Hetze rechter Influencer: Der rechte Clown

Ein radikal rechter Influencer hetzt anonym gegen Frauen, Politiker und Promis. Er selbst versteckt sich hinter einer Kunstfigur. Wer ist dieser Mann? Der Mann, der Olaf Scholz als Kriegstreiber beschimpft, sich über den Körper der Grünenpolitikerin Ricarda Lang lustig macht und Greta Thunberg als “zurückgeblieben” beleidigt, will selbst unerkannt bleiben. Jede Woche sendet er unter dem Namen “Clownie” seinen fast 300.000 Abonnenten auf YouTube Hass und Hetze auf ihre Telefone und Monitore, zerrt seine Opfer mit Foto und Namen in die Öffentlichkeit. Aber seine eigene Identität hält er geheim.  Der rechte Influencer zeigt weder sein Gesicht noch nennt er seinen Namen. In der Stadt, in der er schon seit Jahren wohnt, hat er sich nie angemeldet. Er versteckt sich hinter anonymen Mailadressen und antwortet nicht, wenn man ihm schreibt.  Fast vier Jahre lang war Clownie ein Phantom im Internet. Weder seine Freunde noch die Musiker in seiner Band, nicht einmal seine Eltern wussten bis vor wenigen Tagen, wer hinter seinen Kanälen Clownswelt und KetzerKirche auf YouTube, Twitch und Telegram steckt. ZEIT ONLINE und das ZDF Magazin Royale haben den Betreiber der Accounts nun ausfindig gemacht. Die Recherche ermöglicht den seltenen Einblick in eine Welt, in der sich ein junger Mann in kurzer Zeit radikalisieren konnte. Und sie zeigt, wie eine kaum beachtete rechtsextreme Subkultur im Internet funktioniert, das sogenannte Angerverse. Dieses Angerverse hat sich aus einer Gruppe von radikal rechten Influencern entwickelt, zu denen auch Clownie gehört. Junge Männer prägen dort mit menschenverachtenden Videos das Weltbild von Jugendlichen. Eltern und Behörden bemerken davon selten etwas. Die Hetzer bleiben auch weitgehend unbehelligt von den Social-Media-Konzernen, auf deren Plattformen sie ihre Videos veröffentlichen. Oft tarnen sie ihren Hass auf andere Lebensweisen als Satire. (…) Auch der Verfassungsschutz Niedersachsen beobachtet die Szene. Eine Sprecherin teilte auf Anfrage von ZEIT ONLINE mit, dass es sich bei Clownswelt um eine “rechtspopulistische Plattform” mit “Ansätzen neurechten Denkens” handle. Wesentlich mehr ist jedoch nicht zu erfahren. Einer der bekanntesten YouTuber dieser Szene ist Aron P., der als Shlomo Finkelstein unrühmliche Bekanntheit erlangt hat. Er sitzt unter anderem wegen Volksverhetzung im Gefängnis, weil er unter anderem ein Hakenkreuz gezeigt hatte und eine Szene, in der ein Koran verbrannt wurde. Clownie hatte Aron P. immer wieder als Gast in seine Gesprächssendung KetzerKirche eingeladen.

