Abgrenzung nach rechts – Die bröckelnden Brandmauern der CDU

Das hat der CDU und Parteichef Merz gerade noch gefehlt: Eine wieder aufflammende Debatte über die Nähe der Partei zur AfD. Hatte Merz doch eine “Brandmauer” gegen rechts versprochen. Doch vor allem im Osten wackelt sie. Udo Witschas will Entscheidendes bewegen. So schreibt er es auf seiner Homepage. Witschas ist Landrat in Bautzen und CDU-Mitglied. Und er hat etwas bewegt – und zwar die Gemüter. Witschas hat in seinem Weihnachtsvideo nämlich Sätze wie diesen fallen lassen: “Ich will an dieser Stelle absichtlich vor dem Weihnachtsfeste sagen, es ist nicht unsere Absicht, den Sport für die Asylpolitik bluten zu lassen.”Bei der Bundes-CDU in Berlin kam das gar nicht gut an. Im Konrad-Adenauer-Haus sind sie ohnehin nicht gut auf die Parteifreunde in Bautzen zu sprechen – und dann das. “Kein Obdach für Flüchtlinge – nicht in Bautzen”, so lautet sinngemäß die Weihnachtsbotschaft aus Sachsen.Generalsekretär Mario Czaja vernahm sie und ging in die Offensive. “Explizit im Namen von Friedrich Merz möchte ich sagen, dass wir diese Wortwahl nicht teilen. Dass wir uns davon distanzieren. Wir wollen eine humane Versorgung und Verantwortung übernehmen, das wird in dieser Wortwahl nicht deutlich und deshalb haben wir uns davon distanziert.” Die Wortwahl erinnert an die der AfD, von der auch prompt Applaus kam. Genau das will Parteichef Merz aber verhindern. Mehr noch: Er ist als Parteichef angetreten, um die AfD zu halbieren, Wähler und Wählerinnen zurückzugewinnen. Danach sieht es aber bisher nicht aus – im Gegenteil. In einer Umfrage hat die AfD in Thüringen und Sachsen die CDU überholt.Und die CDU in Bautzen hat offenbar auch kein Problem, mit der AfD gemeinsame Sache zu machen. Jedenfalls hat sie vor einigen Tagen einem Antrag der Rechtsaußen-Partei im Kreistag zugestimmt und ihr so zu einer Mehrheit in einer Asylangelegenheit verholfen. Offenbar interessiert es dort nicht, dass Parteichef Merz schon bei seinem Amtsantritt von einer Brandmauer zur AfD gesprochen hat. “Alle Liebäugelei mit diesen Leuten führt uns nur ins Elend. Deshalb ist meine ganz klare Botschaft. Wir machen keine Zusammenarbeit, es gibt keine Übereinstimmung.””Mauern fallen immer”Nun gab es eben doch diese Übereinstimmung. Nicht zum ersten Mal übrigens. In den Kommunen kommt es immer wieder vor, dass Parteien gemeinsam mit der AfD abstimmen – besonders oft ist es die CDU im Osten

via tagesschau: Abgrenzung nach rechts Die bröckelnden Brandmauern der CDU

Umstrittene #Weihnachtsbotschaft – Bundes-#CDU distanziert sich von #Bautzener #Landrat – #schauhin #brandmauer

Die umstrittenen Äußerungen des Bautzener CDU-Landrats zum Umgang mit Geflüchteten rufen die Bundesspitze der Partei auf den Plan. Generalsekretär Czaja geht auf Distanz – im Namen des gesamten Vorstands. Des gesamten? Die Bundes-CDU hat die umstrittene Weihnachtsbotschaft des Bautzener CDU-Landrates Udo Witschas zur Unterbringung von Flüchtlingen scharf kritisiert. »Wir distanzieren uns mit Nachdruck von der Wortwahl des Bautzener Landrates«, sagte CDU-Generalsekretär Mario Czaja am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er äußerte sich ausdrücklich im Namen von Parteichef Friedrich Merz, des gesamten Vorstandes der Bundespartei »und der Christdemokratinnen und Christdemokraten in Deutschland«. Witschas hatte in einem am Dienstag auf Facebook veröffentlichten Video unter anderem gesagt, im Landkreis sollten Flüchtlinge weder in Turnhallen noch in dezentralen Unterkünften untergebracht werden. (…) Unklar blieb, ob Czajas Distanzierung im Namen der gesamten Parteispitze auch für Sachsen Ministerpräsident Michael Kretschmer gilt, der zugleich stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU ist. Kretschmer hatte Witschas nämlich im TV-Sender »Welt« verteidigt. Dessen Äußerungen seien »bewusst aus dem Zusammenhang gerissen« worden, sodass »ein völlig falscher Kontext« entstehe. Der Fall zeige, wie Nachrichten »instrumentalisiert« werden könnten.

