Europawahl: Tiktok bevorzugte AfD-Inhalte

Laut einer Untersuchung wurden bei Suchanfragen zu anderen Parteien oft Inhalte der teilweise als rechtsextrem eingestuften Partei angezeigt. Wenn es um Reichweite auf Tiktok geht, dann schlägt sich in der deutschen Parteienlandschaft die Alternative für Deutschland (AfD) besonders gut. Sowohl in Sachen Follower als auch bei Interaktionen und Reichweite ist sie ihrer Konkurrenz deutlich voraus. Ein Teil des Erfolgs ist aber womöglich nicht hausgemacht, zeigt eine Untersuchung der europäischen Thinktanks Interface und AI Forensics. Im Rahmen des “Tiktok Audit” wurde in den Wochen vor der Europaparlamentswahl im Juni analysiert, wie sich die Plattform verhält, wenn man nach deutschen Parteien und ihren bekannteren Vertretern sucht. Und wie sich herausstellt, scheint der Algorithmus dabei stark die AfD bevorzugt zu haben. Konkret bedeutet dies, dass nicht nur generell bei Suchen häufiger AfD-Content auftaucht, weil die Partei sich dort eine starke Präsenz aufgebaut hat. Auch bei der Suche nach anderen Parteien werden häufig AfD-Inhalte mitgeliefert. “Man sucht nach den Grünen, und die AfD taucht auf, man sucht nach der CDU, und die AfD taucht auf”, wird Martin Degeling von Wired zitiert, der sich mit der Beobachtung KI-basierter Empfehlungssysteme beschäftigt. “Man sucht nach der AfD, und es tauchen keine anderen Parteien auf.”

via standard: Europawahl: Tiktok bevorzugte AfD-Inhalte

NAKA odhalila skupinu, ktorá plánovala teroristický útok na Dúhovom Pride – #terror

NAKA odhalila skupinu, v rámci ktorej zaznamenala komunikáciu o plánovaní teroristického útoku na účastníkov sobotňajšieho Duhového Pridu v Bratislave. Skupina podľa polície stála za rôznymi komunikačnými skupinami na internete, kde sa šírili nenávistné prejavy a výzvy na podnecovanie násilia. V súvislosti s prípadom zasahovala polícia v niekoľkých európskych krajinách vrátane Slovenska, podozrivé osoby boli zadržané. „Táto skupina vytvorila na rôznych internetových platformách kanály a četovacie skupiny, kde komunikovali ľudia z celej Európy, USA a Ruska. Tieto kanály slúžili na šírenie neonacistickej symboliky, nenávistných prejavov a podnecovanie k násiliu alebo k teroristickým útokom. Cieľom útokov mali byť príslušníci rôznych menšín, ako sú moslimovia, židia, migranti alebo osoby z komunity LGBT+,“ uviedla slovenská polícia.

via dennikn.sk: NAKA odhalila skupinu, ktorá plánovala teroristický útok na Dúhovom Pride

siehe auch: NAKA deckt Gruppe auf, die einen Terroranschlag auf die Rainbow Pride plante (deepl-Übersetzung). Die NAKA hat eine Gruppe aufgedeckt, die einen Terroranschlag auf die Teilnehmer der Rainbow Pride am Samstag in Bratislava plante. Nach Angaben der Polizei steckte die Gruppe hinter verschiedenen Kommunikationsgruppen im Internet, in denen Hassreden und Aufrufe zur Gewalt verbreitet wurden. In mehreren europäischen Ländern, darunter auch in der Slowakei, wurde die Polizei eingeschaltet und Verdächtige festgenommen. “Die Gruppe richtete auf verschiedenen Internetplattformen Kanäle und Chatgruppen ein, über die Menschen aus ganz Europa, den USA und Russland miteinander kommunizierten. Über diese Kanäle wurden neonazistische Symbolik, Hassreden und Aufrufe zu Gewalt und Terroranschlägen verbreitet. Die Angriffe richteten sich gegen Angehörige verschiedener Minderheiten wie Muslime, Juden, Migranten oder Menschen aus der LGBT+-Gemeinschaft“, so die slowakische Polizei; Police: NAKA Uncovers Group Planning Terrorist Attack at Rainbow Pride. The National Crime Agency (NAKA) has uncovered a dangerous and growing group in the fight against terrorism and extremism, spokesman for the Police Corps Presidium Roman Hajek told TASR on Thursday, adding that it has also recorded communications regarding the planning of a terrorist attack on the participants of the Rainbow Pride festival. According to the police, the group created channels and chat groups on various internet platforms where people from across Europe, the US and Russia communicated. “These channels were used to spread neo-Nazi symbolism, hate speech and incitement to violence or terrorist attacks. In particular, members of various minorities, such as Muslims, Jews, migrants and people from the LGBTI+ community, should have been targeted,” said Hajek.