via zeit: Hetze rechter Influencer: Der rechte Clown

siehe auch: Im „ZDF Magazin Royale“: Jan Böhmermann enthüllt Identität des rechten YouTubers „Clownswelt“ Der Satiriker und TV-Moderator löst mit seiner Sendung wieder einmal Aufregung aus: Böhmermann hat die Identität des anonymen rechten YouTubers „Clownswelt“ aufgedeckt, was direkte Folgen hat. In der aktuellen Ausgabe des „ZDF Magazin Royale“ hat Moderator Jan Böhmermann die Identität des bislang anonymen YouTubers hinter dem Kanal „Clownswelt“ öffentlich gemacht. Die Sendung nannte den Klarnamen, den Wohnort sowie den beruflichen Hintergrund des Mannes, der auf seinem Kanal mit gesellschaftspolitischen und rechten Inhalten rund 227.000 Abonnenten erreicht. Bei dem Betreiber handelt es sich Böhmermann zufolge um einen 29-jährigen Metal-Gitarristen aus Ostwestfalen, der bereits vom Verfassungsschutz beobachtet werde. Nach eigenen Angaben begann er nach dem Abitur ein Lehramtsstudium, das er jedoch nicht abschloss. Seine Band distanzierte sich einem Instagram-Statement zufolge vor der Ausstrahlung von ihm und erklärte, das Mitgliedschaftsverhältnis sei aufgrund „unüberwindlicher persönlicher Differenzen“ beendet worden. (…) Böhmermann, dessen Sendungen vor Ausstrahlung stets juristisch geprüft werden, begründete die Offenlegung dagegen damit, dass der Kanal mit seinen rechten Positionen inzwischen im gesellschaftlichen Mainstream angekommen sei. Die Anonymität des Betreibers sei daher nicht mehr schützenswert. „Wer im Internet vor 227.000 Abonnent:innen die Wahrheit sagt, ‚Clownswelt‘, der kann doch auch sein Gesicht zeigen“, so der Moderator in der Sendung.

DOGE software engineer’s computer infected by info-stealing malware

The presence of credentials in leaked “stealer logs” indicates his device was infected. Login credentials belonging to an employee at both the Cybersecurity and Infrastructure Security Agency and the Department of Government Efficiency have appeared in multiple public leaks from info-stealer malware, a strong indication that devices belonging to him have been hacked in recent years. Kyle Schutt is a 30-something-year-old software engineer who, according to Dropsite News, gained access in February to a “core financial management system” belonging to the Federal Emergency Management Agency. As an employee of DOGE, Schutt accessed FEMA’s proprietary software for managing both disaster and non-disaster funding grants. Under his role at CISA, he likely is privy to sensitive information regarding the security of civilian federal government networks and critical infrastructure throughout the US. A steady stream of published credentials According to journalist Micah Lee, user names and passwords for logging in to various accounts belonging to Schutt have been published at least four times since 2023 in logs from stealer malware. Stealer malware typically infects devices through trojanized apps, phishing, or software exploits. Besides pilfering login credentials, stealers can also log all keystrokes and capture or record screen output. The data is then sent to the attacker and, occasionally after that, can make its way into public credential dumps. “I have no way of knowing exactly when Schutt’s computer was hacked, or how many times,” Lee wrote. “I don’t know nearly enough about the origins of these stealer log datasets. He might have gotten hacked years ago and the stealer log datasets were just published recently. But he also might have gotten hacked within the last few months.” Lee went on to say that credentials belonging to a Gmail account known to belong to Schutt have appeared in 51 data breaches and five pastes tracked by breach notification service Have I Been Pwned. Among the breaches that supplied the credentials is one from 2013 that pilfered password data for 3 million Adobe account holders, one in a 2016 breach that stole credentials for 164 million LinkedIn users, a 2020 breach affecting 167 million users of Gravatar, and a breach last year of the conservative news site The Post Millennial.

via ars technica: DOGE software engineer’s computer infected by info-stealing malware

AI-generated

Sadistinen #764-kultti levisi Suomeen – Poliisilta vakava varoitus vanhemmille – #terror