via spiegel: Umstrittene Weihnachtsbotschaft Bundes-CDU distanziert sich von Bautzener Landrat

siehe auch: Vorwurf des #Rassismus: #Bautzener #Landrat irritiert mit #Weihnachtsansprache – #rassismus #braunzone #brandmauer. Der Bautzener Landrat Udo Witschas hat mit einer Weihnachtsbotschaft zur Unterbringung Geflüchteter Empörung verursacht. Es würde den sozialen Frieden gefährden, wenn Flüchtlinge in Turnhallen und leer stehenden Wohnungen untergebracht würden. In den sozialen Netzwerken gibt es darauf teils heftige Reaktionen – aus der Oberlausitz und auch bundesweit. Der Bautzener Landrat Udo Witschas (CDU) hat mit einer Weihnachtsansprache auf seiner Facebookseite empörte Reaktionen verursacht.

https://twitter.com/polenz_r/status/1605690079338328064

Desinformation:  Wie die Fanboys von Elon Musk versuchen, Mastodon zu diskreditieren

Ein irreführender Blogartikel über Mastodon geht derzeit bei Elon Musks Fanboys und in rechten Kreisen viral – zuletzt auch in einer Publikation des Ex-Bild-Chefredakteurs Julian Reichelt. Es handelt sich um Desinformation mit einer Art Mastodon-Pizzagate, die sich perfekt in die Verschwörungsideologie von QAnon einreiht. Ein Kommentar. Unter Fans von Elon Musk sowie rechten und rechtsradikalen Kreisen kursiert derzeit ein Artikel, in dem behauptet wird, dass Mastodon eine Plattform sei, die von Pädophilen dominiert würde und auf der die Mehrheit der Inhalte dementsprechend sei. Der Artikel des Blogs Secjuice vom November stützt sich auf ein Ereignis aus dem Jahr 2017, als einige japanische Mastodon-Instanzen gegründet wurden, auf denen sexualisierte Zeichnungen von Kindern gepostet und toleriert wurden. Das ist tatsächlich passiert. Die japanischen Instanzen waren vergleichsweise groß im damals noch kleinen Fediverse – doch sie wurden sehr bald von der (westlichen) Fediverse-Community blockiert. Das kommt im Artikel jedoch nicht vor, stattdessen suggeriert er, dass Mastodon heute „eine Social-Media-Plattform“ sei, auf der solche Inhalte weiterhin die Mehrheit der Postings stellen würden. Man würde diese Inhalte als Nutzer:in nur nicht sehen, weil der Mastodon-Entwickler Eugen Rochko quasi deswegen die Suchfunktion verhindert habe. Und nun seien wir alle im bösen „Pedoverse“ unterwegs – ohne es zu wissen. (…) Nun hat dieser englischsprachige Blog-Artikel, dessen Autor auch schon zuvor gegen Mastodon angeschrieben hat und in seinen Artikeln immer kumpelhaft vom „Elon“ redet, gleich mehrere Schwächen: Er vermengt Vergangenheit und Gegenwart unter Weglassung von Ereignissen in der Vergangenheit. Eine klassische Methode der Desinformation, in der man alte Geschichten falsch darstellt und so tut, als seien sie aktuell. Weitere Mittel der Desinformation im Artikel sind die irreführende Wiedergabe der zugrundeliegenden Technik im Fediverse, der Verantwortlichkeiten bei frei verfügbarer Software sowie die Unterschlagung