https://twitter.com/kolkava/status/1813963807535865884

René Diedering tritt aus AfD aus – Kreischefin kann NPD-Mitgliedschaft „aus Versehen“ nicht ausschließen

Erst hatte er nur das Amt des Fraktionsvorsitzenden niedergelegt, jetzt tritt er ganz aus der AfD aus und kommt damit einem Ausschlussverfahren seiner Partei zuvor: René Diederings politische Karriere liegt in Trümmern. Nun also doch: Der Druck auf den bisherigen AfD-Stadtrat René Diedering wegen der Vorwürfe um eine mögliche NPD-Mitgliedschaft ist zu groß geworden. Am Mittwochabend erklärte Diedering, dass er aus der AfD ausgetreten sei. Seine Arbeit im Stadtrat wolle er aber als parteiloses Mitglied in der AfD-Fraktion fortsetzen (…) Beendet sein dürfte die Diskussion damit aber nicht. Denn Dessaus AfD-Kreisvorsitzende Nadine Koppehel deutete in einer Erklärung ihrerseits an, am Vorwurf, Diedering sei NPD-Mitglied gewesen, könnte doch etwas dran sein (…) Der Politiker könnte „aus Versehen“ „kurzzeitig“ Mitglied der Neonazi-Partei gewesen sein. Wie das in der Praxis ausgesehen haben soll – um in eine Partei einzutreten, muss man eigenhändig unterschreiben -, konnten weder Koppehel noch Diedering selbst erklären. Diedering behauptet, sein Account wurde gehackt Zweifel an dieser Erklärung schürt auch ein Screenshot einer Facebook-Seite aus dem Januar 2018, der der MZ vorliegt. Vor einer Demo mit dem damaligen AfD-Politiker André Poggenburg schreibt ein Rene Diedering, der ein Foto des Politikers als Profilbild hat, wörtlich: „Nur geht es hier nicht darum, mit der NPD zusammenzuarbeiten, sondern vielmehr darum, gegen den Gemeinsamen Feind Flagge zu zeigen. Stark und vereint auf die Straße zu gehen. Ich werde als NPD Mitglied am 07.01.18 um 14:00 Uhr dabei sein und gegen die Antifa kämpfen.“

via mz web: René Diedering tritt aus AfD aus – Kreischefin kann NPD-Mitgliedschaft „aus Versehen“ nicht ausschließen

Verbotenes Rechtextremisten-Netzwerk – Die lukrativen Spendengeschäfte des »Compact«-Magazins