Sadistinen 764-kultti levisi Suomeen – Poliisilta vakava varoitus vanhemmille Kansainvälinen, sadistinen 764-ryhmittymä etsii uhreikseen erityisesti lapsia ja nuoria. Nyt ilmiö on rantautunut Suomeen. Keskusrikospoliisi KRP kertoo, että kansainvälinen, sadistinen 764-verkosto on levinnyt Suomeen. Uhreina on suomalaislapsia ja -nuoria. Internet-kultiksikin kutsuttu ryhmittymä etsii verkossa erityisesti haavoittuvaisessa asemassa olevia lapsia ja nuoria, joita manipuloidaan ja kiristetään käyttämään äärimmäistä väkivaltaa itseään ja muita kohtaan. Uhreiksi on etsitty esimerkiksi masentuneita, syrjäytyneitä tai itsetuhoisia lapsia ja nuoria. Ryhmittymään yhdistettyjä rikoksia ovat maailmalla olleet esimerkiksi lasten seksuaalinen hyväksikäyttö, lemmikkien tappaminen tai toisen ihmisen puukotus. Yhdysvalloissa 764:n toiminta on määritelty terrorismiksi. Ryhmittymästä käytetään useampia eri nimityksiä, joista osa on verkoston alaryhmiä. Näitä nimiä ovat 764:n lisäksi muun muassa The Com ja No Lives Matter (NLM). Suomen poliisi puhuu pääasiassa The Comista. Ruotsissa vanhusta puukottanut 14-vuotias poika oli kirjoittanut kouluvihkoihinsa sadistikultin tunnuksia, kuten verkoston nimen 764. Suojellaan Lapsia -järjestön antamassa varoitusmerkkilistassa tämä on yksi kohdista, johon vanhemman on syytä kiinnittää huomiota. RUOTSIN POLIISIN ESITUTKINTA Keskusrikospoliisi kehottaa nyt lasten ja nuorten vanhempia ja läheisiä sekä lasten ja nuorten parissa työskenteleviä ammattilaisia tarkkaavaisuuteen ilmiön suhteen. Uhreja houkutellaan usein lasten ja nuorten suosimilla pelialustoilla ja sosiaalisessa mediassa, kuten Robloxissa, Minecraftissä, Twitchissä, Steamissä, Telegramissa ja Discordissa.

via iltalethfi: Sadistinen 764-kultti levisi Suomeen – Poliisilta vakava varoitus vanhemmille

Nach BfV-Einstufung: AfD-Mann Maximilian Krah fordert erneut Abkehr von der völkischen Ideologie – #mimikri

Die Einschätzung des Bundesamtes für Verfassungsschutz sorgt in der AfD für Empörung. Aber ausgerechnet der von Skandalen und Krisen bekannte Bundestagsabgeordnete aus Sachsen, Maximilian Krah, positioniert sich gegen die völkische Ideologie. Die Einschätzung des Bundesamtes für Verfassungsschutz, die AfD aufgrund ihrer völkischen Ideologie als „gesichert rechtsextrem“ einzustufen, führt zur Unsicherheit der Partei. Die Funktionäre weisen den Vorwurf zurück und verstricken sich in Widersprüche.  Der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla geriet beim ZDF ins Straucheln, es gebe „natürlich zwei Gruppen, die nicht unterscheidbar“ seien. Dann unterschied er sie: Es gebe diejenigen, die durch Abstammung deutsch seien und  diejenigen, die vom Grundgesetz her „Passdeutsche“ seien und sagt, „das sind ganz klar zwei Punkte, wo wir auch nicht Unterscheidung treffen“. Das Trugbild eines homogenen Staatsvolks bildet den Kern der völkischen Ideologie, die auch Grundlage der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland war. Das Gutachten des Verfassungsschutzes kommt offenbar zu dem Schluss, dass diese Ideologie auch der Kern der AfD-Parteiideologie ist. Während die Spitze der AfD lediglich dementiert, schert einer aus. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Maximilian Krah kritisiert zwar die Einschätzung durch den Verfassungsschutz, bewertet aber die völkische Ideologie als Problem: Sie könnte ein Parteienverbot begründen und verhindert mögliche Koalitionen. Der AfD-Politiker aus Sachsen war Spitzenkandidat der AfD für die Europawahl, sein ehemaliger Mitarbeiter ist wegen Spionage für China angeklagt – nun ist Krah in den Bundestag gewechselt. Krah gegen Vierfuß: Der Bruch in Echtzeit Einen Tag nach der Erklärung des Verfassungsschutzes provoziert Krah auf X am 4. Mai eine Debatte mit der Behauptung, ethnische Homogenität sei nicht mehr herstellbar. Der Staat könne „die Veränderungen, die Masseneinwanderung bringt, nicht rückgängig machen“, schreibt der AfD-Politiker. Der Positionswechsel ist brisant, weil Krah selbst noch 2023 ein völkisches Manifest als Grundlage rechter Politik verfasst hat. In dem Buch heißt es, dass es „in immer mehr urbanen Gebieten keine kulturelle deutsche öffentliche Ordnung mehr“ gebe und fordert deren „Wiederherstellung“. Im Buch schlug der AfD-Politiker noch „Remigration“ über eine Politik des Vergällens vor, bis Menschen mit Migrationshintergrund sich entweder „assimilieren“ oder das Land wieder verlassen.  Seit einiger Zeit schlägt Krah einen gegenläufigen Kurs ein. Gegenüber CORRECTIV sagte er bereits im April, er beabsichtige, „die Frage der Multiethnizität des Staatsvolks neu zu durchdenken.“ Die Wende des AfD-Hardliners folgte laut eigener Aussage der CORRECTIV-Recherche „Geheimplan gegen Deutschland“. Sie zeigt, wie unweit von Potsdam im November 2023 der Kopf der Identitären Bewegung Martin Sellner die „Remigration“ auch von „nicht-assimilierten Staatsbürgern“ über „Anpassungsdruck“ wie „maßgeschneiderte Gesetze“ als „Jahrzehnteprojekt“ vorschlug. Dieser Vorschlag läuft auf die Vertreibung für Millionen Menschen, darunter auch Staatsbürger, und führte zu millionenfachen Protesten in Deutschland. Krahs neue Linie: nicht mehr völkisch sprechen, strategisch denken. Dass er nun von jenen angegriffen wird, mit denen er jahrelang das Weltbild teilte, ist Ausdruck eines vermutlich bevorstehenden ideologischen Machtkampfs in der AfD.  Im Zentrum stehen grundlegende Differenzen über das Verhältnis von Staat, Ethnizität und Nation. Krah plädiert für eine inhaltliche und strategische Anpassung.