der Moderationsmechaniken und der tatsächlichen Moderationspraxis im Fediverse. (…) Es liegt nicht in der Hand von Entwicklern einer quelloffenen (Social Media) Software, wie sie später genutzt wird oder welche Inhalte Menschen auf ihren Servern teilen. Hierfür also Mastodon in Haftung nehmen zu wollen, ist vor allem eines: Bullshit. Die Durchsetzung von Recht und Gesetz oder selbst Regeln des guten Geschmacks und Umgangs miteinander kann gar nicht bei den Entwickler:innen einer frei verfügbaren Software liegen, sondern bei den Polizeien der jeweiligen Rechtsprechung, die gegen eine kriminelle Nutzung vorgehen müssen, sobald ihnen diese bekannt wird, und bei den Admins der Instanzen. Außerdem kommt hinzu, dass Mastodon eine Software ist, die man an ein dezentrales soziales Netzwerk, das Fediverse, anschließen kann. Im Fediverse kann man unterschiedliche Software nutzen, die teilweise über ein gemeinsames Protokoll miteinander sprechen können. Und im Fediverse bestimmen alle Instanzen selbst, ob sie überhaupt mit anderen Instanzen sprechen wollen und welche anderen Instanzen bei ihnen in welcher Form angezeigt werden und welche nicht. Man hat es also nicht mit einer zentralen Plattform zu tun, auf der ein Elon Musk auf Zuruf irgendwelche Accounts sperren kann, sondern mit vielen Mitspielern, welche die Inhalte moderieren und Instanzen „deförderieren“ können, also ausschließen oder auch schwerer sichtbar machen. Und das passiert auch. Transparente Listen, welche Instanzen blockiert werden Eine gut gepflegte Instanz im Fediverse zeigt transparent eine Liste mit den Instanzen an, die sie blockiert hat und nennt auch die Gründe dafür, wie man am Beispiel von Mastodon.social oder chaos.social sehen kann. Instanzen-Admins tauschen sich auch darüber aus, welche Instanzen sie blockieren, und halten diese Listen aktuell. Die 2017 blockierte japanische Instanz Pawoo ist heute beispielsweise immer noch in den Blocklisten. Auch werden oft zusätzlich solche Server ausgesperrt, die solche Instanzen nicht blockieren. Es gibt also ein funktionierendes System der Moderation, das diese Probleme auf dem Schirm hat. Netzpolitik.org hat eine umfassende Sammlung von hunderten Instanz-Blocklisten einsehen können, aus der genau das hervorgeht. Der Großteil der Community moderiert zudem auch andere menschenverachtende Haltungen wie Rassismus, Sexismus, Homophobie und Transphobie und blockiert Instanzen, die nicht aktiv gegen diese Inhalte vorgehen. Deswegen haben auch rechtsradikale Mastodon-Projekte wie Gab.ai in der Community keine Chance und verkümmern isoliert vor sich hin. Hier liegt also in der Tat die Verantwortung der jeweiligen Instanzen, dass sie bestimmte Communities im Fediverse abklemmen, sobald sie Kenntnis darüber erlangen. Und das tun sie auch

via netzpolitik: Desinformation:  Wie die Fanboys von Elon Musk versuchen, Mastodon zu diskreditieren