Die Macher des »Compact«-Magazins verstanden sich nicht nur auf Propaganda: Sie warben nach SPIEGEL-Informationen viele Spenden ein. Ein Unterstützer wollte Vizekanzler Habeck offenbar »ein Auge ausschießen«. (…) Die Medienfirma, so heißt es in dem 79-seitigen Papier, sei eine rechtsextreme Organisation, die sich »in kämpferisch-aggressiver Weise gegen die verfassungsmäßige Ordnung« richte und »ihre Medienerzeugnisse gezielt als Sprachrohr« für aufwieglerische Propaganda missbrauche. Das monatlich erscheinende »Compact«-Magazin und seine digitalen Ableger verbreiteten demnach rassistische, antisemitische und verschwörungstheoretische Inhalte, »die offensiv den Sturz der politischen Ordnung propagieren«. Die Compact-Magazin GmbH und die mit ihr verbundene Conspect Film GmbH würden mit sofortiger Wirkung verboten, die Vermögen eingezogen. In einer Razzia rückten mehr als 300 Polizisten aus und durchsuchten Wohnungen und Büros von »Compact«-Aktivisten und Unterstützern in vier Bundesländern. In Falkensee bei Berlin weckten die Beamten »Compact«-Gründer Jürgen Elsässer, 67, und beschlagnahmten unter anderem Handys und Kommunikationselektronik, Unterlagen und Datenträger. Im hessischen Gießen filzte die Polizei die Wohnungen von Elsässers Frau und einem weiteren »Compact«-Mitarbeiter. Dabei stellten die Beamten Bargeld sowie mehrere Goldmünzen sicher, die in einem Tresor eingeschlossen waren. Im sächsischen Pirna wurden Polizisten bei Thorsten Thomsen vorstellig, einem rechten Aktivisten, der früher für die sächsische NPD-Landtagsfraktion arbeitete und laut Verbotsverfügung bei »Compact« nun als »Chef vom Dienst« wirkte – unter dem Namen »Daniell Pföhringer«. Thomsen soll demnach einer von drei Männern mit einschlägigen NPD-Bezügen gewesen sein, die unter Pseudonym für »Compact« tätig waren. In Sachsen-Anhalt schließlich erschienen Beamte bei Elsässers Geschäftspartner Kai Homilius sowie auf dem Rittergut des ehemaligen AfD-Politikers André Poggenburg – wo das »Compact«-Sommerfest stattfinden sollte. Dort beschlagnahmten sie einen Transporter samt Anhänger und professioneller Veranstaltungsausrüstung, offenbar die mobile Bühne der »Blaue Welle«-Kampagne. (…) Nebenher bettelten die Geschäftemacher von »Compact«, die sich gern als vom Staat verfolgte Freiheitskämpfer gerierten, um Spenden. Offenbar mit Erfolg: Laut Verbotsverfügung nahm die Compact-Magazin GmbH von August 2022 bis August 2023 rund 214.000 Euro an Spenden ein, unter anderem durch eine »Spendengala für ausgewählte Großspender und stille Gesellschafter«. Von Dezember 2023 bis Mitte Februar 2024 sammelte »Compact« demnach von rund 1100 Gönnern weitere 94.000 Euro ein. Mit dem Geld der Anhänger konnte Elsässer an der Verwirklichung seiner völkischen Träume arbeiten. Nach Erkenntnissen des Brandenburger Verfassungsschutzes fantasierte er unlängst über ein »Deutsches Demokratisches Reich«, kurz »DDR«. Björn Höcke war als »Reichskanzler« vorgesehen, André Poggenburg als »Reichskommissar für Inneres und Bandenbekämpfung«. Bewacht werden sollte dieses Reich von »gemischten deutsch-russischen Bataillonen«, und in Peenemünde könnte Elon Musk einen »Raketenbahnhof« errichten – just dort, wo Hitler einst seine vermeintlichen Wunderwaffen entwickeln ließ.

via spiegel: Verbotenes Rechtextremisten-Netzwerk Die lukrativen Spendengeschäfte des »Compact«-Magazins

Neo-Nazi organization run by Canadian teens promotes racial violence, watchdog group says – #terror