via correctiv: Nach BfV-Einstufung: AfD-Mann Maximilian Krah fordert erneut Abkehr von der völkischen Ideologie

White Supremacists Help Raise Hundreds of Thousands For Woman Who Hurled Slur at Black Child

Over the last week, white supremacists, antisemites and racists have been supporting a woman accused of calling a Black child a racial slur by helping to coordinate her donation drive and raising hundreds of thousands of dollars. They have leveraged the fundraising campaign to spread hateful talking points and legitimize their ideas. The woman, identified in media reports as Shiloh Hendrix, was depicted in a video that began circulating on social media on April 28, 2025, allegedly accosting a Black five-year-old at a playground in Rochester, Minnesota. In the video, the man recording asks the woman if she called the child a n***er, and she responds by hurling the slur at the man recording as well. On May 1, 2025, a crowdfunding campaign was created on GiveSendGo—a prominent facilitator of extremist crowdfunding—to raise funds for Hendrix. It is unclear who was authentically involved in creating the campaign, although several X users known to promote extremist and anti-Black rhetoric have since claimed shared responsibility for coordinating the effort. They assert that Hendrix will be the primary recipient of the funds, and the GiveSendGo campaign page indicates this is the case. The GiveSendGo campaign immediately went viral on X, and the link to the page was mentioned over 25,000 times in the days that followed the circulation of the video. As of this writing, the campaign has received over $700,000 of its $1,000,000 goal from over 26,500 donors, with many of the donation comments containing white supremacist, racist and antisemitic messaging, names and denominations.

via adl: White Supremacists Help Raise Hundreds of Thousands For Woman Who Hurled Slur at Black Child

FragDenStaat veröffentlicht 17 Seiten des BfV-Gutachtens – Erste Belege zur AfD-Ein­stu­fung öff­ent­lich