https://twitter.com/janboehm/status/1605566333353091072

2 Men With Neo-Nazi Ties Arrested in Armed Bank Robbery Scheme – #AryanCompartmentedElements #terror #ace

The pair, both of whom had access to weapons and connections to numerous neo-Nazi groups, planned the robbery using a coded channel called “SS Screenplay Guild,” court documents allege. Two alleged white supremacists have been arrested who, authorities say, were planning a heavily armed bank robbery they discussed in code as a fake screenplay. According to the criminal complaint provided to VICE News, police arrested Micheal J. Brown of Chester County, Pennsylvania, this week and charged him with conspiracy to commit bank robbery. They also charged Luke Kenna, who was recently arrested with a ghost gun during a traffic stop, with the same. The lead investigator was a New York State Police officer assigned to the FBI’s Joint Terrorism Task Force. Brown allegedly ran a small but openly militant neo-Nazi channel on Telegram called Aryan Compartmented Elements (ACE) which shared videos of the group’s purported crimes, including a short clip of a burning home which the arrested men claimed belonged to “education administrator” who allowed “CRT/LGBTQ approved books” into school libraries. Both Kenna and Brown ran small tactical companies where they offered military-style training and sold bespoke weapons like knives.  Brown, Kenna, and a third unnamed man were planning an armed bank robbery in Johnston, New York, according to court documents (…) Several texts indicate the group’s excitement to partake in violence in the event their plan went off the rails. At one point, in reference to attaining heavier weapons, Brown wrote, “If something goes sideways and we decide to turn this into an action thriller, I’d prefer to have something really nice for the audience.” Brown’s actions with Telegram channel Aryan Compartmented Elements were first documented by Corvallis Against Fascism, an anti-fascist research group. At one point, Brown texted Kenna referencing the Corvallis Against Fascism article saying it might add more “oomph” top their plan.  In the files available on Aryan Compartmented Elements, which was reviewed by VICE News before it was taken down, videos show a neo-Nazi stealing and burning Pride and BLM signs and flags and harassing a local resident by writing “die pedo” near his door. Many posts are videos and photos of the person behind the channel doing “reconnaissance” on “targets” in their community. Aryan Compartmented Elements, which had just over 200 followers, also contained violent images and videos targeting police officers and minorities. The channel shared a segment from the livestreamed video of the recent white supremacist mass murder in Buffalo that shows a Black man being shot in the head. Posts on the channel also contained diatribes and voice recordings of extreme neo-Nazi rhetoric.

via vice: 2 Men With Neo-Nazi Ties Arrested in Armed Bank Robbery Scheme

#Bewährungsstrafe für ehemaligen #Busfahrer aus #Querdenker-Szene – #LockHimUp #covidioten #laschet #thomasbrauner

Weil er unerlaubt Menschen gefilmt und die Videos im Internet veröffentlicht hat, ist ein 40-Jähriger verurteilt worden. Der Mann war bekannt geworden, weil er als Busfahrer Fahrgäste aufgefordert hatte, ihre Masken abzunehmen. Das Amtsgericht Sömmerda hat einen ehemaligen Busfahrer zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Wie ein Sprecher des Gerichts mitteilte, wurde gegen den 40-Jährigen eine Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung verhängt. Außerdem muss er 200 Arbeitsstunden leisten. Der Mann hatte im September 2020 bei einer Schülerfahrt den Bus gestoppt und die Kinder aufgefordert, ihre Schutzmasken abzunehmen. Er behauptete, es seien schon zwei Kinder wegen des Tragens von Masken gestorben. Zudem filmte der Mann das Geschehen und stellte die Aufnahmen online.

via mdr: Bewährungsstrafe für ehemaligen Busfahrer aus Querdenker-Szene

siehe auch: QUERDENKER FORDERTE KINDER AUF, IHRE MASKEN ABZUSETZEN Busfahrer Thomas B. bekommt 16 Monate auf Bewährung. Das Amtsgericht Sömmerda hat am Mittwoch einen Schulbusfahrer vom Vorwurf der Nötigung und Freiheitsberaubung freigesprochen. Verurteilt wurde Busfahrer Thomas B. (41), der sich selbst einen bekennenden Querdenker nennt, dennoch wegen des unbefugten Verbreitens von Bildern, der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes, Hausfriedensbruch und Beleidigung. (…) Thomas B. hatte aber mehrfach Videos von Streitgesprächen zu Corona-Maßnahmen mit seinem Mobiltelefon ohne Zustimmung der abgebildeten Personen aufgezeichnet und im Internet veröffentlicht. Das Gericht verhängte daher zwei Gesamtfreiheitsstrafen von einem Jahr, sowie von vier Monaten jeweils auf Bewährung; Bewährung für Thomas Brauner “Querdenker”-Busfahrer zwang Kinder, ihre Masken abzunehmen. “Busfahrer Thomas Brauner”: Der unter diesem Namen bekannt gewordene “Querdenker” wurde am Mittwoch verurteilt. Kinder glaubten zunächst an eine Entführung, als ihr Busfahrer hielt und sie vor laufender Kamera aufforderte, die Masken abzunehmen. Nun ist der durch einen Auftritt mit Armin Laschet bekannt gewordene Mann verurteilt worden. Eine prominente Größe der “Querdenker”-Szene soll jetzt mit einer 16-monatigen Bewährungsstrafe und 200 Sozialstunden für Terror mit der Handykamera büßen: Thomas Brauner (41), bekannt geworden als “Busfahrer Thomas Brauner”, hatte immer wieder Videos veröffentlicht von Menschen, die er zu Zeiten der Maskenpflicht mit Auftritten ohne Maske provoziert hatte. Der Prozess am Amtsgericht im thüringischen Sömmerda zog sich über 15 Verhandlungstage, weil so viele Betroffene als Zeugen angehört wurden. Mitarbeiter in Geschäften, in Behörden und Kinder im Bus waren in der Regel unverpixelt in Brauners Kanälen im Netz gelandet. Nun bleibt auch sein Handy eingezogen, entschied das Gericht.