In a recent report, the Canadian Anti-Hate Network is drawing attention to a small, but growing neo-Nazi group in Canada that has emerged onto social media platforms and is apparently run by teenagers. The group is an offshoot of an organization founded in the U.S. in 2013 as the Atomwaffen Division. There are now active cells in Canada, the United Kingdom, Germany and beyond, the Anti-Hate Network says. The federal government has designated it as a terrorist organization. In Canada, where the group, after a few name changes, is now called the Kernatium Division (KD). This group aims to purify Canada by violently targeting and ‘cleansing’ Muslims, Jews and non-European immigrants, the Anti-Hate Network says. The Canadian cell started with a handful of members in a Telegram chat room and quickly grew to 32 individuals before the room deleted by the app, the Anti-Hate Network says. The report found that the Kernatium Division in this country was made up almost of members claiming to be Canadian teenagers. The report also found each time a new Telegram channel was created, the founder and subsequent other members would make statements glorifying violence against what they consider racial and political enemies, and share antisemitic, anti-Muslim and anti-2SLGBTQ+ messages, that also contained violent materials aimed at influencing and recruiting new members, many of who, were aged 15 to 19 years old. One, the report says, was believed to be as young as 13. The Canadian group has also shared what is called the “Atomwaffen Program,” a neo-Nazi pamphlet that encourages the creation of small cells of individuals who would then produce propaganda, terrorist action and political disorder. In one conversation with a new member, obtained and reported by the Anti-Hate Network, the unnamed founder of the Kernatium Division stated that the goal of the organization was to “kill Jews and immigrants.” The founder claims to be a 17 year old Quebecer, but there is no confirmation of this. He has also claimed to be a former member of the Canadian branch of the original AWD. The founder has not shared any other personal information, the Anti-Hate Network report says. “There is a lot of reasons to doubt many of the things that they gave about themselves and their biography,” said Peter Smith, an investigative journalist and researcher with the Canadian Anti-Hate Network. Smith said the Kernatium Division drew his attention when he found that they had affiliated themselves with AWD Canada and attached an encryption app that can be used on the messaging service Telegram to form private channels. Videos from the organization began appearing on TikTok on June 20, promoting hateful and targeted-terror messages that share images and footage from neo-Nazi organizations such as AWD. “We are talking about individuals who make very clear intent to engage in violence and commit violence,” Smith said. “I think it is a matter for law enforcement and security to deal with. “Extreme racial prejudice is often irrational or based in misinformation and conspiracy theory,” Smith added. Canada designated AWD as a terrorist entity in February 2021. The emergence of the Kernatium Division comes as there is an sharp increase in Islamophobic and antisemitic incidents in Canada.

via capitalcurrent: Neo-Nazi organization run by Canadian teens promotes racial violence, watchdog group says

siehe dazu auch: KERNATIUM DIVISION: CANADIAN TEENAGERS CREATE MILITIA INTENDED TO “KILL JEWS AND IMMIGRANTS”. A new Canadian neo-Nazi online accelerationist organization formed across social media platforms like Instagram, TikTok and Telegram, and quickly drew in young people from across the country. The organization branded itself initially as “Atomwaffen Canada,” then quickly became the “Atomwaffen Atium Cell,” and then finally “Kernatium Division.” Creating new Telegram chat rooms each time the group changed names, the founder and subsequent members would make statements glorifying violence and claiming to be preparing to kill their perceived racial and political enemies.  Videos from the organization began appearing on TikTok on June 20. Using the platform’s video editing tools, the group’s founder created and posted four original videos to the TikTok account, with a fifth posted to a hastily put-together website. Some of these videos combined existing propaganda—images and footage—from terrorism-promoting neo-Nazi organizations like The Base and Atomwaffen Division. The other pieces of propaganda were original creations that directly threatened Canadian Muslims and another that promoted patches the founder was hoping to sell. In a video posted shortly before the founder abruptly left the chatrooms and organization he created, he placed the words “Atomwaffen Canada” over an image of a man wearing a skull mask holding a shotgun.   CLICK HERE TO READ THE FULL REPORT   Inside a series of Telegram channels set up by the founder, individuals seeking membership reported to be between the ages of 15 and 19 years old. Through the identification of these members, CAHN determined at least one was found to be several years younger than he claimed, around the age of 13 years old. This particular youth frequently uses TikTok, Instagram, and Telegram to repost footage of the Christchurch, New Zealand mosque shooting. Most, but not all, identified as holding National Socialist or neo-Nazi beliefs. Others identified as nativists or adherents to other far-right ideologies. Conversation in the chat was usually led by the founder. Often making statements that were violent in nature, he twice discussed his plans to target nearby immigration centres, though was not specific if this was for flyering, harassment or an attack. In another conversation with a new member, he stated the goal of the organization was to “kill Jews and immigrants.” He specifically spoke of a desire to recruit a terrorist and paramilitary branch of his organization.

Real Madrid setzt Kampf gegen Rassismus fort – Rassismus gegen Rüdiger und Vinicius Junior: Mann zu Haftstrafe verurteilt