Die AfD-Einstufung als “gesichert rechtsextremistisch” wird wohl ein jahrelanges juristisches Nachspiel haben. Teile des Gutachtens sind nun öffentlich. “FragDenStaat” hat 17 Seiten des Gutachtens des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) veröffentlicht, aus dem die Einstufung der AfD als “gesichert rechtsextremistisch” folgte. Zeit Online berichtete als erstes über diesen Auszug, gleichwohl ohne ihn zu veröffentlichen. Am vergangenen Freitag war die Hochstufung der AfD seitens des BfV bekannt geworden. Die Partei hat dagegen bereits eine Klage (Az. 13 K 3895/25) sowie einen Eilantrag (Az. 13 L 1109/25) beim Verwaltungsgericht (VG) Köln eingereicht. Wie “FragDenStaat” betont, handelt es sich bei dem Auszug “nicht um Informationen, die mit nachrichtendienstlichen Mitteln wie dem Einsatz von V-Leuten gewonnen wurden” – diese sind weiterhin unter Verschluss, da laut dem Bundesinnenministerium schutzbedürftige Quellen betroffen sind. Der 17-seitige Auszug ist überschrieben mit “Besonders relevante Aussagen des AfD-Bundesverbands bzw. AfD-Bundesvorstands” und sodann in vier Unterabschnitte gegliedert: “Ethnisch-abstammungsmäßige Aussagen und Positionen”, “Fremdenfeindlichkeit”, “Islamfeindlichkeit” und “Reaktiv: Demokratieprinzip”. Hierfür sind sodann insgesamt 37 Belege in Form von öffentlich getätigten Aussagen der AfD und ihren (hochrangigen) Funktionsträgern zwischen 2022 und 2024 benannt. Im ersten Abschnitt wird beispielsweise eine Aussage von Co-Bundessprecherin Alice Weidel im Kontext von Unruhen in Frankreich im Sommer 2023 zitiert, wonach “vergleichbare Probleme angesichts der Migration aus ‘dem kulturfremden Kontext’ auch in Deutschland möglich seien”. Weidel spricht dabei von der Förderung von “Parallelgesellschaften” und einem “Clash of Cultures”. Auch die Aussage des damaligen Bundesvorstandsmitglied, Maximilian Krah, “Dieser grüne Generalplan bedeutet Umvolkung”, wird neben weiteren Aussagen in diese Richtung insoweit zitiert. Unter “Fremdenfeindlichkeit” zieht das BfV einen X-Post der AfD von September 2024 heran, mit welchem diese von einem “migrationsinduzierten ‘Höllensommer’” spricht, in dem “Messerattacken an der Tagesordnung” stünden. Auch die Forderung von Rechtspolitiker Stephan Brandner nach einer “umfassenden Abschiebekultur” wird insoweit herangezogen.

via lto: FragDenStaat veröffentlicht 17 Seiten des BfV-Gutachtens Erste Belege zur AfD-Ein­stu­fung öff­ent­lich

siehe auch: Bundesamt für Verfassungsschutz Hier sind die ersten Belege zur Verfassungsfeindlichkeit der AfD Völkisch-nationalistisch, rassistisch, antidemokratisch – auch nach Ansicht des Geheimdienstes ist die AfD gesichert rechtsextrem. Wir veröffentlichen einen ersten Ausschnitt aus dem 1100 Seiten langen Gutachten. Die AfD ist gesichert rechtsextrem. Das sagt seit vergangener Woche nun auch der Bundesverfassungsschutz. Zuvor hatte die Behörde die Bundespartei bereits seit mehreren Jahren als rechtsextremistischen Verdachtsfall geführt und beobachtet. Diese neue Einordnung auf der höchsten Beobachtungsstufe durch den Verfassungsschutz basiert auf einem rund 1100 Seiten langen Gutachten, das bislang nicht öffentlich ist. Wir veröffentlichen jetzt aber einen 17-seitigen Ausschnitt aus dem Dokument. Es ist eine Belegliste, in der das Bundesamt für Verfassungsschutz 37 öffentlich nachvollziehbare Belege für die verfassungsfeindliche Ausrichtung der AfD auf Bundesebene aufführt; Fremden- und Islamfeindlichkeit – Weiterer Auszug aus AfD-Gutachten geleakt. Die Plattform „Frag den Staat“ hat einen Teil des über 1000 Seiten umfassenden AfD-Gutachten veröffentlicht. Das 17-seitige Dokument enthält Aussagen von AfD-Spitzenpolitikern, darunter Alice Weidel, Tino Chrupalla und Maximilian Krah. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) sieht einem Medienbericht zufolge eine “verfestigte fremdenfeindliche Haltung” in der “obersten Führungsstruktur der AfD”. Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf das 1.108 Seiten lange Gutachten, mit dem das BfV die Partei als “gesichert rechtsextremistisch” eingestuft hat. Die “verfassungsfeindliche Ausrichtung” der AfD habe sich zwischenzeitlich “zur Gewissheit verdichtet”, heißt es demnach darin.