siehe dazu auch: Busfahrer #ThomasBrauner – “#Querdenker” aus #Laschet-#Wahlkampf zu #Haftstrafe verurteilt – #covidioten “Querdenker” Thomas Brauner sprang im Wahlkampf von Armin Laschet auf die Bühne – nun saß er vor Gericht. Ein Attest spielte dabei eine besondere Rolle. Das Amtsgericht Hannover hat den Thüringer “Querdenker” Thomas Brauner wegen Verwendens falscher Gesundheitszeugnisse zu einer Strafe von zwei Monaten auf Bewährung verurteilt. Das bestätigte ein Sprecher des Gerichts t-online. Brauner wurde bundesweit bekannt, weil er im Bundestagswahlkampf zu CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet auf die Bühne gesprungen war. Zuvor hatte er schon einmal Aufsehen erregt, da er als Busfahrer Kinder aufgefordert hatte, ihre Masken abzunehmen, und ein Video davon ins Netz stellte. Er verlor wenig später seinen Job.*

Vorwurf des #Rassismus: #Bautzener #Landrat irritiert mit #Weihnachtsansprache – #rassismus #braunzone #brandmauer

Der Bautzener Landrat Udo Witschas hat mit einer Weihnachtsbotschaft zur Unterbringung Geflüchteter Empörung verursacht. Es würde den sozialen Frieden gefährden, wenn Flüchtlinge in Turnhallen und leer stehenden Wohnungen untergebracht würden. In den sozialen Netzwerken gibt es darauf teils heftige Reaktionen – aus der Oberlausitz und auch bundesweit. Der Bautzener Landrat Udo Witschas (CDU) hat mit einer Weihnachtsansprache auf seiner Facebookseite empörte Reaktionen verursacht. Witschas äußert sich in dem am Dienstag veröffentlichten Video zur Unterbringung Geflüchteter in Hoyerswerda. Weil der Kreistag Mitte Dezember die Einrichtung eines weiteren Asylbewerberheims in Hoyerswerda-Kühnicht abgelehnt hat, steht die Kreisverwaltung vor einem Problem. Sie muss unter Zeitdruck neue Unterkünfte für Asylbewerber organisieren. In dem zweieinhalb-minütigen Video sagt Witschas “absichtlich vor dem Weihnachtsfest”: “Es ist nicht unsere Absicht, den Sport für diese Asylpolitik bluten zu lassen.” Turnhallen sollen seiner Aussage nach also nicht wieder als Notunterkünfte genutzt werden. Aber auch die Nutzung leerer Wohnungen lehnt der Landrat ab. “Ich will auch nicht den Weg verfolgen, Menschen, die zu uns kommen, die unsere Kultur nicht kennen, die unsere Regularien nicht kennen, jetzt hier in frei stehenden Wohnungen unterzubringen und dafür die Gefährdung des sozialen Friedens in Kauf zu nehmen”, sagt Witschas. In den sozialen Medien schlugen diese Aussagen hohe Wellen. Einige Kommentatoren werfen dem Bautzener Landrat eine menschenverachtende Grundhaltung vor. Seine Äußerungen in dem Video seien “unchristlich” und “rassistisch”, heißt es dazu auf Twitter. (…) Weil Udo Witschas mit seinen Aussagen schon mehrfach negativ aufgefallen sei, könne nun nicht zur Tagesordnung übergegangen werden. “Hier ist ein Wiederholungstäter unterwegs. Es geht darum, Schaden vom Freistaat Sachsen abzuwenden”, bekräftigt Martin Dulig. Deshalb fordert Dulig von der CDU eine klare Abgrenzung. “Friedrich Merz hat gesagt, dass er sich abgrenzen wird von allen rechtsextremen Aktivitäten. Ich erwarte das auch hier in Sachsen”, sagte Dulig MDR SACHSEN.