Im Kampf gegen rassistische Hetzte kann Real Madrid einen Erfolg verbuchen. Nach Beleidigungen gegen Antonio Rüdiger und Vinicius Junior erhält ein User eine Haftstrafe auf Bewährung. Eine Person, die die Fußballprofis Antonio Rüdiger und Vinicius Junior von Real Madrid in einem Internetforum rassistisch beleidigt hat, ist zu einer achtmonatigen Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Wie der spanische Rekordmeister bekannt gab, habe das Amtsgericht Nr. 5 von Parla ein entsprechendes Schuldurteil gegen den Angeklagten gefällt. Besagte Person habe unter verschiedenen Pseudonymen im Forum der digitalen Ausgabe der Zeitung Marca “schwere rassistische Angriffe und Beleidigungen gegen unsere Spieler Vinicius Junior und Antonio Rüdiger gerichtet”, ließ Real in einem Klub-Statement verlauten. An dem Forum darf er nun 20 Monate nicht teilnehmen. Der Angeklagte sei wegen zweier Verstöße gegen die moralische Integrität schuldig gesprochen worden. Im Fall des deutschen Nationalspielers Rüdiger sei die Straftat zudem durch die Tatsache erschwert worden, dass sie “auch unter Missachtung seiner Religion begangen” wurde, heißt es in der Klub-Mitteilung weiter.

via kicker: Real Madrid setzt Kampf gegen Rassismus fort Rassismus gegen Rüdiger und Vinicius Junior: Mann zu Haftstrafe verurteilt

siehe auch: Rassismus gegen Rüdiger: Mann zu Haftstrafe verurteilt. Ein Spanier hat den deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger sowie Real-Madrid-Star Vinicius Junior aufs Übelste beleidigt. Das hat für den Mann jetzt drastische Konsequenzen. Mehr News zum Thema Fußball Nach rassistischen Online-Kommentaren über den deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger (31) sowie seinen Real-Madrid-Teamkollegen Vinicius Junior ist in Spanien ein Mann zu einer Haftstrafe von acht Monaten verurteilt worden. Zudem darf der Angeklagte das Forum auf der Website der Sportzeitung Marca 20 Monate lang nicht benutzen, dort hatte er die beiden Spieler beleidigt – Rüdiger nicht nur wegen seiner Hautfarbe, sondern auch wegen dessen Religion. Die Haftstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt, der Mann muss an einem Anti-Diskriminierungs-Programm teilnehmen.

Rechtsextremistische Publikation Faeser verbietet Compact-Magazin

Das Bundesinnenministerium hat das rechtsextremistische Compact-Magazin des Publizisten Elsässer wegen menschenverachtender Hetze verboten. Damit verschwindet das reichweitenstärkste Organ der Neuen Rechten. (…) Rechtsgrundlage für das Verbot ist das Vereinsrecht, wonach auch Unternehmen, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung richten, vom Bundesinnenministerium verboten werden können. Begründet wird das Verbot mithilfe einer umfangreichen Materialsammlung des Bundesamts für Verfassungsschutz, an der auch der brandenburgische Verfassungsschutz beteiligt war.Sowohl das Bundesamt als auch der Landesverfassungsschutz beobachten Compact seit Jahren und bewerten das Medium seit Ende 2021 als “gesichert rechtsextremistisch”. Compact bestand aus einem Magazin, das monatlich erscheint, nebst Sonderheften, einem Online-Auftritt und einer täglichen Sendung namens “Compact Der Tag”, die von Montag bis Freitag produziert wurde. Das Heft hatte nach eigenen Angaben eine Auflage von 40.000 Exemplaren.Die tägliche Sendung, die auch auf dem YouTube-Kanal von Compact zu sehen war, verfügte über eine erhebliche Reichweite: Bis zu 100.000 Klicks erreichten Videos von “Compact Der Tag” auf YouTube, einzelne Dokuformate sogar bis zu eine Million.Chefredakteur und prägende Figur an der Spitze von Compact ist Jürgen Elsässer. In den einzelnen Formaten wurden sowohl aktuelle Themen aufgegriffen als auch eigene Themen gesetzt. Durchweg wurden Hass und Hetze verbreitet, insbesondere gegen muslimische Migrantinnen und Migranten, aber auch gegen die Bundesregierung, die “Altparteien” und nach journalistischen Kriterien arbeitende Medien, die als “Systempresse” oder “Lügenpresse” diffamiert wurden. Entscheidend für das Verbot ist, dass Compact nach Bewertung des Bundesinnenministeriums gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung und die Menschenwürde verstößt und dabei “aggressiv-kämpferisch” auftritt.Nach Belegen dafür muss man in der Tat nicht lange suchen: Compact sprach von sich selbst als “Widerstand”, seit der Pandemie wurde das politische System als Corona- oder Impf-“Diktatur” diffamiert. In einer Sendung zur Vogelgrippe hieß es kürzlich, “neuer Impfterror” sei im Anmarsch, während der Corona-Pandemie seien die Menschen “zwangsgeimpft” worden.Chefredakteur Elsässer erging sich in den vergangenen Jahren wiederholt in Umsturzforderungen: “Wir wollen einfach das Regime stürzen”, im Unterschied zu anderen Medien sei dies das Ziel von Compact. Am 3. Oktober 2023 fabulierte er auf einer Veranstaltung in Gera, im Osten einen “eigenen Staat namens DDR” wieder aufzurichten: “Wir haben doch einen Reichskanzler in Gestalt von Björn Höcke”. Um die Souveränität gegen Polen zu verteidigen, könne man gemischte “deutsch-russische Bataillone” an der Grenze stationieren.

