Mitglieder von “Knockout 51” wohl regelmäßig auf Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung getroffen haben. Dort sollen sie gezielt Auseinandersetzungen mit der Polizei gesucht haben. Im November 2020 schmiss etwa Bastian A. bei einer Demo in Leipzig mutmaßlich Glasflaschen auf Polizisten und verletzte eine andere Person am Kopf. t-online berichtete damals, dass bundesweit bekannte Neonazis für die “Querdenker” den Weg frei prügelten. “Knockout 51” war laut Bundesgerichtshof kein loser Verbund von Mitgliedern, sondern eine Gruppe mit strengen Regeln, die Mitglieder länger binden wollte. Diese trafen sich regelmäßig in einer Halle in Eisenach, um zu trainieren (…) Leon R. soll Rädelsführer von “Knockout 51” gewesen sein. Ihm wird vorgeworfen, zudem in einer internationalen Terrorgruppe aktiv gewesen zu sein, der sogenannten “Atomwaffendivision”. t-online identifizierte ihn lange vor den Ermittlungserfolgen als mutmaßlich Beteiligten.

via t-online: Rechte Kampfsportgruppe “Bullenschwein”: Diese Gruppe machte Jagd auf Polizisten

Twitter: Rechtsextreme sehen in Musk Verbündeten, Antifaschisten werden gesperrt

Während sich Elon Musk so äußert, dass Rechtsextreme sich darin wiedererkennen, fliegen Antifaschisten von Twitter. Die Nutzerschaft ändert sich wohl sichtlich. Während Twitters Problem mit Rechtsextremen seit der Übernahme durch Elon Musk schlimmer geworden ist, wurden in den vergangenen Tagen mehrere antifaschistische und journalistische US-Accounts gesperrt. Das haben die Magazine Vice und The Intercept zusammengetragen. Absichtlich oder unabsichtlich vermittle Musk Rechtsextremen mindestens, dass sie in ihm einen Verbündeten haben, bilanzieren Experten dort. Gleichzeitig unternehme er wenig, um dem Eindruck entgegenzutreten. Derweil hat die Washington Post ermittelt, dass besonders radikale US-Politiker und Politikerinnen der Republikanischen Partei in den vergangenen Wochen Hunderttausende Follower auf der Plattform hinzugewonnen haben, während auf der Gegenseite auffallend viele verloren. Wie Vice zusammenfasst, hat Elon Musk seit der Twitter-Übernahme ein Bild eines Rassisten verbreitet, der sich dafür ausgesprochen habe, dass Ex-Präsident Donald Trump mehr wie Adolf Hitler sein sollte, Videos des rassistischen Anschlags im neuseeländischen Christchurch zu spät gelöscht, ein antisemitisches Wortbild verwendet, ein beliebtes Meme der Rechtsextremen verbreitet und eine Phrase verwendet, die von Rechtsextremen als Lob für Adolf Hitler verstanden wurde. Hate Speech auf der Plattform werde allein wegen der zusammen gestutzten Moderationsteams weiter zunehmen und Rechtsextreme in den USA würden sich darüber freuen, dass sie ihre Botschaften auf einer Plattform mit deutlich größerer Reichweite verbreiten können, als das bislang der Fall war. Oren Segal von der Anti-Defamation League (ADL), die sich dem Kampf gegen Antisemitismus widmet, fasst das gegenüber Vice so zusammen: “Während die Plattform zu einer Höllenlandschaft voller Antisemitismus, Rassismus und Bigotterie wird, drückt er sich zufälligerweise so aus, wie jene es tun, die genau dafür verantwortlich sind.” So verwendete er in einem Beitrag eine Zahl, die unter Rechtsextremen als getarnter Hitlergruß verwendet wird, in einem anderen verwendete er das antisemitische Bild eines “Puppenspielers” gegen einen jüdischen US-Offizier. Selbst wenn das nicht bewusst geschehen sei, verbreite es doch antisemitische Sprachbilder, heißt es bei der ADL. Zwar könnten wir nicht wissen, ob Musk die Hintergründe kennt und es absichtlich macht, viel wichtiger sei aber, dass das unter Rechtsextremen als Unterstützung aufgefasst werde.

via heise: Twitter: Rechtsextreme sehen in Musk Verbündeten, Antifaschisten werden gesperrt

#Justiz: Rechtsextreme #Chats: #Geldstrafen für #Mannheimer #JVA-Mitarbeiter beantragt

Das Verfahren um rechtsextreme WhatsApp-Chats in der Mannheimer Justizvollzugsanstalt ist beendet. Gegen mehrere Mitarbeiter wurden Geldstrafen beantragt. So begründet die Staatsanwaltschaft das Ende der Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft hat gegen vier Bedienstete der Justizvollzugsanstalt Mannheim Geldstrafen wegen dem Verwenden von verfassungswidrigen Kennzeichen beantragt. Damit wird das Ermittlungsverfahren  wegen rechtsextremistischer Umtriebe unter Mitarbeitern des Gefängnisses abgeschlossen. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Die Tatverdächtigen sollen über eine WhatsApp-Gruppe insbesondere Abbildungen von Hakenkreuzen versandt haben. Auch ein Fall von Volksverhetzung Den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge wurden gegen vier Bedienstete, darunter ein bereits pensionierter, Strafbefehle beim Amtsgericht Mannheim in Höhe von 30, 60, 180 und 270 Tagessätzen beantragt. Den vier Genannten wird das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen, wobei die Spanne von einem bis zu 17 Fällen reicht.

via mannheimer morgen: Justiz Rechtsextreme Chats: Geldstrafen für Mannheimer JVA-Mitarbeiter beantragt

Justizvollzugsanstalt Mannheim
Von <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:Randy43″ title=”User:Randy43″>Rudolf Stricker</a> – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, Attribution, Link