via mdr: Vorwurf des Rassismus: Bautzener Landrat irritiert mit Weihnachtsansprache

siehe auch: Kretschmer verteidigt CDU-Landrat nach Aussage über Flüchtlinge Ein CDU-Landrat aus Sachsen sprach über Flüchtlinge, und von Nächstenliebe war dabei wenig zu spüren. Ministerpräsident Kretschmer mag aber nicht von dem Mann abrücken. Stattdessen betreibt er Medienschelte. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ist einem Parteikollegen nach umstrittenen Äußerungen über Flüchtlinge zur Seite gesprungen. Kretschmer sagte im Fernsehsender Welt , die Äußerungen des Bautzener Landrats Udo Witschas seien »bewusst aus dem Zusammenhang gerissen« worden, sodass »ein völlig falscher Kontext« entstehe. Der Fall zeige, wie Nachrichten »instrumentalisiert« werden könnten. Witschas hatte in seiner Weihnachtsbotschaft Worte über Flüchtlinge gewählt, die bei der AfD auf Beifall stoßen dürften. Der CDU-Politiker sagte in einem am Dienstagabend auf Facebook veröffentlichten Video unter anderem, dass im Landkreis Flüchtlinge weder in Turnhallen noch in dezentralen Unterkünften untergebracht werden sollen. »Es ist nicht unsere Absicht, den Sport, ob nun den Schul- oder Freizeitsport, jetzt für diese Asylpolitik bluten zu lassen«, sagte Witschas. Zudem wolle das Landratsamt nicht »Menschen, die zu uns kommen, die unsere Kultur nicht kennen, die unsere Regularien nicht kennen, jetzt hier in Mehrfamilienhäusern und frei stehenden Wohnungen unterbringen und dafür die Gefährdung des sozialen Friedens in Kauf nehmen«. Diese Wege wolle das Landratsamt nicht beschreiten. Er habe in den vergangenen Tagen zahlreiche Anfragen etwa aus Hoyerswerda erhalten, wo es jüngst Gespräche zu einer zentralen Flüchtlingsunterbringung gegeben habe. Diese habe der Kreistag jedoch abgelehnt.

Elon #Musk Is Still Silencing the #Journalists He Banned From #Twitter – #freedomofpress #censorship #twittertakeover

To you, it looks like Musk unblocked journalists like me. It’s an illusion: The truth is that we are still locked out of our accounts. I’VE BEEN WRITING critically about billionaire Elon Musk since he took over Twitter — particularly about his “free speech” hypocrisy and his censorship of left-wing accounts. This must have angered him. Last week, he suspended me and eight other journalists from Twitter. We had all pointed out that Musk censored a Twitter account, @ElonJet, which used public data to post the location of his private jet, but that @ElonJet had moved to rival social networks, like Mastodon, that didn’t censor the account. Musk accused us of “doxxing” him by posting “assassination coordinates” and then tried to blame his outburst on an alleged stalking incident that had nothing to do with the @ElonJet account. My suspension lasted just a few days before my account was reinstated. When people visit my Twitter profile, it no longer says “account suspended,” and it looks as if I’m back on the platform. Friends and strangers alike have reached out to me saying it’s good to see that I’m back on Twitter. It’s an illusion. In reality, I’m still locked out of my Twitter account unless I agree to delete a specific tweet at the behest of the billionaire. Several of the other suspended journalists are in the same boat. (Twitter, where the communications team was decimated by Musk’s layoffs, did not immediately reply to a message for comment.) (…) To unlock my account, I must remove the offending tweet, which in my case said, “Twitter just banned Mastodon’s official Twitter account @joinmastodon with 174,000 followers, probably because it tweeted a link to @ElonJet’s Mastodon account. Twitter is now censoring posting the link, but the user is @[email protected].”

via theintercept: Elon Musk Is Still Silencing the Journalists He Banned From Twitter