via tagesschau: Rechtsextremistische Publikation Faeser verbietet Compact-Magazin

siehe auch: Bundesinnenministerium verbietet Magazin “Compact”. Das rechts­ex­tre­me Com­pact-Ma­ga­zin des Pu­bli­zis­ten Jür­gen El­säs­ser wurde wegen men­schen­ver­ach­ten­der Hetze ver­bo­ten. Bun­des­in­nen­mi­nis­te­rin Fae­ser (SPD) spricht von einem “har­ten Schlag” gegen die rechts­ex­tre­mis­ti­sche Szene, deren zen­tra­les Sprach­rohr Com­pact dar­ge­stellt habe.  Rechtsgrundlage für das Verbot der “COMPACT-Magazin GmbH” ist das Vereinsrecht, mit dem unter bestimmten Voraussetzungen auch Unternehmen durch Vereinsverbote verboten werden können. Das Unternehmen richtet sich nach Auffassung des Bundesinnenministeriums gegen die verfassungsmäßige Ordnung im Sinne von Art. 9 GG und § 3 VereinsG. Hauptprodukte des multimedial ausgerichteten Unternehmens unter Leitung von Jürgen Elsässer sind das “Compact-Magazin” mit einer Auflage von 40.000 Exemplaren und der Online-Videokanal “Compact-TV”. Die Magazin-GmbH ist in zahlreichen sozialen Medien präsent und betreibt einen Online-Shop, der Bücher und CDs, aber auch Kleidungsstücke und weitere Merchandise-Artikel vertreibt. In ihren Publikationen und mit ihrem Merchandise verbreite das Unternehmen antisemitische, rassistische, minderheitenfeindliche, geschichtsrevisionistische und verschwörungstheoretische Inhalte, lautet der Vorwurf aus dem Innenministerium. Die GmbH agitiere “gegen ein pluralistisches Gesellschaftssystem, das die Menschenwürde des Einzelnen achtet und die freie und gleichwertige Teilhabe aller Staatsbürgerinnen und Staatsbürger an der politischen Willensbildung vorsieht”. Das Magazin propagiere ein völkisch-nationalistisches Gesellschaftskonzept, das “ethnisch Fremde” aus dem Staatsvolk ausschließen wolle. Damit missachte die GmbH in ihren Publikationen die Menschenwürde derer, die nicht in dieses ethnische Konzept passen. Sie bediene sich einer Widerstands- und Revolutionsrhetorik und nutze gezielte Manipulation. Ziel der Magazin-Inhalte sei es, so das Ministerium weiter, Angehörige bestimmter ethnischer Bevölkerungsgruppen als Menschen zweiter Klasse herabzuwürdigen. Dabei seien besonders arabischstämmige Bevölkerungsgruppen im Fokus, denen das Magazin pauschal Negativeigenschaften wie Gewaltneigung und einen Hang zur Kriminalität zuschreiben wolle. Außerdem verbreite die GmbH antisemitische Inhalte. Dabei würden Verschwörungserzählungen etwa von einer omnipotenten jüdischen Finanzelite verbreitet, um Hass gegen Jüdinnen und Juden zu schüren. Faeser sagte, das Magazin hetze “auf unsägliche Weise gegen Jüdinnen und Juden, gegen Menschen mit Migrationsgeschichte und gegen unsere parlamentarische Demokratie”.