siehe auch: https://fragdenstaat.de/dokumente/271151-besonders-relevante-aussagen-des-afd-bundesverbands-bzw-afd-bundesvorstands/

#Geschichtsrevisionismus im Internet – Der #Holocaust als Meme

Rechte und kommerzielle Accounts leugnen oder verherrlichen den Holocaust online. Ein Bericht zeigt, wie groß das Problem ist und was dagegen helfen würde. Offene Holocaust-Leugnung ist in Deutschland verboten. Das wissen auch extreme und neue Rechte. In den sozialen Medien finden sie trotzdem Wege, die Geschichte rund um die Shoah zu verzerren. Die Gedenkstätte Anne Frank hat zu den digitalen Strategien der Holocaust-Verleugnung, Verharmlosung und Verherrlichung am Dienstag einen Bericht veröffentlicht. „Geschichtsrevisionismus ist auf TikTok ein Massenphänomen“, so eine Mitarbeiterin der Gedenkstätte. Aber auch auf Instagram und anderen Plattformen sei das Phänomen weit verbreitet. Dort würden Rechtsextreme Codes und Chiffren nutzen, um eine Löschung ihrer Beiträge zu umgehen. Ihr Ziel sei es, die Geschichtsbildung junger Menschen zu manipulieren. Sie verbreiten mit Techno unterlegte Videos von Hitler-Reden, feiern die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck als „Märtyrerin der Meinungsfreiheit“ oder posten immer wieder Kommentare mit der Zahl 271k. Eine Referenz zu der Verschwörungsgeschichte, die Nationalsozialisten hätten „nur“ 271.000 anstatt sechs Millionen Juden getötet. Der Bericht nennt zwei Beweggründe, Geschichte im Internet zu verzerren: Ideologie und Kommerz. Zum einen gebe es die politischen Überzeugungstäter. Sie verharmlosten den Holocaust, machten sich darüber lustig oder glorifizierten den Nationalsozialismus, weil sie den Tätern politisch nahe stünden. Zu dieser Gruppe zählt der Bericht unter anderem rechtsextreme Influencer und prominente AfD-Politiker wie Maximilian Krah, die Deutschland von einem „Schuldkult“ befreien wollen. „Unsere Vorfahren waren keine Verbrecher“, sagte Krah in einem TikTok-Video 2023, in dem er junge Menschen dazu auffordert, nachzuforschen, wie ihre Großeltern „gekämpft und gelitten“ hätten. Die von ebendieser Großelterngeneration getöteten Juden und andere verfolgte Gruppen erwähnt er nicht. Als seien die Deutschen die Opfer der Geschichte gewesen, die sich nie etwas zuschulden kommen ließen und deswegen heute eine stolze Nation bilden könnten. Verhöhnung von NS-Opfern als Geschäftsmodell Auf der anderen Seite stünden dem Bericht zufolge Menschen, die den Holocaust online verhöhnen oder verharmlosen, um daraus Profit zu schlagen. Inhalte, die besonders viele Reaktionen von Nutzern hervorrufen, werden von den Algorithmen der Plattformen belohnt und weiter verbreitet. Deswegen gibt es einen Anreiz, zu provozieren und Grenzen zu überschreiten. So inszenierten sich Nutzer zum Beispiel als feiernde DJs in Gaskammern.

via taz: Geschichtsrevisionismus im Internet Der Holocaust als Meme